Verantwortungslos

Noch vor wenigen Jahren wäre undenkbar gewesen, was seither als »Energiekrise« die Bevölkerung Gazas belastet. Damals kam die EU für die Versorgung Gazas mit elektrischer Energie auf: Die PA in Ramallah bestellte Strom sowie Treibstoff für das Kraftwerk in Gaza in Israel – und Brüssel zahlte nach Prüfung der Ausgaben, indem es die Rechnungen direkt bei den Lieferanten beglich.

Prinzipiell hat sich daran bis heute nichts geändert: Brüssel zahlt noch immer. Nur überweist es das Geld nun nicht mehr direkt nach Israel, sondern an das Regime in Ramallah. Und seither plagt die »Energiekrise« die Menschen in Gaza. Teile der EU-Gelder dürften auf den Konten Abu Mazens und seiner Komplizen »verschwinden«, weitere Teile »palästinensischen« Terrorismus belohnen.

Und mit dem, was noch bleibt, geht Ramallah Energie einkaufen – oder auch nicht. Seit Europa nur noch zahlt, bestimmt die Stimmungslage in Ramallah darüber, wie lang die Stromausfälle in Gaza dauern. Derzeit sollen die Bewohner Gazas nach dem Willen ihres »Präsidenten« Abu Mazen etwa 3 Stunden pro Tag mit Energie versorgt werden. Die PA streitet mit der Hamas um Macht und Geld.

Die Hamas wiederum, sie putschte sich 2007 in Gaza an die Macht, versucht am Strombedarf ihrer Untertanen mitzuverdienen. Zwar kassiert sie für elektrischen Strom, behält die Einnahmen aber und finanziert mit ihnen ihre terroristische Infrastruktur. Daß den Islamisten die Bedürfnisse ihrer Untertanen gleichgültig sind, haben sie in mehreren Kriegen bereits hinreichend deutlich gemacht.

Leider hat sich jetzt Israel in den Zwist zwischen Ramallah und Gaza hineinziehen lassen. Auf Wunsch der PA will Jerusalem Stromlieferungen kürzen, obwohl kaum zu übersehen ist, dahinter eben gerade keine Strategie der Fatah steckt, die Hamas zu entmachten und loszuwerden – die »Löhne« für terroristische »Verdienste« werden auch an Hamas-Mitglieder weiterhin ausgezahlt.

Und wie kaum anders zu erwarten darf die Regierung in Jerusalem sich für ihre Entscheidung jetzt zum Sündenbock machen lassen. Die PA in Ramallah denkt nämlich gar nicht daran, Verantwortung zu übernehmen: Sie erklärt, die »Besatzung« sei für die »Energiekrise« in Gaza verantwortlich und scheint damit auf Zustimmung zu stoßen. Und auch die Hamas scheint nicht allzu unzufrieden.

Richtet sich der Ärger auf den jüdischen Staat, ist das ganz in ihrem Sinn, kann sie sich doch als ganz besonders standhaft im Kampf mit dem »Erzfeind« präsentieren. Und vielleicht wird sie die Situation nutzen, eine weitere bewaffnete Auseinandersetzung vom Zaun zu brechen. Und so zeigt sich einmal mehr, daß es unverantwortlich ist, »Palästinenser« Fatah und Hamas auszuliefern.

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