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Die Geschichte “palästinensischer” Bemühungen, einen Frieden mit Israel zu erzielen, ist – kurz. Wenn es sie denn überhaupt gibt. Auf seiner offiziellen Website ehrt “Palästinenserpräsident” Abu Mazen Terroristen, seine “Behörden” kennen keine “Grenzen von 1967″.

Und wenn Israel von seinen “Freunden” in Europa und in den Vereinigten Staaten immer wieder aufgefordert wird, es solle mit Zugeständnissen die “Palästinenser” zurück an den Verhandlungstisch locken, so steckt dahinter doch das Eingeständnis, daß es nicht Israel ist, an dem ein Frieden bisher scheiterte.

In Ramallah protestierten in den vergangenen Wochen zahlreiche “Palästinenser” teilweise gewaltsam nicht nur für eine Absetzung ihres “Ministerpräsidenten” Salam Fayyad, sondern auch gegen “ihren” “Präsidenten” und gegen die Verträge von Oslo, die zumindest auf dem Papier einen “Friedensprozeß” versprechen.

Die Hamas erklärt derweil jeden Gedanken an eine Akzeptanz Israels als Staat – nicht als jüdische Demokratie – zu Hochverrat, für die islamistische “Regierung” Gazas ist das Ziel ihrer Raketen “a satanic seed and a usurping and occupying entity that is destined to disappear”.

Doch erdreistet der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney sich, genau das vor Anhängern näher zu erläutern, ist SPIEGEL online, eine Heimat deutschen Salon- und anderen Antisemitismus’, natürlich entsetzt:

“In seiner heimlich gefilmten Rede spricht US-Präsidentschaftskandidat Romney auch über den Nahost-Konflikt. Die Palästinenser hätten keinerlei Interesse an Frieden und wollten Israel zerstören, sagt der Republikaner. Damit hat er innerhalb von 24 Stunden den zweiten Skandal am Hals.”

Skandalös ist daran nur, daß es Initiativen und Medien gibt, die aus einer Schilderung von Fakten einen “Skandal” zimmern.

SPIEGEL-Recherche

Und Avigdor Lieberman, Israels Minister für Gartenbau, soll darauf drängen, Saeb Erekat zum “Palästinenserpräsidenten” auf Lebenszeit zu ernennen.

Bildungskatastrophe

SPIEGEL online vergießt Tränen über das Schicksal eines ambitionierten Studenten. Omar, so heißt er natürlich nicht wirklich, lebt in Damaskus im Stadtteil Yarmouk und ist, Überraschung, “Palästinenser”.

“Enkel eines Mannes, der 1948 vor jüdischen Rebellen aus seiner Heimat Haifa floh.”

Tatsächlich ist Omar Enkel eines günstigenfalls Dummkopfs, der den Versprechungen arabischer Vernichtungskrieger glaubte, nach einer kurzen Auszeit zurückkehren und den Besitz ins Meer getriebener Juden übernehmen zu können.

Daraus wurde bekanntlich nichts, und mit Bashar al-Assad, dem letzten aufrechten Kämpfer für die “palästinensische” Sache, wollen dessen Untertanen immer weniger zu tun haben. Student Omar mußte daher das Nachbarland bereisen.

“An seinem Tag im Libanon will er bei den westlichen Botschaften vorbeischauen und einen guten Eindruck hinterlassen. Er will sich für Master-Studienprogramme im Ausland bewerben.”

Und er kam zurück nach Damaskus. Weshalb?

“Er könnte nur legal im Libanon bleiben, wenn er beantragt, in einem der dortigen Palästinenserlager aufgenommen zu werden. Palästinenser haben allerdings im Libanon noch weniger Rechte als in Syrien.”

Und dabei geht in Beirut doch nichts ohne die Hisbollah, die von spät bis früh und früh bis spät sich nur um das Wohl der “Palästinenser” sorgt. Wie kann Omar nur so undankbar sein?

