Hamas-Propagandistin

Ausländische – und wohl mehr noch: einheimische – Journalisten unterliegen bei ihrer Arbeit in Gaza massiven Restriktionen durch die Hamas und deren Verbündete. Es nimmt daher nicht wunder, sieht die Berichterstattung aus dem von islamistischen Gangstern “regierten” Gebiet aus, wie sie aussieht. Wer auch morgen noch “berichten” dürfen will, muß sich dem sich verschärfenden Druck beugen.

“We have received strict orders that if we record that Hamas fires rockets or that they shoot, we get serious problems and are expelled from Gaza.”

Daß die Hamas Ende Juli mehrere Dutzend Menschen abschlachtete, weil die für Frieden demonstriert hatten, sprach sich daher nicht bis zum Publikum der tagesschau herum, daß es in Gaza durchaus Widerstand gibt gegen die Hamas, wird man in “Qualitätsmedien” frühestens dann lesen oder hören, wenn solche Kunde für die eigenen Leute ungefährlich ist.

“Out of the wreckage, amid the fear and mourning for the many who fell, one can hear – for the first time – the anger of Gaza Strip residents against Hamas for leading Gaza to ruin.”

Damit freilich stellt sich die Frage, was der ganze Aufwand eigentlich dennoch soll. Ist eine ungehinderte Arbeit nicht mehr möglich, kann man die Berichterstattung doch gleich Al Aqsa TV überlassen, dem Sender der Hamas. Manch Journalist versucht immerhin kurz vor oder nach der Abreise aus Gaza noch zu melden, was die Islamisten nicht verbreitet wissen wollen.

So gelang es einem indischen Fernseh-Team, Hamas-Terroristen dabei zu filmen, wie sie inmitten von Wohn- und Hotelbauten einen Raketenstart vorbereiteten und durchführten, eine finnische Journalisitin bestätigte live, daß selbst das Shifa-Krankenhaus für Angriffe auf Israel mißbraucht wurde. Nicht abreisen können oder wollen “Palästinenser”, deren Mut darob Anerkennung verdient:

“[A] Palestinian journalist wrote in France’s Liberation newspaper that he had been interrogated by Hamas and threatened with expulsion from the Strip. A colleague had even denied him shelter for the night, explaining, ‘You don’t mess with these people’ – Hamas, that is – ‘during war.’ Two days later, the story was pulled at the journalist’s request.”

Umso peinlicher ist gerade auch vor diesem Hintergrund, was die deutsche Staatsjournalistin Bettina Marx immer wieder abliefern und senden darf. Sie hat kein Problem mit der Hamas, weil sie längst deren Komplizin ist, blind für deren offenkundige Kriegs- und sonstige Verbrechen, dafür aber voller Haß auf Israel. Bettina Marx verschweigt, verfälscht und lügt ganz freiwillig; sie sät Haß.

Gut möglich, daß Bettina Marx Mitleid empfindet mit den “Palästinensern”, von deren Schicksal sie am Mittwoch zwanzig Minuten lang in ihrer “Ortsbegehung” aus Gaza, nun, “berichtete”. Daß in ihrem ganzen Beitrag die Hamas nicht einmal erwähnt wird, nicht einmal deren Gewaltherrschaft über “Palästinenser”, schon gar nicht deren Terror gegen israelische Zivilisten, ist bezeichnend.

Natürlich finden vom Shifa-”Krankenhaus” aus abgefeuerte Raketen so wenig Erwähnung wie in UNRWA-Schulen gelagerte. Dafür aber weiß Bettina Marx von “mehreren Angriffen auf UN-Schulen”, und zwar “gezielten”, wie sie sich von einem “Aktivisten” bestätigen läßt, dessen “NGO” eng mit der Hamas zusammenarbeitet. Doch das wird man – selbstverständlich – nicht von Bettina Marx erfahren.

