Falscher Rat

Anhängern der antisemitisch-extremistischen BDS-Bewegung ist es gelungen, die neuseeländische Künstlerin Lorde zur Absage ihres in Tel Aviv geplanten Konzerts zu bewegen. Wie die Veranstalter mitteilten, hat die Künstlerin ihren Auftritt am Sonntag abgesagt. Auftritte in Moskau und Petersburg, die Lorde kurz zuvor via Twitter ebenfalls angekündigt hatte, hat sie nicht abgesagt.

Weshalb denn auch? Es hat ihr niemand einen Offenen Brief geschrieben, in dem es heißt, »in Moskau und Sankt Petersburg aufzutreten, würde als Unterstützung für die Politik der russischen Regierung verstanden werden, selbst wenn Du Dich nicht zur politischen Lage äußern willst«. Rußland hat im Frühjahr 2014 die bis dahin zur Ukraine gehörende Krim besetzt und in der Folge annektiert.

Und Menschenrechtsaktivisten beklagen regelmäßig etwa, wie schwer es ist, in Rußland sexuell selbstbestimmt zu leben. Es käme – vernünftigerweise – niemand auf die Idee, einer Künstlerin oder einem Wissenschaftler vorzuwerfen, eine Reise nach Rußland würde selbst dann noch als Unterstützung der Regierung in Moskau gewertet, wenn sie sich ausdrücklich nicht politisch äußern wollten.

Auch die Verfasserinnen des Offenen Briefs, die behaupten, sich für Menschenrechte zu engagieren denken nicht an die völkerrechtswidrig besetzte Krim oder die Lage von Homosexuellen in Petersburg. Für sie haben ganz offenbar nur »Palästinenser« Menschenrechte, die es zu verteidigen gilt. Und selbst diese Rechte sind ihnen nur erwähnenswert, um sie gegen Israel zu instrumentalisieren.

Kein Wort in dem Offenen Brief zum Terror der islamistischen Hamas gegen »Palästinenser«, kein Wort beispielsweise auch zu nach wie vor durchgesetzten »Strafmaßnahmen« des Regimes in Ramallah gegen vor allem die Zivilbevölkerung Gazas, den allenfalls sporadisch zugelassenen symbolischen Lieferungen von Medikamenten, der unzureichenden Versorgung mit elektrischer Energie.

Und da, wo sie Worte machen, die Briefeschreiberinnen, sind diese ein Angriff auf die Wahrheit. So vergießen sie Tränen um Ibrahim Abu Thuraya, den sie als einen »Aktivisten« vorstellen, der, an einen Rollstuhl gefesselt, bei »Protesten« von Soldaten des »Apartheid-Regimes Israel« erschossen worden sei. Nur war der »Aktivist« eben ein Terrorist, stand erst der Fatah nahe, später der Hamas.

Bei Kämpfen zwischen beiden »palästinensischen« Terrororganisationen wurden seine Beine 2005 verletzt, und 2008, da gehörte der »Aktivist« schon zur Hamas, wurden sie erneut bei Auseinandersetzungen zwischen der Terrororganisation und der israelischen Armee verletzt. Mit den Worten, er wolle als »Märtyrer« sterben, verabschiedete er sich in der vergangenen Woche von Angehörigen.

Und natürlich darf auch Ahed Tamimi nicht fehlen, »ShirleyTemper«, die nach einem Angriff auf israelische Sicherheitskräfte vorübergehend festgenommen wurde. Die Boykott-Aktivistinnen verschweigen diese Attacke und schreiben dafür, die »Palästinenserin« sei 16 Jahre alt, suggerieren, Israel verhafte willkürlich Kinder. Tatsächlich gab es den Angriff, in der Tat ist Ahed Tamimi älter.

Lorde, die nach der Veröffentlichung des Offenen Briefs angekündigt hatte, sich beraten lassen und über ihren Auftritt in Tel Aviv nachdenken zu wollen, hat sich falsche Berater gesucht. Mit manipulativen Fälschungen und dreisten Lügen haben die ein Zerrbild der Wirklichkeit gezeichnet. Einmal mehr bewiesen die BDS-Extremisten, daß sie in ihrem Kampf gegen Israel keine Skrupel kennen.

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