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“Eine Selbstverständlichkeit”

“Einen solchen Staatsakt lehnt der Bürgerrechtler und evangelische Pastor Joachim Gauck ab. ‘Von dem Vorschlag, für die Opfer der gerade bekannt gewordenen Mordserie von Neonazis einen Staatsakt zu veranstalten, halte ich nichts’, sagte er der ‘Welt’. Ein Trauergottesdienst oder ein staatlicher Trauerakt schienen ihm nicht ‘die richtige Form zu sein, um Toter zu gedenken, deren Ermordung schon so lange zurückliegt’.”

“Der designierte Bundespräsident Joachim Gauck nimmt an diesem Donnerstag an der zentralen Gedenkfeier für die Opfer der Neonazi-Morde in Berlin teil. Dies sei für Gauck eine Selbstverständlichkeit, hieß es aus seiner Umgebung.”

Expertologie

Im Mai 2004 legte der heutige Außenminister Israels seinen Populated-Area Exchange Plan vor.

Mehrheitlich von Juden bewohnte Orte in den umstrittenen Gebieten sollten nach den Vorstellungen Avigdor Liebermans zu israelischem Territorium werden, während von Arabern bewohnte israelische Gebiete dem Territorium eines “palästinensichen” Staates zugeschlagen werden sollten.

Der arabischen Bevölkerung dieser Gebiete sollte im Rahmen dieses Plans die Annahme einer “palästinensischen” Staatsbürgerschaft angeboten, jedoch nicht aufgezwungen werden, und bei der Annahme des Angebots hätten sie noch nicht einmal umziehen müssen.

Daß aus dieser Zwei-Staaten-Lösung bis heute nichts wurde, liegt vor allem daran, daß die von ihr betroffenen Araber ihre israelische Staatsbürgerschaft offenbar nicht gegen die eines von Hamas, Fatah oder beiden geführten Staates tauschen wollen, was durchaus verständlich ist.

“Israelkritische” Stimmen finden, Avigdor Lieberman sei wegen seines Plans ein “Rassist”, haben aber selbst keine Probleme damit, sich über Juden aufzuregen, die, wenn sie in der israelischen Hauptstadt wohnen wollen, deren “notwendige Teilung” behinderten.

“Israelische Regierungspolitik [..] erschwert die notwendige Teilung Jerusalems.”

Ist Avigdor Lieberman also ein “Rassist” oder “Faschist”, so gilt das für all jene, die für ein judenreines “Palästina” und judenreine Stadtteile von Jerusalem plädieren und gegen jede Evidenz über eine “Judaisierung Jerusalems” klagen, mindestens ebenso.

Neben der Zunft solcher “Israelkritiker”, denen freilich anders als dem israelischen Außenminister keine Zwei-, sondern eine Ein-Staaten-Lösung erstrebenswert scheint, hat Avigdor Lieberman noch andere Feinde: deutsche “Experten” wie Michael Lüders.

Der darf unwidersprochen Sätze über den demokratisch legitimierten israelischen Außenminister sprechen wie diese:

“Daß man sich in Israel Sorgen macht angesichts der Holocaustleugnung von Ahmadinejad und der permanenten antiisraelischen Tiraden, das versteht sich von selbst. Umgekehrt haben wir in Israel einen Außenminister Avigdor Lieberman, dessen Ausfälle gegenüber Palästinensern und Arabern denen von Ahmadinejad in nichts nachstehen.”

Wann hat Mahmoud Ahmadinejad sich je so eindeutig wie Avigdor Lieberman zu einem “palästinensischen” Staat neben Israel bekannt, zu einer Zwei-Staaten-Lösung? Wann hat Avigdor Lieberman allen “Palästinensern” oder Arabern mit ihrer Auslöschung gedroht?

Welche Anstalt hat Michael Lüders als geheilt auf die Menschheit losgelassen?

Du bist Deutschland

Es war wahrlich nicht alles schlecht unter Hitler. Gewiß, das Reich existierte nicht lange genug, jedem Volksgenossen einen KdF-Wagen in die Garage zu stellen.

Aber der Holocaust, nun, der war doch eine grandiose Leistung, findet anscheinend Joachim Gauck, Bundespräsident cand.:

“Das ist paradoxerweise ein psychischer Gewinn, der zudem noch einen weiteren Vorteil hat: Wer das Koordinatensystem religiöser Sinngebung verloren hat und unter einer gewissen Orientierungslosigkeit der Moderne litt, der gewann mit der Orientierung auf den Holocaust so etwas wie einen negativen Tiefpunkt, auf dem – so die unbewusste Hoffnung – so etwas wie ein Koordinatensystem errichtet werden konnte. Das aber wirkt ‘tröstlich’ angesichts einer verstörend ungeordneten Moderne.

