Tag: 19. August 2017

Dreister Hohn

Hanan Ashrawi, hochrangige Repräsentantin der »palästinensischen« Terrororganisation PLO, die sich selbst freilich als »Staat« versteht, hat stellvertretend für »Palästinenser« und deren »Führung« den islamistischen Terror, der in dieser Woche Spanien heimsuchte, in einer auf der Website ihres »Ministeriums für Kultur und Informationen« veröffentlichten Stellungnahme verurteilt.

»Wir, die Palästinenser«, heißt es im letzten von insgesamt drei auf den Freitag datierten Absätzen, »verurteilen alle Formen von Extremismus, Gewalt und Terrorismus gegen unschuldige Zivilisten, und wir rufen alle verantwortungsvollen Regierungen und Völker der Welt auf, gemeinsam gegen solche unmenschlichen Akte der Grausamkeit und des Terrors vorzugehen«. Jedes Wort eine Lüge.

Es spricht wohl Bände, daß unter diesem Statement nicht Abu Mazens Name steht. Der Kopf des PLO-Regimes in Ramallah, würde mit solchen Worten unglaubwürdig wirken. Allzu leicht sind Bilder zu finden, die den »Palästinenserpräsidenten« feiernd mit aus der Haft in Israel entlassenen Terroristen zeigen, oder Berichte über den Wunsch Abu Mazens nach einem Foto mit Samir Kuntar.

Der hatte sich 1979 in die Herzen der »Palästinenser« gemordet. Eines seiner Opfer, Einat Haran, war erst vier Jahre alt, als Samir Kuntar das Mädchen mit seinem Gewehr erschlug. Zuvor hatte er vor ihren Augen ihren Vater ermordet. Wer sich gemeinsam mit einem solchen Mörder ablichten lassen will, machte sich lächerlich, versuchte er, Krokodilstränen um »Unschuldige« zu verhießen.

Doch auch Hanan Ashrawi ist unglaubwürdig. Schließlich spricht sie für ein Regime, das in diesem Jahr mehr Geld für sogenannte »Märtyrer-Renten« auszugeben plant als je zuvor. In den Genuß dieser Zahlungen kommen nur die Erben von Terroristen oder Terroristen, die nach ihrer Tat in israelischer Haft sitzen. Hanan Ashrawis Worte verhöhnen daher tatsächlich alle Opfer von Terror.

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