“Ethnic Cleansing”: Saeb Erekat wittert ein “Kriegsverbrechen”

Rechtzeitig zum Jahresende meldet sich Saeb Erekat noch einmal zu Wort. Der Erfinder des “Massakers von Jenin”, der mancherorts noch immer als “chief Palestinian negotiator” vorgestellt wird, obgleich er diesen Posten doch bereits im Februar 2011 aufgab, fordert neue Briefköpfe für seinen “Präsidenten” und dessen “Regierung”.

“Chief Palestinian negotiator Saeb Erekat recommended Sunday that the Palestinian Authority add the label ‘State of Palestine’ to all of its official documents and signs.”

In einer Zeit, in der die “Regierung” in Ramallah über bittere finanzielle Engpässe klagt und der “Präsident” der PA sein Amt – mal wieder – einem gewissen Benjamin Netanjahu überlassen will, unterstreicht eine solche Forderung den besonderen Weitblick des “Palästinensers”.

Bestens informiert und qualifiziert zeigt Saeb Erekat sich auch in einer anderen Angelegenheit:

“An Israeli court has ordered the Shamasneh family to leave their Sheikh Jarrah home by Dec. 31. The family lost an appeal against the ruling earlier this month.”

Und das ist für die Betroffenen gewiß keine schöne Situation. Gleichwohl haben die israelischen Gerichte mit ihren Urteilen Unrecht rückgängig gemacht, wie selbst die “palästinensischen” Maan News andeuten: “Homes owned by Jews before the 1948 war to establish Israel were reverted to their original owners”. Natürlich wurde 1948 kein Krieg geführt, um Israel zu gründen, sondern einer mit der Absicht, es und alle Juden zu vernichten.

Und daß Menschen, die im Zuge dieses Krieges vertrieben und um ihren Besitz gebracht wurden, diesen (erst) jetzt, 45 Jahre nach der Wiedervereinigung Jerusalems, zurückerhalten, ist kein Verbrechen, sondern nur gerecht. Saeb Erekat allerdings sieht das anders. Für ihn ist die Wiederherstellung regulärer Besitzverhältnisse “nichts anderes als ein Kriegsverbrechen”, das die “internationale Gemeinschaft zur Kenntnis nehmen” müsse:

“The family – made up of 10 members including two elderly and three children, are victims of the cruel behavior of the Israeli occupation aimed at ethnically cleansing the city of its Palestinian inhabitants.”

Die in der Tat ethnische Säuberung Ost-Jerusalems sowie in Judäa und Samaria während der Besatzung durch Jordanien stellt nach Ansicht Saeb Erekats, da die Täter Araber waren, kein Verbrechen dar; ihre Rückgängigmachung, um die die Opfer auch noch vor Gericht kämpfen mußten, hingegen schon, weil “Palästinenser” die “Opfer” sind. Der “chief Palestinian negotiator” plädiert also für die Fortdauer blutigen Unrechts.

“Zum ersten Mal seit 1000 Jahren verbleibt kein einziger Jude im jüdischen Viertel. Kein einziges Gebäude verbleibt intakt.”

Und die PA, Verzeihung: “Palästina”, plant, dieses Unrecht noch zu vergößern. Denn wie sollte man Äußerungen des “Palästinenserpräsidenten”, “I will never allow a single Israeli to live among us on Palestinian land”, einerseits und offizielle Karten andererseits, auf denen Tel Aviv, Haifa, Eilat oder Beer Sheva zu diesem “Palästina” gehören, anders verstehen als ein Bekenntnis zum Genozid an Juden?

“In its weekly crossword puzzle, the Palestinian Authority official daily presented the southern Israeli city of Be’er Sheva as a ‘Palestinian city’.”

