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Musik! Musik!

Hunderte von englischen und amerikanischen Flugzeugen flogen in ein paar tausend Metern Höhe über das Lager, die einen in östlicher, die anderen in westlicher Richtung. Das ganze Lager ist aufgeregt und begeistert: Wer gehen konnte, eilte nach draußen zur Lagergrenze. Berlin war gerade zum dritten Mal in einer Woche bombardiert worden, und zwar bei Nacht. Man hatte nachts dem schweren Brummen der Maschinen gelauscht. In Wellen waren sie über uns hin weggeflogen. Man lag im Bett und hörte zu, wie einem schönen Konzert. “Ah, das ist Musik!” “Hörst du das? Musik!” Mitten in der Heide von Drenthe, schöne, einfache Musik, intensiver Kontakt mit dem wirklichen Leben. Kein Engländer oder Amerikaner wird seine Bombenlast hier fallenlassen: Sie wissen, daß in diesen Baracken Juden wohnen, die von den Deutschen gefangen gehalten werden. Und heute, zum ersten Mal, fliegen tagsüber Hunderte und Aberhunderte von Maschinen hintereinander über das Lager hinweg, bei fast klarem Himmel.

Vor kurzem erst war ein kleiner Schwarm über uns hinweggeflogen, doch der verbarg sich hinter grauen Wolken. Ah, wie Schwärme aggressiver Hechte im klaren Wasser eines Baches, so schossen sie durch das Element der Luft. Schmale, schlanke, weiße Leiber, Maschinen mit Kometenschwanz, in Schwärmen von dreißig, vierzig in Formation hinter ihrem Anführer. Was für ein Anblick, was für ein Wunder an Form und Geschwindigkeit! Was für ein sonores Brummen in der Luft! Musik! Musik! Makabre Musik, Totenmarsch, aber Musik! Musik für fiebrig erhitzte Geister, Trost für die gequälten, gefolterten Seelen.

(Philip Mechanicus: Im Depot. Tagebuch aus Westerbork, Berlin 1993, S. 277f.)

Du bist Deutschland

Im vorvergangenen Jahr nahmen mit Annette Groth, Inge Höger und Norman Paech zwei aktive und ein ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestags an einem von türkischen Islamisten mit Billigung der Regierung in Ankara organisierten Angriff auf die Souveränität Israels teil.

Nachdem es den israelischen Streitkräften gelungen war, die Free Gaza-Flottille vor Gaza aufzubringen, solidarisierte sich der Deutsche Bundestag partei- und fraktionsübergreifend einstimmig mit den heimgekehrten gescheiterten deutschen Teilnehmern.

Und obgleich sie sich bis heute nicht vom von ihnen mitgetragenen Bundestagsbeschluß distanzierten, charakterisierten verschiedene Abgeordnete die Free Gaza-Flottille bald schon zutreffend als “illegal” und “Unterstützung der Hamas”, als “Vorstufe zu einem terroristischen Akt”.

Auf der Liste der vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachteten Abgeordneten der Partei Die Linke fehlen die Namen Annette Groth und Inge Höger. “Der Staat”, erklärte im Bundestag gestern Innenminister Hans-Peter Friedrich, “muss sich gegen seine Feinde wehren können”.

Die “Unterstützung der Hamas” (Franz Josef Jung, CDU/CSU-Fraktion, über Free Gaza) ist offenbar kein Grund, um den Fortbestand Deutschlands zu fürchten.

Zeit für Demagogie

Für das deutsche Wochenblatt Die Zeit ist Journalismus, scheint’s, ein Fremdwort.

Nach einer tiefgründigen Recherche, die die beiden Allerbesten des Hauses, Alice Bota und Jörg Lau, mindestens von 12 bis Mittag beschäftigte, stellten sie in der vergangenen Woche “Palästinenserpräsident” Abu Mazen bei dessen Besuch in Deutschland und brachten den Bedauernswerten mit ihren messerscharfen Fragen derart in Bedrängnis, daß der schließlich zusammenbrach:

“Wir haben keine andere Wahl. Wir werden nie wieder zum bewaffneten Kampf zurückkehren! Niemals, niemals!”

