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Offener Brief
an Herrn Ban Ki-Moon, UN-Generalsekretär,
Frau Staatssekretär Hillary Clinton,
Herrn Botschafter Daniel Shapiro,
Herrn Herman van Rompuy, Präsident des Europäischen Rats,
Herrn Yves Daccord, Generaldirektor des Internationalen Roten Kreuzes,
Herrn Shimon Peres, Präsident des Staates Israel,
Herrn Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident Israels,
und alle, die es angeht:

Shalom,

nach Angaben verschiedener Nachrichtenagenturen wurde Muhammad Abu Shahala, ein früherer Mitarbeiter des Geheimdiensts der Palästinensischen Autonomiebehörde, in einem überstürzten Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Sein Verbrechen: Er hat in Hebron Land an Juden verkauft.

Er wird berichtet, daß Herr Abu Shahala von denen, die ihn festnahmen, gefoltert wurde und danach ein Geständnis ablegte. Die Todesstrafe kann nur dann vollstreckt werden, wenn das Urteil von dem auch als Abu Mazen bekannten Mahmoud Abbas, Präsident der PA, bestätigt wird. Unterzeichnet er das Todesurteil, kann Abu Shahala hingerichtet werden.

Der Gedanke daran, daß der Verkauf von Land als “Kapitalverbrechen” definiert wird, das mit dem Tode bestraft wird, ist erschreckend. Allein schon die Tatsache, daß innerhalb des Rechtssystems der PA ein solches “Gesetz” existiert, kündet von einem barbarischen und perversen Verständnis von Gerechtigkeit, die an Praktiken erinnert, die in dunklen Zeiten üblich waren.

Es ist Aufgabe der gesamten internationalen Gemeinschaft, die Abu Mazen und die Palästinensische Autonomiebehörde als ernsthafte Friedenspartner im Nahen Osten ansieht, sich öffentlich gegen Mord per Gesetz auszusprechen, wenn das “Verbrechen” einzig darin besteht, Land verkauft zu haben. Wie würde die Reaktion aussehen, gäbe es in den Vereinigten Staaten, Frankreich oder der Schweiz Gesetze, die den Landverkauf an Juden untersagen?

Tatsächlich wurden vor weniger als 100 Jahren entsprechende Regeln aufgestellt und durchgesetzt. Bekannt wurden sie als die berüchtigten “Nürnberger Gesetze”. Am 3. Oktober 1938 trat in Nazi-Deutschland unter der Führung Adolf Hitlers eine “Verordnung über die Beschlagnahmung jüdischen Besitzes” in Kraft, die “den Transfer von Eigentum von Juden an nicht-jüdische Deutsche” regelte.

Am 11. Dezember 1938 wurde ein weiteres Gesetz beschlossen, das “die Entfernung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben” zum Ziel hatte. Darin findet sich ein Satz, der das Anbieten von Waren für Juden untersagte.

Ist die Palästinensische Autonomiebehörde eine Reinkarnation des Dritten Reichs?

Wir appellieren an alle internationalen Staatsmänner und -frauen, sich für die Aufhebung des Todesurteils gegen Muhammad Abu Shahala und gegen dessen Vollstreckung einzusetzen. Der Verurteilte ist unverzüglich aus der Haft freizulassen, da er kein Verbrechen begangen hat.

David Wilder, Noam Arnon
The Jewish Community of Hebron

(www.hebron.com/english/article.php?id=777)

Krass, krasser, Grass

Israel den Judenfeinden zum Fraß vorwerfen
Sei nur was für Neo-Nazis oder die junge Welt?
Die Realität ist viel krasser.

Vernichtungsdrohungen des Iran zu derealisieren sei nur etwas
Für Islamforscherinnen und ein Zentrum für Antisemitismus(forschung)?

I wo. Die alte Hauptstadt der Bewegung ist längst wieder Hauptstadt der Bewegung
Jener die den Judenstaat so abgründig hassen, dass sie sich zu dessen Freund erklären
Und Freunden bricht man nun schon mal gerne das Genick oder erdrückt sie, um hernach
Auf der Beerdigung vorgebliche Tränen zu verdrücken

(Clemens Heni: Was würde Thomas Mann wohl sagen? Krasser als krass: Grass)

Sag mir, wo der Diesel ist

Erst in der letzten Woche hat das ICRC der Hamas 150.000 Liter Treibstoff geliefert, damit die 36 Krankenwagen in Gaza wieder fahren können; nachdem der Rote Halbmond der Hamas im Februar bereits einen Tank voll spendiert hatte.

