Tag: 3. April 2017

Wertlose Prinzipien

Als das Phantom »Palästina« 2011 vollwertiges Mitglied der UNESCO wurde, verpflichtete es sich, deren Prinzipien der Toleranz, die auch Werte definieren, an denen sich der Unterricht an Schulen orientieren soll: »Verständigung, Solidarität und Toleranz zwischen Individuen«, »zwischen ethnischen, sozialen, kulturellen, religiösen oder Sprachgruppen und zwischen den Nationen«.

Wie jedoch IMPACT-se berichtet, eine Initiative, die im Nahen Osten verwendete Lehrmaterialien sammelt und auswertet, hält sich das PLO-Regime in Ramallah nicht nur nicht an die Prinzipien, seit »Palästina« zur Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur gehört, werde sogar ein immer schärferer Haß auf Juden und Israel offener als je zuvor propagiert.

Zugleich werde, wie eine Untersuchung von 2016 aufgelegten Schulbüchern für erste bis vierte sowie elfte und zwölfte Klassen ergab, der Tod als »Märtyrer« glorifiziert, während friedliche Wege zur Konfliktbewältigung abgelehnt würden. »Die neuen Lehrbücher, die wir untersucht haben, sind noch radikaler als frühere Auflagen«, faßt IMPACT-se-Geschäftsführer Marcus Steff zusammen.

Schon in Lehrbüchern für Drittklässler werde danach der bewaffnete Kampf gegen Juden und Israel beschworen, dessen gewünschtes Ergebnis geographische Darstellungen vermitteln, die Israel nicht einmal mehr erwähnten. Israelische würden als »palästinensische« Städte präsentiert, Tel Aviv als »Tal al-Rabi«. Besonders schlimm, so IMPACT-se, sei die Indoktrination Sechs- bis Zehnjähriger.

Die Ergebnisse der Studie können freilich nur wenig überraschen. Das Regime in Ramallah betreibt seines Staatswerdung ja schließlich durchaus nicht, um dereinst Israel ein friedlicher Nachbar zu sein, sondern als Kampf gegen den jüdischen Staat. Die UNESCO ist dabei nur ein Schlachtfeld von vielen. Gleichzeitig war dieser Kampf hier bisher leider immer besonders erfolgreich.

Zuletzt stimmten Exekutivrat und Vollversammlung der UN-Organisation, die ihren Sitz in Paris hat, Resolutionen zu, mit denen die jüdische Geschichte im Nahen Osten geleugnet wird. Daß sie ihre Prinzipien gegen die »Palästinenser« verteidigt, kann daher kaum erwartet werden. »Palästina« nutzt schlicht Spielräume, die ihm durch direkte Unterstützung oder Desinteresse gewährt werden.

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