Du bist Deutschland

Weshalb das Auswärtige ein Widerwärtiges Amt ist? Nun, kaum denkt die Regierung in Jerusalem darüber nach, wie der wachsende Bedarf an Wohnraum in der israelischen Hauptstadt gedeckt werden könnte, ist Berlin “äußerst besorgt” und dekretiert: “Dieser Schritt vergrößert die Hindernisse auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung”.

Versucht dagegen ein “palästinensischer” Jihadist in Jerusalem, einen Juden zu ermorden und wird dafür von der “Regierungspartei” Hamas gefeiert, nun, dann herrscht – beredtes Schweigen in Berlin. “Palästinensischer” Terror ist offenbar harmlos, kein Grund zu Sorge und “vergrößert die Hindernisse auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung” nicht.

widerwaertigesamt20141030

Wahlverwandte

Als erster westlicher EU-Staat hat Schweden an diesem Donnerstag einen Staat “Palästina” anerkannt. Nachdem sie ihren Schritt vor gut drei Wochen angekündigt hatte, vollzieht die sozialdemokratisch dominierte Regierung Schwedens ihn nun ausgerechnet an einem Tag, an dem mit Yehuda Glick ein Mensch um sein Leben ringt, der in Jerusalem von einem “palästinensischen” Attentäter niedergeschossen wurde.

Bereits vor einer Woche hatte ein “palästinensischer” Terrorist bei einem Anschlag in der israelischen Hauptstadt ein drei Monate junges Kind massakriert und mehrere Menschen verletzt, eine der Verletzten verstarb in dieser Woche. Kaum ein Tag vergeht ohne “palästinensische” Attacken mit Steinen und Brandsätzen auf Zivilisten und Sicherheitskräfte. Angefeuert werden die Terroristen durch das Regime in Ramallah.

“Palästinenserpräsident” Abu Mazen, seit Jahresanfang Verbündeter und Existenzgarant für die Hamas, rief in einer Rede dazu auf, Juden daran zu hindern, den Tempelberg zu betreten, “they have no right to enter it. They have no right to defile it. We must prevent them. Let us [..] protect our holy places”. Daß die auch Juden heilig sein, sie also berechtigt auf Zugang drängen könnten, unterschlug der Hetzer.

Mit antisemitischen Karikaturen in der amtlichen Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida werden Juden dämonisiert, der Anschlag vom vergangenen Mittwoch in Jerusalem von einem Berater des “Palästinenserpräsidenten” als Tat eines “heldenhaften Märtyrers” gefeiert, die Fatah beglückwünschte den von Sicherheitskräften getöteten Mörder zu seiner “Heirat” von 72 Jungfrauen im “Paradies”.

Schweden anerkennt einen “Staat”, der sich fest in der Hand antisemitischer Verbrecher befindet, in der Hand von Dieben und Mördern. Terroristen werden im Amtssitz Abu Mazens als “Staatshelden” empfangen, der Amtsinhaber nennt vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen Massenmörder “fighters for freedom and peace”. Repräsentiert durch seine Sozialdemokraten hat Schweden sich diesen Gangstern angeschlossen.

Niveauverlust

Es ist kein Geheimnis, wie das Weiße Haus über die Regierung in Jerusalem denkt. Schon vor drei Jahren drang der Inhalt eines “vertraulichen” Gesprächs zwischen Barack Hussein Obama und dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy an die Öffentlichkeit, der auf drastische Weise vorführte, wie wenig der israelische Ministerpräsident von seinen “Verbündeten” respektiert wird.

Dem amerikanischen Kolumnisten Jeffrey Godlberg sind nun weitere Einblicke in das Denken derer zu verdanken, denen man als Diplomaten die Kenntnis solcher Ausdrücke gar nicht zugetraut hätte: “‘The thing about Bibi is, he’s a chickenshit,’ this official said, referring to the Israeli prime minister, Benjamin Netanyahu”. Der Gedanke an Wohnungsbau in der israelischen Hauptstadt lasse zudem amerikanische Diplomaten “vor Wut glühen”.

Verteidigt Jeffrey Goldberg in seinem dennoch lesenswerten Beitrag die Geschmacklosigkeiten der US-Regierung, gelingt es Jonathan S. Tobin überzeugend darzustellen, wer für sie zu tadeln ist: “Obama, not Bibi, created U.S.-Israel crisis”: John Kerry habe mit hochgesteckten Erwartungen und einseitiger Parteinahme für die “palästinensische” Seite nicht nur den “Friedensprozeß” mit Israel ruiniert.

