Nicht ohne uns

Am Wochenende wird mit Hassan Rohani der in einer Wahlfarce im Amt bestätigte Präsident der Islamischen Republik Iran vereidigt. Das aktuelle Gesicht der Theokratie, das stets lächelt, läßt leider allzu viele Diplomaten vergessen, wofür es steht, darunter- natürlich – auch deutsche. Das Mullah-Regime verteidigt als Kriegspartei in Syrien einen Tyrannen, der mit Giftgas mordet.

Im Jemen stützt Teheran islamistische Gangs, die das Land in Schutt und Asche legten, Hisbollah und Hamas wissen es hinter sich, helfen sie ihren Gönnern doch, immer näher an Israels Grenzen vorzurücken, dessen Zerstörung ihr immer wieder bekräftigtes Ziel ist. Unter Verletzung von UN-Resolutionen duchgeführte Raketentests belegen die Aggressivität der Mullahs wieder und wieder.

Und auch nach innen steht Hassan Rohani für Unfreiheit und Repression, grausame Folter und Hinrichtungszahlen in Rekordhöhe. Lächelt er, grinst das Böse: Wo es ist, können Deutsche nicht fehlen: »Der Staatsminister im Auswärtigen Amt Michael Roth wird die Bundesregierung bei der Amtseinführung des wiedergewählten Präsidenten Ruhani vertreten und politische Gespräche führen.«

2 Comments

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  1. Ich habe immer mehr den Eindruck, die deutsche Politik verkauft für Geschäfte und (erhoffte) Ruhe ihr Gewissen (falls sie es je besaß), ihre Glaubwürdigkeit (hier auch: falls…),
    ihren Rückgrat (falls..) und all das, was naive und wohlwollende Menschen von ihr dachten, glaubten. Wie es sich langsam heraustellte ohne jeden realen Grund. Traurig
    lg
    caruso

  2. Liebe Caruso,
    verkaufen tun europäische Politiker in Teheran nicht ihre Glaubwürdigkeit und ihr Gewissen, von dem ohnehin schon lange nichts mehr zu erkennen ist, sondern sie verkaufen etwas viel wertvolleres: uns. Unsere Freiheit und unser Leben. Ob die von Dir erwähnten „naiven und wohlwollenden Menschen“ das irgendwann merken?

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