Eine hypothetische Welt ohne Shoa wäre ja noch viel “ungeordneter”.

Und so muß die reale Welt also, scheint’s, den Deutschen dankbar sein für Auschwitz, denn sonst hätten all die Gottlosen auf dem Planeten gar keine Ahnung davon, was böse ist und was gut.

siehe auch: Ein politisch-kultureller Super Gau(ck) – Antisemitismus erhält Einzug ins Schloss Bellevue

Französische Scherze

Es ist bislang eher unüblich, daß einzelne europäische Regierungen den Krieg, den “palästinensische” Terroristen von Gaza aus gegen Israel führen, überhaupt wahrnehmen.

Umso erstaunlicher ist daher, daß die jüngsten “palästinensischen” Raketenangriffe durch Frankreich verurteilt werden:

“‘France condemns the rocket attack which occurred Wednesday in Gaza at the people of southern Israel,’ the spokesman said in a statement issued Thursday.”

Wenig überraschend – und insofern durchaus sehr typisch – ist hingegen, was dieser “Verurteilung” folgt – und sie als bloßes Geschwätz entlarvt:

“‘It also condemns the consquences for the Palestinian civilian population for the raid Israel carried out in response … France calls for restraint in order to avoid any risk of escalation.’”

Israel wird attackiert, hunderttausende Menschen werden von Gaza aus ins Visier genommen – doch Verteidigungsmaßnahmen Israels haben gefälligst zu unterbleiben, “um jedes Risiko einer Eskalation zu vermeiden”.

Vielleicht sollten israelische Bürger jede Rakete aus Gaza mit einem Raketenangriff auf die französische Botschaft in Tel Aviv beantworten – und dann um “Zurückhaltung” bitten, um die Lage nicht weiter zu verschärfen …

Ladylike

Tom Donilon hat sich in seiner offiziellen Funktion als Sicherheitsberater von Präsident Barack Hussein Obama in die israelische Hauptstadt begeben, um sich in seiner Funktion als Bewährungshelfer mit dem Premierminister des weltweit insgesamt einzigen jüdischen und demokratischen Staates zusammenzusetzen und PM Netanyahu vorzumachen, wie man sich ganz locker und entspannt mit der Aussicht auf eine nukleare bewaffnete Islamische Republik Iran und deren zum Genozid entschlossenen Mullah-Regime abfinden kann.

Währenddessen gehen die Damen Clinton und Ashton von ihrem heimeligen Platz am Schreibtisch als leuchtende Vorbilder auf dem Wege echter „Friedens“-Seligkeit noch einen mutigen Schritt weiter und loben das iranische Regime für seine Charme-Offensive und begrüßten die Absicht der Mullahs, an den Verhandlungstisch zurückzukommen – um sich auf ein Neues von ihnen verarschen zu lassen.

Das Verhalten der beiden wesentlichen diplomatischen Repräsentantinnen des sogenannten Westens erinnert ein wenig an jene Opfer häuslicher Gewalt, die sich und ihrem sozialen Umfeld einzureden versuchen, beim nächsten Mal würde alles ganz anders, während sie ihre Blessuren verarzten und sich an jene Worte zu erinnern versuchen, an die sie sich ach so gerne erinnern würden, wenn sie nur endlich, endlich all die anderen, viel plastischeren und glaubhafteren Äußerungen ihres Prügelpaschas vergessen würden.

Vor gar nicht allzu langer Zeit sind Menschen mit dieser Persönlichkeitsstruktur treue Kundinnen im nächstgelegenen Frauenhaus geworden, heute leiten sie die Außenbehörden der EU bzw. USA; wenn also die Damen Clinton und Ashton die Antwort sein sollen, müsste man sich nebenbei auch noch mal angucken, was überhaupt die Frage gewesen war, die von den Emanzen aufgeworfen wurde.

Doch zurück zur „Gefahr der Destabilisierung der Region“, der immer dann so gerne das Wort nach dem Mund geredet wird, sobald die militärische Option zum Stopp des iranischen Atomprogramms sich zu konkretisieren beginnt, obwohl doch – zumindest dem „politischen“ Anspruch nach – angeblich noch immer alle Optionen auf dem Tisch sein sollten.