Auch gegenüber einer Islamischen Republik, die weltweiten Terror unterstützt und als erklärtes Ziel die Vernichtung Israels und dessen Bevölkerungsmehrheit verfolgt, habe Washington versagt. Möglicherweise wird in wenigen Wochen die amerikanische Diplomatie das Scheitern ihres Appeasements gegenüber dem Mullah-Regime eingestehen müssen, dessen Kernwaffenprogramm derweil natürlich immer weiter fortgeschritten ist.

Aus dem “Arabischen Frühling” sei nicht viel geworden, das Weiße Haus trage zudem ob seines Zögerns in Syrien eine gewisse Mitverantwortung daran, daß aus den dortigen Zuständen das Problem IS erwachsen konnte. “Rote Linien” zu definieren, nur um sie dann zu ignorieren, das kann und muß in der Tat Barack Hussein Obama verantworten, Israels Benjamin Netanjahu hatte damit nichts zu tun.

Und es stimmt ebenfalls, daß der amerikanische Versuch, ausgerechnet den Hamas-Sponsor Qatar in diesem Sommer als “unparteiischen” Vermittler zwischen Israel und der islamistischen Gang ins Spiel zu bringen, weder gut gedacht war noch für praktische Erfolge sorgte. Vielmehr hält Qatar seine schützende Hand über die Hamas, die bereits an einer Fortsetzung ihres Krieges gegen das Judentum und dessen Souveränität arbeitet.

Die beschämenden Angriffe amerikanischer Außenpolitik auf Vertreter Israels sind ein durchschaubarer Versuch, vom fortgesetzten eigenen Versagen abzulenken. Nicht Benjamin Netanjahu hat in seinen Regierungsjahren versagt, sondern Barack Hussein Obama, der arrogant genug ist, sich und anderen das nicht eingestehen zu wollen. Benjamin Netanjahu dient ihm und seinem Regierungsapparat als Prügelknabe.

Du bist Deutschland

Das Widerwärtige Amt des Frank-Walter Steinmeier ist mittlerweile, na klar, auch “besorgt” ob der Gefahr, die von noch lange nicht in der israelischen Hauptstadt gebauten Wohnungen ausgeht, während es Wohnungsbau in Gaza, wo Schulen regelmäßig als Raketenlager genutzt werden, fordert und fördert.

Ihre besondere Kompetenz beweisen die deutschen Diplomaten mit dieser Behauptung:

“Er erschwert zudem die ohnehin schon mühsam geführten Verhandlungen in Kairo um einen dauerhaften Waffenstillstand für Gaza.”

Heute noch immer nicht die News von vorgestern gelesen?

“Egypt announced on Sunday it was postponing talks in Cairo on cementing the Gaza war ceasefire after closing its border with the Palestinian enclave in response to deadly attacks in the Sinai peninsula.”

Es gibt keine “ohnehin schon mühsam geführten Verhandlungen in Kairo”, sie haben – noch – gar nicht begonnen.

Verbrechen Wohnen

Kürzlich wurde Jibril Rajoub öffentlich übel. Der “palästinensische” Funktionär, er ist neben seinen Aktivitäten als Deputy Secretary für die Terrororganisation Fatah Chef des “palästinensischen” Fußballverbands, hatte von einem Fußballspiel zwischen arabischen und jüdischen Jugendlichen gehört, das unblutig endete. Diesen Skandal nannte er auf seiner Facebook-Seite ein “Verbrechen gegen die Menschheit”.

Kurz zuvor hatte er das Verhältnis seiner “Partei” zur Demokratie Israel mit den Worten beschrieben, “Fatah has decided that our relations with the Israelis are relations between enemies”, was – gemessen an einem schon etwas länger zurückliegenden Ausbruch des “Herrn Rajoub” – recht zurückhaltend klang: “I swear that if we had a nuke, we’d have used it [..]“.

Israel_schürt_neue_Gewalt_mit_Siedlungsplan_-_WSJ.de_-_2014-10-28_13.47.33Du bist Deutschland: Qualitätsjournaille rechtfertigt Terrorismus (*)

Jibril Rajoubs Äußerungen sind keine in kleinem Kreis geraunte Kriegserklärungen an Israel und das Judentum, sondern öffentlich: Die Kommentare des “Palästinensers” werden in amtlichen Medien des Regimes in Ramallah gedruckt oder gesendet, sie schaffen es dank der Arbeit fleißiger Beobachter manchmal sogar in westliche Medien. Der westlichen Politik gelingt es dennoch, die Gewalt- und Mordaufrufe zu ignorieren.