Nicht einen Nebensatz hat die deutsche Hamas-Propagandistin übrig für die israelische Darstellung der angeblich “gezielten” Angriffe auf Schulen, sie zitiert nicht einmal die Vereinten Nationen, die ihre Behauptung allerdings ebenfalls nicht bestätigen, sie verschweigt, wie deren angebliche Opfer inszeniert wurden. Nein, Bettina Marx darf zwanzig Minuten lang Israel als mordlüsternen Aggressor darstellen.

Es gibt Journalisten, die haben keine andere Wahl, als sich für die Dauer ihres Aufenthalts in Gaza dem erpresserischen Druck der Hamas zu unterwerfen. Wenn sie das thematisieren und wenigstens nachträglich versuchen, ein realistischeres Bild zu zeichnen, ist das zumindest beachtenswert. Daß Bettina Marx sich anmaßt, eine Journalistin wie sie sein zu wollen, ist eine fortgesetzte Frechheit.

Botschafterträume

Es gibt doch noch erfreuliche Nachrichten. Klagten Repräsentantinnen und Repräsentanten des Regimes in Ramallah bisher, der israelische Kampf gegen Hamas und Islamic Jihad sei ein “Krieg gegen 11 Millionen [sic!] Palästinenser” und als solcher nichts geringeres als ein “Genozid”, müssen tatsächlich andere bangen:

“‘Die Vernichtung Israels hat soeben begonnen’, erklärte Salah al-Zawawi, der Botschafter Palästinas in Teheran, ‘die junge Generation im Iran wird unseren Sieg über Israel erleben’.”

Manchmal ist man geneigt, das Regime in Ramallah als ein geringeres Übel als die Hamas anzusehen, und bereit, mit ihm zu planen. So sollen israelische Unterhändler in Kairo im Bemühen um eine Verlängerung der aktuellen Waffenruhe eine Verwaltung der Grenze in Rafah durch Ägypten und die PA vorgeschlagen haben.

Doch dann kommen Vertreter jener PA daher und bestätigen, welchem Ziel auch sie sich verpflichtet fühlen. Überraschend ist das freilich nicht. Weigert sich Khouloud Daibes, in Deutschland tätige “Botschafterin Palästinas”, sich von der Hamas zu distanzieren, kann ihr Kollege in Teheran sich auch zu deren Programm bekennen.

Überraschend wäre es doch, verhielte Salah al-Zawawi sich anders. Erklärt “Palästinenserpräsident” Abu Mazen, “die Hamas ist Teil unseres Volkes”, dann meint er das natürlich als Bekenntnis zur Hamas. Empfängt und umarmt er aus der Haft in Israel freigepreßte Hamas-Terroristen, ist das keine Geste der Distanzierung.

Und so erinnert Salah al-Zawawi doch nur daran, daß es gefährlich ist, Abu Mazen mit Vertrauen zu begegnen. Die PA mag ein Gesprächspartner sein. Das ist sie jedoch nur, weil es Abkommen gibt, nach denen die PLO die “Palästinenser” repräsentiert, nicht weil sie wirklich durch jene oder ihr bisheriges Handeln legitimiert wäre.

Ist die Hamas das dringendere Problem, ändert das nichts daran, daß es auch mit der PLO unter Abu Mazen keinen Frieden für Israel geben kann. Wer “Botschafter” ins Ausland schickt, die von der Vernichtung Israels träumen, ist kein Partner, sondern ein Gegner. Bleibt zu hoffen, daß das den Unterhändlern in Kairo bewußt ist.

Schrecken ohne Ende

Vielleicht mündet die aktuelle Waffenruhe in Gaza in einen länger andauernden Waffenstillstand, vielleicht auch nicht. Die Hamas jedenfalls hat angekündigt, eine weitere Feuerpause werde es mit ihr nicht mehr geben. “This is the second and final truce”, erklärte Moussa Abu Marzouk, ein “Sprecher” der Islamisten. Brächte diese Waffenruhe ihr nichts, bliebe seiner Hamas nur noch der Kampf.

Bei den von Ägypten vermittelten Gesprächen in Kairo gibt sich die Hamas vergleichsweise bescheiden. Ihre Forderungen nach einem Ende israelischer und ägyptischer Grenzkontrollen – “Blockade” -, nach der Errichtung eines Airports und eines Hafens für Gaza klingen nur gemäßigt; tatsächlich sollen sie nur den allzu durchschaubaren Ruf nach einer Auslöschung Israels camouflieren.

