Monat: Dezember 2017

Steuerfinanzierter Antisemitismus

Die Deutsche Welle ist, heißt es auf ihrer Website, »der Auslandssender Deutschlands«. Sie wird finanziert »aus Steuermitteln des Bundes«, die sie über den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erhält, der wiederum seine Mittel aus den Etats des Bundeskanzleramts und der Bundeskanzlerin erhält. Wenn es einen Staatssender gibt in Deutschland, ist es die Deutsche Welle.

Nun hat die Deutsche Welle einen Meinungsbeitrag des Publizisten Armin Langer veröffentlicht, der unter Berufung auf Recherchen der medienkritischen Website Übermedien sich daran versucht, die antisemitischen Proteste zu bagatellisieren, die nach der offiziellen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die Vereinigten Staaten in zahlreichen deutschen Städten stattfanden.

Glaubt man dem Kommentator, gibt es keinen Grund zu gesteigerter Beunruhigung über immer offener geäußerten Antisemitismus in Deutschland, denn dieser Eindruck sei vor allem die Folge einer medialen Hysterie, die auf Falschmeldungen beruhe, auf, schreibt Armin Langer, »Fake-News«. Er und »der Auslandssender Deutschlands« stellen fest: »Es gab keine ›Tod den Juden‹-Rufe«.

Von solchen Rufen auf Demonstrationen in Berlin hatten zahlreiche Medien berichtet. Für Armin Langer »Falschmeldungen« mit Folgen: »Als Ergebnis wurden die Demonstration und darauf folgende Veranstaltungen pauschal als antisemitisch bezeichnet.« Politiker empörten sich, ein offenbar getäuschter Justizminister Heiko Maas forderte, »wer ›Tod den Juden‹ ruft, gehört vor Gericht«.

Erklärungen hat Armin Langer auch für brennende Flaggen und andere Parolen, die krakeelt wurden, parat: »Die Fahnenverbrennung« sei zwar zu verurteilen, »weil sie Israelis als eine homogene Masse behandelt«, doch »dieser Akt an sich« sei »nicht antisemitisch«, da »die israelische Fahne« nicht »für die Juden« stehe, »sondern für die Israelis«, also auch für Israels arabische Bürger.

Und »Kindermörder Israel«-Rufe, nun, bringt »die israelische Luftwaffe im Gazastreifen« nicht Kinder um? Bei »Chaibar, Chaibar, du Jude!«-Parolen schließlich gehe es ebenfalls nicht um Mord an Juden, »sondern ihre Unterwerfung«. Sie »mit ›Tod den Juden‹ zu übersetzen wäre falsch«. Es habe also viel Ärger gegeben um nichts. Und daher müßten nun schnellstens Entschuldigungen her:

»Es wäre deshalb angebracht, wenn sich die beteiligten Journalisten, Politiker und Würdenträger nun mindestens genauso laut entschuldigen würden. Bei den Muslimen in Deutschland – weil sie erneut pauschal dämonisiert wurden. Und bei den Juden – weil sie unnötig in Angst versetzt wurden.«

Der Kommentator und sein Sender arbeiten unsauber. So bestreitet ihre Quelle allenfalls »massenhafte« Forderungen nach dem Tod von Juden. Daß es sie jedoch gegeben habe, bestreitet selbst Übermedien nicht. Und wer erklärt, die Fahne Israels stehe für den Staat mit seiner gesamten Bevölkerung, wird kaum leugnen können, daß ihr Verbrennen ein Symbol ist für die Vernichtung Israels.

In München erklärten Demonstranten vor laufender Kamera, »in dieser Welt gibt es kein Israel, nur Palästina«, wurden – wie in Berlin – Fahnen der Fatah geschwenkt, die mit ihrem Logo ganz Israel als »palästinensisch« deklariert. Teilnehmer der Proteste zeigten Plakate gleichen Inhalts. Sie bestritten das Existenzrecht Israels. Und damit meinten sie den jüdischen Staat und dessen jüdische Bevölkerung.

Mit dem Kommentar Armin Langers versucht die Deutsche Welle, Antisemitismus nicht zu leugnen, eindeutig antisemitische Aufmärsche jedoch zu verharmlosen. Die vom Kanzleramt und aus dem Etat dessen derzeitiger Hausherrin finanzierte »Stimme Deutschlands« redet das auf diesen Haß-Kundgebungen gezeigte Gewaltpotential schön. Dieser steuerfinanzierte Antisemitismus ist obszön.

