Stromkrieg

Die PA in Ramallah hat angekündigt, nicht mehr für die Versorgung Gazas mit elektrischer Energie aus Israel aufkommen zu wollen. Wie verschiedene Medien berichten, hat das von »Präsident« Abu Mazen geführte Regime COGAT, das für zivile Angelegenheiten in den C-Gebieten zuständige Büro der IDF, über die Einstellung seiner Zahlungen für Energielieferungen nach Gaza informiert.

Das von der Hamas beherrschte Gebiet wird hauptsächlich durch Israel sowie Ägypten mit Energie versorgt und zu einem kleinen Teil durch ein eigenes Kraftwerk, dessen zuverlässigen Betrieb die »Palästinenser« freilich unfähig sind zu organisieren. Die »Palästinenser« in Gaza leben mit langen Stromsperren und immer kürzer werdenden Zeiten, in denen sie mit Energie versorgt werden.

Derzeit sind dem Kraftwerk die von Katar und der Türkei seit Januar aushilfsweise bereitgestellten Vorräte ausgegangen und die Verbindungen zum ägyptischen Netz defekter Leitungen wegen unterbrochen. Sollte Ramallah seine Ankündigung umsetzen, dürften israelische Stromlieferungen zurückgefahren oder ganz eingestellt, die Lage der Zivilbevölkerung noch unerträglicher werden.

Während die Hamas bereits damit, daß sie Gaza zur Basis ihres Terrors gegen Israel ausbaute, ihre Verachtung der »eigenen« Bevölkerung demonstrierte, schließt sich im inner-»palästinensischen« Machtkampf nun Abu Mazens Regime an. Mit der Provokation noch umfassenderer Stromausfälle will es die Hamas unter Druck setzen, die angekündigt hat, sich nicht erpressen lassen zu wollen.

Und wie nicht zuletzt mehrere gegen Israel vom Zaun gebrochene Kriege gezeigt haben, sind die Islamisten auch skrupellos genug, Menschen und Infrastruktur zu opfern. Sollte Ramallah erwarten, so wieder Souveränität über Gaza erringen zu können, dürfte es nicht nur irren, sondern die Hamas stärken und die Spaltung der »Palästinenser« vertiefen. Es ist so verantwortungslos wie die Hamas.

Diese jüngste Zuspitzung der »Energiekrise« offenbart, daß weder die PLO um »Präsident« Abu Mazen gewillt und kompetent ist, »palästinensische« Interessen zu achten, noch die Hamas. Auf dem Rücken der Zivilbevölkerung tragen beide einen Streit um Macht und Ressourcen aus, den wohl niemand wird gewinnen können. Sie alle gehören entmachtet und auf ewig verjagt.

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  1. Besonders irrsinnig ist die Tatsache, dass ein Bandenführer und berufsmäßger Hetzer wie Abbas für pragmatische Entscheidergruppen im israelischen Staates gezwungenermaßen immer noch als ein Ansprechpartner gilt. Und dies nur, weil es schlichtweg niemand gibt, der erkennbar seriöser ist. Das sagt alles über die Vertretung der Pal-Araber und auch einiges über ihre dicken Freunde, wie unseren Außenminister Sigmar Gabriel.

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