Wünsche und Zeichen

Am 9. März des vergangenen Jahres hatte Catherine Ashton, “Außenministerin” der EU, im Europäischen Parlament einen Auftritt, in dessen Verlauf sie ihre Zuhörerinnen und Zuhörer daran erinnerte, was ihr ernsthafte Sorgen bereite:

“Der EU-Standpunkt zu den Siedlungen ist eindeutig: Die Siedlungen sind illegal, sie stellen für den Frieden ein Hindernis dar, und sie drohen, eine Zweistaatenlösung unmöglich zu machen.”

Zwei Tage später, in der Nacht vom 11. auf den 12. März, entdeckten Nachbarn im Haus der Familie Fogel in Itamar die Leichen von Hadas, Elad, Yoav, Ruth und Udi Fogel. “Palästinensische” Terroristen hatten die “Friedenshindernisse” beseiti drei Kinder im Alter von 3 Monaten bis 11 Jahren und deren Eltern im Schlaf ermordet.

Catherine Ashton hat sich – privat oder für die EU – bis heute nicht zum Massaker von Itamar geäußert, das in den Tagen darauf “Palästinenser” in Gaza in den von der PA “regierten” Gebieten als “Heldentat” feierten.

Als deutsches Staatsoberhaupt befaßte nun auch Joachim Gauck sich in Jerusalem mit “Friedenshindernissen”:

“[D]ie derzeitige palästinensische Führung will [..] nach meiner Überzeugung den Frieden. Sie muss diesen Kurs aber radikalen Kräften gegenüber behaupten. Deshalb wünscht mein Land, wünscht die EU sich, und wünsche auch ich mir, dass Israel in der Siedlungspolitik ein Zeichen setzt.”

Angesichts der Tatsache, daß die derzeitige palästinensische Führung noch am 12. Mai in ihrem “Staats”-TV die israelischen Städte Haifa, Rosh Hanikra und Beit Shean als “palästinensische” besingen ließ, muß man sich wohl fragen, wo Israel Joachim Gaucks Wunsch nach einem “Zeichen” erfüllen könnte.

9 Comments

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  1. Der Mann hat anscheinend keine wirklichen Kenntnisse der Lage. Fragt sich: Wieso? Liefern seine Leute ihm unvollständige Daten? Lässt er von sich aus bestimmte Sachverhalte einfach weg? Wie auch immer, der aktuelle Bundespräsident scheint nicht besser informiert zu sein als sein Vorgänger, ob nun willentlich oder nicht willentlich.

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