Frühlingserwachen

Seit einigen Tagen berichten internationale Medien von Demonstrationen in der Islamischen Republik Iran, die das in Teheran herrschenden Mullah-Regime mit aller Macht zu verhindern und zu zerschlagen sucht. Die Proteste, die größten seit der Niederschlagung der vom Westen schmählich verratenen Demokratiebewegung vor acht Jahren, richten sich vor allem gegen steigende Preise.

Gleichzeitig wenden sich die Demonstranten damit natürlich auch gegen das klerikale Regime, das es auch nach der Aufhebung und Entschärfung gegen Teheran verhängter ökonomischer Sanktionen im Rahmen des »Atom-Deals« nicht vermag, für einen sicheren Lebensstandard weiter Teile der Bevölkerung zu sorgen, während es sich international als größter Sponsor von Terrorismus etabliert.

Eine der zentralen Parolen der Demonstrierenden lehnte denn auch das Engagement der Mullahs für eine »Befreiung« Jerusalems ab. Darüber hinaus ist die Islamische Republik noch in Syrien aktiv und in den Krieg im Jemen verwickelt, im Libanon gilt es, die Macht der Hisbollah zu sichern, durchaus sehr kostspielige Unternehmungen, die zumal die Spannungen in der Region verschärfen.

Insofern richten sich die Proteste auch gegen jene Staaten im Westen, die mit ihrer Appeasement-Politik zur Stabilisierung der Mullah-Herrschaft beitrugen und beitragen. Immerhin scheint der amerikanische Präsident Donald J. Trump nicht gewillt, die Fehler Barack Hussein Obama zu wiederholen. Der hatte 2009 der gerade sich organisierenden Demokratiebewegung eine Absage erteilt:

»Nun, es wäre angesichts der Geschichte der amerikanisch-iranischen Beziehungen nicht angebracht, entstünde der Eindruck, wir würden – der Präsident der Vereinigten Staaten würde sich in die iranischen Wahlen einmischen. Was ich wiederholen möchte und was ich gestern schon sagte, ist, daß ich besorgt bin, daß das amerikanische Volk besorgt ist, wenn ich Gewalt sehe, die gegen friedliche Demonstranten gerichtet ist, wenn ich sehe, daß friedlicher Protest unterdrückt wird. So sollten Regierungen nicht mit ihrem Volk umgehen.«

Weit weniger desinteressiert klingt das Weiße Haus angesichts zahlreicher Verhaftungen in der Islamischen Republik heute. »Wir rufen alle Nationen dazu auf, das iranische Volk und seine Forderungen nach Grundrechten und einem Ende der Korruption öffentlich zu unterstützen«, erklärte das State Department, und Präsident Donald J. Trump gab via Twitter zu Protokoll, die Welt schaue hin.

»Anführerin«

Während Bassem Tamimi in Haaretz ein Loblied auf seine »erst 16 Jahre« alte Tochter Ahed singt, veröffentlicht die Tageszeitung eine Anzeige von Gush Shalom, die die Aussage eines Richters, der die Untersuchungshaft der »Palästinenserin« verlängert hatte, zitiert: »Auch mit keinen anderen Waffen als ihren bloßen Händen kann ein sechzehnjähriges Mädchen eine Gefahr darstellen«.

Und die Organisation, die auch unter den Namen Peace Now oder Frieden jetzt berüchtigt ist, kommentiert: »Das stimmt. Sie stellt die Besatzung auf gefährliche Weise bloß«. Das mag eine mögliche Lesart sein, freilich eine, die manches übersieht, übersehen will. Das offenbart dann ein paar Seiten weiter ausgerechnet der Meinungsbeitrag des als »Aktivist« vorgestellten Bassem Tamimi.

Der erinnert sich darin an eine Vortragsreise mit seiner Tochter durch Südafrika, wo einigen Zuhörern Tränen gekommen seien ob der Schilderungen ihres Lebens. Ahed Tamimi habe darauf geantwortet, »wir mögen Opfer des israelischen Regimes sein, doch ebenso sind wir stolz darauf, uns für den Kampf für unsere Sache entschieden zu haben, trotz des hohen Preises, den wir dafür zahlen«.