Ob nun die „Destabilisierung der Region“ tatsächlich das relativ zur Vernichtung der jüdischen Nation kleinere Übel ist, zumindest für den sogenannten Westen, müssen die internationalen Politsprechpuppen und ihre Hofberichterstatter bitte mit sich selbst ausmachen.

Fakt ist, dass Regime wie in Simbabwe, Nordkorea und im Iran sich durch eine bemerkenswerte Stabilität auszeichnen, an der die berühmt-berüchtigte internationale Gemeinschaft nur sehr wenig auszusetzen hat. Und lehrt nicht auch die deutsche Geschichte der letzten hundert Jahre, dass „Stabilität“ bereits ein Ziel an sich sein kann?

Zumal ja bekanntlich die Sieger des Ersten Weltkriegs den Zweiten geradezu selbst verschuldet haben, indem sie das gute, brave Deutschland nicht zur Ruhe kommen ließen; zumal alles ganz anders gekommen wäre, auch „diese Sache mit den Juden“, wenn man die Deutschen nur nicht dauernd so provoziert hätte, bis sie schließlich anfingen, „zurückzuschießen“.

Ein bisschen so, wie die Provokationen der israelischen Diplomaten, die sich überall auf der Welt – namentlich in Georgien, Indien, Singapur, Thailand – in die Luft zu sprengen versuchen, um einem „völkerrechtswidrigen Angriffskrieg“ ihres zionistischen Aggressionsregimes die allfällige Legitimation zu liefern.

Das würden die Damen Clinton und Ashton natürlich niemals so sagen – aber möglicherweise würden sie es sich so denken.

Während die von EU-Kommission und einzelnen europäischen Regierungen gesponserte “NGO” Al Mezan weiter erwartungsgemäß über ein “israelisches Kriegsverbrechen” klagt, hat Ägypten mittlerweile sich bereiterklärt, Gaza mit dem dort benötigten Treibstoff zu versorgen:

“Sayyid Najida, head of the assembly’s industry and energy committee, told Hamas’ Al-Aqsa TV that 500,000 liters of fuel would ship per day for the power plant and 100,000 for gas stations.”

Dazu wird es allem Anschein nach aber nicht kommen. Die “Regierung” Gazas, die “demokratisch gewählte” Hamas, verweigert dieser Lösung ihre Zustimmung:

“Hamas authorities rejected an Egyptian proposal to bring in fuel via an Israeli crossing point to reactivate Gaza’s only power plant, which shut down four days ago when diesel supplies were disrupted.”

Dagegen, elektrische Energie aus Israel zu beziehen, das rund 70 Prozent des Strombedarfs in Gaza deckt, hat die Hamas nichts. Auch weitere Lieferungen von Gütern aus Israel lehnt diese “palästinensische” “Regierung” nicht ab.

Verweigert die Hamas nun also die Einfuhr ägyptischen Treibstoffs über Israel, so macht sie ganz unmißverständlich klar, daß ihr das Wohl der “Palästinenser” gleichgültig ist. Und – schöner Nebennutzen – sie bestätigt einmal mehr, wofür Europa “NGOs” wie Al Mezan tatsächlich bezahlt.

Weshalb brauchen wir Worte wie „Islamist“?
von Raymond Ibrahim

Ist der Islam das Problem oder der Islamismus? Muslime oder Islamisten?

Diese und ähnliche Fragen befeuern regelmäßig Diskussionen (wie beispielsweise an der aktuellen Debatte zwischen Robert Spencer und Andrew McCarthy zu sehen ist). Das größte Hindernis auf dem Weg zu einem Konsens ist die Frage, was diese Worte bedeuten; konkret daß Islamismus und Islamisten als „böse“ gelten und Islam und Muslime positiv besetzt sind (oder einfach neutral).

Einige Anmerkungen in dieser Sache: Den ganzen Beitrag lesen »

Weißwäscher

Mit dem “palästinensischen” Pfarrer Mitri Raheb soll in den nächsten Tagen ein evangelischer Theologe mit dem Deutschen Medienpreis geehrt werden, der, wie Reinhold Robbe, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, erkärt, “kein Friedenstifter” sei.

“Insbesondere die Tatsache, dass Raheb ganz wesentlich verantwortlich sei für das sogenannte Kairos-Papier, werfe die Frage auf, weshalb für den Medienpreis keine geeignetere Persönlichkeit gefunden werden konnte, betonte DIG-Präsident Robbe. Dem palästinensischen Pastor würden Rassismus und Hetze sowie eine Verdrehung theologischer Lehre vorgeworfen.”