Der Hamas ging es nie um eine Erleichterung oder Ermöglichung normalen Lebens in Gaza. Vier von ihr vom Zaun gebrochene Kriege seit 2006 – drei seit ihrer gewalttätigen Machtübernahme 2007 – sind nicht eben ein überzeugender Ausweis ziviler Kompetenzen, ihre Herrschaftspraxis in Zeiten relativer Ruhe Beleg ihrer Ablehnung jeglicher demokratischer Werte. Menschenrechte kennt die Hamas nicht.

Es wäre daher falsch, ihr auch nur zuzuhören. Baut eine gutgläubige Weltgemeinschaft den Islamisten ihren Flughafen (wieder auf), wird die daneben ein Ausbildungszentrum für Jihadisten installieren, so wie sie heute schon in unmittelbarer Nähe beispielsweise des SOS-Kinderdorfs bei Rafah Trainings-Camps unterhält oder neben – von Deutschland mitfinanzierter – anderer ziviler Infrastruktur:

“Zum Klärwerk Scheich Adschlin führen nur ungeteerte Feldwege. Es geht an Weinstöcken vorbei, ein Pick-up-Truck rast Richtung Strand, auf der Ladefläche schwer bewaffnete junge Männer in Uniform. Das Werk liegt neben einem Trainingsgelände des militanten Arms der Hamas, den Issedine-al-Kassam-Brigaden.”

Raketen in UNRWA-Schulen sind so wenig Ausnahmefälle wie ein angebliches “Recht auf Rückkehr” in deren Lehrplänen. Die Hamas hat sich Gaza in jeder Hinsicht untertan gemacht, “NGOs” und Vereinte Nationen eingeschlossen, an deren Komplizenschaft niemand mit Verstand noch zweifeln kann. Sie sind – jedenfalls in ihrem jetzigen Zustand – Teil des Problems, nicht von dessen Lösung.

Die “Palästinenser” haben eine friedliche Zukunft nicht weniger verdient als jeder beliebige Bürger Israels, Gesundheit und Wohlstand. Doch gerade deshalb ist es eine schlechte Nachricht, wenn aus Kairo “eine leichte Annäherung” gemeldet wird, “erste Verhandlungserfolge”. Alles, woren die Hamas und ihre Komplizen beteiligt sind, läuft auf die Wiederherstellung des status quo ante hinaus.

Schlager-Schmiede Gaza

In einem ihrer jüngsten Beiträge meint Inge Günther, sich um die Hamas sorgen zu müssen. Die islamistische Bande, die es während der Zeit ihrer Herrschaft über Gaza geschafft hat, drei Kriege mit Israel anzuzetteln, brauche, barmt die Journaillistin, “angesichts der enormen Zerstörung und der Verluste an Menschenleben einen vorzeigbaren Erfolg”, verliere sie ohne doch an Rückhalt in der Bevölkerung.

Denn nichts wäre bekanntlich schlimmer als eine “palästinensische” Bevölkerung, die – vielleicht gar an der Seite des fürchterbaren Israel – sich gegen die Hamas stellte, deren Anführer zum nächsterreichbaren Teufel jagte und mit dem (Wieder-)Aufbau eines Gemeinwesens begönne, von dem weder für Ägypten noch die jüdische Demokratie Gefahren ausgingen. Eine wahrlich erschröckliche Vorstellung.

Dabei ist der Hamas in diesem Krieg freilich durchaus schon ein “vorzeigbarer Erfolg” gelungen. Man kann ihn bei YouTube bewundern und demnächst gewiß auch als CD erwerben. Verspricht Khouloud Daibes, die “Botschafterin” ihres Volkes in Deutschland, “dass wir Palästinenser gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus oder Diskriminierung sind”, ist er allerdings auch eindrucksvoller Beleg des Gegenteils.

