Vorgeführt: Guido Westerwelle in Ramallah

Der deutsche Außenministerdarsteller Guido Westerwelle läßt sein Außenamt per Newsletter mitteilen, er habe in Ramallah „erklärt“, „die Situation der palästinensischen Flüchtlinge wird sich dauerhaft allerdings nur durch umfassende Friedensverhandlungen regeln lassen.“

Gleichzeitig verkünden „palästinensische“ Medien, mit wem sich „Palästinenserpräsident“ Abu Mazen am Donnerstag in Kairo wozu treffen wird:

„President Mahmoud Abbas and Hamas chief Khalid Mashaal are expected to agree on the structure of a Palestinian national unity government during their meeting in Cairo on Thursday.“

Die Hamas hält schon den Gedanken an Friedensverhandlungen zwischen „Palästinensern“ einer- und Israel andererseits für überflüssig. Sie will Israel und erklärtermaßen alle Juden auf dem Wege eines Heiligen Kriegs vernichten. Abu Mazen hat damit nicht das geringste Problem.

Auch er hat erklärt, er werde weder einen jüdischen Staat dulden noch auch nur einen einzigen israelischen Bürger in einem „Palästina“, was sich – wenn überhaupt – allenfalls geringfügig von der Vision der Hamas unterscheidet.

Seinem deutschen Gast indes, der sich denn auch spendabel zeigte, erzählte „Palästinenserpräsident“ Abu Mazen, was ihm kürzlich schon zwei überaus kompetente Zeit„Journalisten“ bereitwillig glaubten. Die „staatliche“ Agentur Wafa entwarf ein gar schönes Protokoll:

„President Mahmoud Abbas Wednesday said [..]

Abbas said [..]

He said [..]

He said [..]

Abbas valued [..]

He praised [..].“

Und Außenministerdarsteller Guido Westerwelle überreichte brav einen Scheck über 11 Millionen Euro und hatte ansonsten nicht eine einzige Frage etwa zu Mufti Muhammad Husseins Genozidaufruf oder zum Verhältnis zur Hamas.

Das hätte auch Jörg Lau vor zwei Wochen erledigen können.

1 Comment

Add a Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

tw_24:blog © 2006-2017