(Die Zeit vom 26.01.2012, S. 6)

“Wir” – das sind beispielsweise die Al Aksa-Märtyrer-Brigaden, die zu Abu Mazens Fatah gehören. Am vergangenen Mittwoch bekannten sie sich in einer Erklärung voller Stolz zu einem großartiger Raketenangriff auf Israel.

“Wir” – das sind Amna Muna und ihr “Präsident” Abu Mazen kürzlich beim privaten Treffen in der Türkei. Im Januar 2001 hatte die “Palästinenserin” den jüdischen Teenager Ofir Rahum nach Ramallah gelockt, wo ihn ihre Mordsgesellen bestialisch abschlachteten.

“Wir” – das sind von Abu Mazens PA wegen ihrer “Standhaftigkeit” in israelischer Haft mit Geld überhäufte und mit Häusern beschenkte Terroristen, die durch die Hamas freigepreßt wurden.

“Wir” – das ist ein durch Abu Mazens PA finanziertes Jugendmagazin, dessen allzu offenkundige Verehrung Adolf Hitlers und dessen Versuchs einer “Endlösung” schließlich selbst der UNESCO so peinlich war, daß sie ihr Sponsoring des Magazins einstellte:

“In the article, the author has Hitler telling her in a dream that he killed Jews ‘so you would all know that they are a nation which spreads destruction all over the world.’ He advises her to be ‘resilient and patient concerning the suffering that Palestine is experiencing at their hands.’

‘Thanks for the advice,’ the narrator replies.”

“Wir” – das ist ein “Palästinenserpräsident” Abu Mazen, der Muhammad Darma, ebenfalls ein aus israelischer Haft freigepreßter Terrorist, zu seinem Berater und Offizier befördert. Vor seiner Verurteilung in Israel war Muhammad Darma an zahlreichen terroristischen Morden beteiligt.

“Wir” – das ist ein Abu Mazen, der erklärt, “ich werde niemals einen jüdischen Staat anerkennen”, der betont, “ich werde niemals erlauben, daß auch nur ein Israeli unter uns auf palästinensischem Boden lebt.”

“Wir” – das ist schließlich ein Abu Mazen, der einen Muhammad Hussein zum Mufti ernannt hat, der, nachdem er öffentlich zum Judenmord aufrief, keine Disziplinarmaßnahmen durch des “Palästinenserpräsidenten” PA fürchten muß, die ihn vielmehr verteidigt:

“Chairman of the Supreme Council for Shari’ah Law, Sheikh Yusuf Ida’is, emphasized that the decision by the occupation Prime Minister, Benjamin Netanyahu, to open an investigation against the Mufti of Jerusalem and the Palestinian territories and speaker at the Al-Aqsa Mosque, Sheikh Muhammad Hussein, is an insult to Muslims, an escalation of Israeli measures against our people, and an attempt to silence and intimidate the voice that defends Jerusalem and the Al-Aqsa Mosque. Ida’is emphasized that our people will not agree to insults to its religious authorities and symbols.”

Doch nichts davon ist Alice Bota und Jörg Lau wert, näher betrachtet und Abu Mazen zwecks Erklärung vorgetragen zu werden. “Wir werden nie wieder zum bewaffneten Kampf zurückkehren! Niemals, niemals!” mußte der ihnen nur vorflöten – und schon waren sie zufrieden.

Ihr seid ganz wunderbare deutsche Journalisten.

Nachtrag: Ein, nun ja, seltsames Verhältnis zur Wahrheit hat Jörg Lau auch noch. “Letzte Woche Donnerstag hatte ich Gelegenheit, Mahmud Abbas in Berlin zu interviewen”, schreibt er und behauptet, das “Gespräch fand statt vor der Mufti-Veröffentlichung” (Kommentar vom 25. Januar 2012 um 16:43 Uhr).

Am vergangenen Donnerstag, am 19. Januar also, war die “Mufti-Veröffentlichung” vier Tage alt.

Bizarre Reise: Catherine Ashton auf Nahost-Tour

Den wohl witzigsten Satz dieser Woche verdanken wir der außenpolitischen Kompetenz der Europäischen Union, die Catherine Ashton so hervorragend repräsentiert:

“European Union foreign policy chief Catherine Ashton called for the continuation of talks between Israel and the Palestinians, during a visit to the Gaza Strip on Wednesday.”

