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Das angeblich für Bildung zuständige »Ministerium« des Regimes in Ramallah hat nach Angaben seiner Agentur WAFA die Zusammenarbeit mit der UNRWA ausgesetzt, der bei ihren Sponsoren außerhalb Deutschlands zunehmend umstrittenen Agentur der Vereinten Nationen zur Betreuung von »Palästina-Flüchtlingen«. Grund ist ein Streit über eine Neugestaltung von Lehrbüchern.

Wird der UNRWA, die in Gaza über 250, in den umstrittenen Gebieten knapp 100 und in Jordanien, Libanon sowie Syrien zusammen rund 350 weitere Schulen betreibt, von Kritikern vorgeworfen, mit Personal und Lehrmaterial zu arbeiten, das regelmäßig zivilisatorischen Mindestanforderungen nicht genüge, hat sie nun offenbar vor, mit überarbeiteten Lehrbüchern auf die Kritik zu reagieren.

Mit der »Entschärfung« des Lehrmaterials, so sollen beispielsweise einige israelische nicht mehr als »palästinensische« Städte dargestellt und von allzu offener Verherrlichung antisemitischer Gewalt abgesehen werden, verärgert die Agentur nun aber das »Bildungsministerium« der PA, das in dem Schritt eine einer israelischen Intrige geschuldete Verklärung »palästinensischer« Geschichte sieht.

Betont die UNRWA jetzt, sie wolle Vorstellungen und Werte vermitteln, die »mit den Prinzipien der UN vereinbar« seien, stellt sie ihrer bisherigen Tätigkeit ein denkbar schlechtes Zeugnis aus und bestätigt die gegen sie vorgebrachte Kritik. Darüber hinaus aber führt sie eindrucksvoll das Regime um »Präsident« Abu Mazen vor, das sich mit seinem »Protest« als Gefahr für den Frieden entlarvt.

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