Gastbeitrag

18 Jahre und kein bißchen schuldig

In Genf, dieser Trutzburg von “Frieden” und “Völkerverständigung”, traf sich am Montag zum ersten Mal eine Delegation der Republik Argentinien mit Repräsentanten der Islamischen Reublik Iran. Ziel dieses Treffens war es, das Attentat auf die AMIA zu untersuchen, bei dem vor 18 Jahren 85 Personen ermordet wurden, indem ein Attentäter sich zusammen mit seiner Bombe vor dem jüdischen Gemeindezentrum von Buenos Aires in die Luft sprengte.

Vor diesem Hintergund ließ die Pressestelle der Islamischen Republik Iran in einem effektiven Presse-Scoop in der auflagestärksten argentinischen Tageszeitung zum x-ten Mal in 18 Jahren behaupten, dass man nichts, aber auch rein gar nichts, mit diesem Massenmord zu tun hätte – dass es anders sein könnte, ist selbstverständlich völlig unvorstellbar; mindestens so unvorstellbar, wie dass die Erde keine Scheibe ist.

Aus der Cancillería, der argentinischen Außenbehörde mit Sitz im Palacio San Martín, war mit Blick auf die Verhandlungen in bezeichnender Indiskretion zu vernehmen, dass sich in Genf “ein paar Unfähige ohne Erfahrung” mit “Fantomen” treffen würden, um die bilateralen Beziehungen zu bereinigen; warum sollte es dem argentinischen Staat mit seinem AA-Personal auch besser gehen, als dem deutschen? Wirtschaftlich läuft es übrigens auch zwischen diesen beiden Staaten gut und es soll immer besser werden – wenn nur, wie gesagt, “das mit den Juden” nicht wäre.

Ramin Mehmanparast, Mundstück der Mullah-Diplomatie, hat im Vorwege bereits angekündigt, dass man solange “verhandeln” würde, bis man zu einem zufriedenstellenden Ergebnis käme:
“Las negociaciones en marcha (con la Argentina) van a continuar hasta que se alcance una clara conclusión” / “Die auf den Weg gebrachten Verhandlungen (mit Argentinien) werden solange fortgesetzt, bis sie zu einem klaren Ergebnis kommen.”

Wie diese “conclusión clara” aus iranischer Sicht auszusehen hätte, geht aus der einschlägigen Erklärung ja bereits schon jetzt ganz unzweideutig hervor. Fragt sich lediglich, inwieweit in dieser Angelegenheit die Wahrheit mit einer diplomatisch geschickten Wortwahl kompatibel ist, oder ob man sich diese “Verhandlungen” nicht besser sparen könnte.

In welchem Umfang die überfällige Anaylse und Sanktionierung “Aufarbeitung” der Vergangenheit auf Vermittlungsbemühungen des lateinamerikanischen Brückenkopfes der Mullah-Diktatur in Caracas, a.k.a. Hugo Chávez, zustande gekommen ist, geht aus den Agenturmeldungen nicht hervor.

Ebensowenig ist aus dem Pressematerial ersichtlich, ob die Regierung von Cristina Kirchner interessiert daran wäre, auch das Attentat auf die israelische Botschaft im Jahre 1992 aufzuklären, dessen Urheberschaft das Mullah-Regime ebenfalls zu allen Zeite denunzieren musste.

Im Ernst …

… will die gleichnamige Cornelia, eine “Linke” aus jener Feigenblatt-Schwatzbude, die sich doppelt widersinnig Europa-Parlament nennt, und der Berliner Brüsseler Beamtendiktatur einen Anschein demokratischer Dignität geben soll, auch nach ihrer Ausladung noch immer gerne in den Iran. Nicht nur, weil SED- MEP-Ernst eine ausgemachte Freundin des demokratischen Anscheins wäre. Sondern, man ahnt bereits jetzt völlig richtig, weil ausgerechnet “Atommächte” gegen das iranische Atomprogramm wären.

Wir dürfen bei unseren verehrten Leserinnen und Lesern voraussetzen, dass sie folgendes wissen: Nicht nur “Atommächte” sind gegen das iranische Atomprogramm. Sondern so gut wie alle, die ihren politischen Verstand nicht gegen “linke” oder andere Wahnvorstellungen eingetauscht haben. Aber MEP-Ernst treiben wohl nicht allein ihre freiwillig-unfreiwilligen “politischen” Ressentiments Sympathien vom “Europa-Parlament” in die Majils, und mithin von einer Schmierenbühne, die im Ernst (und auch sonst) nichts Entscheidendes zu sagen hat, in jenes Marionettentheater, in dem ein etwas handfesterer Staatsterrorismus die Regie führt.