Mit ihrem Auftritt in Gaza, das sie realitätsfremd “okkupiertes Territorium” nennt, beginnt die “Außenministerin” ihre jüngste Nahost-Reise, die sich noch nach Israel führen wird, nach Ramallah und wohl auch nach Amman.

Damit, daß sie ihre Mission im “okkupierten” Gaza beginnt, wo freilcih sie auf ein Treffen mit Vertretern der dortigen “palästinensischen” “Regierung” verzichtete, setzt Catherine Ashton ein deutliches Zeichen – gegen Israel.

Denn offensichtlich richtet ihr Aufruf zu Gesprächen sich nicht an die Hamas. Obgleich die islamische Bande jeden Frieden ablehnt, der eine Existenz Israels einschließt, versucht die EU-“Außenministerin” nicht einmal, Druck auf die Islamisten auszuüben.

Offener ist ihre Europäische Union gegenüber Israel. Nicht nur veröffentlicht sie regelmäßig rassistische Erklärungen, mit denen Juden, die in der israelischen Hauptstadt Jerusalem oder Judäa und Samaria leben wollen, als “Friedenshindernisse” diffamiert werden.

Auch am Mittwoch verlangte Catherine Ashton wieder, Israel müsse seine “Blockade” Gazas, deren einziger Zweck die Verhinderung von Waffenschmuggel ist, beenden – daß Gaza eine Grenze zu Ägypten hat, scheint sie nicht zu wissen.

Immer wieder werden zudem von der Regierung in Jerusalem “Zugeständnisse” an die “Palästinenser” gefordert, während es der Europäischen Union noch immer offiziell als begrüßenswert gilt, wird die Hamas an einer “Einheitsregierung” beteiligt.

Mit einem Mufti, der zur Ermordung aller Juden aufruft judenfeindliche Anweisungen des Propheten zur Geburtstagsfeier der Fatah fehlerfrei aufsagen kann, bemüht die von ihr gestellte PA sich derzeit denn auch rührend um die Hamas.

Eher widerwillig folgte die Behörde des “Palästinenserpräsidenten” Abu Mazen derweil einer Einladung des Nahost-Quartetts vom vergangenen September zu Gesprächen, deren Deadline nun naht.

Während die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu praktisch sofort zusagte, zierte Abu Mazens “Behörde” sich bis zum Jahresanfang – und kündigte schon ihren Ausstieg an:

“Palestinian Authority officials asserted Wednesday that President Mahmoud Abbas ‘refused and will continue to refuse’ holding more meetings between Israeli and Palestinian negotiators in Jordan.”

Ganz ähnlich hatte die PA schon auf das letzte größere Zugeständnis Israels reagiert: Erst neun Monate nach der Ausrufung eines auf zehn Monate befristeten Ausbaumoratoriums für “Siedlungen” ließ sie sich auf Gespräche ein – und beendete sie dann gleich wieder.

Gerade vor diesem Hintergrund wirkt Catherine Ashtons Auftritt in Gaza reichlich bizarr. Es ist nicht die israelische Regierung, die das Zustandekommen von Gesprächen und diese dann selbst nach Kräften hintertreibt, sondern eine “palästinensische”, die diese Bezeichnung kaum verdient.

Scheitern trotz Catherine Ashtons Reise, die zweifellos auch ein Versuch ist, zu retten, was noch zu retten ist, die in der jordanischen Hauptstadt Amman stattfindenden israelisch-“palästinensischen” Sondierungen, so ist dafür zuerst Abu Mazens “Regierung” verantwortlich.

Mitverantwortlich ist indes aber ebenfalls die Europäische Union mit ihrer antiisraelischen Politik. Vielleicht lernt sie diesmal aus ihrem Scheitern; wahrscheinlich ist das aber nicht. Catherine Ashton schaffte es ja nicht einmal, die jüngsten Äußerungen des Muftis der PA auch nur zur Kenntnis zu nehmen.

Wissend, was die PA für den Fall eines Scheiterns der Gespräche in Amman – das sie anstrebt – angekündigt hat, ernannte Catherine Ashton trotzdem den deutschen Diplomaten Andreas Reinicke zu ihrem neuen Sondergesandten für den “Friedensprozeß in Nahost”.