Diesen Vorwürfen tritt nun Bischof Hans-Jürgen Abromeit entgegen:

“Raheb habe niemals das Recht des jüdischen Volkes bestritten, in Israel präsent zu sein, ‘niemals hat er eine extremistische Agenda verfolgt, niemals hat er antisemitische Aussagen getätigt’. Raheb habe den Deutschen Medienpreis verdient, schreibt Abromeit [..]. Der palästinensische Theologe wage es, Kritikwürdiges beim Namen zu nennen.”

Und damit kennt der deutsche Bischof sich zweifellos aus. So erklärte Hans-Jürgen Abromeit im Januar 2010 nach drei Reisen nach Israel und “Palästina”, was ihn am meisten bewegt:

“Ein Jahr nach dem Gaza-Krieg ist das Leben in den palästinensischen Gebieten ein Leben in einem Freiluftgefängnis. Die acht Meter hohe Mauer, mit der zum Beispiel Bethlehem durch den Staat Israel von dem Umland abgetrennt worden ist, zerstört die wirtschaftliche Grundlage des Lebens für die Palästinenser, schneidet sie von der notwendigen medizinischen Versorgung ab, trennt Familien, demütigt täglich die Menschen durch israelische Kontrollposten und schränkt auch die Religionsfreiheit ein.”

Daß der “Gaza-Krieg”, gemeint ist die israelische Operation Cast Lead, eine Verteidigungsmaßnahme gegen eine terroristische Offensive der Hamas aus Gaza war, das leider auch danach noch als Raketenabschußrampe “palästinensischer” Banden fungiert, muß dem Bischof entgangen sein.

Nichts mitbekommen hat der evangelische Geistliche offenbar auch von der Zweiten Intifada, in deren Verlauf “palästinensische” Terroristen Israel mit über 20.000 Anschlägen attackierten, bei denen über 1.000 Bürger der jüdischen Demokratie ermordet und mehr als 7.000 verletzt wurden.

Erst diese von Hamas, Fatah und Islamic Jihad ausgehende Gewalt, die ausdrücklich auf Zivilisten zielte, machte “die acht Meter hohe Mauer” zu einer Notwendigkeit. Sie schützt tatsächlich Leben, doch für den deutschen Bischof ist sie eine störende “Gefängnismauer”.

Für Bischof Hans-Jürgen Abromeit werden “täglich die Menschen durch israelische Kontrollposten” gedemütigt. Was geschieht, versagen die Kontrollposten, mußten in den Morgenstunden des 29. August 2011 jugendliche Club-Besucher in Tel Aviv erleben:

“A 21-year-old Palestinian from Nablus who launched a terrorist attack in south Tel Aviv on Monday has been identified as Muhammad Sa’afan.

Sa’afan confessed to ramming a taxi he carjacked into a police roadblock outside of a crowded nightclub, running down two officers, and then stabbing six additional policemen and club security staff. [..]

Sa’afan entered Israel illegally on Sunday. He hailed a taxi, and brandishing a knife to eject the driver, Nahmaz Azi.

After a brief struggle in which Azi was wounded, Sa’afan commandeered the vehicle and drove to the club, where a Border Police roadblock prevented him from reaching his intended victims.”

Durch “Allah ist groß”-Rufe machte der “palästinensische” Terrorist darauf aufmerksam, was “Religionsfreiheit” für ihn bedeutet; und gewiß traf es Bischof Hans-Jürgen Abromeit schwer, daß israelische Sicherheitskräfte schließlich auch dieses “Palästinensers” “Religionsfreiheit” einschränkten.

Mit den Judenmord verherrlichenden Gesängen stachen im Frühsommer 2010 Free Gaza-Jihadisten zur Fahrt nach Gaza in See. Nicht persönlich dabei, wahrscheinlich aber in Gedanken an Bord der Mavi Marmara war – natürlich Bischof Hans-Jürgen Abromeit.

Spätestens dann, wenn ausgerechnet ein solcher Stellvertreter erklärt, “[Mitri] Raheb habe den Deutschen Medienpreis verdient”, sollte, wer noch alle Sinne beisammen hat, davon absehen, mit Preis und Preisträgern gemeinsam gesehen werden zu wollen.

Wahre Opfer

Die ägyptischen Muslimbrüder finden, finanzielle Unterstützung aus den USA verletze die Würde des ägyptischen Volks. Es sollte daher diese Hilfe zurückweisen:

“Muslim Brotherhood deputy leader Rashad Bayoumi issued a statement on Wednesday slamming US assistance to Egypt and US ambassador in Cairo Anne Patterson.

