Vertrauensverlust

Nachdem er sich selbst bezichtigt hatte, als Soldat in Hebron einen »Palästinenser« mißhandelt zu haben, sein »Opfer« jedoch jede Mißhandlung bestritt, bleibt Dean Issacharoff, der Sprecher der »NGO« Breaking the Silence, bei seiner Behauptung: Er habe im Februar 2014 in Hebron Hassan Julani, der Soldaten mit Steinen beworfen hatte, bei dessen Festnahme straflos mißhandeln können.

Der »Palästinenser«, der im Rahmen von durch Justizministerin Ayelet Shaked angestoßenen Ermittlungen gefunden worden war, hatte freimütig zugegeben, Soldaten angegriffen zu haben. Daß er dafür festgenommen wurde, auch das bestreitet Hassan Julani nicht. Nur die Gewalt, die Dean Issacharoff dabei angewendet haben will, hat es nach Auskunft des »Palästinensers« nicht gegeben.

Für den Sprecher von Breaking the Silence ist sein »Opfer« ein Lügner. »Wenn israelische Polizisten einen Palästinenser in seinem Haus festnehmen und zu einem drei Jahre alten Fall verhören, wird er ihnen alles sagen, was sie wollen«, erklärte Dean Issacharoff in einer Stellungnahme am Freitag. Seine Hände hätten »Palästinenser geschlagen. Ich bin nicht stolz darauf, aber es ist wahr.«

Damit hat der bizarre Fall, der nach dem Freispruch Dean Issacharoffs von den selbst erhobenen Vorwürfen, ein Ende hätte finden können, eine weitere nicht weniger seltsame Wendung genommen. Auf der einen Seite stehen der »NGO«-Sprecher und seine Organisation zusammen mit weiteren »NGO«, auf der anderen die israelischen Streitkräfte und ihr »Opfer«, das kein Opfer sein will.

Welche Seite ist nun vertrauenswürdiger? Da ein »Täter«, der um eine Bestrafung schier bettelt, um die Glaubwürdigkeit seiner »NGO« zu retten, die ja behauptet, den Fall sorgfältig geprüft zu haben, dort ein »Opfer«, das – wie im übrigen ehemalige Kameraden Dean Issacharoffs – die angebliche Mißhandlung einfach nicht bestätigt. Ohne weitere Zeugen ist es wohl die »NGO«, die verliert.

Und es spricht durchaus Bände, daß Breaking the Silence sich in ihrer Not nun ausgerechnet gegen einen »Palästinenser« richtet, der sich weigert, die ihm von der Organisation zugewiesene Rolle des »Opfers« zu spielen. Mit Seriosität, das jedenfalls scheint nach diesem Freitag klar, kann die »NGO« wohl nicht mehr für sich werben. Hat sie andere Vorfälle ähnlich »wasserdicht« recherchiert?

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  1. Ich behaupte, daß die NGOs bedenkenlos lügen und auch betrügen, nur um ihre oft sehr dubiosen Ziele zu erreichen. Der Fall hier ist wirklich skurril, aber ich glaube nicht, daß Issacharoff damit irgendwelche Probleme hat.

    Aus meiner Sicht sollten allen NGOs zumindest die Staatsmittel komplett entzogen werden. Mögen sie selbst Geld sammeln! In Deutschland werden jede Menge linke und Antifa-Organisationen mit Steuergeldern unterstützt und treten dann völlig skrupellos gegen eben diesen Staat und seine Bevölkerung an (s. z.B. den Hamburger-G20-Bürgerkrieg, auch verniedlichend als „Krawalle“ bezeichnet). „Breaking the Silence“ ist ebenso eine – um es mal positiv zu sagen – dubiose Organisation. Daß die sich nicht schämen? [Aber so etwas kennt man in diesem Kreisen nicht mehr.]

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