Kategorie: Lagerfeuer

Lesereise

Viele interessante Sätze wurden in den vergangenen Monaten veröffentlicht, und da bestimmt ganze Wälder ihr Leben dafür lassen mußten, daß wir sie (fertig-)lesen können, wollen wir das in den nächsten Tagen auch tun.

Sabotage

Sehr plötzlich auftretende und daher so schwer erklärliche wie deshalb kurzfristig wohl nicht zu behebende Schwierigkeiten mit der lokalen Rechentechnik plagen uns. Deshalb müssen wir etwas pausieren.

(Erkenntnis des Tages: Es ist immer gut, eine USB-Tastatur vorrätig zu haben, wenn das Laptop zusammengeklappt nur den ausgefallenen Minitower ersetzen soll. Weniger gut ist es, entpuppt die USB-Tastatur tatsächlich sich als eine mit PS/2-Anschluß.)

Angriffe auf Freunde der offenen Gesellschaft gehen weiter

Jene „kapitalismuskritischen“ Helden, die den Freunden der offenen Gesellschaft die Plattform entziehen wollen, weil der „kapitalismus [..] den antisemitismus notwendig hervorbringt“, gegen den die Freunde der offenen Gesellschaft eintreten, diese „kapitalismuskritischen“ Deppen also, die folglich etwas haben gegen Positionen, die Antisemitismus brandmarken, setzen, scheint’s, ihren zweifellos überaus bewundernswerten Einsatz für Antisemitismus ohne Kapitalismus fort. „Politischer“ Hacktivismus, dem Blödheit zu unterstellen ehrlich Dumme beleidigen hieße.

„In der Nacht auf heute wurden die Administratoren ChristianHannover und Euckenserbe auch im neuen Blog erneut von Administratoren auf Autoren von einem unbekannten zurückgesetzt. [..] Wir werden uns von solchen Netzterroristen nicht unterkriegen [lassen]!“

Ausgesperrt: Freunde der offenen Gesellschaft ohne Gedächtnis (aktualisiert)

Überraschung bei den Freunden der offenen Gesellschaft (FdoG): Am 5. Tag des noch jungen Jahres fanden zunächst die aktiven Mitglieder des Blogs beim Blick auf ihren Nutzerstatus von gleichberechtigten Administratoren sich degradiert zu Autoren, und nun sind sie nicht einmal mehr das – das Blog, das lange Zeit erreichbar war unter FdoG.org bzw. fdog.wordpress.org, ist mit seinen Inhalten verschwunden.

Ein früheres Mitglied, so die Vermutung, hat, da es seine administrativen Rechte behielt, diese ohne Ankündigung oder Begründung genutzt und damit durchaus auch kontroverse Beiträge zum Zeitgeschehen der vergangenen rund viereinhalb Jahre nicht nur ihren Autoren entzogen, sondern auch den Lesern, die nun wohl auch sich wundern, weshalb der ‚aktuellste‘ Beitrag vom 18. Mai 2005 stammt.

Daß bloggende Zeitgenossen mehr oder weniger lange Auszeiten nahmen und nehmen werden, ist nachvollziehbar, daß es Boardbetreiber gibt, die überraschend dazu neigen, ganze Diskussionsforen verschwinden zu lassen, erlebten wir schon. Nun trifft es die (verbliebenen) Freunde der offenen Gesellschaft, doch verständlicher wird uns das nicht.

Gerade in einem Umfeld, das sich dem offenen Diskurs verschrieben hat, sollten Meinungsverschiedenheiten eben offen ausgetragen werden können, jedenfalls aber mit- statt gegeneinander oder durch schlichtes Abschalten. Gerade letzteres ist einfach schlechter Stil, besonders gegenüber den (ehemaligen) Mitstreitern, die so kalt enteignet werden, ihres Gedächtnisses beraubt.

Die (verbliebenen) Freunde der offenen Gesellschaft wollen durch diese Mißachtung und Vernichtung ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren sich nicht einschüchtern lassen und machen – vorerst – unter neuer Adresse weiter:

Einen Rest von Anstand könnte der machtbewußte adminfdog zeigen durch die Bereitstellung einer Kopie der Beitragsdatenbank, wenn es schon nicht zur Wiederherstellung des alten Zustands reicht.

Nachtrag:

In einem, nun ja, „Bekennerschreiben“ erklärt ein _datenkollektiv|taskforce_pswd*, es habe sich Zugang zum Blog der Freunde der offenen Gesellschaft verschafft und den „hier versammelten kapitalismus apolegeten den zugang gesperrt. bald werden wir dies blog und den hellbraunen inhalt entsorgen.“

Als Grund gibt das _datenkollektiv|taskforce_pswd* an, die Freunde der offenen Gesellschaft hätten vorgegeben „, gegen antisemitismus zu sein“. Dies allerdings werde „durch ihre unterstützung für den kapitalismus widerlegt [..], der den antisemitismus notwendig hervorbringt.“

Linken Antisemitismus, soll das wohl heißen, kann es nicht geben, und er darf deshalb nicht thematisiert werden, selbst wenn linke Schläger etwa ankündigen, in Berlin „in neuer Frische am alten Platz“ bereitstehen zu wollen, um daselbst die israelische Regierung zu empfangen und ihr „klarzumachen, dass der Spaß in Deutschland vorbei ist“.

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