Nein. Denn es dünkt die Genossin, dass der Dialog mit den Mullahs die einzige Alternative zu jenem “Krieg” sei, von dem MEP-Ernst stellvertretend für ihre Klientel “weiß”, dass er keine gute Sache sei (zumindest, solange Deutschland in seinen diversen geschichtlichen Erscheinungsformen ihn verliert?). Ebenso scheint es Frau Ernst nicht um “Atommächte” im Plural zu gehen, sondern vielmehr um die eine angebliche Atommacht im Singular, derenthalber der gesamte Nahe Osten nach Meinung dieser deutschen europäischen “Linken” in eine “atomwaffenfreie Zone” verwandelt werden müsste: Israel. Wäre ja auch noch schöner, wenn die jüdische Demokratie sich dank ihrer Ambiguität in der atomaren Abschreckung eines “Schicksals” entzöge, das sie aus Sicht dieser “linken” Parlamentarierin wohl nur zu gut verdient?

Denn, mal im Ernst, EU-Genoss_innen: Die sind doch selber daran schuld, die Israelis, dass im Nahen Osten jetzt alle die Bombe möchten, nicht wahr? Haben sie sich doch selbst so eingebrockt, oder? Warum aber sollte das Mullah-Regime auch durch Sanktionen, die MEP-Genossin Ernst stellvertretend für ihre “linke” Klientel vor dem Hintergrund ihres uneingestandenen Ziels “völlig untauglich” dünken, daran gehindert werden, aus zweimal Unrecht einmal Recht zu machen?

Es bekommt eben jede Diktatur das Personal, das sie verdient.

Noch ‘ne Frage

to: hoererservice@dradio.de

Shalom,

in Ihren Nachrichten vom 28. September um 18 Uhr melden Sie:

“Als Reaktion auf das in den USA produzierte islamfeindliche Video waren in Bengasi der amerikanische Botschafter und drei seiner Mitarbeiter ermordet worden.”

Woher wissen Sie das?

Nach Angaben von Augenzeugen und selbst der US-Regierung hat es in Bengasi keine bis nicht nennenswerte Proteste gegen ein Video gegeben, sondern einen Angriff, mit dem Al Qaida verbundene Terroristen das Jubiläum von 9/11 begehen wollten und – leider – auch erfolgreich konnten.

Die New York Times beispielsweise meldete bereits am 26. September unter der Überschrift “Clinton Suggests Link to Qaeda Offshoot in Deadly Libya Attack”:

“Secretary of State Hillary Rodham Clinton on Wednesday suggested there was a link between the Qaeda franchise in North Africa and the attack at the American diplomatic mission in Benghazi, Libya, that killed the American ambassador and three others.”

Woher haben Sie nun also die in Ihren Nachrichten berichtete Gewissheit von einer “Reaktion auf das in den USA produzierte islamfeindliche Video”?

Bayerische Verhältnisse II

to: presse@hss.de

Guten Tag,

einer auf den 22. März 2012 datierten Pressemitteilung Ihrer Stiftung ist zu entnehmen, daß Sie an der Formulierung einer neuen Verfassung für Tunesien beteiligt sind.

“Hanns-Seidel-Stiftung berät bei Neufassung der tunesischen Verfassung [..] Im Rahmen ihrer Demokratieförderung unterstützt die Hanns-Seidel-Stiftung in Tunesien demokratisch-rechtsstaatlich orientierte Kräfte, eine für alle Seiten akzeptable Lösung bezüglich der zukünftigen Ausgestaltung des Staates und seiner Verfassung zu finden.”

In Artikel 27 eines Verfassungsentwurfshttp://bit.ly/NGkTXy – heißt es nun:

“Alle Formen der Normalisierung mit dem Zionismus und der zionistischen Entität sind ein Verbrechen und strafbar.”

Welchen Anteil hatte Ihre Stiftung an der Formulierung dieses Abschnitts? Halten Sie eine solche Regelung für vereinbar mit Ihrem Verständnis von Demokratie?

Mit freundlichen Grüßen

“Strategie der Aggressoren”

Ist es übertrieben, Parallelen zwischen der Strategie der Nazis und der Tel Avivs zu ziehen?