Diese Begeisterung für »unseren Kampf« zeigt, wie sehr sich das Mädchen mit »unserer Sache« identifiziert, die Bassem Tamimi als »Kampf gegen den israelischen Kolonialismus« beschreibt. Und Ahed Tamimi kämpft für diese »Sache« nicht erst seit gestern. Schon vor fünf Jahren, im Dezember 2012, erhielt sie als »Dreizehnjährige« einen Preis in der Türkei für ihre »Zivilcourage«.

In dem halben Jahrzehnt seither offenbar nur drei Jahre älter geworden, ist Ahed Tamimi damit von ihren Eltern, Verwandten und einer Gesellschaft, die offenkundig keinen Wert legt auf das Leben ihrer Kinder, um eine »normale« Kindheit beraubt worden. Wo Vernunft gebietet, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen, wurde sie nach vorn geschickt, sucht sie sie, weil sie gar nicht anders kann.

Antisemitismus als Wandschmuck: Bassem Tamimi und Janna Jihad, sein nächstes Opfer

Seine Tochter, beglückwünscht sich Bassem Tamimi, sei »eine von vielen jungen Frauen, die in den kommenden Jahren den Widerstand gegen die israelische Herrschaft anführen werden«. Und das ist vermutlich nicht einmal falsch. Aus dem Opfer von Indoktrination ist eine Täterin geworden, die in Südafrika zu Tränen rührt und in »Palästina« Heranwachsende um deren Kindheit bringen wird.

Und das macht die Gefahr aus, die von ihr ausgeht. Als role model ist Ahed Tamimi, die in diesem Jahr im Europäischen Parlament die PFLP-Terroristin Leila Khaled ihr Vorbild nannte, der es nachzueifern gelte, alles andere als harmlos. Und in der Tat, ihr Leben, das keines ist, stellt etwas bloß: den Zustand jener Teile der »palästinensischen« Gesellschaft, die einem Frieden im Weg stehen.

Steuergelder im Einsatz

Das Koordinations-Komitee für den Volkskampf (The Popular Struggle Coordination Committee, PSCC), eine mit der terroristischen PFLP verbundene Dachorganisation lokaler »palästinensischer« Initiativen, beklagt sich in einem aktuellen Statement über eine gegen den »Volkswiderstand« gerichtete »Verleumdungskampagne« und erhebt schwere Vorwürfe gegen die »Okkupationsarmee«:

»Es ist offensichtlich, daß die israelischen Besatzungstruppen mit exzessiver Brutalität gegen Demonstranten vorgehen, um Palästinenser zu Gewalt zu drängen und sie weiter zu verfolgen, zu inhaftieren oder zu töten.«

Die Organisation, die nach Angaben von NGO Monitor finanziell vom französischen Konsulat in Jerusalem unterstützt wurde oder wird, dem Berliner Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), Spanien, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und verschiedenen Initiativen der EU, macht seinen Sponsoren damit ein gewiß willkommenes Geschenk.

Mit seiner interessanten Erklärung zu der Frage, wer für »palästinensische« Gewalt verantwortlich ist, nämlich stets und einzig Israel, erspart das PSCC, zu dessen prominenten Repräsentnaten Manal Tamimi zählt, ein Cousin »Shirley Tempers«, seinen Geldgebern Nachdenken darüber, wie sie ihr Engagement für eine Vorfeldorganisation des »palästinensischen« Terrors rechtfertigen könnten.

Die »Palästinenser« werden, selbst wenn sie aus eigenem Antrieb zu handeln scheinen, doch bloß manipuliert, sind Getriebene. Und gegen eine Förderung dieser bedauernswerten Opfer einer skrupellosen »Besatzungsmacht«, die ihnen jeden eigenen Willen geraubt hat, kann ja schließlich niemand etwas haben. Um solche Schützlinge sind deren edle Helfer wahrlich nur zu beneiden.

Vergewaltigungsphantasien

Den Feinden Israels, nicht selten stapeln sie sich hoch zu Verteidigern von Menschenrechten und, auch das noch, Wahrheit, ist tatsächlich keine Lüge zu billig, zu niederträchtig, sie nicht gegen Juden und den jüdischen Staat vorzutragen. Das erlebt derzeit Ben Caspit, nachdem er jüngst ein Video kommentierte, das die Reaktion israelischer Soldaten auf gewalttätige Provokationen zeigt.

