Europäische Werte: EU plant Einreiseverbote für “gefährliche Juden”

Während sie es mit Ausnahme Großbritanniens und der Niederlande weder auf nationaler noch europäischer Ebene schaffen, die Hisbollah als terroristische Organisation einzustufen, wie das bereits vor 7 Jahren das Europäische Parlament forderte, herrscht unter Europas Außenpolitikern große Einigkeit darüber, daß der Kontinent vor einer anderen großen Gefahr bewahrt werden muß: Juden.

EUropa, das als Reiseziel für Juden, denen etwas an ihrer Gesundheit und ihrem Leben liegt, immer weniger attraktiv wird, arbeitet fieberhaft daran, eine Liste zusammenzustellen, auf der “als gewalttätig bekannte israelische Siedler” aufgeführt sind, denen Reisen nach Europa verwehrt werden sollen. Das Vorhaben, so Haaretz sei zwar noch nicht endgültig beschlossen, es erfreue sich aber großer Unterstützung.

Die geplante schwarze Liste geht zurück auf Berichte der Vertretungen der EU in Ost-Jerusalem und Ramallah, die im Februar über eine angeblich zunehmende Zahl von Übergriffen israelischer “Siedler” auf “Palästinenser” geklagt hatten. Danach seien 2011 411 Übergriffe mit 3 getöteten “palästinensischen” Opfern gezählt worden. “Palästinenser” waren freilich erfolgreicher:

“During the same period, eight settlers were killed (in three different incidents, including the murder of a family of five in Itamar) [..].”

Zwei Tage nach einer Rede Catherine Ashtons, der “Außenministerin” der EU, im Europäischen Parlament, in der sie gegen “Siedler” als “Friedenshindernisse” gehetzt hatte, waren zwei “Palästinenser” in Itamar über die 3 Monate bis 11 Jahre “alten” schlafenden Kinder “Siedler” Hadas, Elad und Yoav sowie deren Eltern Ruth und Udi Fogel hergefallen und hatten sie bestialisch ermordet.

Das Massaker wurde von der Fatah als “Heldentat” und in Gaza von begeisterten “Palästinensern” gefeiert, die Passanten, die sich das gefallen ließen, mit Süßigkeiten beschenkten. Von ähnlichen Feierlichkeiten unter “Siedlern” wurde nichts bekannt. Dennoch will die Europäische Union, die drei Monate junge Kinder “Siedler” nennt, für “Palästinenser” kein Einreiseverbot verhängen.

Yigal Palmor, Sprecher des israelischen Außenministeriums, weist unterdessen darauf hin, daß die EU Probleme damit haben könnte, “gewaltbereite Siedler” überhaupt zu benennen. Seien diese nämlich bekannt, würden sie schon durch israelische Gerichte bestraft, so daß das die EU gar nicht übernehmen müsse. Und unbekannte Gewalttäter könne man schwerlich in Listen erfassen.

Eingebettet in eine Reihe weiterer anti-israelischer Maßnahmen – so übernimmt im Januar Irland die EU-Ratspräsidentschaft, dessen Außenminister Eamon Gilmore einen nach eigenen Worten völkerrechtlich nicht begründbarer Boykott jüdischer Waren durchsetzen will – macht auch dieser Plan deutlich, daß die Europäische Union sich nicht zu fein ist, Israel und Juden zu dämonisieren und mit anderen Maßstäben zu messen als etwa “Palästinenser”.

Hinter der verschwommenen Begrifflichkeit “als gewalttätig bekannter israelische Siedler” versteckt sich nichts als ordinärer Antisemitismus, der mit “palästinensischen” Terroristen, die jüdische Kinder abschlachten, nicht das geringste Problem hat und in der islamistischen Hisbollah trotz zahlloser Belege keine terroristische Bande erkennen will. Eine wahrlich feine Wertegemeinschaft.

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5 Comments

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  1. Immer, wenn man glaubt, daß es kranker nicht gehen könne, wird man eines Besseren belehrt.
    Allerdings konnte man von einer “EU-Außenministerin” auch nichts anderes erwarten.
    In der Tat: ordinärer Antisemitismus – oder auf deutsch: Judenhaß.

  2. Gefährliche Juden? I wo, die gibt’s woanders!
    Siedler sind nicht vergleichbar mit palästinensischen Terroristen. Terroristen haben erkannt, dass Morden und Verletzen von Israelis und Juden ausser den Betroffenen Niemanden interessiert. Für Juden ist Morden nie eine Lebensaufgabe.
    Palästinenser fühlen sich jedoch auch durch das Wirken von jüdischen Gut- und Bessermenschen dazu ermuntert. Und zwar von Schweizerjuden aus dem Umfeld der propalästinensischen, politischen Organisation http://www.jvjp.ch. Die sektenartige, aussergewöhnlich erfolgreiche und professionell geführte Gruppe befürwortet nicht nur den notorisch verlogenen „Goldstone-Report“ – von dem sich inzwischen sogar Goldstone selbst distanzierte. Sie machen sich auch grosse Sorgen um gefangene Palästinenser-terroristen in Israel, während dem sie Gilad Shalit die kalte Schulter zeigten.
    Nicht genug damit, sie unterstützen sogar sehr aktiv das üble BDS-Movement und haben sich nicht entblödet, der Migros Schweiz ihre Zustimmung zum Boykott israelischer Waren zu entlocken. Namens einer Handvoll von Schweizerjuden! Sie schaden damit Israel, aber auch den Juden weltweit auf jede erdenkliche Art und Weise. Die finanziellen Schäden bewegen sich in dreistelligen $-Millionenbeträgen, jüdische und israelische Studenten und Professoren, Künstler, auch in der Schweiz werden boykottiert, in den USA gab es Verletzte und in Frankreich Tote, darunter Kinder.
    Dies sind die tatsächlich gefährlichen Juden. Man sieht es ihnen nicht an, sie sind in Sozialberufen tätig, freundlich, sie können ihre Gesichter in empathische Falten legen. Sie nehmen an jüdisch-religiösen Anlässen teil, instrumentalisieren die Religion und möglicherweise Überlebende vom Holocaust. Ihre Pferdefüsse sind nicht zu erkennen.

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