Nun, EoZ scheint zu wissen, dass diese 36 Krankenwagen noch immer herumstehen, weil sie ohne Treibstoff sind. Von Einschränkungen bei den Dienstwagen der Hamas-Funktionäre sowie ihrem Heer von 700.000 Beamten ist allgemein nichts bekannt, zumindest nicht wegen Treibstoffmangels.

Nun mag es Leute geben, die der Meinung sind, die Hamas würde sowas niemals tun, und von dem Spenden-Diesel einfach ihre Luxusschlitten betanken. Aber irgendeinen Grund wird es wohl haben, dass der Rote Halbmond meinte, im März wären mal andere damit dran, die Hamas durchzufüttern.

Übrigens sind auch 25.000 Tonnen Diesel für das einzige Elektrizitätswerk von Gaza aus Qatar nach el-Arish unterwegs. Es weiß bloß leider keiner, wie diese Lieferung von dort nach Gaza-City gelangen soll – es scheint allerdings auch keinen der 700.000 Hamas-Beamten sonderlich zu interessieren, eine Lösung für diese Herausforderung zu finden.

Stattdessen möchte man sich in Hamastan darauf verlassen, dass die Ägypter sich „in den nächsten Tagen“ (oder Wochen?) etwas einfallen lassen werden.

Genauso wenig scheint es für den sogenannten Westen von Belang zu sein, dass die Unfähigkeit der Hamas, gepaart mit ihrer Unwilligkeit, sich von Israel mit Treibstoff beliefern zu lassen, bereits Todesfälle verursacht hat.

Desweiteren: AFP bemüht sich, für Al Arabyia die politische Verantwortung für die von der Hamas gemachten Umstände zurückzuweisen, scheint sie aber zu bestätigen, indem sie diese dementiert:

There are people who say that official (sic.) in Gaza are not suffering from this crisis, that’s not true,” Gaza’s energy authority spokesman Ahmad Abu al-Amrin said.

“The electricity shortage in Gaza is political.”

„Es gibt Leute“, so der Sprecher den Energiebehörde des Gaza-Streifens, Achmed Abu al-Amrin, „die behaupten, die Funktionäre in Gaza würden nicht unter der Lage leiden, aber das ist nicht wahr.

Die Elektrizitätsknappheit ist politisch.“

Leute, die derlei böse Gedanken wie Achmed Abu al-Amrin nicht nur hegen, sondern öffentlich zum Ausdruck bringen, werden in Hamastan übrigens kurzerhand verhaftet; ein „Schicksal“, das derzeit vor allem die Mitarbeiter der Fatah zu treffen scheint – aber für die Fatah arbeitet Achmed Abu al-Amrin ja nicht.

Und es wird noch besser: Israel, in den Kreisen der Hamas und ihrer Groupies im sogenannten Westen auch als „Das Zionistische Gebilde“ bekannt, hat im März 450.000 Liter Treibstoff nach Hamastan geliefert, bezahlt von der PA in Ramallah (also von der EU in Bruxelles).

Begleitet wurden diese Entwicklungen von den üblichen Beteuerungen der üblichen Verdächtigen über die Verschwörung Besetzung:

U.S., Israeli and Palestinian leaders in Ramallah are working together to overthrow Hamas and tighten the blockade on Gaza”…

“Die USA, Israel und Palästinenserführer in Ramallah arbeiten zusammen, um die Hamas aus dem Amt zu jagen und die Gaza-Blockade drückender zu machen“…

bekundete Hamas-Führer Khalil al-Hayya; und klingt dabei schon irgendwie ein bisschen hysterisch und in die Ecke gedrängt.

Wie Israel, die USA und die PA indes „die Blockade des Gazastreifens drückender machen“ sollten, indem sie die Hamas mit Treibstoff beliefern, wird wohl das süße Geheimnis von Herrn al-Hayya bleiben.

Juan-Pedro Shaerer, Leiter der Mission des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (ICRC, nach seiner englischen Abkürzung) „in Israel und den (anderen?) besetzten Gebieten“ hat mit den Herren der Hamas etwas Wesentliches gemeinsam: Er hat die Zeichen der Zeit klar erkannt.

Denn er weiß:

"The current failure to ensure delivery of fuel and electricity could rapidly lead to interruptions in vital public services such as hospital care and water supply, putting the lives of thousands of patients in danger".