In dem kurzen Film, aufgenommen und veröffentlicht von den Täterinnen, sind »Palästinenserinnen«, unter ihnen die als »Shirley Temper« berüchtigte Ahed Tamimi, zu sehen, die mit Geschrei und Schlägen israelische Soldaten attackieren, die sich freilich nicht provozieren lassen. Ben Caspit lobte die Besonnenheit der Angegriffenen und empfahl ein ebenso überlegtes weiteres Vorgehen.

Da die Aufnahmen der aggressiven »Palästinenserinnen« selbst in manchen arabischen Kreisen Anerkennung für die israelische Armee hervorriefen, schrieb Ben Caspit, eine israelische Antwort auf die Provokation sollte abseits von Kameras erfolgen, Videos vermieden werden, die für antiisraelische Propaganda mißbraucht werden könnten. Sätze, die manch kranke Phantasie beflügelten:

»Manchmal ist Zurückhaltung Stärke. [..] Im Fall der Mädchen sollten wir die Strafe bei anderer Gelegenheit einfordern, in der Dunkelheit und ohne Kameras und Zeugen.«

So argumentierte das »israelkritische« Portal Mondoweiss, Ben Caspit habe zwar nicht ausdrücklich »gesagt«, die zwischenzeitlich in der Tat von israelischen Soldatinnen in Untersuchungshaft genommene Ahed Tamimi solle als Strafe für ihre Attacken »geschlagen oder vergewaltigt werden«, doch er habe es so und nicht anders gemeint. Anderswo wurde aus der Andeutung schon die Gewißheit.

Ben Caspit habe zur Vergewaltigung Ahed Tamimis aufgerufen, Gewalt gegen sie gefordert oder sogar deren Tod, unterstellt exemplarisch ein Facebook-Kommentar, der verlangt, Ben Casprit dürfe nicht mehr länger für die Website Al-Monitor schreiben, während das vom Mullah-Regime in Teheran verantwortete PressTV warnte, Ahed Tamimi drohe in der Untersuchungshaft sexuelle Gewalt.

Spätestens damit ist aus der Verleumdung des liberalen Kommentators Ben Caspit eine Dämonisierung Israels geworden. Und wird Ahed Tamimi in ein paar Tagen unversehrt aus der Haft entlassen, werden die Verleumder Israels sicher auch daraus einen gegen Israel gerichteten Vorwurf stricken: Beweist die ausgebliebene Vergewaltigung denn etwa nicht den Rassismus israelischer Ermittler?

Vorbildwirkung

Nach der Ankündigung des amerikanischen Präsidenten Donald J. Trump, die Botschaft seines Landes in Israel in dessen Hauptstadt Jerusalem ansiedeln zu wollen, findet er erste Nachahmer, die, wie es ein entsetztes deutschsprachiges Portal formuliert, »trotz internationaler Bedenken« Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkennen und ihre Botschaften in die Stadt verlegen wollen.

Vor zwei Tagen teilte Jimmy Morales, der Präsident Guatemalas, via Facebook mit, dem Vorbild Washingtons folgen zu wollen. Und wie israelische Medien berichten, scheinen weitere Staaten bereit, sich nach geeigneten Grundstücken in der israelischen Hauptstadt umzusehen: Neben Honduras und Togo könnten bald die Slowakei und Rumänien ihre Vertretungen in Jerusalem eröffnen.

Insgesamt sollen sogar zehn Staaten diesen Schritt zumindest erwägen, wie Tzipi Hotovely, die stellvertretende Außenministerin Israels, erkärte, ohne freilich nähere Detail verraten zu wollen. Ist es keine drei Wochen nach Donald J. Trumps Jerusalem-Erklärung wohl noch zu früh, von einem Trend zu sprechen, ist es aber doch erfreulich, daß dessen Entscheidung für etwas Bewegung sorgt.

Und davon scheint selbst Europa betroffen. Zwar unterstützt es mehrheitlich die »palästinensische« Position, nach der das Judentum keinerlei historische Beziehungen zu Jerusalem hat, doch einige Staaten widersetzen sich immerhin dieser ebenso antiisraelischen wie antisemitischen Verfälschung der Geschichte. Sie demonstrieren damit, daß Freundschaft mehr sein kann als eine leere Worthülse.

