Tag: 13. November 2017

Etikettenschwindel

Durch vorzugsweise »palästinensische« Medien geistert eine Meldung über eine Konferenz in Brüssel, auf der Teilnehmer aus 24 europäischen Staaten, Parlamentarier, Rechtsexperten, Aktivisten und Journmalisten, sich auf eine »Brüsseler Erklärung« geeinigt hätten, in der Israel »Apartheid« vorgeworfen und zu breiter Unterstützung der extremistischen BDS-Bewegung aufgerufen wird.

Israel betreibe, so heißt es in dem Dokument, eine rassistische Politik der »Judaisierung«, die gegen Völkerrecht verstoße und daher von Europa scharf zurückgewiesen werden müsse. Die Europäer sollten nicht nur mit Worten gegen Israels »Kriegsverbrechen« protestieren, sondern den jüdischen Staat sanktionieren, bis der die »Rechte der Palästinenser« anerkenne und auch tatsächlich achte.

Die »Brüsseler Erklärung« ist durchzogen von Verleumdungen Israels, in ihren Behauptungen und Forderungen offenbart sich der wahnhafte Haß ihrer Unterstützer auf einen demokratischen Staat, der sich seit seiner Gründung terroristischer und militärischer Angriffe erwehren muß. Die Teilnehmer der Konferenz in der belgischen Hauptstadt sind Alliierte dieser fortdauernden Aggression.

Ihr Haß macht sie blind für die Realität, ihre Berufung auf Menschenrechte, auf Völkerrecht soll ihre wahren Absichten camouflieren. Exemplarisch deutlich wird das etwa bei ihrem Vorwurf einer »Judaisierungs«-Politik, die Israel betreibe. Dabei prognostiziert selbst das Regime der PA, daß 2020 mehr »Palästinenser« als Juden auf dem Gebiet des »historischen Palästina« leben werden.

Gänzlich unglaubwürdig sind auch gegen Israel gerichtete Rassismusvorwürfe: Eine ethnisch »reine« Bevölkerung ist doch in der Tat das Ziel der als »Staat Palästina« firmierenden PLO, die etwa den Grundstücksverkauf an Juden mit der Todesstrafe bedroht. Doch dazu schweigt die »Brüsseler Erklärung«. Und nicht weniger ohrenbetäubend ist ihr Schweigen zum antisemitischen Terror.

Die »Brüsseler Erklärung« ist also – auch und gerade mit ihrer Unterstützung für Boykotte jüdischer Wissenschaftler oder Künstler, von Unternehmen, die in Israel im übrigen auch »Palästinenser« beschäftigen – kaum mehr als Ausdruck des in Europa nach wie vor grassierenden Antisemitismus’. Daß sie so letztlich auch keinem »Palästinenser« dient, ist ihren Autoren völlig gleichgültig.

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