“Anti-Semitism in Europe”, stellte bereits 2005 die US-Regierung fest, “increased significantly in recent years”. Besonders in fünf europäischen Staaten, so die US-Regierung unter Berufung auf das European Union Monitoring Center (EUMC), das von der EU unterhalten wird, sei eine signifikante Zunahme von Antisemitismus zu verzeichnen gewesen: in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Belgien und in den Niederlanden.
“Anti-Semitism is not history”, heißt es denn auch im 2010 Anti-Semitism Compendium der inzwischen von Barack Hussein Obama übernommenen US-Regierung, “it is today’s news”; “Anti-Semitic attitudes in ten European countries remain at ‘disturbingly high levels’”, warnt die Anti-Defamation League (ADL) im Frühjahr 2012 und bestätigt damit den bereits sieben Jahre zuvor festgestellten Trend.
Während die US-Regierung, die Europäische Union und ADL ziemlich genau zu wissen scheinen, was sie beobachten und bewerten, weiß die durch Juliane Wetzel repräsentierte staatliche deutsche Antisemitismusforschung noch nicht, was das eigentlich ist. “Es schadet einer genauen Definition des Antisemitismus’ und damit natürlich auch einer Bekämpfung des Antisemitismus’, wenn der Begriff so inflationär verwendet und ausgehöhlt wird”.
Der Sender, dem diese “Wissenschaftlerin”, über die seriöse Antisemitismusforscher nur bitter lachen können, ihre als Warnung verpackte Ratlosigkeit beichtete, bewarb jüngst eine seiner Sendungen, das Magazin kulturzeit, so:

Was immer man über das Niveau und die Ernsthaftigkeit staatlicher deutscher Antisemitismusforschung und eines Kanals wissen muß, der noch immer meint, es gäbe eine vom Simon Wiesenthal Center verantwortete “Liste der größten Antisemiten”, verraten diese neun Worte: “Sind wir alle Antisemiten und wenn ja, wie viele?” So sieht er aus, der “kritische Journalismus”, der von sich behauptet, einen unverzichtbaren Beitrag zur Demokratisierung der Deutschen zu leisten.
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