Denkt die israelische Regierung dagegen nach über den Bau von ungemein gefährlichen Wohnungen in der israelischen Hauptstadt Jerusalem, ist ihr nicht nur die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer “Freunde” sicher, sondern kennt deren Ärger keine Grenzen. “Israel’s continued building across the Green Line is ‘incompatible with their stated desire to live in a peaceful society,’ State Department Spokeswoman Jen Psaki said Monday”.

“It’s Haifa, Jaffa, Acre”, konnten jugendliche Konsumenten des amtlichen Fernsehens des Regimes in Ramallah in diesen Tagen hören. “These are our occupied lands, the 1948 lands that Israel occupied in 1948. [..] These are Palestinian lands and will remain Palestinian”. Am “palästinensischen” Bekenntnis zum Leben in einer friedlichen Gesellschaft gibt es zum Glück nicht den geringsten Zweifel.

(*) “Har Homa”, schreibt übrigens in seinem bereits 1997 erschienenen Buch Israel am Wendepunkt der heute für das deutsche Staatsfernsehen tätige Richard Schneider, “Har Homa, ein Hügel ganz am Rande von Jerusalem, auf direktem Weg nach Bethlehem, das heute palästinensisches Autonomiegebiet ist, ist in jüdischem Besitz”; jedenfalls “formaljuristisch – aber was heißt das schon im Nahen Osten – haben die Israelis recht”.

Arab Idol

“More than 300 Palestinians attended on Sunday the funeral procession for a Palestinian man who carried out a terror attack by slamming his car into pedestrians at a Jerusalem light railway stop, resulting in the death so far of an infant and a woman. [..]

‘Thank god, Thank god that my son is a martyr. He had a smile on his face, finally he is happy now. Thank god,’ Shaloudi’s mother Inas said.”

Überflüssiges Geschenk

Es gibt viele Möglichkeiten, den Holocaust zu verharmlosen. Eine von ihnen ist der »Vergleich«, der gleichsetzt. Ausgerechnet auf dem Portal Die Achse des Guten und aus der Feder Henryk M. Broders Spott über »das alberne und unverantwortliche Gerede von der >Singularität des Holocaust<« lesen zu müssen, ist daher bedauerlich.

Mit der Behauptung eines »syrischen Holocaust« verfolgt der Publizist unter Berufung auf eine Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museum in Washington gewiss nur gute Absichten, nämlich auf Verbrechen aufmerksam zu machen, die ohne Frage furchtbar sind, doch nicht immer ist gut gemeint auch wirklich gut.

Ist es sicherlich auch ein wenig makaber, eine Art »Hitparade« von Verbrechen aufzustellen, ist es der Verzicht auf die Betonung von Unterschieden erst recht. Setzt man nämlich letztlich alle Verbrechen gleich, verharmlost man gewaltig oder übertreibt. Findet in Syrien tatsächlich eine Neuauflage des Holocaust statt, ein »syrischer Holocaust«?

Warum darf es kein Völkermord sein, ein Begriff, der, falls er angebracht ist, dem Geschehen in Syrien doch nichts von seinem Schrecken nehmen würde? Im Holocaust wurden Juden als Juden verfolgt und ermordet. Auch die Flucht war nicht unbedingt eine Alternative; viele Staaten schlossen ihre Grenzen, trotzdem sie wussten oder ahnten, welches Schicksal Juden in Europa erwartete.

Flüchtlinge aus Syrien werden gewiss nirgends mit offenen Armen empfangen. Doch ist sich die Welt sehr bewusst, dass sie nicht einfach abgewiesen und zurückgeschickt werden können. Widerstand gegen den IS, der seinen Anteil zur Fluchtbewegung beiträgt, wird sogar militärisch unterstützt. Von Deutschen und deren Helfern gejagte Juden hatten solche Unterstützung nicht.

Auch Wohlverhalten oder Unterwerfung als zweifellos alles andere als angenehme Überlebens-Optionen gab es für Juden gegenüber ihren Verfolgern nicht. Wenn dagegen selbst deutsche Unions-Politiker angesichts des Leids in Syrien oder im IS-Irak menschliche Regungen verspüren und hilfsbereit sein wollen, dann ist das mehr als das, auf was Juden je hoffen konnten.

Mit seiner Formulierung vom »alberne[n] und unverantwortliche[n] Gerede von der >Singularität des Holocaust<« und einem »syrischen Holocaust« macht Henryk M. Broder den Weg frei, in Gaza das Ghetto von Warschau wiederzuentdecken, die DDR mit Nazideutschland gleichzusetzen oder in Muslimen die »Juden von heute« und in Juden die »Nazis von heute« zu sehen.

