Ritual

Die – unbestätigten – Nachrichten über die mögliche förmliche Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die US-Regierung in der nächsten Woche haben hektische Aktivitäten des Regimes in Ramallah ausgelöst. In Telefonaten mit Riyadh, Doha, Amman und Paris sorgte sich »Präsident« Abu Mazen um islamische und christliche Stätten, käme es zu der erwarteten Entscheidung.

Unverblümt mit Gewalt drohte derweil ein »Berater« des »Palästinenserpräsidenten«. Mahmoud Habash erklärte, die Anerkennung der israelischen Souveränität über Jerusalem käme einer »totalen Zerstörung« des »Friedensprozesses« gleich, die Welt werde den Preis dafür zahlen. Mit einer Intifada drohte die Hamas, Wunschpartner der Fatah bei der Suche nach einer »Einheitsregierung«.

Sofern Donald J. Trump noch Hilfe bei der endgültigen Entscheidungsfindung benötigen, sollten diese »palästinensischen« Reaktionen sie ihm leisten. Wie schon bei der kurzen Affäre um den Status der PLO-Mission in Washington suchen die »Palästinenser« statt einer Einigung die Konfrontation. Statt überlegt und langfristig in ihrem Sinn Politik zu betreiben, reagieren sie überstürzt.

Dabei war schon vor sechs Monaten klar, daß in diesen Tagen der amerikanische Präsident erneut eine Entscheidung über den Jerusalem Embassy Act treffen wird. 1995 wurde dieses Gesetz in aller Öffentlichkeit im amerikanischen Kongreß beschlossen. Die »Palästinenser« hatten also einige Zeit, sich an einer Problemlösung zu beteiligen, hatten daran allerdings offenkundig keinerlei Interesse.

Wenn nun Donald J. Trump sich für die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels entscheidet, holt er nach, was seine Amtsvorgänger immer wieder versäumt hatten. Statt sich von Ramallah immer wieder mit Gewaltandrohungen erpressen zu lassen, hätten schon sie sich ihnen widersetzen müssen. Es ist Zeit, die »Palästinenser« wissen zu lassen, daß ihr Terror nicht länger belohnt wird.

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