Vor vier Jahrzehnten, 1972, lebten in der israelischen Hauptstadt Jerusalem 313.800 Menschen, darunter 83.500 Araber, was einem Anteil von 26,6% an der Gesamtbevölkerung entspricht: Elf Jahre später, 1983, lag er bei 28,55% und wuchs seither stetig weiter:

“2002 lag der arabische Bevölkerungsanteil an der Einwohnerschaft Jerusalems bei 32,6%, 2003 32,9%, 2004 33,56%, 2005 34%, 2006 34,4%, 2007 34,8%, 2008 35,27% und 2009 bei 35,69%.

2015 wird Jerusalem nach Schätzungen 884.000 Einwohner haben, darunter 334.500 Araber (37,8%); 2020 sollen 958.900 Menschen in der israelischen Hauptstadt leben, 371.700 Araber werden dann einen Anteil von 38,76% an der Bevölkerung bilden.”

Von einem Bevölkerungsanteil von 26,6% 1972 auf einen Anteil von voraussichtlich 38,76% 2020 – wenn das “cruel behavior” ist, eine gegen Araber gerichtete “Politik ethnischer Säuberungen”, dann macht Israel etwas wirklich sehr falsch. Wie es hingegen aussieht, wie es sich anfühlt, “befreien” Araber “Palästina”, davon zeugen die Jahre 1948 bis 1967 – und jene gerichtliche Anordnung, die Saeb Erekat ein “Kriegsverbrechen” schimpft.

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  1. “Und daß Menschen, die im Zuge dieses Krieges vertrieben und um ihren Besitz gebracht wurden, diesen (erst) jetzt, 45 Jahre nach der Wiedervereinigung Jerusalems, zurückerhalten, ist kein Verbrechen, sondern nur gerecht.”

    hm, gilt das jetzt auch für die palästinenser? stichwort absentee property law?

  2. Araber, die ihren Besitz freiwillig aufgaben, weil sie die zur Vernichtung Israels angetretenen arabischen Armeen unterstützen wollten, haben ihre eventuellen Ansprüche wohl nicht nur moralisch verwirkt. Andere Ansprüche könnten entschädigt werden, die Höhe der Entschädigung Gegenstand von Friedensgesprächen sein. An denen hat “Palästina” kein Interesse.

  3. prinzipiell haben sie recht.

    aber ist das nicht ein double standard? die araber könnten entschädigt werden – nach einem friedensvertrag. für ehemalige jüdische eigentümer dagegen ist es “nur gerecht”, wenn sie schon vor einem vertrag ihr eigentum zurückkriegen.

  4. “aber ist das nicht ein double standard?”

    Eher nicht. Denn die Möglichkeit von Gesprächen zur Lösung (auch) dieses Problems besteht ja. Dafür, daß sie von denen, die sich als “Repräsentanten” der “Palästinenser” ausgeben, nicht genutzt wird, sind diese selbst verantwortlich.

    Viele Probleme gäbe es auch nicht, hätten die arabischen Staaten auf die Gründung Israels nicht mit Waffengewalt geantwortet. Sie überfielen den neu gegründeten Staat, also wären möglicherweise auch sie für die Folgen ihrer Niederlage haftbar.

    Enteignungen, für die es eine gesetzliche Grundlage gibt, sind zudem vielleicht auch etwas anders zu bewerten als solche, die im Rahmen eines als Vernichtungskrieg geführten Angriffs erfolgten.

    “die araber könnten entschädigt werden – nach einem friedensvertrag. für ehemalige jüdische eigentümer dagegen ist es ‘nur gerecht’, wenn sie schon vor einem vertrag ihr eigentum zurückkriegen.”

    Wie gesagt, es gab einige Gelegenheiten, über Besitzstreitigkeiten zu sprechen und entweder Rückgaben oder Entschädigungen zu regeln, und es gibt diese Möglichkeit noch immer.

    Yassir Arafat brach 2000 einen Terrorkrieg gegen Israel von Zaun, weil ihm die Ergebnisse der Gespräche in Camp David, an denen er teilnahm, nicht paßten, sein Nachfolger Abu Mazen verweigert sich Verhandlungen gleich ganz.

    Weshalb sollten Bürger Israels unter dieser Verweigerungshaltung der “palästinensischen Führung” leiden?

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