Mit seinem unverantwortlichen Geschwätz hat Henryk M. Broder möglicherweise vielen unappetitlichen Gestalten ein nicht unwillkommenes Geschenk gemacht. Schade.

Der Vernünftige: Moshe Yaalon im Interview

Eine Freundschaft, heißt es manchmal, werde erst dann zu einer besonders engen, zeichnet sie sich durch Kritik aus, vielleicht gar lauten Streit. Stimmt das, haben der israelische Finanzminister Yair Lapid und der sozialdemokratische Oppositionsführer Isaac Herzog etwas gründlich mißverstanden, wenn sie einen miserablen gegenwärtigen Zustand der amerikanisch-israelischen Beziehungen beklagen.

Mieden in der vergangenen Woche amerikanische Offizielle den Kontakt zu Moshe Yaalon, dem Verteidigungsminister der jüdischen Demokratie auf US-Visite, erwiderte der jedenfalls diese Belege engster Verbundenheit mit einem in der Tat spannenden Interview, das die Washington Post am Wochenende veröffentlichte. Darin erklärt er der amerikanischen Außenpolitik, welche Fehler sie im Nahen Osten macht.

Als Fehlschluß weist er die Annahme zurück, der Konflikt zwischen Israel und “palästinensischen” Terroristen lasse sich durch territoriale israelische Zugeständnisse lösen: “We disengaged from the Gaza Strip to address their territorial grievances. They went on attacking us.” Die Ursache des Konflikts sei vielmehr die arabische Weigerung, sich mit jüdischer nationaler Selbstbestimmung abzufinden.

“The conflict is about the existence of the Jewish state and not about the creation of the Palestinian one. Any territory that was delivered to them after Oslo became a safe haven for terrorists.”

Und tatsächlich: Überlegungen Ägyptens, rund 1.600 Quadratkilometer eigenen Territoriums für eine Vergrößerung Gazas bereitzustellen, wies Ramallah brüsk zurück. “According to the plan, the territory would serve as a Palestinian state under the complete control of the PA.” In dem Gebiet hätte das “Rückkehrrecht” angeblicher “palästinensischer Flüchtlinge” verwirklicht werden können.

Mit der Begründung, “it’s illogical for the problem to be solved at Egypt’s expense”, weigerte “Palästinenserpräsident” Abu Mazen sich, das ägyptische [!] Angebot auch nur zu erwägen. Er machte damit deutlich, wie richtig Moshe Yaalons Analyse ist: “The core of the conflict is their reluctance to recognize our right to exist as a nation state of the Jewish people – whether it is Abu Mazen or his predecessor Arafat.”

Äußerte US-Außenminister John Kerry kürzlich die Vermutung, der Konflikt zwischen “Palästinensern” und Israel erleichtere IS-Terroristen die Rekrutierung neuer Anhänger, widerspricht Moshe Yaalon: “ISIS is a new phenomenon, originating from al-Qaeda.” Von Reisen europäischer Jihadisten nach Gaza zur Unterstützung dortiger Islamisten ist denn auch in der Tat praktisch gar nichts zu hören.

Und so belegt das gesamte Interview, daß sich ein Ministeramt und Sachkompetenz nicht unbedingt ausschließen müssen. Deutet Moshe Yaalon schließlich an, ein zukünftiger “palästinensischer” Staat könne nur als ein demilitarisierter entstehen, ist das ein Angebot, das in Ramallah wie in Washington nicht auf taube Ohren stoßen sollte. “We don’t want to govern them”, gibt sich Moshe Yaalon verhandlungsbereit.

Mordsgesellschaft II

Erneut hat das, was 1988 eine wohlwollende Autorin in die Worte faßte, “hinter den 10- bis 20jährigen”, die die “direkten Aktionen des palästinensischen Aufbegehrens” tragen, “stehen, sympathisierend und unterstützend, die Älteren”, ein Todesopfer gefordert:

“Palestinian officials named the youth as Orwa Hammad, 17, saying he was shot during a stone-throwing protest against troops, a regular occurrence at Silwad, near Ofra settlement.”

Bei den also regelmäßig stattfindenden Zusammenrottungen “palästinensischer” Jugendlicher, die versuchen, als Steine- und Brandsatz-Werfer Menschen um ihre Gesundheit oder ihr Leben zu bringen, wurde einer der potentiellen Mörder durch aufmerksame Sicherheitskräfte neutralisiert.