1948, als Omars Großvater “vor jüdischen Rebellen aus seiner Heimat Haifa floh”, veröffentlichten die übrigens einen nur schwer zu überhörenden Aufruf, der ihn, seinen Enkel und SPIEGEL online der Lüge überführt:

“For years we have lived together in our city, Haifa. … Do not fear: Do not destroy your homes with your own hands … do not bring upon yourself tragedy by unnecessary evacuation and self-imposed burdens. … But in this city, yours and ours, the gates are open for work, for life, and for peace for you and your families.”

(zit. nach: Joan Peters: From Time Immemorial, Chicago 2002, p. 13)

Dumm gelaufen für Omar, der “in Damaskus geboren und aufgewachsen ist wie sein Vater” und dennoch “keinen syrischen Pass” besitzt. “Er hat überhaupt keinen Pass, nur eine kleine weiße in Plastikfolie eingeschweißte Karte, die ihn als Palästinenser ausweist.”

Viel Einfalt

Die einen sagen so …

“Zum ersten Mal ist ein israelischer Ex-Premier wegen Schmiergeld-Zahlungen schuldig gesprochen worden. Ehud Olmert wurde in Jerusalem wegen Korruption verurteilt, das Strafmaß steht noch aus.”

… die anderen so:

“Israels Ex-Premier Ehud Olmert ist nach einem langen Prozess wegen Untreue schuldig gesprochen, nicht aber – wie erwartet – wegen Korruption.”

Der SPIEGEL, dessen Repräsentanz im Internetz aus zwei Freisprüchen einen Schuldspruch macht, glaubte jüngst enthüllen zu können, wie israelische U-Boote bewaffnet sind.

Jüdische Wohnungen

Der “Judenstaat”, wie Israel im gedruckten “deutschen Nachrichtenmagazin” genannt wird, “befeuert den Nahost-Konflikt weiter”. Durch Wohnungsbaupläne. “Im Westjordanland werden neue jüdische Wohnungen gebaut”. Jüdische Wohnungen. Steht da. Und es wird noch besser:

“Eigentlich sollten nach einem Gerichtsurteil nur fünf Wohn-Einheiten entstehen [..].”

Diesen Teil der “Nachricht” hat sogar Susi K. in der taz richtig dargestellt. Fünf Häuser, die auf Grund errichtet worden waren, der den Bauherren nicht gehört, sollen abgerissen und dafür anderswo Ersatz geschaffen werden – und das sind mehr als “fünf Wohn-Einheiten”.

Wenn SPIEGEL online sich über den “Judenstaat” empört, brennen offenbar alle Sicherungen durch. Das fällt auch im Vergleich zu einer weiteren Meldung aus “Nahost” auf: “30.000 Homosexuelle feiern in Nahost”:

“Es ist einer der wenigen Orte im Nahen Osten, an dem sich Homosexuelle öffentlich küssen dürfen: Zehntausende zogen bei der jährlichen Schwulenparade durch Tel Aviv in Richtung Mittelmeerstrand – leicht bekleidet, tanzend und sehr bunt.”

Liegt dieses sagenhafte Tel Aviv in Syrien? In Jordanien? In Ägypten? In – “Palästina”? Lesen wir den ersten Absatz:

“Transvestiten, Tänzer und Partyvolk trafen sich am Freitag zur größten Homosexuellenparade des Nahen Ostens in Tel Aviv. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 30.000.”

Ist Naher Osten ein Staat? Haben wir dessen feierliche Gründung verpaßt? Nun, Aufklärung naht – im übernächsten, dem vorletzten Absatz:

“Hunderte Polizisten waren im Einsatz, wie der Sprecher der israelischen Polizei, Mickey Rosenfeld, sagte. Es habe aber keine Zwischenfälle gegeben. In Israel gilt seit 2001 ein Antidiskriminierungsgesetz, als einziges Land im Nahen Osten gibt es dort eine solche Regel.”