“Das gegenwärtige Versagen bei der Versorgung mit Treibstoff und Strom könnte schnell zu Unterbrechungen in lebenswichtigen öffentlichen Diensten führen, etwa in Krankenhäusern und bei der Wasserversorgung, wodurch tausende Patienten in eine lebensbedrohliche Lage kämen.”

Im bemerkenswerten Gegensatz zu dieser fantabulösen palästinensischen „Menschenrechts“- und Terrororganisation namens Hamas ist Herr Schaerer vom ICRC jedoch nicht bereit, es billigend in Kauf zu nehmen, dass 36 Krankenwagen in Gaza nicht fahrbereit sind, weil keiner Benzin oder Diesel in den Tank tut (h/t EoZ).

Es hat das ICRC der Hamas deshalb 150.000 dringend benötigte Liter Treibstoff liefern lassen, damit wenigstens die Wasserwerke und Krankenhäuser mit Elektrizität versorgt werden. Das übrigens, nachdem im Februar der Rote Halbmond der Hamas einen vollen Tank spendiert hatte.

All dies bringt in Kreisen deutscher oder australischer Palästina-Solidarier von „Links“-Partei bis GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften ) selbstverständlich keine/n auf den an sich recht naheliegenden Gedanken, dass die Hamas ihre Energierechnungen deshalb nicht bezahlt, weil sie eine vermeintliche Energiekrise inszenieren möchte; eine Krise, die nicht sein müsste, aber trotzdem schon seit dem Winter anhält.

Inszeniert von einer Hamas, die seit ihrer Machtergreifung bereits sieben Milliarden US-Dollar eingenommen hat – von der PA in Ramallah, also u.a. von der UNO, der EU, den USA. Und da kommen dann noch die abgelaufenen Tütensuppen on-top, die in Deutschland eingesammelt werden, um den Menschen in einem sogenannten „Ghetto“ zu helfen – ohne sich eingestehen zu wollen (oder zu können) dass dieses „Ghetto von niemand anderem als der Hamas selbst betrieben wird.

Schuld an der Energiekrise ist aber selbstverständlich nicht das „politische“ Muskelspiel der Hamas, die sich gerne von der ägyptischen Regierung eine Pipeline zum Übergang Raffah spendieren lassen würde um endlich auch noch ein paar Petro-Dollars zu produzieren, durch Auf-, vermutlich aber vor allem Zudrehen des Ölhahns und anschließender Erzielung von Steuereinnahmen.

Nein, „Schuld“ an der Energiekrise ist – die Energiekrise selbst! Klingt nach zirkulärer Logik, könnte also ein Trugschluss sein?

Nicht für Ayman al-Shehabi, Sprecher des Hamas-“Gesundheits”-Ministeriums.

Der „weiß“:

“The humanitarian situation is difficult in Gaza because of the fuel crisis.”

“Die Versorgungslage in Gaza ist angespannt wegen der Treibstoff-Krise.”

Die Wirkung ist die Ursache, die Ursache ist die Wirkung, und Schuld an der Krise sind also nicht etwa die Hamas, die sie durch Tun und Unterlassen (insbesondere letzteres) zu verantworten hätte. Denn wer würde denken, dass man Energierechnungen tatsächlich auch bezahlen muss?

Nein, nein, Schuld an der Krise hat die Krise selbst – und der Bossanova, „der war schuld daran!“

„Beschleunigte Vulva“ bei der UNO

Der UNHRC ist jene prototypische Organisation der UN-Weltbehörde, die sich dem Namen nach um die universalen Menschenrechte kümmert. Aus diesem Grund hat sie in diesem Jahr einmal den Iran und zweimal Syrien mit allem Respekt darum gebeten, bei Repression und Staatsterrorismus doch bitte, bitte etwas freundlicher zu sein, weil sonst … naja, weil sonst passiert noch irgendwas!

Irgendwas, und keiner im UNHRC kann sagen, was dann passiert; womöglich bricht sich noch einer den Finger am Abzug! Bis dahin feuert, wie bisher, der UNHRC ersatzweise Brandbriefe gegen den jüdischen und demokratischen Staat, während in Syrien bald an die zehntausend Menschen von Assad-Schergen massakriert sein werden.