Erstmals Mitte Juli von der Hamas im eigenen YouTube-Kanal veröffentlicht, ist “Up, do terror attacks”, so der ins Englische übertragene Titel, nämlich ein in grauenhaftem Hebräisch vorgetragener Propaganda-Titel, ein Dokument voller Haß und voller Mordlust, eine Hymne auf Barbarei und Genozid – eine gut fünf Minuten dauernde Selbstdarstellung der Hamas, die zeigt, was sie antreibt, was sie will.

“Up, do terror attacks,
Rock them, inflict terrible blows,
Eliminate all the Zionists,
Shake the security of Israel! [..]

A country of weakness and delusion,
When it comes to war, they cannot hold out,
They blow away like spider’s webs,
When they meet the valiant!

Shake the security of Israel,
Set the heart of her on fire like spider’s webs,
Demolish her down to her foundations,
Exterminate the nest of cockroaches,
Expel all the Zionists!”

Doch trotz – oder wegen? – dieses Inhalts erfreut sich, womit die Hamas in Israel Schrecken stiften wollte, dort erstaunlicher Beliebtheit. Das ungewöhnliche Hebräisch des Hamas-Chors sorgte für Belustigung und brachte zahllose Rätselfreunde zusammen, die versuchten, den Sinn des mit starkem Akzent vorgetragenen Gesangs zu deuten, wie Yoram Hazony für das Tablet Mag beschreibt:

“When the song was first released, there was much of it that Israelis couldn’t understand. Partly, this is because the Gazans doing the singing can’t pronounce all the letters in the Hebrew alphabet. So a crucial word like piguim (the Hebrew word for ‘terror attacks’) comes out as biguim a – nonsense word that doesn’t mean anything at all in Hebrew.”

Andere Kreative ersetzten die Bilder der Hamas durch solche jenes Lebens, das die Islamisten auslöschen wollen, durch Zeichentrickgestalten, zahlreiche “Cover”-Versionen entstanden – die Hamas hat Israel einen Sommer-Hit [!] geschenkt, der Augen öffnet, der deutlich zeigt, worum es in der Auseinandersetzung mit den Islamisten geht, gegen sie verteidigt wird.

Bedurfte es noch eines Beweises, daß es mit der Hamas keinen Frieden geben kann, so hat sie ihn mit ihrem Propaganda-Clip selbst geliefert. Nur wer “Palästinenser” verachtet und darüber hinaus jegliches menschliche Leben, kann noch darauf hoffen, die Hamas möge ersterer Unterstützung nicht verlieren. Wer sie nach “Up, do terror attacks” als Teil “Palästinas” sieht, fällt dessen Todesurteil.

“The fact is that this song is about what they [Hamas] love the most – they really want to see everyone dying and lying bleeding in the street like in the video. Which also happens to be what we hate the most. When people sing the song, they are looking that culture straight in the eye. They see the difference between them and us, and they know what this war is about and what they’re fighting for.”

Und für diesen Erkenntnisgewinn kann man der Hamas gar nicht genug danken.

Julias Welt

Denkt sie an die Hamas, die Julia Amalia Heyer, gerät sie ins Schwärmen. Als hätte sie nie einen Blick in das Gründungsdokument des “palästinensischen” Arms der Ikhwan geworfen, kreiert die SPIEGEL-Autorin dann voller Zuneigung Sätze wie diesen:

“Die Hamas wollte den Alltag der Palästinenser lebenswerter machen.”

Und darob seien die Wohltäter “in höchste Not” geraten. “Ihre De-facto-Regierung im Gaza-Streifen kämpft ums politische Überleben”, analysierte Julia Amalia Heyer im März, “ein Krieg mit Israel ist in etwa das Letzte, was die geschwächten Islamisten im Augenblick gebrauchen können”.