Israel! Dieses fürchterbare Israel! Daß mit den jüdischen Wohnungen “den Nahost-Konflikt weiter [befeuert]“! Wie kommt Tel Aviv denn dahin? Haben die grausamen Juden es etwa mit ihren jüdischen Wohnungen … erobert? Oder belagern sie es nur?

Schon im nächsten Absatz nämlich, dem letzten, scheint Tel Aviv wieder zum Stadtstaat – mit eigener Armee – zu werden:

“Tel Aviv ist einer der wenigen Orte in der Region, an dem Homosexuelle sich trauen, Händchen zu halten oder sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Schwule dienen auch offen in der Armee.”

In der einen Meldung, jener von den gefährlichen jüdischen Wohnungen, wird, haben wir uns nicht verzählt, “Israel” sieben- und “israelisch” einmal erwähnt, in jener von den feiernden Homosexuellen “in Nahost” tauchen beide Begriffe jeweils einmal auf. Wieso?

Wäre es übrigens nicht eigentlich ganz gut, exportierte Tel Aviv seine Offenheit über seine Grenzen hinaus? Nein! Natürlich nicht! Das “befeuert” doch den “Nahost-Konflikt”! Wegen der Wohnungen ohne Ariernachweis, in denen diese Schwulen leben, wenn sie nicht gerade Dienst tun in ihrer Armee!

Aufklärung

SPIEGEL online, das Portal zum sehr deutschen Nachrichtenmagazin, deckt einen Skandal auf:

“Dabei hatte Merkel die Lieferung des sechsten U-Boots mit verschiedenen Wünschen verbunden: Jerusalem sollte [..] die Fertigstellung eines Klärwerks im Gaza-Streifen erlauben, das auch mit deutschen Geldern finanziert wird. Nichts davon hat Netanjahu bislang erfüllt.”

Am 13. September 2010 meldete das von Dirk Niebel geführte Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: “Gaza-Klärwerk kann endlich repariert werden”.

“Am heutigen Montag haben die ersten sechs Lastwagenladungen mit Baumaterialien für die seit Langem geplante Rehabilitierung des Klärwerks in Gaza-Mitte den israelischen Grenzübergang Kerem Shalom passiert. Damit steht die Umsetzung dieses auch international unterstützten Vorhabens, welches die Lebensbedingungen der Menschen in Gaza entscheidend verbessern wird, unmittelbar bevor.”

Ebenfalls im Auftrag der zur PA in Ramallah gehörenden Palestinian Water Authority wird – wenn es die dort “regierende” Hamas gestattet – eine neue Kläranlage in Gaza errichtet: “Fertigstellung geplant Ende 2013.

Wie die Regierung Benjamin Netanjahus auch angesichts offener Grenzen Gazas zu Ägypten diesen Wunsch Angela Merkels hintertreiben kann, bleibt ein Geheimnis der gewohnt zuverlässigen Rechercheure des deutschen Nachrichtenmagazins.

Reisefieber

Während Joachim Gauck, Deutschlands neuester Bundespräsident, in Israel zum Staatsbesuch erwartet wird, berichten für SPIEGEL online und die Daheimgebliebenen Florian Gathmann und Juliane von Mittelstaedt über eine “Heikle Mission im Heiligen Land”:

“Bei seinem Besuch muss der Präsident den Gastgebern versichern, dass Deutschland weiterhin ein enger Freund ist, trotz Grass und zunehmendem Unverständnis. Das könnte aber gerade für ihn zum Balanceakt werden. Repräsentiert Israel für den Freiheitskämpfer Gauck nicht eine Menge von dem, wogegen er als Bürgerrechtler in der DDR einst anging? Ein Land, das ein Volk unter Besatzung hält, ihm elementare Rechte und Freiheiten verweigert?”