Aber der UNHRC hat vermutlich dringendere Geschäfte, als sich um das Massaker an der syrischen Bevölkerung zu kümmern. Seit seiner Gründung hat dieses UN-Lokal, in dem man sich am East River je nach Jahreszeit ganz vorzüglich den verlängerten Rücken kühlen oder wärmen lassen kann, 91 Resolutionen verabschiedet, davon beschäftigen sich 39 mit Israel, der einzigen, in Zahlen: einen, funktionierenden Demokratie im Mittleren Osten – und der Rest mit allen anderen Terrorstaaten.

Aber nicht nur hat der UNHRC mit den Menschenrechten auf diesem Planeten ungefähr so viel zu tun, wie Raumschiff Enterprise mit dem Weltraum. Nein, und um das Maß seiner Verblendung vollzumachen, lädt dieser UN-Rat gerne die Herren der Hamas zu sich ein; Damen in leitender Funktion gibt’s bei der Hamas nämlich nicht, komisch…

Und zwar um sich über die Menschenrechtslage in den „besetzten Gebieten“ informieren zu lassen – und um zusammen mit der Hamas zu dem Schluss zu kommen, dass die „Besatzung“ daran schuld ist. Aber nicht etwa die Besatzung durch die Hamas, sondern die durch Israel, versteht sich.

Und wer sich jetzt wundert, weil er sich an die Räumung des Gaza-Streifens erinnern kann, nach der Devise Land-for-peace, und sich fragt, wer da seitens der Regierung in Jerusalem überhaupt noch irgendwas im Gaza-Streifen „besetzt“ halten kann, hat gezeigt, dass er/sie den Kopf nicht nur zum Haareschneiden hat.

Denn es sieht so aus, als hätte sich die Hamas die von ihr besetzten Gebiete nicht zuletzt deshalb unter den Nagel gerissen, um inzwischen 7 Milliarden Dollar für ihre Treuhänderschaft von der PA in Ramallah zu kassieren (was die EU nicht davon abhält, noch ein paar Milliönchen oben drauf zu tun).

Und dann tauchen Texte wie dieser in UN-Dokumenten auf:

“We ask Almighty God to accelerate the vulva for all our brave detainees in the prisons of the occupation…”

Wir fordern den Allmächtigen Gott auf, er möge die Vulva aller unserer tapferen Gefangenen beschleunigen, die in den Gefängnissen der Besatzung …“

Deutsch ist auch nicht immer eine leichte Sprache, aber mir fällt kein Wort aus dem Englischen ein, bei dem man sich so blöd vertippt haben könnte (oder sollte, es statt Vulva, Volvo heißen?)

Entweder geht es hier also mal wieder nur um Frauen, oder es geht um einen Spezialbegriff aus der Religion, mit dem der Google-Übersetzer auch nicht weiter kam (sachdienliche Hinweise erbeten), aber auf jeden Fall ist dieses Schriftstück sowieso nur eine zionistische Presselüge, nicht war, liebe deutsche Palästina-Solidarier_innen?

Statt in englische Sprache sollten Dr. Ahmad Bahar und seine Gurkentruppe ihr Geld auch in Zukunft eher in Terror investieren, davon verstehen sie mehr und können die Qualität besser beurteilen von dem, was ihnen geliefert wird.

Es handelt sich übrigens um denselben Dr. Ahmad Bahar, der in seiner Funktion als stellvertretender Sprecher des PA-Parlaments bereits mit folgenden Äußerungen on the record ist:

"The killing of children, women and men is promoted by their false Talmud, and by their false Bible, and The Protocols of the Elders of Zion."

Dr. Ahmad Bahar, ein Mann, wie gemacht für die UNO.

Lost-in-translation

„Vor einer jüdischen Schule im südfranzösischen Toulouse hat es eine Schießerei gegeben.“, wusste tagesschau.de heute solange zu berichten, bis man sich dort eines besseren besann.

Eine Schießerei setzt nämlich nach jeder herkömmlichen Definition einen Schusswechsel voraus; zumindest wenn man dem Duden glaubt. Der kennt das Wort Schießerei als einen „wiederholten Schusswechsel“ und ein Synonym für „Kugelwechsel“.

Und das Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache, 2009 Farlex, Inc. and partners, schreibt im Sinne einer Definition: „Schie•ße•rei die; -, -en; eine Situation, in der zwei od. mehrere Personen aufeinander schießen.“

Was uns tagesschau.de mit ihrer Rede von einer angeblichen „Schießerei“ also hatte sagen wollen, bleibt das Geheimnis jener deutschen Staatsblogger, von denen einer als Nebentätigkeit übrigens die publikative.org betreibt, eine Art „NGO“ unter den pro-israelischen Websites.