Kein halbes Jahr später wird gemeldet, “experts in Gaza say the group clawed back some respect during the war”. “The conduct of Hamas fighters has impressed everyone”, zitiert AFP exemplarisch Adnan Abu Amer, Professor für Politikwissenschaft an der Al Ummah University in Gaza.

spiegelonline20140810(“Ein Krieg ist in etwa das Letzte, was die Islamisten gebrauchen können”: Islamistenkunde im SPIEGEL)

Und Julia Amalia Heyer, einmal mehr unterwegs in Gaza, wo “trotz der weißen Uno-Flagge [..] die Bomben fallen”, erzählt von “Militanten”, die “wieder Raketen ab[schießen], gefangen in der grausamen Logik derjenigen, die nichts mehr zu verlieren haben”, aber plötzlich doch viel zu gewinnen:

“Jede Konfrontation der letzten Jahre, jede neue Runde des gegenseitigen Tötens stärkt vor allem die radikalen Kräfte.”

In einer 1967 in New York veröffentlichten Broschüre mit dem Titel United Nations flag code and regulations heißt es übrigens, “the Flag of the United Nations shall be the official emblem of the United Nations, centred on a blue background.” Aber wen interessieren schon solche Details.

Was macht eigentlich … George Galloway?

“Filmed in front of the Palestinian flag, Mr Galloway said: ‘We have declared Bradford an Israel-free zone. We don’t want any Israeli goods. We don’t want any Israeli services.We don’t want any Israeli academics coming to the university or college.’ He added that Israeli tourists were not welcome. ‘We reject this illegal, barbarous, savage state that calls itself Israel.’”
(The Times of London, August 9, 2014, p. 15)

Neid

US-Präsident Barack Hussein Obama hat guten Grund, unzufrieden zu sein mit seinen Untertanen. Freuten im Januar 2009, er war gerade ins Weiße Haus eingezogen, 69 Prozent der Amerikaner sich auf ihren neuen Präsidenten, sind derzeit nur noch 42 Prozent von seiner Amtsführung überzeugt.

Mit der Performance ihres Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in den vergangenen vier Wochen sind 58 Prozent der wahlberechtigten Bürger Israels (sehr) zufrieden, ganze 38 Prozent sind es nicht. Unter jüdischen Wählern ist Benjamin Netanjahus Beliebtheit sogar noch höher:

“Israel firmly behind Netanyahu. Channel 2 poll: 82% are satisfied with Netanyahu’s performance during crisis [..].”

Und selbst im deutschen Fernsehen konnte man mit Carlo Strenger einen Kolumnisten der linken Tageszeitung Haaretz dabei erleben, wie er erklärt, zwar kein Anhänger des israelischen Ministerpräsidenten und seiner Regierung zu sein, aber dessen Gaza-Politik zu unterstützen.

Beschreiben Fragen wie “Why is the US on the sidelines as Cairo talks collapse?” den Zustand der amerikanischen Nahost-Diplomatie mittlerweile beschämend zutreffend, sieht Barack Hussein Obama gleichwohl keinen Grund zu Selbstkritik. Er greift lieber Benjamin Netanjahu und dessen Unterstützer an:

“Prime Minister Netanyahu’s ‘poll numbers are a lot higher than mine’ and ‘were greatly boosted by the war in Gaza,’ Obama said. ‘And so if he doesn’t feel some internal pressure, then it’s hard to see him being able to make some very difficult compromises, including taking on the settler movement.’”

Daß es im Krieg gegen die Hamas gar nicht um “Siedlungen” geht, sondern darum, islamistischen Terror zu schwächen oder ganz zu beenden, ist dem US-Präsidenten offenbar entfallen. Gegenüber der Hamas hat die Formel “Land für Frieden” versagt, Israel kann keine “Siedler” mehr aus Gaza evakuieren.

“For Hamas”, analysiert Dennis Ross, ein früherer Berater und Unterstützer des amtierenden PotUS, die Entwicklung seit 2005, “it was more important to continue ‘resistance’ than to allow Gazans to constructively test their new freedom – or to give Israelis a reason to think that withdrawal could work.”

Und damit, so Dennis Ross in der Washington Post weiter, sei es schwer, für eine Räumung von “Siedlungen” in den umstrittenen Gebieten zu argumentieren. “If they took advantage of the Israeli withdrawal to peacefully develop Gaza, [..] the Israelis would see that what was working in Gaza could also be applied to the West Bank”.

“Developing Gaza – fostering a future for its people and protecting them – was not Hamas’s goal.”