Nun ist der Bundespräsident, mit dem sich “israelkritische” Sozialdemokraten ebenso identifizieren wie rechtsnationale Konservative, eben deshalb keine Idealbesetzung, doch so realitätsfern wie das Nahost-Duo von SPIEGEL online wird selbst Joachim Gauck kaum sein.

Sie, Florian Gathmann und Juliane von Mittelstaedt, sind es, die Israel für eine Art DDR halten, ein “Land, das ein Volk unter Besatzung hält, ihm elementare Rechte und Freiheiten verweigert”. Man wüßte gern, was die beiden im Dienst fürs vaterländische Nachrichtenmagazin trinken.

Welches “Volk” wird in Israel unterdrückt, welchem “Volk” werden “elementare Rechte und Freiheiten verweigert”? Jeder Bürger Israels genießt gleiche Rechte; eingeschränkt wird, wenn überhaupt, die Religionsfreiheit von Juden.

“Israel has no law against Christians and Jews praying or reading scriptures on the Temple Mount. However, it does have an unwritten agreement with the Wakf (Muslim religious authorities) prohibiting this.”

Und bittet ein quartalsirrer Ovadia Yosef seinen himmlischen Vorgesetzten darum, “Mahmoud Abbas and all these evil people [..]; these evil haters of Israel” mit der Pest zu bestrafen, wird dieser Ruf nicht nur nicht erhört, sondern prompt offiziell verurteilt:

“The words of the rabbi do not reflect my approach or the position of the Israeli government.”

In Ramallah “regiert” mit Abu Mazen derweil ein “Palästinenserpräsident”, dessen Behörde sich unterstützend hinter ihren staatsoffizieller Mufti stellt, fordert der die “Palästinenser” dazu auf, ihre heilige Pflicht zum Mord an allen Juden nicht zu vergessen.

Ansonsten sind die “Palästinenser” allerdings in der Tat ziemlich unfrei. Doch dafür ist nicht eine “Besatzung” verantwortlich, die es in Gaza bereits seit 2005 nicht mehr gibt, sondern die jeweilige “palästinensische” “Regierung”.

So bescheinigte erst kürzlich die NGO Reporter ohne Grenzen beiden, der Hamas in Gaza sowie der Fatah/PA in Ramallah, sie seien “Freinde der Pressefreiheit”. Und das Außenministerium der Vereinigten Staaten weiß über die PA noch etwas mehr zu berichten:

“Among human rights problems under the Palestinian Authority, the report said, were the unlawful killing of an Israeli settler in Nablus and the abuse of detainees in overcrowded detention facilities.

‘Corruption, although reduced from previous years, remained a problem,’ the report added.

It also noted that societal discrimination and abuse against women, discrimination against persons with disabilities, and child labor remained serious problems.”

Doch auf den Gedanken, daß Joachim Gauck der PA, deren Führung er ebenfalls einen Besuch abstatten möchte, etwas über “elementare Rechte und Freiheiten” erzählen könnte, kommen Florian Gathmann und Juliane von Mittelstaedt gar nicht.

Dabei wäre gerade hier ihre Frage nicht ganz unberechtigt: Repräsentiert die PA für den Freiheitskämpfer Gauck nicht eine Menge von dem, wogegen er als Bürgerrechtler in der DDR einst anging? Daß sie ihnen gar nicht einfällt, ist verräterisch.

Freilich wird, und da ticken Florian Gathmann und Juliane von Mittelstaedt wohl ganz wie ihr Präsident, es auch Joachim Gauck nicht einfallen, Abu Mazen und dessen “Ministerpräsidenten” Salam Fayyad auch nur leise zu kritisieren.

Vielmehr positioniert Joachim Gauck sich damit, daß er der PA einen Staatsbesuch widmen wird, obgleich sie nichts für einen Frieden mit Israel oder Demokratie und Menschenrechte in ihrem Terroritorium unternimmt, schon deutlich für deren Antisemitismus und Despotismus.