Diese Parallelen, nach denen unser Leser Reinhold Reich aus Salzwedel fragt, sind durchaus vorhanden. Sie werden sichtbar in der Strategie des “Blitzkrieges”, mit der die faschistische Armee im zweiten Weltkrieg operiert hat und die jetzt auch von der israelischen Regierung praktiziert wurde. Voraussetzung für den Blitzkrieg ist natürlich die skrupellose Entscheidung, auf diplomatische und politische Ausgleichsmöglichkeiten zu verzichten und statt dessen den Weg des brutalen militärischen Überfalls, des ersten Schlages, zu gehen. Diesen Weg haben die Nazis gewählt, und ihn beschritt auch Israels Kriegsminister Dayan. Dabei ist die Frage des Anlasses – Gleiwitz oder Akaba – nur von untergeordneter Bedeutung. Wenn ein Vorwand für den Überfall gesucht werden soll, findet ihn der Aggressor auch.

Allerdings sollte man daran denken, daß die “Blitzkrieger” noch immer die geeignete Antwort erhalten haben. Auch das dürfte für beide Fälle zutreffen.

(Al Hayat, Beirut, 31.05.1967)

Im UNO-Sicherheitsrat machte der sowjetische Chefdelegierte Professor Fedorenko auf eine weitere Parallele aufmerksam. Mit der Weigerung Israels, das geraubte Territorium herauszugeben, hat die israelische Regierung auch “die Theorie vom Lebensraum übernommen, jenes zynische Argument der Nazibosse, mit dem sie den zweiten Weltkrieg führten”.


(Ephraim Kishon: Pardon, wir haben gewonnen, Frankfurt/Berlin 1978, S. 116/17)

Schließlich ist noch ein Zusammenhang unübersehbar: Die Begeisterung der militärischen, politischen und publizistischen Vorwärtsstrategen in Westdeutschland über Dayans Strategie. Sie bejubeln die gleiche Strategie, die sie in der Nazizeit bejubelt haben. Sie frönen dem gleichen Kult der Gewalt (“Der Sieger hat immer Recht; was tut es schon, wer den ersten Schuß abgegeben hat”). Sie fühlen sich in jene Zeiten zurückversetzt, wo sie ihre eigenen “Blitzkriege” führten, während sie gleichzeitig die Juden zu Millionen in die Gasöfen schickten.

Indessen vergessen sie, daß nach dem “Blitzkrieg” auch das Jahr 1945 kam.

(Peter Lorf, Neues Deutschland, 13.06.1967, S. 7)

Der Parallel-Gauck

… der heute zu einer mehrtägigen “politischen” Visite in Israel eingetroffen ist, bewies sich bereits kurz nach seiner Landung als Idealist von echtem deutschen Schrot und Korn.

(Nein, nein, verehrte Leserinnen und Leser, angesichts von Staatspräsdient Shimon Peres hat der Bundes-Gauck es sich gerade noch verkneifen können, mal wieder aus waschechten Nazis ein paar aufrechte deutsche Antikommunisten zu machen).

Aber es gab der priesterliche Gauck seiner präsidialen Hoffnung Ausdruck, dass der “Atomstreit” mit dem Iran sich “auf dem Verhandlungsweg” lösen lassen werde. Was spätestens dann der Fall sein dürfte, wenn es der 5+1-Gruppe gelungen ist, den Mullahs soviel Zeit zu verschaffen, dass alle anderen Optionen sinnlos geworden sind, und die Welt sich mit einem nuklear bewaffneten Iran abfinden muss, ob sie will oder nicht.

Daneben hofft der amtierende Bundespräsident des wiedergutgewordenen Deutschlands öffentlich, dass das Abschlachten der syrischen Zivilbevölkerung nun bald aufhören werde. Auch damit mag er recht behalten – spätestens dann, wenn keine syrische Zivilbevölkerung mehr da ist, die sich abschlachten lässt, wird der Staatsterror el-Assads wohl aufhören müssen, mangels Masse.

Außerdem glaubt der Bundes-Gauck, dass in Ägypten jetzt alles gut wird; immerhin liegt dort nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen ein religiöser Kandidat in Führung, der in diesem Punkt schon mal eine nicht ganz unwesentliche Eigenschaft mit dem ebenfalls recht gläubig sozialisierten Personal im Bundespräsidial- bzw. Kanzleramt gemeinsam hat.

