Partners in Justice: Hamas & Rotes Kreuz

Im “Gefängnis” Gaza gibt es, so meinen “Menschenrechtsaktivisten” zu wissen, trotz einer einseitigen Lockerung der “Blockade” durch Israel kein Baumaterial. Die Hamas, die “Regierung” Gazas, ließ davon sich nicht beeindrucken und baute auch ohne das dazu notwendige Material – ein neues Gefängnis.

Das neue Gefängnis im “Gefängnis” ist kein kleines – es soll Platz bieten für 500 Insassen. In dem neuen Bau, der unter Aufsicht von Abgesandten des Roten Kreuzes errichtet wurde – der Einsatz für Gilad Shalit gehörte offenbar nicht zu deren Aufgaben -, soll es, so der “Innenminister” der Hamas, keine Folter geben.

Wer demnächst in dieses neue Gefängnis einziehen soll, das dann wohl nicht mehr vom Roten Kreuz betreut werden wird, erklärte Fathi Hammad bei dessen Eröffnung ganz freimütig: “Kollaborateure”, das sind “Palästinenser”, die einer Zusammenarbeit, darunter fällt etwa der Verkauf von Blumen an Juden, mit Israel verdächtigt werden.

Vier Tage, so der Hamas-”Minister”, hätten diese “Kollaborateure” zwar noch Zeit, sich zu stellen, ohne eine Strafe befürchten zu müssen, danach jedoch werde die Hamas “rücksichtslos” Jagd auf sie machen. Der Vorwurf der “Kollaboration” ist in Gaza regelmäßig gleichbedeutend mit einem Todesurteil.

“Menschenrechtsaktivisten” äußerten bisher sich nicht zur neuesten Errungenschaft der Hamas, die über deren Prioritäten Auskunft gibt. Nicht um das Wohl der “Palästinenser” sorgt die islamische Bande sich, sondern an erster Stelle um den Ausbau ihres Repressionsapparats – und das sogar mit dem Segen des Roten Kreuzes.

Das nennt man dann wohl Neutralität.

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