Während in Deutschland, das sich besonders enger Beziehungen zu Israel rühmt, ein vom Parteivorsitzenden zum Außenministerdarsteller beförderter Politiker sich noch immer und wieder lobt, dem jüdischen Staat »Apartheid« unterstellt zu haben, zeigen diese Staaten, was Freundschaft auch sein kann. Sie tragen aktiv zu Frieden bei, indem sie sich nicht gemein machen mit Terroristen.

Falscher Rat

Anhängern der antisemitisch-extremistischen BDS-Bewegung ist es gelungen, die neuseeländische Künstlerin Lorde zur Absage ihres in Tel Aviv geplanten Konzerts zu bewegen. Wie die Veranstalter mitteilten, hat die Künstlerin ihren Auftritt am Sonntag abgesagt. Auftritte in Moskau und Petersburg, die Lorde kurz zuvor via Twitter ebenfalls angekündigt hatte, hat sie nicht abgesagt.

Weshalb denn auch? Es hat ihr niemand einen Offenen Brief geschrieben, in dem es heißt, »in Moskau und Sankt Petersburg aufzutreten, würde als Unterstützung für die Politik der russischen Regierung verstanden werden, selbst wenn Du Dich nicht zur politischen Lage äußern willst«. Rußland hat im Frühjahr 2014 die bis dahin zur Ukraine gehörende Krim besetzt und in der Folge annektiert.

Und Menschenrechtsaktivisten beklagen regelmäßig etwa, wie schwer es ist, in Rußland sexuell selbstbestimmt zu leben. Es käme – vernünftigerweise – niemand auf die Idee, einer Künstlerin oder einem Wissenschaftler vorzuwerfen, eine Reise nach Rußland würde selbst dann noch als Unterstützung der Regierung in Moskau gewertet, wenn sie sich ausdrücklich nicht politisch äußern wollten.

Auch die Verfasserinnen des Offenen Briefs, die behaupten, sich für Menschenrechte zu engagieren denken nicht an die völkerrechtswidrig besetzte Krim oder die Lage von Homosexuellen in Petersburg. Für sie haben ganz offenbar nur »Palästinenser« Menschenrechte, die es zu verteidigen gilt. Und selbst diese Rechte sind ihnen nur erwähnenswert, um sie gegen Israel zu instrumentalisieren.

Kein Wort in dem Offenen Brief zum Terror der islamistischen Hamas gegen »Palästinenser«, kein Wort beispielsweise auch zu nach wie vor durchgesetzten »Strafmaßnahmen« des Regimes in Ramallah gegen vor allem die Zivilbevölkerung Gazas, den allenfalls sporadisch zugelassenen symbolischen Lieferungen von Medikamenten, der unzureichenden Versorgung mit elektrischer Energie.

Und da, wo sie Worte machen, die Briefeschreiberinnen, sind diese ein Angriff auf die Wahrheit. So vergießen sie Tränen um Ibrahim Abu Thuraya, den sie als einen »Aktivisten« vorstellen, der, an einen Rollstuhl gefesselt, bei »Protesten« von Soldaten des »Apartheid-Regimes Israel« erschossen worden sei. Nur war der »Aktivist« eben ein Terrorist, stand erst der Fatah nahe, später der Hamas.

Bei Kämpfen zwischen beiden »palästinensischen« Terrororganisationen wurden seine Beine 2005 verletzt, und 2008, da gehörte der »Aktivist« schon zur Hamas, wurden sie erneut bei Auseinandersetzungen zwischen der Terrororganisation und der israelischen Armee verletzt. Mit den Worten, er wolle als »Märtyrer« sterben, verabschiedete er sich in der vergangenen Woche von Angehörigen.

Und natürlich darf auch Ahed Tamimi nicht fehlen, »ShirleyTemper«, die nach einem Angriff auf israelische Sicherheitskräfte vorübergehend festgenommen wurde. Die Boykott-Aktivistinnen verschweigen diese Attacke und schreiben dafür, die »Palästinenserin« sei 16 Jahre alt, suggerieren, Israel verhafte willkürlich Kinder. Tatsächlich gab es den Angriff, in der Tat ist Ahed Tamimi älter.

Lorde, die nach der Veröffentlichung des Offenen Briefs angekündigt hatte, sich beraten lassen und über ihren Auftritt in Tel Aviv nachdenken zu wollen, hat sich falsche Berater gesucht. Mit manipulativen Fälschungen und dreisten Lügen haben die ein Zerrbild der Wirklichkeit gezeichnet. Einmal mehr bewiesen die BDS-Extremisten, daß sie in ihrem Kampf gegen Israel keine Skrupel kennen.

