Mitverantwortung: Die (Ex-)Sponsoren und PYALARA

Die 1999 gegründete Palestinian Youth Association for Leadership And Rights Activation (PYALARA) ist seit einiger Zeit zweisprachig wenig auskunftsfreudig, geht es um die Frage, wer das Wirken der Jugendorganisation finanziert.

Die nicht mehr genannten Sponsoren hätten freilich auch allen Grund, auf Diskretion zu bestehen, denn das, was sie finanzieren, hat immer weniger mit dem zu tun, was sie möglicherweise einst bestellten.

PYALARA ist unter anderem verantwortlich für eine Zeitung und Fernsehprogramme, die sich an “palästinensische” Jugendliche richten und die nicht selten wenig friedlich wirken, sondern Haß auf Juden zum Inhalt haben.

Zehn Jahre lang, von der Gründung bis Januar 2010, nahm etwa UNICEF an, eine Organisation zu unterstützen, die Jugendlichen hilft, “feelings of despair due to the stress and violence they are exposed to in their daily lives” zu bekämpfen.

Ein Ergebnis dieses günstigenfalls Irrglaubens war ein nach dem Ende der Zusammenarbeit entstandenes Plakat, das im März 2010 eine kaum beruhigende Botschaft transportierte:

“Auf der den Davistern zerstörenden Axt steht das Wort ‘boykottiert!’ (also im Imperativ). Jugendliche sind eingeladen die PA-TV-Sendung anzusehen, die einen Boykott Israels fordert. In der Sendung gibt der Moderator zu, dass er sich bewusst ist, dass ein Boykott illegal ist, man sich aber entschlossen hat das zu ignoieren.”

Auf Nachfrage richtete UNICEF Deutschland aus, “weder das Poster noch die [damit beworbene] Fernsehsendung geben den Standpunkt oder die Meinung von UNICEF wieder”, seit Januar 2010 habe UNICEF nichts mehr mit PYALARA zu tun.

Wie UNICEF und PYALARA zuvor gemeinsam gegen “palästinensische” “Verzweiflung” ankämpften, beschrieb bereits 2007 Dave Kopel für die Wochenzeitschrift National Review:

“PYALARA’s products follow the typical line of terrorist propaganda, in which nothing is the fault of the Palestinians, everything is the fault of the Jews, and there is never any effort to consider the merits of Israel’s position on anything.”

Es ist also vermutlich eher einem Zufall geschuldet, daß UNICEF im März 2010 “unschuldig” fabulieren konnte:

“Werte wie Respekt und Gewaltlosigkeit waren Voraussetzungen für die Partnerschaft. Im Licht der aktuellen Entwicklungen wird UNICEF eine künftige Zusammenarbeit sorgfältig prüfen.”

Zwei Jahre später finden sich auf der Website von UNICEF verschiedene Beiträge über die Kooperation mit PYALARA, die zwar nicht auf eine erneu(er)te Zusammenarbeit hindeuten, aber auch keine Kritik an PYALARA erkennen lassen.

Eine Kritik, die beispielsweise der Europäischen Union eine Warnung hätte sein können. Die neueste Friedensnobelpreisträgerin nämlich machte da weiter, wo UNICEF als Geldgeberin ausfiel. Und sie, die EU, feiert sich bis heute dafür.

“Als wir uns dafür entschieden [PYALARA zu unterstützen]”, erläuterte ein Vertreterin der EU im März, “dachten wir an ein kleines Projekt mit begrenzter Wirkung. Heute sehen wir, daß unsere Erwartungen übertroffen wurden.” In der Tat:

“A PA TV program for youth, Speak Up, glorified the 91 terrorists saying they were:

‘More honored than all of us… They are the greatest role models for us.’

The TV program is co-produced by PA TV and PYALARA, an NGO for youth funded by the EU, Save the Children and other international donors.”

So wechseln, wenn überhaupt, die Sponsoren, nicht jedoch die Botschaft von PYALARA. Und indem (wahrscheinlich) ehemalige Unterstützer wie UNICEF ihre Erkenntnisse allenfalls auf Nachfrage preisgeben, tragen sie dazu bei, daß nichts sich ändere.

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