Ob der Parallel-Gauck nun hofft oder glaubt, es gäbe irgendwo ein Land, wo die Fasslimonade aus dem Wasserhahn fließt und wo einem der Briefträger jeden Morgen einen frischgebackenen Streuselkuchen serviert, oder ob der Bundes-Pastor einfach nur vergessen hat, seine Tabletten zu nehmen, konnte das Pfarr-, äh: Bundespräsidialamt bisher nicht bestätigen.

Immerhin ist es bemerkenswert, wie groß der Verzicht auf einen realistischen Bezug zur Wirklichkeit sein muss, um in Deuschland eine “politische” Karriere zu machen. Es genügt indes, dass dieser Trick in Deutschland funktioniert – in Gesellschaften, die auf einen sinnvollen Bezug zur Wirklichkeit angewiesen sind, wirkt das, was der Herr Gauck gerade abzuziehen versucht, eher etwas peinlich: Glaube, Liebe, Hoffnung – und ein kleines bißchen Wagner?

Es fehlt jetzt nur noch, dass der Gauck auf Staatsbesuch seine Liebe zu den “Opfern der Opfer” à la Fischer entdeckt und über Wohnungsbau auf der West Bank reden möchte.

Strengstes Leseverbot: Nicht für Sigmar Gabriel bestimmt

Offener Brief
an Herrn Ban Ki-Moon, UN-Generalsekretär,
Frau Staatssekretär Hillary Clinton,
Herrn Botschafter Daniel Shapiro,
Herrn Herman van Rompuy, Präsident des Europäischen Rats,
Herrn Yves Daccord, Generaldirektor des Internationalen Roten Kreuzes,
Herrn Shimon Peres, Präsident des Staates Israel,
Herrn Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident Israels,
und alle, die es angeht:

Shalom,

nach Angaben verschiedener Nachrichtenagenturen wurde Muhammad Abu Shahala, ein früherer Mitarbeiter des Geheimdiensts der Palästinensischen Autonomiebehörde, in einem überstürzten Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Sein Verbrechen: Er hat in Hebron Land an Juden verkauft.

Er wird berichtet, daß Herr Abu Shahala von denen, die ihn festnahmen, gefoltert wurde und danach ein Geständnis ablegte. Die Todesstrafe kann nur dann vollstreckt werden, wenn das Urteil von dem auch als Abu Mazen bekannten Mahmoud Abbas, Präsident der PA, bestätigt wird. Unterzeichnet er das Todesurteil, kann Abu Shahala hingerichtet werden.

Der Gedanke daran, daß der Verkauf von Land als “Kapitalverbrechen” definiert wird, das mit dem Tode bestraft wird, ist erschreckend. Allein schon die Tatsache, daß innerhalb des Rechtssystems der PA ein solches “Gesetz” existiert, kündet von einem barbarischen und perversen Verständnis von Gerechtigkeit, die an Praktiken erinnert, die in dunklen Zeiten üblich waren.

Es ist Aufgabe der gesamten internationalen Gemeinschaft, die Abu Mazen und die Palästinensische Autonomiebehörde als ernsthafte Friedenspartner im Nahen Osten ansieht, sich öffentlich gegen Mord per Gesetz auszusprechen, wenn das “Verbrechen” einzig darin besteht, Land verkauft zu haben. Wie würde die Reaktion aussehen, gäbe es in den Vereinigten Staaten, Frankreich oder der Schweiz Gesetze, die den Landverkauf an Juden untersagen?

Tatsächlich wurden vor weniger als 100 Jahren entsprechende Regeln aufgestellt und durchgesetzt. Bekannt wurden sie als die berüchtigten “Nürnberger Gesetze”. Am 3. Oktober 1938 trat in Nazi-Deutschland unter der Führung Adolf Hitlers eine “Verordnung über die Beschlagnahmung jüdischen Besitzes” in Kraft, die “den Transfer von Eigentum von Juden an nicht-jüdische Deutsche” regelte.

Am 11. Dezember 1938 wurde ein weiteres Gesetz beschlossen, das “die Entfernung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben” zum Ziel hatte. Darin findet sich ein Satz, der das Anbieten von Waren für Juden untersagte.

Ist die Palästinensische Autonomiebehörde eine Reinkarnation des Dritten Reichs?

Wir appellieren an alle internationalen Staatsmänner und -frauen, sich für die Aufhebung des Todesurteils gegen Muhammad Abu Shahala und gegen dessen Vollstreckung einzusetzen. Der Verurteilte ist unverzüglich aus der Haft freizulassen, da er kein Verbrechen begangen hat.

