Selbstmitleidsweltmeister

In dieser Woche wird die Resolution 181 (II) der Vereinten Nationen 70 Jahre alt. Am 29. November 1947 beschloß die Vollversammlung der Weltorganisation mit 33 gegen 13 Stimmen bei 10 Enthaltungen die Errichtung eines arabischen und eines jüdischen Staates auf dem Gebiet des damaligen britischen Mandatsgebiets »Palästina«, die am 1. Oktober 1948 abgeschlossen sein sollte.

Während ein Jahr später Israel sich einer Aggression arabischer Staaten und arabischer Terroristen erwehren mußte, die – mal mehr, mal weniger heftig – bis heute anhält, blieb der vor sieben Jahrzehnten geplante arabische Staat eine Wunschvorstellung. Gescheitert ist er freilich nicht an Israel, denn die Juden akzeptierten dessen Wiedergründung den Teilungsbeschluß der Vereinten Nationen.

Gescheitert ist der abische Staat, der heute wohl »Palästina« getauft würde, am Unwillen vor allem der Araber und ihrer »Führer«, die sich heute »Palästinenser« nennen, Chancen zu erkennen und zu ergreifen, und einer wohl beispiellosen Unfähigkeit, Verantwortung für das eigene Schicksal zu übernehmen. Lieber pflegen die »Palästinenser« ein Selbstbild, in dem sie nichts sind als Opfer.

Das wird einmal mehr deutlich beim Blick in das offizielle Organ der »Regierung« in Ramallah, die Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida. Zwei in den vergangenen Tagen dort veröffentlichte Karikaturen thematisieren und kommentieren die »Affäre« um die PLO-Vertretung in Washington und zeigen recht anschaulich, wie die »Palästinenser« ihre Rolle in ihr sehen, wie sie sich in ihr inszenieren.

Danach war ausgerechnet das Büro der tief in »palästinensischen« Terror verstrickten Organisation ein Hort des Friedens, der durch die zeitweilig drohende Schließung in ernste Bedrohung geriet. Und nun, da die amerikanische Regierung den Betrieb duldet, sofern sich ihre Aktivitäten auf die Suche nach Frieden mit Israel richten, sind es erst recht die USA, die diese Suche torpedieren.

Daß sie, die »Palästinenser«, 2014 aus dem Friedensprozeß ausgestiegen sind, daß sie seither jeden Kontakt mit Jerusalem ablehnten und dafür ihren gänzlich undiplomatischen diplomatischen Krieg gegen den jüdischen Staat focierten, daß sie also durchaus selbst überaus aktiv und zielgerichtet eine Einigung mit Israel verhinderten und einen eigenen Staat, kommt in diesem Theater nicht vor.

Doch sie sind eben gerade nicht jene Opfer von ihnen unbeeinflußbarer Umstände, als die sie sich geben, kein Spielball fremder Mächte, die ihnen feindlich gesonnen sind. Daß auch an diesem 29. November »Palästina« kaum mehr sein wird als eine Fiktion, das haben die »Palästinenser« jenen zu verdanken, die sie als ihre »Führung« akzeptieren. Es ist einzig an ihnen, daran etwas zu ändern.

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