Wird er zum Auftakt seiner Reise in Yad Vashem um tote Juden trauern, krönt Joachim Gauck sie am Ende mit einem Besuch bei Judenmördern. Deren ungehindertes Wirken wiederum ist ein schaurig-schöner Beleg für die Verlogenheit Florian Gathmanns und Juliane von Mittelstaedts.

Du bist Deutschland

Für SPIEGEL online hat Christoph Sydow herausgefunden, was SPIEGEL-Leser schon immer wußten:

“Jüdische Siedler feuern auf Palästinenser – und israelische Soldaten stehen tatenlos daneben: Diese Szene haben Menschenrechtsaktivisten auf Video festgehalten. Der Vorfall belegt die Rechtlosigkeit, in der die Menschen unter der Besatzung im Westjordanland leben.”

Geht es um “jüdische Siedler” setzt allerdings offenbar der Verstand von SPIEGEL-Autoren noch schneller aus als bei Themen aus dem israelischen Kernland.

“Menschenrechtsaktivisten” haben eine Szene “auf Video festgehalten”, was tatsächlich belegt, daß die “Menschen unter der Besatzung im Westjordanland” von “Menschenrechtsaktivisten” keine direkte Hilfe zu erwarten haben.

“B’Tselem hat drei Videos veröffentlicht, die den Ablauf der Ereignisse aus mehreren Perspektiven zeigen.”

Die “Menschenrechtsaktivisten” filmen nämlich lieber – und gelingt ihnen eine Aufnahme, wie es hier den Anschein hat, dann bekommen israelische Soldaten und “Siedler” Ärger und wird Israel von Christoph Sydow ein “Alltag” nachgesagt, den es nicht gibt.

B’Tselem nämlich verteilt regelmäßig Kameras an “Palästinenser” in der Hoffnung, daß diese Material liefern, auf das Christoph Sydow so erpicht ist. Gemessen an der Zahl der verteilten Kameras ist die Ausbeute aber – erfreulich gering.

Über “mehr als 500 Stunden” Filmmaterial freuten sich die “Menschenrechtsaktivisten” eigenen Angaben zufolge 2011, allerdings waren von den über 30.000 Filmminuten dann doch nur ganze 2 geeignet, zu einem Propagandavideo zusammengeschnitten zu werden

Man kann also gut nachvollziehen, wie verzweifelt die B’Tselem-“Menschenrechtsaktivisten” auf richtige Szenen warten, mit deren vorschneller Veröffentlichung sie sich dann aber auch schon mal mächtig blamieren:

“A shocking film released by residents of the Samaria town of Yitzhar shows that not only did extreme-Left groups wrongly accuse Jewish youth of violence, but some actually incited an Arab attack in order to provoke young Jewish men to respond.”

Mithin ist auch hier nicht auszuschließen, daß Christoph Sydow einer B’Tselem-Pallywood-Koproduktion aufsitzt. In jedem Fall aber steht wohl fest, daß der von ihm behauptete “Alltag im Westjordanland” keiner ist, sondern es sich allenfalls um einen Einzelfall handelt.

Und der wird durch israelische Behörden untersucht werden. Vom Ergebnis wird Christoph Sydow dann nicht mehr berichten, denn es wird die Verläßlichkeit des israelischen Rechtssystems unter Beweis stellen. Und nichts ist langweiliger als das.

Tag 4 der „politischen“ Frühlingsoffensive von Islamischem Djihad und Volkstümlichen Widerstands-Komitees (PRC, Popular Resistance Comitees), und das Frontgeschütz des „Antizionismus“, a.k.a. „Der Spiegel“, fantabuliert von einem „Israelischen Angriff auf Gaza“; angerichtet auf einem tränennassen Foto vom Leiden der „Zivilbevölkerung“.