David Wilder, Noam Arnon
The Jewish Community of Hebron

(www.hebron.com/english/article.php?id=777)

Krass, krasser, Grass

m4s0n501

Israel den Judenfeinden zum Fraß vorwerfen
Sei nur was für Neo-Nazis oder die junge Welt?
Die Realität ist viel krasser.

Vernichtungsdrohungen des Iran zu derealisieren sei nur etwas
Für Islamforscherinnen und ein Zentrum für Antisemitismus(forschung)?

I wo. Die alte Hauptstadt der Bewegung ist längst wieder Hauptstadt der Bewegung
Jener die den Judenstaat so abgründig hassen, dass sie sich zu dessen Freund erklären
Und Freunden bricht man nun schon mal gerne das Genick oder erdrückt sie, um hernach
Auf der Beerdigung vorgebliche Tränen zu verdrücken

(Clemens Heni: Was würde Thomas Mann wohl sagen? Krasser als krass: Grass)

Sag mir, wo der Diesel ist

Erst in der letzten Woche hat das ICRC der Hamas 150.000 Liter Treibstoff geliefert, damit die 36 Krankenwagen in Gaza wieder fahren können; nachdem der Rote Halbmond der Hamas im Februar bereits einen Tank voll spendiert hatte.

Nun, EoZ scheint zu wissen, dass diese 36 Krankenwagen noch immer herumstehen, weil sie ohne Treibstoff sind. Von Einschränkungen bei den Dienstwagen der Hamas-Funktionäre sowie ihrem Heer von 700.000 Beamten ist allgemein nichts bekannt, zumindest nicht wegen Treibstoffmangels.

Nun mag es Leute geben, die der Meinung sind, die Hamas würde sowas niemals tun, und von dem Spenden-Diesel einfach ihre Luxusschlitten betanken. Aber irgendeinen Grund wird es wohl haben, dass der Rote Halbmond meinte, im März wären mal andere damit dran, die Hamas durchzufüttern.

Übrigens sind auch 25.000 Tonnen Diesel für das einzige Elektrizitätswerk von Gaza aus Qatar nach el-Arish unterwegs. Es weiß bloß leider keiner, wie diese Lieferung von dort nach Gaza-City gelangen soll – es scheint allerdings auch keinen der 700.000 Hamas-Beamten sonderlich zu interessieren, eine Lösung für diese Herausforderung zu finden.

Stattdessen möchte man sich in Hamastan darauf verlassen, dass die Ägypter sich „in den nächsten Tagen“ (oder Wochen?) etwas einfallen lassen werden.

Genauso wenig scheint es für den sogenannten Westen von Belang zu sein, dass die Unfähigkeit der Hamas, gepaart mit ihrer Unwilligkeit, sich von Israel mit Treibstoff beliefern zu lassen, bereits Todesfälle verursacht hat.

Desweiteren: AFP bemüht sich, für Al Arabyia die politische Verantwortung für die von der Hamas gemachten Umstände zurückzuweisen, scheint sie aber zu bestätigen, indem sie diese dementiert:

There are people who say that official (sic.) in Gaza are not suffering from this crisis, that’s not true,” Gaza’s energy authority spokesman Ahmad Abu al-Amrin said.

“The electricity shortage in Gaza is political.”

„Es gibt Leute“, so der Sprecher den Energiebehörde des Gaza-Streifens, Achmed Abu al-Amrin, „die behaupten, die Funktionäre in Gaza würden nicht unter der Lage leiden, aber das ist nicht wahr.

Die Elektrizitätsknappheit ist politisch.“

Leute, die derlei böse Gedanken wie Achmed Abu al-Amrin nicht nur hegen, sondern öffentlich zum Ausdruck bringen, werden in Hamastan übrigens kurzerhand verhaftet; ein „Schicksal“, das derzeit vor allem die Mitarbeiter der Fatah zu treffen scheint – aber für die Fatah arbeitet Achmed Abu al-Amrin ja nicht.

Und es wird noch besser: Israel, in den Kreisen der Hamas und ihrer Groupies im sogenannten Westen auch als „Das Zionistische Gebilde“ bekannt, hat im März 450.000 Liter Treibstoff nach Hamastan geliefert, bezahlt von der PA in Ramallah (also von der EU in Bruxelles).