Was die ausgesprochen bemerkenswerte Wortwahl anbelangt, die Rede von einer „Schießerei“, so ließ tagesschau.de es freiwillig-unfreiwillig offen, ob seitens der Opfer bloß „zurückgeschossen“, oder die Schießerei gar angefangen wurde.

Was insgesamt eher unwahrscheinlich wäre, aber eine großartige Neuigkeit ganz nach dem Gusto der deutschen Staatsblogger, Staatsfunker und ihres Millionenpublikums: Dass jetzt nämlich schon die drei- bzw.- sechsjährigen Juden Israelis, also die ganz Kleinen, Akte zionistischer Aggression verüben (schlafen ja bekanntlich alle mit einer Uzi zwischen den Zähnen).

Und so hätte der Ablauf der Schießerei dann aus Sicht der Tagesschau ausgesehen: Indem sie das Feuer auf einen unschuldigen Motorradfahrer eröffneten, der dann nicht anders konnte, als sich zu wehren und „zurückschießen“, kam es zu einer „Schießerei vor einer jüdischen Schule“, bei der nicht nur diese noch ganz kleinen Juden Zionisten ums Leben kamen, die mit der Schießerei „angefangen“ hatten, sondern auch deren Vater sowie die Tochter des Rabbis und Schulleiters.

Selbst schuld, würde man im aufrichtigen Deutschland sagen, hätten halt nicht anfangen dürfen, diese Juden Zionisten.

So was passiert, indem man Agenturmeldungen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und anschließend abtippt ohne zu bedenken, dass ein englisches „shooting“ ein deutsches Schießen, eine deutsche Erschießung, oder eine deutsche Schießerei sein kann.

Diese sprachliche Mehrdeutigkeit wurde bei tagesschau.de aber lieber zunächst einmal in Kauf genommen, statt ebenso so zutreffend wie unmissverständlich von einem Attentat zu sprechen; etwas Anderes wäre für ein Produkt deutscher Ideologie auch wirklich überraschend gewesen.

Wahlkampf unter „Freunden“

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen – von diesem alten deutschen Sprichwort kann seit gestern auch Sigmar Gabriel (SPD) ein Lied singen. War er doch in Israel, im Kibbuz Magen (Bezirk Eshkol), und hat sich persönlich davon überzeugt, dass der jüdische Staat seit Donnerstag letzter Woche auch wirklich mit Raketen aus Gaza beschossen wird.

Anschließend war Herr Gabriel in Hebron, um sich mithilfe einschlägiger „NGOs“ davon überzeugen zu lassen, dass die Juden Israelis schon wieder rückfällig werden, und sich an den „Opfern der Opfer“ (Joschka Fischers unsterbliche „Definition“) „rächen“, durch „Apartheid“ im „rechtsfreien Raum“.

Herr Gabriel hat also getan, was sich für einen Bewährungshelfer aus Germany gehört (und nebenbei auch noch versucht, etwas Werbung für sich und seine Kanzlerambitionen zu machen), indem er all das vollmundig nachgeplappert hat, was ihm in Hebron ins Gehirn massiert wurde – wie eine brave Bauchrednerpuppe der PA.

Wäre der ehemalige Oberstudienrat weniger an der „politischen“ Äquidistante (und seiner Karriere), und dafür etwas mehr an der empirischen Wirklichkeit interessiert, würde ihm seine „Das-kommt-davon“-Propaganda vielleicht nicht mit derselben Leichtigkeit gelingen, mit der er per Facebook Reklame für seine „Israel-kritischen“ Ansichten zur „Siedlungspolitik“ machen lässt – in seiner Funktion als Freund Israels, was ich einfach nur typisch finde.

Dass er dafür „seine Freunde“ im Kibbuz Magen argumentativ in Stellung bringen musste, geht mir indes zu weit: Sind denn die Kibbuzniks vom Kibbuz Magen etwa nicht auch ohne diesen Sigmar aus Germania schon genug gestraft?

Denn siehe, sagt Sigmar, so, wie es auf den jüdischen Staat palästinensische Geschosse hagelt, sind 165.000 Palästinenser in Chevron in ihrer Existenz durch 500 jüdische Siedler bedroht, unter denen Herr Gabriel übrigens auch ein paar echte Finsterlinge aus den USA mit ganz extremen Ansichten ausmachen konnte; jeder Jude Israeli Siedler ist also das Äquivalent einer palästinensischen Kassam-Rakete, jaja!

