Blutgeld

So sicher wie auf den Tag die Nacht folgt, folgt dem vollzogenen Judenmord der Applaus der Islamisten. Kaum machte am frühen Abend die Nachricht von den tödlichen Schüssen mutmaßlich »palästinensischer« Terroristen auf den 35 Jahre alten Raziel Shevach die Runde, feierte die Hamas in Gaza schon den oder die Täter für die »heldenhafte« Tat und kündigte weitere Anschläge an.

So sicher wie die Anerkennung der Hamas ist den Verantwortlichen für den Mord bei Nablus, nach denen die israelischen Sicherheitskräfte noch suchen, zugleich die des Regimes in Ramallah. Sollten sie gefaßt und zu einer Haftstrafe verurteilt werden, wird die »Regierung« um »Präsident« Abu Mazen und »Premierminister« Rami Hamdallah sie bis ans Lebensende finanziell belohnen.

Und sollten der oder die Täter im Laufe der nächsten Stunden oder Tage getötet werden, kommen ihre Angehörigen in den Genuß großzügiger »Märtyrer-Renten«. Aus Zahlen, die das in Tel Aviv residierende Verteidigungsministerium am Montag veröffentlichte, geht hervor, daß Ramallah 2017 insgesamt mindestens 347 Millionen Dollar aus seinem Budget für solche »Löhne« ausgegeben hat.

Je nach »Erfolg« ihrer Tat erhalten »palästinensische« Terroristen danach monatlich mindestens 580 Dollar, während besonders »verdiente« Mörder sich auf etwa 2.900 Dollar im Monat freuen können – lebenslang. Sind die Täter israelische Staatsbürger, so erhalten sie weitere Prämien. In »Palästina« liegt das durch Arbeit erzielte durchschnittliche Monatseinkommen bei etwa 245 Dollar pro Person.

Terrorismus läßt sich die »Palästinenserführung« also durchaus einiges kosten, insgesamt ungefähr den Betrag, den etwa die Vereinigten Staaten (noch) pro Jahr an die UNRWA überweisen oder mehr als den doppelten Betrag der jährlichen Zahlungen der EU an die Agentur der Vereinten Nationen. Die wirklichen Finanziers des antisemitischen Terrors sind denn auch die Sponsoren Ramallahs.

Während in den Vereinigten Staaten derzeit zumindest versucht wird, den offenen Mißbrauch der Hilfen für die »Palästinenser« durch deren »Führung« zu unterbinden, reden andere Unterstützer sich mit teils aberwitzigen Begründungen heraus. Die deutsche Regierung beispielsweise will in den »Märtyrer-Renten« eine begrüßenswerte Frühform einer »Sozialversicherung« entdeckt haben.

Würzt das Auswärtige Amt zu Berlin seine »Verurteilung« des Anschlags auf Raziel Shevach mit der zynischen Forderung, »wir erwarten, daß alle Seiten aktiv zur Deeskalation beitragen«, darf man ob solcher Bekenntnisse zu den »Märtyrer-Renten« wohl davon ausgehen, daß Ramallah so bald der finanzielle Nachschub nicht ausgehen wird. Das Deeskalieren überläßt Berlin anderen.

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