Den wird es spätestens ab Freitag wohl nicht mehr geben.

Während eines Zitierwettbewerbs aus Anlaß des 47. Jahrestags der Gründung der “palästinensischen” Organisation zur Förderung der Allgemeinbildung, auch bekannt als Fatah, konnte deren geistlicher Inspirator Muhammad Hussein am 9. Januar durch das fehlerfreie Aufsagen einer besonders schwierigen Hadithe alle persönlich Anwesenden und das zahlreiche Publikum an “palästinensischen” Volksempfängern Fernsehgeräten begeistern.

“The Hour [of Resurrection] will not come until you fight the Jews.
The Jew will hide behind stones or trees.
Then the stones or trees will call:
‘Oh Muslim, servant of Allah, there is a Jew behind me, come and kill him.”

Starke Worte, gewiß. Aber Muhammad Hussein wollte mit ihnen doch nur die “palästinensische” Jugend motivieren, sich dem – heiligen – Wort zuzuwenden und nicht der Gewalt! Er persönlich habe gar nichts gegen Juden, ja, er kenne sogar ein paar von ihnen. Erst kürzlich, erklärte ein Vertreter der PA, habe er höchstselbst sogar ausgelassen gemeinsam mit Juden gefeiert, mitten in Nablus, was auch beweise, daß die “Palästinenser” gar keine Antisemiten seien.

Members of Neturei Karta, a small faction of ultra-Orthodox Jews who oppose Israel's existence, hold placards to express their support for the Palestinian bid for statehood recognition at the United Nations as thousands of Palestinians attend a demonstration on September 21, 2011 in the West Bank city of Nablus.

Doch finstere Kräfte, üble Feinde der Völkerfreundschaft, wollen natürlich nicht, daß die “palästinensische” Jugend ihr Leben dem Lernen widmet, und traten daher eine hetzerische Kampagne los gegen Muhammad Hussein und die PA. Sogar Ruprecht Polenz, der allerbeste Freund der “Palästinenser” und sowieso aller Menschen, zweifelte für einen Augenblick: “Solche hasserfüllten Aussagen müssen auf das Schärfste kritisiert und zurückgewiesen werden”.

Und nun auch noch das:

“UK Foreign Office Minister Alistair Burt condemned on Monday ‘inflammatory words’ used by the Palestinian Authority’s Mufti of Jerusalem at a recent event in Ramallah.”

Dabei hatte der Mufti der PA des friedliebenden “Palästinenserpräsidenten” Abu Mazen doch nur zeigen wollen, wie toll es ist, die überlieferten Anweisungen des Propheten, “nachahmenswerte Handlungen, Billigungen von Handlungen Dritter, Empfehlungen und vor allen Dingen Verbote und religiös-moralische Warnungen” frei zitieren zu können. Wenigstens glauben Angela Merkel, ihr Außenministerdarsteller Guido Westerwelle und ihr Bundespräsident Christian Wulff noch nicht den Verleumdungen.

Zumindest ihr Schweigen gibt den mißverstandenen “Palästinensern” in Ramallah und der ganzen Welt noch etwas Hoffnung.

Was macht eigentlich … das Rote Kreuz?

Im Juli 2010 entschied das auch in Jerusalem operierende Rote Kreuz (ICRC) sich für die Hamas. Wissend, daß es sich bei Ahmad Attoun, Khaled Abu Arafa und Muhhamad Totach um Vertreter der selbst von der Europäischen Union als terroristisch eingestuften islamischen Bande handelt, gewährte das ICRC ihnen Asyl in eigenen Immobilien in Jerusalem und stellte ihnen ein “Protestzelt” zur Verfügung.

Die israelischen Sicherheitskräfte waren damals auf der Suche nach den drei “Palästinensern”, denen die Beteiligung an Aktivitäten der Hamas in Israel, die gemeinhin wenig friedlich ablaufen, vorgeworfen wurde. Für das Rote Kreuz, das Ost-Jerusalem als “besetztes Gebiet” ansieht, galten die Gesuchten als “unschuldige” Zivilisten, die völkerrechtlichen Schutz verdienten.