(Mir scheint, Herr Gabriel kennt die aus Frankreich eingewanderten Bürgerinnen und Bürger des jüdischen Staates noch nicht, und erst die Russen!)

Siedler, die selbstverständlich überall wohnen dürfen, nur nicht auf der West Bank, und schon gar nicht in der ersten Residenz König Davids (ca. 1010 bis 1003 vor dem Jahr Null) – und jetzt soll Chevron offenbar auch mithilfe von Herrn Gabriel aus Deutschland zum ersten Mal in dreitausend Jahren „judenrein“ gemacht werden?

Nun ist es so, dass Politiker manchmal gezwungen sind, auch zu solchen Dingen eine Meinung zu haben, von denen sie keine Ahnung haben. So ist es bei Sigmar, dem Kompetenzzentrum Goslar (SPD-Schnack), wohl kaum.

Er wird schon wissen, warum es für ihn und seine „politische“ Karriere in Deutschland so dringend angeraten scheint, aus den heute sogenannten Palästinensern „Opfer der Opfer“ zu machen. Joschka Fischer hat sich damit auch nicht geschadet, und darf nun sogar in den „politischen“ Erbauungs- und „historischen“ Abwehrertüchtigungsübungen von Guido-Knopp-TV einen Elder-statesman mimen, von dem ich bis heute nicht sagen kann, wer das überhaupt sein soll.

Tag 4 der „politischen“ Frühlingsoffensive von Islamischem Djihad und Volkstümlichen Widerstands-Komitees (PRC, Popular Resistance Comitees), und das Frontgeschütz des „Antizionismus“, a.k.a. „Der Spiegel“, fantabuliert von einem „Israelischen Angriff auf Gaza“; angerichtet auf einem tränennassen Foto vom Leiden der „Zivilbevölkerung“.

Selbstverständlich nicht von der einen Million Bürgerinnen und Bürger des Staates Israel, die sich seit Freitag der letzten Woche nicht weiter als 40 Sekunden vom nächsten Schutzraum aufhalten sollten, um sich jederzeit vor berechtigter bewaffneter „Israel-Kritik“ schützen zu können.

(So gehört sich das nämlich für die Juden Israelis, „weiß“ das deutsche Nachrichtenmagazin, als wäre Der-Spiegel-Papa Augstein schon wieder kurz vor Moskau bei der Jagd auf „Juden und Kommunisten“ – so lautete der Einsatzbefehl seiner Einsatzgruppe B; Ergebnis: 134.298 Ermordete.)

Nein, abgebildet werden bei Spiegel online – in ihrer Funktion als „Opfer“ zionistischer Aggressionselbstverständlich „Widerstandskämpfer“, die zwischen etwas palästinensischem Schutt nach ihren Habseligkeiten suchen – um weiter Jagd auf „die Nachkommen von Affen und Schweinen“ machen zu können? Die einschlägige Kommentarseite des „Spiegel-Forums“ ist wie immer eine Fundgrube für jedes Projekt zur Erforschung des primären und/oder sekundären Antisemitismus‘.

Voilà, das ist der „politische“ Widerstand nach Gusto jenes Spiegel, in dem Otto Köhler bereits in der konkret vom Mai 1992 ein „nationalistisch-antisemitisches Kampfblatt“ erkannt hat. Aber PRC und Islamischer Djihad bleiben nun mal die wahren Helden jener nicht bloß „kritischen“, sondern „Israel-kritischen“ deutschen Spiegel-Berichterstattung, die in Israel freiwillig-unfreiwillig den Nazi unserer Tage sieht; und sei es auch nur, um über jene „Blitzkriege“ um so lauter schweigen zu können, bei denen das Personal des deutschen Nachrichtenmagazins noch selber Hand anlegen durfte.

Und wie um zu beweisen, dass Spiegel-Journalismus mit kaum einer empirischen Wirklichkeit mehr zu tun hat, als mit dem Ressentiment gegen die Juden, jubelt die Augstein-Ben-Walser-Truppe bereits vom Triumph des Willens Friedens angesichts dessen, was sie für einen Siegfrieden des Widerstandes Waffenstillstand hält.