Kanonenfutter

Twitter-Account der Fatah, 19. Dezember 2017
»Um das Ziel zu treffen, müssen drei Bedingungen erfüllt sein:
1. Du mußt einen sicheren Stand haben, balanciere gut zwischen Händen, Füßen und Deinem Körper.
2. Richte Deinen Blick auf das Zentrum des Ziels, schaue nicht nur in seine Richtung.
3. Bewahre die Balance zwischen Deinem Körper und Deiner Waffe. Du kontrollierst die Waffe, nicht umgekehrt.
Wenn Du die Anweisungen nicht verstehst, lies sie noch einmal.«

»Für ein friedvolles Miteinander«

Als jüngst in der deutschen Hauptstadt jüdische Symbole und israelische Flaggen verbrannt wurden und antisemitische Parolen krakeelt, war er allgegenwärtig: der als »PLO-« oder »Palästinensertuch« bekannte Fetzen. Popularisiert einst von Yassir Arafat, steht dieses Tuch wie kaum ein anderes Symbol für »palästinensischen« Terrorismus. Es ist ein »Nationalsymbol«, an dem Blut klebt.

Wer es trägt, solidarisiert sich mit Terroristen und deren »Widerstand« gegen jüdisches Leben, zeigt sich einverstanden mit bestialischen Mördern, die in ihrem Blutrausch selbst vor Kleinkindern nicht zurückschrecken. Dieses Stück Stoff steht keinesfalls für Ruhe oder gar Frieden, sondern für eine Ideologie, die den Massenmord an Juden als entweder heilige oder nationale Pflicht propagiert.

Und es ist daher nur folgerichtig, daß auch in diesen Tagen das »Palästinensertuch« das Symbol ist, unter dem für eine gewaltsame »Befreiung« Jerusalems geworben wird und nicht etwa für Verhandlungen mit Israel über einen Frieden. Das »Palästinensertuch« steht bis heute für die antisemitische Gewalt, die der Großmufti von Jerusalem, der es in den 1930ern mit Zwang einführte, predigte.

Beim ZDF freilich hat man nichts gegen das »Palästinensertuch«, dort darf es alle Jahre wieder als harmloses Stück Stoff reüssieren, ohne das »Weihnachten in Bethlehem« offenbar nicht denkbar ist. Wie schon in den Vorjahren gehört der Fetzen wieder zur Dekoration, wenn das ZDF und Markus Lanz »ein Zeichen« setzen wollen »für ein friedvolles Miteinander«, wie sie ernsthaft behaupten.

Schulterschluß gegen Frieden

Von Paris aus hat »Palästinenserpräsident« Abu Mazen das Ergebnis einer Abstimmung der UN-Vollversammlung über die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA als »Sieg für Palästina« begrüßt und angekündigt, einen von der Regierung in Washington angekündigten Vermittlungsvorschlag für den »palästinensische«-israelischen Konflikt zurückweisen zu wollen.

Unterstützung erhielt der Kopf des Regimes von Ramallah bei seiner Absage an einen möglichen Fortschritt bei der Wiederbelebung des im Frühjahr 2014 von den »Palästinensern« einseitig abgebrochenen Friedensprozesses vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron. »Gemeinsam«, nachrichtete der Kölner Deutschlandfunk, gingen Gastgeber und Gast »auf Distanz zu den USA«.

Daß der »Palästinenserpräsident« sich über einen »Sieg« freut, von dem die »Palästinenser« praktisch nichts haben, ist so bezeichnend wie die französische Reaktion auf Abu Mazens Ankündigung, amerikanische Vorschläge für einen Frieden zwischen Ramallah und Jerusalem abzulehnen. Paris hintertreibt im Bündnis mit den »Palästinensern« offen Bemühungen zur Konfliktbeilegung.

Ob die Nahost-Politik Donald J. Trumps von Erfolg gekrönt sein wird, ist noch nicht absehbar. Und sie mag ja auch kritikwürdig sein. Einen Friedensplan jedoch aktiv zu hintertreiben, bevor der überhaupt vorgestellt wurde, hat mit Kritik nichts mehr zu tun: Es ist schlicht Sabotage. Frankreich ist die Perpetuierung eines Konflikts wichtiger als dessen denkbare Lösung. Die Maske ist gefallen.

tw_24:blog © 2006-2017