Selbstverständlich nicht von der einen Million Bürgerinnen und Bürger des Staates Israel, die sich seit Freitag der letzten Woche nicht weiter als 40 Sekunden vom nächsten Schutzraum aufhalten sollten, um sich jederzeit vor berechtigter bewaffneter „Israel-Kritik“ schützen zu können.

(So gehört sich das nämlich für die Juden Israelis, „weiß“ das deutsche Nachrichtenmagazin, als wäre Der-Spiegel-Papa Augstein schon wieder kurz vor Moskau bei der Jagd auf „Juden und Kommunisten“ – so lautete der Einsatzbefehl seiner Einsatzgruppe B; Ergebnis: 134.298 Ermordete.)

Nein, abgebildet werden bei Spiegel online – in ihrer Funktion als „Opfer“ zionistischer Aggressionselbstverständlich „Widerstandskämpfer“, die zwischen etwas palästinensischem Schutt nach ihren Habseligkeiten suchen – um weiter Jagd auf „die Nachkommen von Affen und Schweinen“ machen zu können? Die einschlägige Kommentarseite des „Spiegel-Forums“ ist wie immer eine Fundgrube für jedes Projekt zur Erforschung des primären und/oder sekundären Antisemitismus‘.

Voilà, das ist der „politische“ Widerstand nach Gusto jenes Spiegel, in dem Otto Köhler bereits in der konkret vom Mai 1992 ein „nationalistisch-antisemitisches Kampfblatt“ erkannt hat. Aber PRC und Islamischer Djihad bleiben nun mal die wahren Helden jener nicht bloß „kritischen“, sondern „Israel-kritischen“ deutschen Spiegel-Berichterstattung, die in Israel freiwillig-unfreiwillig den Nazi unserer Tage sieht; und sei es auch nur, um über jene „Blitzkriege“ um so lauter schweigen zu können, bei denen das Personal des deutschen Nachrichtenmagazins noch selber Hand anlegen durfte.

Und wie um zu beweisen, dass Spiegel-Journalismus mit kaum einer empirischen Wirklichkeit mehr zu tun hat, als mit dem Ressentiment gegen die Juden, jubelt die Augstein-Ben-Walser-Truppe bereits vom Triumph des Willens Friedens angesichts dessen, was sie für einen Siegfrieden des Widerstandes Waffenstillstand hält.

Leser anderer Seiten wissen zumindest, dass der von Teheran finanzierte Islamische Djihad auch nach Beginn der Waffenruhe noch ein paar trotzige Projektile auf israelisches Gebiet abgeschossen hat, wie um zu sagen: Wir murksen Euch jederzeit ab! Und wie um sich als Speerspitze „antizionistischer“ Tätigkeiten bei den Mullahs der Islamischen Republik Iran zu empfehlen; sowie bei den beiden prominentesten deutschen Ortsgruppen des volkstümelnden Widerstandes, an der Hamburger Ericus-Spitze sowie im Berliner Karl-Liebknecht-Haus.

Feindbildpflege

SPIEGEL online, das Portal zum deutschesten aller deutschen Nachrichtenmagazine, weiß, was es sich und seiner Kundschaft schuldet:

“Das israelische Militär hat einen radikalen Palästinenserchef im Gazastreifen mit Raketen getötet [..]. In der Grenzregion zu Israel flammt unmittelbar danach neue Gewalt auf.”

Suheir al-Kaissi, der “radikale Palästinenserchef”, wurde, wie es weiter heißt, “am Freitag in seinem Auto” neutralisiert.

Am Donnerstag, wahrscheinlich nur in manchen Gegenden der Tag, auf den der Freitag folgt, berichtete das libanesische Nachrichtenportal Naharnet:

“Palestinian militants in the Gaza Strip fired a mortar into southern Israel Thursday morning [..].”

Da hatte ihre Glaskugel den “Palestinian militants” offenbar schon vorausgesagt, daß sie am nächsten Tag um ihren “Palästinenserchef” Suheir al-Kaissi würden weinen dürfen.

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