Leser anderer Seiten wissen zumindest, dass der von Teheran finanzierte Islamische Djihad auch nach Beginn der Waffenruhe noch ein paar trotzige Projektile auf israelisches Gebiet abgeschossen hat, wie um zu sagen: Wir murksen Euch jederzeit ab! Und wie um sich als Speerspitze „antizionistischer“ Tätigkeiten bei den Mullahs der Islamischen Republik Iran zu empfehlen; sowie bei den beiden prominentesten deutschen Ortsgruppen des volkstümelnden Widerstandes, an der Hamburger Ericus-Spitze sowie im Berliner Karl-Liebknecht-Haus.

Einzigartigkeit à la Gauck

Was den zukünftigen Bundespräsidenten aller Deutschinnen und Deutschen, Ex-Pastor Gauck anbelangt, so handelt es sich bei diesem Herrn um einen, der gerne „Auschwitz, Gulag, Hiroshima“ sagt – „Auschwitz, Gulag, Hiroshima“ – in einem Satz, im selben Atemzug.

Das macht der zukünftige Bundes-Gauck, sodass man sich durchaus die Frage stellen kann, ob er außer den Ähnlichkeiten auch die Unterschiede kennt. Oder ob er meint, mit Formulierungen wie dieser zwei plus eins Staatsterrorismen zum Preis von einem Totalitarismus zu bekommen; also ob ihm, Ex-Pastor Gauck, vulgo bzw. mit Goethe gesprochen, „politisch“ alles eins ist – oder ob er die Unterschiede zwischen Faschismus, Kommunismus sowie den USA noch auf dem Zettel hat?

Aber so, wie man sich im Westen, der BRD, vor allem auf den Tod und die Steuer verlassen konnte, so in der DDR eben vor allem auf Anti-Amerikanismus und Anti-Zionismus (und dass es in Kürze wieder alles gibt; nicht bei den Gaucks, versteht sich, die hatten angeblich schon damals ihren VW).

Nun ist es so, dass der zukünftige ideale Gesamtdeutsche an der Spitze seines Staates außerdem vor der „Überhöhung der Einzigartigkeit“ der Shoah warnt; beim selben Redeanlass, bei dem Gesamt-Gauck die Rede von „Auschwitz, Gulag, Hiroshima“ so glatt von der Zunge ging, wie man es von einen Erstunterzeichner der „Prager Erklärung“ erwarten kann.

Es ist danach behauptet worden, der zukünftige deutsche Bundespräsident habe die Einzigartigkeit der Shoah in Frage oder gar in Abrede gestellt.

Das hat er mitnichten, auch wenn er es vielleicht gewollt hätte. Das hätte er nicht über sich gebracht, glaube ich, und er weiß vermutlich auch, warum; wenn nicht, dann ist er ziemlich schlecht beraten.

Weil Herr Gauck nicht wissen kann, was ihm andernfalls gesagt worden wäre, wenn er nämlich die Einzigartigkeit der Shaoh offensiv bestritten hätte, weil er sich aber zumindest denken kann, dass sich der Historikerstreit um Professor Nolte im Vergleich dazu ausgenommen hätte wie Ringelpietz mit Anfassen, hat er das wohl besser unterlassen – aber nicht, ohne wenigstens zu versuchen, sich sprachlich so dicht wie möglich an seine gefühlte Feindin, die Einzigartigkeit, heran zu robben.

Was nämlich hat der friedfertige Ex-Pastor ersatzweise getan, der immerhin verstanden hat, dass er seine Attacke auf die Einzigartigkeit der Shoah nicht im Frontalangriff reiten kann (es aber vielleicht dennoch gerne täte, wenn er schon wieder dürfte, wie er für diesen Fall dann wohl gerne gewollt haben würde)?

Richtig, das Zweitbeste hat er getan und versucht, die Deutungshoheit über die Einzigartigkeit indirekt herzustellen, im Genitiv, um diesen für einen aufrechten Deutschen wie ihn doch wohl sehr unbequemen historischen Tatbestand unter Kontrolle zu bringen und Macht über ihn auszuüben; seitdem warnt er also vor der „Überhöhung der Einzigartigkeit“ der Shoah – ein rhetorischer Husarenstreich! Chapeau, Monsieur Gauck.

Einzigartigkeit ist auch in der deutschen Sprache ein absoluter Zustand, genau wie Nacktheit oder Dummheit. Begriffe wie Alles, Nichts, oder kaputt und ganz, fallen in dieselbe Kategorie, zumal auch diese Zustände nicht steigerungsfähig sind – und wie jede gute Reinigungskraft weiß (oder zumindest wissen sollte) ist selbst die Reinheit ein absoluter Zustand.