In ihrem “Protestzelt” empfingen die “Zivilisten”, die sich demonstrativ weigerten, sich von der Hamas loszusagen, alsbald Gäste und Medien, denen sie bereitwillig ihre “politischen” Botschaften mitteilten, sofern es sich bei den Medienvertretern nicht um Juden handelte. Nachdem im vergangenen Jahr die Festnahme Ahmad Attouns glückte, konnten israelischen Sicherheitskräfte nun auch die verbliebenen beiden “Palästinenser” festsetzen.

Hatte im September des vergangenen Jahres das ICRC die Festnahme Ahmad Attouns “scharf verurteilt”, ist auch diesmal davon auszugehen, daß es sich mit Protestnoten für seine Schützlinge einsetzen wird. Als Organisation, die ihre Infrastruktur und ihren Ruf bereitwillig gesuchten Terroristen zur Verfügung stellt, ist vom Roten Kreuz freilich auch kein Schuldbewußtsein zu erwarten.

Du bist Deutschland

“Unser Krieg”, wurde der Auftritt des vom “Palästinenserpräsidenten” Abu Mazen ernannten Mufti von Jerusalem angekündigt, “unser Krieg mit den Nachkommen der Affen und der Schweine ist ein Krieg der Religion und des Glaubens. Lang lebe die Fatah!”

Ausgestrahlt im Fernsehen der PA, dem offiziellen TV des mancherorts ja schon anerkannten Staates “Palästina”, erklärte Muhammad Hussein dann, was Allah von denen erwartet, die an ihn glauben:

“The Hour [of Resurrection] will not come until you fight the Jews.
The Jew will hide behind stones or trees.
Then the stones or trees will call:
‘Oh Muslim, servant of Allah, there is a Jew behind me, come and kill him.”

Er sei, erklärt das klerikale Oberhaupt der “gemäßigten” PA nun, da irgendwie mißverstanden worden. “Ich habe über mein Volk gesprochen, seine Standhaftigkeit und seine Existenz in diesem Land bis zur Stunde der Wiederauferstehung”.

Der Mufti, erläutert Mahmoud al-Habash, PA-“Minister” für religiöse Angelegenheiten, wollte doch nur den Propheten zitieren. “Unsere politische Haltung hat sich nicht geändert. Wir glauben an den Frieden”; Muhammad Hussein habe darüber gesprochen, “was in der Zukunft geschehen könnte”.

Weder Mufti Muhammad Hussein noch Mahmoud al-Habash als PA-Vertreter streiten ab, daß geschah, was geschehen und dokumentiert worden ist, sie behaupten nicht einmal Übersetzungsfehler. Ihre Interpretationsversuche sind Realsatire.

Sebastian Engelbrecht, Richard C. Schneider und Christian Sievers sind zu beschäftigt, darüber in tagesschau, tagesthemen oder heute journal zu berichten. Auch Susanne Knaul, Ulrike Putz und Juliane von Mittelstaedt sind gerade verhindert.

Weghören und -schauen sind schließlich beste deutsche Tugenden – und wo könnte man sie überzeugender pflegen als beim angekündigten Mord an Juden.

Noch immer herrscht, wie wir neulich erfahren mußten, bitterste Armut in Gaza. Das zionistische Regime läßt nämlich den Import ganzer 40 PKW je Woche nach Gaza zu. Dabei haben die “palästinensischen” Händler doch schon 2.400 PKW für 100 Millionen Dollar gekauft, was einem Stückpreis von mehr als 41.000 Dollar entspricht.

“Menschenrechtsaktivisten” und sonstige Jihadisten in Deutschland, der Türkei und anderswo, hörten wir aus informierten Kreisen, planten schon grandiose Hilfsoperationen, der “Palästinenser” Not zu beseitigen; Greta “Free Gaza” Berlin hatte schon die ersten Zeilen einer Protestnote aufgesetzt, für die weltweit Zeitungen ihre Titelseiten anboten:

“If governments refuse to hold Israel accountable for its car crimes against a civilian population, we, in civil society will continue to sail again and again until Israel’s brutal siege is over.”

Doch nun muß die große Aktion wohl leider ausfallen. Die demokratisch gewählte Regierung Gazas nämlich, die wie keine andere die Wünsche und Sehnsüchte ihrer “palästinensischen” Wähler und Wählerinnen repräsentiert, verbietet nun selbst PKW-Importe: “Gaza govt bars import of Egypt vehicles”.