Der Tote ist das Ergebnis einer Erziehung in einer Gesellschaft, die den Mord an Juden als ihr “Menschenrecht” betrachtet, die den Genozid an Juden als “Pflicht” aller “Palästinenser” propagiert und jeden Ansatz einer “Normalisierung” als “Verbrechen gegen die Menschheit” beklagt.

Orwa Hammads junges Leben, sein Alter wird mancherorts auch mit 14 Jahren angegeben, hätte nicht so enden müssen, seine Eltern, Bekannte und Freunde zogen es gleichwohl vor, den Jugendlichen – natürlich “sympathisierend und unterstützend” – ihrem antisemitischen Haß zu opfern.


“Sympathisierend und unterstützend”: Ältere stehen hinter Kindern

Daß Orwa Hammad auch einen amerikanischen Paß besaß, ruft verständlicherweise die Regierung in Washington auf den Plan. Daß sie “its deepest condolences to the family of a US citizen minor who was killed by the Israeli Defense Forces” ausdrückte, ist indes ein Skandal.

Der Jugendliche starb nicht als unschuldiges Kind, sondern mußte als Gefahr für seine Mitmenschen ausgeschaltet werden. Die, die ihn dazu gemacht haben, gehörten bestraft, nicht jedoch mit Mitleidsbekundungen und Solidaritätsadressen bestärkt.

Saeb Erekats Geschichten

Nachdem der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu dem Regime in Ramallah vorgeworfen hat, es sei wegen seiner antisemitischen und antiisraelischen Hetze mitverantwortlich für den terroristischen Anschlag vom Mitwoch, weist “Chefunterhändler” Saeb Erekat die Anmerkungen aus Jerusalem zurück:

“Chief Palestinian negotiator Erekat condemned Netanyahu’s attempts to blame the Palestinian Authority and President Mahmoud Abbas for the incident, instead highlighting the variety of provocations engaged by Israeli authorities that he said led to widespread Palestinian anger.”

Ein Terroranschlag eines Hamas-“Aktivisten” ist wohl etwas mehr als bloß “Ärger”. Und es wirkt nicht nur lächerlich, erklärt Saeb Erekat, “we regret all loss of life”, feiern Hamas und Fatah den Terroristen, der ein drei Monate junges Kind ermordete und mehrere Menschen verletzte, sondern es ist dreist gelogen.

Und das trifft auch zu auf die Behauptung, das Regime in Ramallah betreibe keine Hetze gegen Juden und Israel und fördere auch keinen Terrorismus. Abu Mazen, der auch als Mahmoud Abbas durch manche Medien geistert, ist als PLO-Chef verantwortlich für die Auszahlung eines “Ehrensolds” an “palästinensische” Terroristen.

Für ihn freilich sind sie, wie er im vergangenen Jahr der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York erklärte, “fighters for freedom and peace”, mit denen er sich denn auch gern gemeinsam zeigt – seien es der Kinderschlächter Samir Kuntar oder vorzeitig entlassene Terroristen, die er in seinem Amtssitz empfängt.

Und es ist natürlich Abu Mazens Entscheidung, umgibt er sich mit “Funktionären”, die der Gedanke daran, daß israelische und “palästinensische” Kinder sich beim Fußballspiel begegnen, in helle Aufregung geraten und via Facebook mitteilen läßt, solche “Verbrechen gegen die Menschheit” müßten bestraft werden.

In der deutschen Hauptstadt Berlin tut derweil eine “Palästinenserin” als “Botschafterin” Ramallahs Dienst, die in einem Kommentar ernsthaft formulierte, “dass wir Palästinenser gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus oder Diskriminierung sind”, nachdem sie die Ermordung von Jugendlichen mit deren “Illegalität” rechtfertigt hatte.

Die Medien “Palästinas” sind keine freien. Al-Hayat Al-Jadida, die amtliche Tageszeitung des Regimes von Ramallah, kann erst recht nicht als Hort demokratischer Opposition gelten. Was diese Zeitung veröffentlicht, hat den Segen der “palästinensischen Führung”, der es gefiel, am 18. Oktober diese Karikatur zu publizieren:

alhayat20141018

Gewiß handelt es sich beim Motiv nicht um ein antisemitisches. Es dämonisiert bestimmt auch in keiner Weise die jüdische Demokratie. Es ruft vielmehr unübersehbar dazu auf, alle Spannungen zu überwinden, sich die Hände zu reichen und friedlich mit- und nebeneinander zu leben. Und die Hamas begeht keine Kriegsverbrechen

tw_24:blog © 2006-2014