‘US assistance is like a chain that restricts our freedom,’ Bayoumi said in his statement. The Egyptian people, he added, should reject ‘this humiliating aid.’”

Sollten die Vereinigten Staaten ihre Zahlungen an Ägypten einstellen oder kürzen, meinen die ägyptischen Muslimbrüder, würden sie über Änderungen des Friedensvertrags mit Israel nachdenken:

“US aid to Egypt is guaranteed by the Camp David Accords, and stopping it would be a violation of that treaty, a high-ranking Muslim Brotherhood lawmaker said Sunday.

Essam El-Erian, who also serves as chairman of the Egyptian parliament’s foreign affairs committee, said that should aid from Washington be cut, the Brotherhood would consider changing the terms of Egypt’s 1979 peace treaty with Israel.”

Damit kann es wohl keinen Zweifel mehr geben: Das ägyptische ist ein wahres Märtyrervolk. Geduldig opfert es seine Würde, damit nur der Frieden mit Israel gewahrt bleibe.

Stromausfall bei SPIEGEL online

Bemerkenswert, was deutscher Journaille angesichts tatsächlicher Stromausfälle in Gaza einfällt: “Israel dreht Palästinensern den Solarstrom ab”. Nein, Juliane von Mittelstaedt, für den SPIEGEL und dessen Online-Portal in Tel Aviv stationiert, macht sich nicht zur Lautsprecherin der Antisemiten von Al Mezan.

Ihr sind “Palästinenser”, die tatsächlich unter Energieknappheit leiden, gleichgültig. Die “Palästinenser”, um die Juliane von Mittelstaedt sich sorgt, haben – anders als sie es in ihrer Überschrift behauptet – derzeit gar keine Energieprobleme, könnten allerdings welche bekommen.

“Denn Israel droht mit dem Abriss” ohne Baugenehmigung errichteter Anlagen zur Erzeugung von Solarstrom. Damit wolle Israel, so nicht näher benannte Diplomaten laut Juliane von Mittelstaedt, ein “Signal an die Bundesregierung” in Berlin senden.

Die gleiche Juliane von Mittelstaedt, der die Situation in Gaza offensichtlich völlig gleichgültig ist, schließt: “Wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht, dann bleiben die Zelte in Schaab al-Buttum demnächst wieder dunkel.” Welch schaurig-schönes Rührstück.

Es führt vor, wo die Prioritäten Juliane von Mittelstaedts und ihres deutschen Nachrichtenmagazins liegen: Echte (und vermeidbare) Stromausfälle werden ignoriert, Israel unter einer bewußt irreführenden Überschrift dafür dämonisiert, daß es gesetzmäßige Zustände wiederherstellen könnte.

Und natürlich darf Israel sich nicht an terroristischer Infrastruktur vergreifen, wurde diese durch die EU finanziert:

“Schon oft wurden Projekte ausländischer Hilfsorganisationen oder der Europäischen Union zerstört, das berühmteste Beispiel ist der Flughafen von Gaza, von der EU einst mit 38 Millionen Dollar gefördert und von Israel kurz darauf zu Schutt gebombt.”

Dabei ging es, wie Juliane von Mittelstaedt etwas verschämt einräumen muß, zwar “um Sicherheitsinteressen”, aber die billigt die “Journalistin” Israel eben allenfalls widerwillig zu, denn sonst würde sie nicht so betonen, der zerstörte Flughafen sei durch die EU finanziert worden.

Und bestimmt hat Juliane von Mittelstaedt schon jetzt ein paar Textbausteine gespeichert, mit denen sie – sollte dies geschehen – die Zerstörung eines deutschen Klärwerks in Gaza anprangern wird. Es wird in unmittelbarer Nachbarschaft eines Trainingsgeländes der Hamas gebaut:

“Zum Klärwerk Scheich Adschlin führen nur ungeteerte Feldwege. Es geht an Weinstöcken vorbei, ein Pick-up-Truck rast Richtung Strand, auf der Ladefläche schwer bewaffnete junge Männer in Uniform. Das Werk liegt neben einem Trainingsgelände des militanten Arms der Hamas, den Issedine-al-Kassam-Brigaden.”

Daß für die im Konfliktfall absehbare Zerstörung nicht Israel, sondern die Hamas verantwortlich sein könnte oder deutsche Ministerien, die Gelder für solche Bauten genehmigen, wird Juliane von Mittelstaedt in ihrem antiisraelischen Furor nie begreifen.

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