Mit der Bildung einer “Einheitsregierung” unter der Beteiligung der Hamas hat “Palästinenserpräsident” Abu Mazen die Islamisten in einer Situation gerettet, in der sie vor dem Kollaps standen. “The reconciliation deal relieved Hamas of the need to govern Gaza and meet its financial obligations there – without relieving it of its weapons.”

Und das habe in den gegenwärtigen Krieg geführt. Noch immer finanziell vor dem Offenbarungseid, doch von jeder Verantwortung entbunden, “Hamas did what it does best: use force to alter the political landscape”. Der US-Präsident ist ihr, scheint’s, dabei auf den Leim gegangen und hat damit jede Autorität verspielt.

Das Regime in Ramallah bricht nicht mit der Hamas, wo es unter amerikanischem Druck und mit Washingtons Unterstützung die Islamisten zum nächstbesten Teufel jagen könnte, es hält statt dessen am Bündnis mit den Islamisten fest, von deren Raketen und Tunneln mehr Gefahren ausgehen als von “Siedler”-Wohnungen.

Statt voller Neid über einen demokratisch legitimierten Benjamin Netanjahu herzufallen, sollte Barack Hussein Obama dessen Kampf gegen die Hamas unterstützen. “So long as Israel exists, Hamas will seek to fight it”, schreibt Dennis Ross und zeigt damit auf, wem die Sympathien eines Demokraten zu gelten hätten und wem eben nicht.

Back to Business

Mit erneuten Raketenangriffen auf Israel haben “palästinensische” Terroristen am Morgen deutlich gemacht, daß mit einer baldige Verbesserung der Lage in und um Gaza nicht zu rechnen ist. Gaben in einer repräsentativen Umfrage des IDC Herzliya zuvor 92 Prozent der 525 Befragten in Gaza an, sich einen dauerhaften Waffenstillstand zu wünschen, setzen die Hamas und ihre Verbündeten weiter auf Gewalt.

Zeigten Israel und Vertreter des Regimes in Ramallah, das die “Palästinenser” in außenpolitischen Fragen repräsentiert, sich nach Angaben aus ägyptischen Vermittlerkreisen durchaus kompromißbereit, erschwerte die Ankunft von Vertretern der Hamas und des Islamic Jihad in Kairo die indirekt geführten Gespräche. Selbst Vertreter Ramallahs sollen ob der Haltung der Terroristen mit ihrer Abreise gedroht haben.

Gegenüber Al Jazeera brüsteten Hamas-Gangster sich damit, noch über unzerstörte Tunnel zu verfügen, die sie für Attacken auf Israel nutzen würden. Die Tatsache, daß sie noch in der Lage sind, Raketen auf Israel abzufeuern, scheint diese Berichte zu bestätigen. Die Hamas hat die letzte Waffenruhe tatsächlich nur genutzt, sich auf weitere Versuche vorzubereiten, ihr erklärtes Ziel, den Genozid an allen Juden, Realität werden zu lassen.

Deutsche “Kulturschaffende”, gewalttätige “Friedensaktivisten” auf europäischen Straßen und Recep Tayyip Erdogan haben sie an ihrer Seite, jene Appeaseniks ebenso, die von europäischen Beamten in Rafah träumen, während sie über Waffenexportverbote nachdenken, um Israels Verteidigungsfähigkeit zu schwächen. Noch freilich können sie nicht triumphieren: “Netanyahu orders IDF to respond forcefully to Hamas rocket attacks”.

Und das ist besser so.

Überstimmt

Seit dem 1. August wartet ein Offener Brief Kulturschaffender in Deutschland zum Krieg in Gaza auf Unterschriften, um gegen israelische “Kriegsverbrechen” zu protestieren, nur gegen sie. 325 Signaturen sind schon zusammengekommen.

Am 7. August demonstrierten in Gaza mindestens 2.000 Menschen für eine Fortsetzung “palästinensischen” Terrors gegen Israel. “Our fingers are on the trigger and our rockets are trained at Tel Aviv”, versprach ein Hamas-“Sprecher”.

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