Nun ist es vermutlich nicht so, dass der Realrepräsentant von Deutschland in spe sich mit der deutschen Sprache nicht recht genau auskennen würde.

Im Gegenteil: Es scheint Herr Gauck nur zu genau zu wissen, dass die Shoah nur dann ein bisschen weniger einzigartig wird, wenn man einen absoluten Begriff von einem relativen Begriff in die Zange nehmen lässt – indem man um die Einzigartigkeit herum z.B. die Übertreibung konstruiert, und um so vor „Überhöhung“ warnen zu können (nur wegen Folgen fürs Seelenheil, versteht sich, über die man dann im Folgenden bramarbasiert).

Nun ja, dreimal können Sie raten, liebe Leserinnen und Leser, wer in Zukunft darüber entscheiden möchte, ab wann es mit der Einzigartigkeit der Shoah zu toll getrieben wird, ab wann also jene „Überhöhung“ beginnt, vor deren Konsequenzen Ex-Pastor Gauck so eindringlich warnt.

Vielleicht, nur vielleicht, im allerbesten theologischen Interesse – und nicht etwa nur, damit den Ex-Kolleginnen und -Kollegen nicht noch mehr Schäfchen flöten gehen, weil sie zu einer von Gauck herbegauckten Konkurrenzveranstaltung überlaufen, wo Shoah à la Gauck als gauckscher „Religionsersatz“ funktioniert – wagalaweia!

No, but, yeah, but, no, but …

In einem von westlichen Medien tunlichst ignorierten Beispiel diplomatischer Doppelzüngigkeit quittierte Seyyed Ali Chamenei, Religions- und Revolutionsführer der Islamischen Republik Iran, die Charme-Offensive von Präsident Obama, der sich gerade in einem inoffiziellen Wettstreit mit Frau Ashton darüber befindet, wie tief weit man auf die Mullahs ein- zugehen kann, ohne sich eine braune Nase zu holen:

“Calling Obama’s statement good, and a ‘departure from the illusion,’ Khamenei nonetheless criticized the US president for his steadfast advocacy of continued sanctions against Iran. It is a mistake to think Iran can be brought to its needs, Khamenei told a gathering of the clerical council, the Assembly of Experts.”

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Wenn es nach Barak Hussein Obama geht, durchaus. Aber was hat der Vorsitzende des Wächterrates denn überhaupt zu verstehen gegeben? Reden ist Silber – aber glaubt bloß nicht, dass sich durch Reden etwas ändert! Denn, wie gesagt:

“It is a mistake to think Iran can be brought to its needs.”

Das war bestimmt ein “Übersetzungsfehler”; und selbst wenn es keiner war, wird es im sogenannten Westen keinen davon abhalten, sich demnächst mal wieder mit dem iranischen Regime zu einem gemütlichen Plausch zusammenzusetzen – sobald die Mullahs ein passendes Eckchen in ihrem vollen Terminkalender gefunden haben – und sich die Wolle noch etwas gründlicher über die Augen ziehen zu lassen.

Die Integrität des Mullah-Regimes mit der jener sechzehnjährigen Göre aus den Midlands zu vergleichen, die den Geist der Anomie wie keine zweite verkörpert, wäre eine Verharmlosung. Aber es glaubt anscheinend nicht nur Bruxelles, sondern auch das offizielle Washington, die Welt wäre ein besserer Ort, wenn Vicky Pollard eine Atombombe hätte. Und die würde noch nicht mal Israel damit auslöschen wollen.

Und zur Belohnung, für so viel Bereitschaft zum kritischen Dialog, legt Ruprecht Polenz (CDU) in seiner Funktion als Freund “unserer Freunde” eine dritte Tunnelbohrmaschine made in Germany oben drauf, damit das iranische Atomprogramm in sichere Tiefen verbracht werden kann.

Wir werden sicher bald erfahren, wie nah ans Teller-Ulam-Design die iranischen Experten mit Hilfe ihrer nordkoreanischen Sprengkopfkollegen herangekommen sind. Ich würde nur nicht darauf wetten, dass deutsche Ökopaxe angesichts der Mullah-Bombe und ihrer angestrebten praktischen Nutzung allzu viele “Die-ins” in deutschen Fußgängerzonen veranstalten werden (was andererseits vielleicht auch ein Segen sein könnte).

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