Begleitet wurden diese Entwicklungen von den üblichen Beteuerungen der üblichen Verdächtigen über die Verschwörung Besetzung:

U.S., Israeli and Palestinian leaders in Ramallah are working together to overthrow Hamas and tighten the blockade on Gaza”…

“Die USA, Israel und Palästinenserführer in Ramallah arbeiten zusammen, um die Hamas aus dem Amt zu jagen und die Gaza-Blockade drückender zu machen“…

bekundete Hamas-Führer Khalil al-Hayya; und klingt dabei schon irgendwie ein bisschen hysterisch und in die Ecke gedrängt.

Wie Israel, die USA und die PA indes „die Blockade des Gazastreifens drückender machen“ sollten, indem sie die Hamas mit Treibstoff beliefern, wird wohl das süße Geheimnis von Herrn al-Hayya bleiben.

Rotes Kreuz spendiert der Hamas einen vollen Tank

Juan-Pedro Shaerer, Leiter der Mission des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (ICRC, nach seiner englischen Abkürzung) „in Israel und den (anderen?) besetzten Gebieten“ hat mit den Herren der Hamas etwas Wesentliches gemeinsam: Er hat die Zeichen der Zeit klar erkannt.

Denn er weiß:

"The current failure to ensure delivery of fuel and electricity could rapidly lead to interruptions in vital public services such as hospital care and water supply, putting the lives of thousands of patients in danger".

“Das gegenwärtige Versagen bei der Versorgung mit Treibstoff und Strom könnte schnell zu Unterbrechungen in lebenswichtigen öffentlichen Diensten führen, etwa in Krankenhäusern und bei der Wasserversorgung, wodurch tausende Patienten in eine lebensbedrohliche Lage kämen.”

Im bemerkenswerten Gegensatz zu dieser fantabulösen palästinensischen „Menschenrechts“- und Terrororganisation namens Hamas ist Herr Schaerer vom ICRC jedoch nicht bereit, es billigend in Kauf zu nehmen, dass 36 Krankenwagen in Gaza nicht fahrbereit sind, weil keiner Benzin oder Diesel in den Tank tut (h/t EoZ).

Es hat das ICRC der Hamas deshalb 150.000 dringend benötigte Liter Treibstoff liefern lassen, damit wenigstens die Wasserwerke und Krankenhäuser mit Elektrizität versorgt werden. Das übrigens, nachdem im Februar der Rote Halbmond der Hamas einen vollen Tank spendiert hatte.

All dies bringt in Kreisen deutscher oder australischer Palästina-Solidarier von „Links“-Partei bis GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften ) selbstverständlich keine/n auf den an sich recht naheliegenden Gedanken, dass die Hamas ihre Energierechnungen deshalb nicht bezahlt, weil sie eine vermeintliche Energiekrise inszenieren möchte; eine Krise, die nicht sein müsste, aber trotzdem schon seit dem Winter anhält.

Inszeniert von einer Hamas, die seit ihrer Machtergreifung bereits sieben Milliarden US-Dollar eingenommen hat – von der PA in Ramallah, also u.a. von der UNO, der EU, den USA. Und da kommen dann noch die abgelaufenen Tütensuppen on-top, die in Deutschland eingesammelt werden, um den Menschen in einem sogenannten „Ghetto“ zu helfen – ohne sich eingestehen zu wollen (oder zu können) dass dieses „Ghetto von niemand anderem als der Hamas selbst betrieben wird.

Schuld an der Energiekrise ist aber selbstverständlich nicht das „politische“ Muskelspiel der Hamas, die sich gerne von der ägyptischen Regierung eine Pipeline zum Übergang Raffah spendieren lassen würde um endlich auch noch ein paar Petro-Dollars zu produzieren, durch Auf-, vermutlich aber vor allem Zudrehen des Ölhahns und anschließender Erzielung von Steuereinnahmen.

Nein, „Schuld“ an der Energiekrise ist – die Energiekrise selbst! Klingt nach zirkulärer Logik, könnte also ein Trugschluss sein?

Nicht für Ayman al-Shehabi, Sprecher des Hamas-“Gesundheits”-Ministeriums.

Der „weiß“:

“The humanitarian situation is difficult in Gaza because of the fuel crisis.”

“Die Versorgungslage in Gaza ist angespannt wegen der Treibstoff-Krise.”

Die Wirkung ist die Ursache, die Ursache ist die Wirkung, und Schuld an der Krise sind also nicht etwa die Hamas, die sie durch Tun und Unterlassen (insbesondere letzteres) zu verantworten hätte. Denn wer würde denken, dass man Energierechnungen tatsächlich auch bezahlen muss?

Nein, nein, Schuld an der Krise hat die Krise selbst – und der Bossanova, „der war schuld daran!“

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