Da sie die demokratischen Entscheidungen der “Palästinenser” als begeisterte “Menschenrechtsaktivistin” nicht kritisieren kann, erwägt Greta Berlin jetzt, das zionistische Regime vom UN-Sicherheitsrat dafür verurteilen zu lassen, daß es den “Palästinensern” wöchentlich den Import von 40 PKW aufzwingt.

Islamisches Erwachen

“Opposition from some Indian Muslim groups erupted this month after Rushdie was invited to attend Asia’s largest literature festival, and senior Muslim leaders called on the government to prevent the 65-year-old author from entering the country.

‘I have now been informed by intelligence sources in Maharashtra and Rajasthan that paid assassins from the Mumbai underworld may be on their way to Jaipur to eliminate me,’ Rushdie said in a statement read out by the festival producer.”

“In der Türkei sorgt die Auswahl eines jüdischen Sängers als Vertreter des Landes beim Eurovision Song Contest in Baku für Diskussionen. Zahlreiche islamische Vertreter kritisierten die Entscheidung des für die Nominierung zuständigen Staatssenders TRT scharf. Sie bemängelten vor allem, dass die überwiegend muslimische Türkei beim Eurovisions-Wettbewerb von einem Juden vertreten werde.”


“The men, from Derby, had posted and handed out pamphlets near their local mosque with the title ‘Death Penalty?’ featuring a mannequin hanging from a noose and saying gay people would go to hell.

The leaflets were part of a protest by a group of Muslim men against a forthcoming Gay Pride parade in the city.”

http://german.irib.ir

“A delegation of senior members of the Islamic Resistance Movement, led by Khaled Meshaal, has held talks in Cairo with the Swiss envoy to the Middle East peace process, Jean-Daniel Rukh. [..]

The Meshaal-Rukh meeting is ‘of particular importance’ say the Egyptians, ‘being the first of its kind at this level’. It is known, however, that a number of European governments have held talks with Hamas representatives in secret.

The Cairo meeting came while a group of Hamas parliamentarians were visiting Switzerland. The delegation will be meeting their international peers during the International Parliamentary Conference.”

“Last week, the principal Palestinian Authority religious leader, the Mufti Muhammad Hussein, presented the killing of Jews by Muslims as a religious Islamic goal. At an event celebrating the 47th anniversary of the founding of Fatah, he cited the Hadith (Islamic tradition attributed to Muhammad) saying that the Hour of Resurrection will not come until Muslims fight the Jews and kill them.”

Geschichte wird gemacht …

Vor beinahe einem Jahr wandten wir uns vertrauensvoll an das “Sturmgeschütz der Demokratie”, uns die näheren Hintergründe einer von dessen zweifellos allerbesten Schreibern entdeckten grenzüberschreitenden Männerfreundschaft zu erläutern.

Dieter Bednarz, Erich Follath, Yassin Musharbash, Gregor Peter Schmitz, Daniel Steinvorth, Volkhard Windfuhr und Bernard Zand hatten berichtet, der damals oppositionelle Knesset-Abgeordnete Benjamin Netanjahu habe die Operation Cast Lead nicht nur geplant, sondern sie auch verraten.

“So groß ist das gegenseitige Vertrauen, dass Netanjahu den Ägypter sogar von Angriffsplänen auf den von der Hamas regierten Gaza-Streifen vorinformierte und ihm anbot, das Gebiet doch anschließend selbst zu regieren – was Mubarak dankend ablehnte.”

Da selbst in Israel die Politik von der jeweiligen Regierung – und nicht der Opposition – bestimmt wird, mußte uns “die Dokumentation” nach beinahe dreiwöchiger intensiver Überprüfung mitteilen, was natürlich jeder mit Ausnahme der genannten “Experten” hätte wissen können:

“Sie haben recht: der Gaza-Krieg (Operation ‘Gegossenes Blei’) wurde in Ehud Olmerts Regierungszeit geführt, er hat Mubarak das fragwürdige Angebot gemacht. Wir bedauern den Fehler. Die Dokumentation hat ihre Unterlagen korrigiert.”

Und nun schauen Sie mal, was aus der Korrektur wurde:

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