Schlagwort: Ban Ki Moon

Vergebliche Erkenntnis

Ban Ki Moon, der scheidende Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat sein letztes Briefing des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen »zur Lage im Nahen Osten und zur palästinensischen Frage« genutzt, die geringen Fortschritte zu beklagen, die während seiner Amtszeit auf diesem Gebiet erreicht werden konnten. Überraschend räumte er eine Mitverantwortung der Weltorganisation ein.

In »Jahrzehnten voller politischer Manöver«, so Ban Ki Moon, sei eine »unverhältnismäßig hohe Zahl von Resolutionen und Berichten entstanden [..], die Israel kritisieren«. Dadurch seien die Vereinten Nationen eher daran gehindert worden, ihre Aufgabe zu erfüllen, als »die palästinensische Sache« voranzubringen. Dabei habe er stets vor Voreingenommenheit gegenüber Israel gewarnt.

Gebracht haben diese Warnungen, falls es sie denn gab, indes wenig. Das machte Danny Danon, der Israel bei den Vereinten Nationen vertritt, in einem Statement deutlich, das das Eingeständnis Ban Ki Moons gleichwohl begrüßte: 223 Resolutionen mit Angriffen auf Israel in der vergangenen Dekade stehen danach beispielsweise ganze acht gegenüber, die die Lage in Syrien thematisieren.

Gänzlich neu ist die Erkenntnis allerdings nicht. Ban Ki Moons Amtsvorgänger Kofi Annan etwa sah sich genötigt, die »Menschenrechtskommission« der Vereinten Nationen unter Hinweis auf das in ihr vorherrschende antiisraelische Klima aufzulösen. Ihr Nachfolger, der »Menschenrechtsrat«, schaffte es jedoch innert kürzester Zeit, sich erneut als antiisraelisches Gremium zu etablieren.

Zuletzt war es die innerhalb der Vereinten Nationen für Kultur und Bildung zuständige UNESCO, deren Exekutivrat mit antiisraelischen Beschlüssen sogar Direktorin Irina Bokova dazu brachte, sich öffentlich von der Organisation zu distanzieren, der sie vorsteht. Und auch die seit September in New York tagende UN-Vollversammlung stimmte wieder mit breiter Mehrheit gegen Israel.

Mit ihrem Abstimmungsverhalten zeigten dabei vor allem die europäischen Staaten, daß sie Teil des Problems sind. Statt gemeinsam mit den Vereinigten Staaten, Kanada, ein paar Inselstaaten und Israel zu votieren, enthielten sie sich in wenigen Fällen und stimmten in den meisten mit der antisemitischen Mehrheit. Nichts deutet daher darauf, daß Ban Ki Moons Worten erhört werden.

Kriegserklärung

Mit Ban Ki Moon hat sich auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen von einem Versuch distanziert, Geschichte nach antisemitischen Vorgaben neu zu schreiben. Leugnet der Exekutivrat der UNESCO auf »palästinensischen« Wunsch seit dem vergangenen Donnerstag jüdische und christliche Verbindungen ins Heilige Land, betonte ein Sprecher Ban Ki Moons sie am Freitag.

»Für den Generalsekretär gibt es keinen Zweifel an der Bedeutung der Altstadt und ihrer Mauern für die drei monotheistischen Religionen«, erläuterte Stéphane Dujarric die Position des Kopfes der Weltorganisation, »alle Versuche, diese Tatsache in Abrede zu stellen, dienen nicht dem Frieden, sondern fördern nur Gewalt und Radikalismus«. Leider blieb die korrekte Analyse folgenlos.

In der Tat kann die UNESCO-Resolution mit Blick auf Aussichten, einen Friedensprozeß zwischen Israel und »Palästinensern« wiederbeleben zu können, nur als verheerend bewertet werden. Damit, daß sie sich weigern, jüdische Heiligtümer anzuerkennen, zwingen »Palästinenser« Israel geradezu, deren Erhalt und auch den Zugang zu ihnen mit nicht zuletzt militärischen Mitteln zu erzwingen.

Müssen Juden davon ausgehen, daß ihnen ein möglicher »palästinensischer« Staat willkürlich den Zutritt zu heiligen Stätten verwehren könnte, verliert die Zwei-Staaten-Lösung im Vergleich zum gleichwohl nicht idealen Status quo an Attraktivität. Kein israelischer Politiker, der einigermaßen bei Verstand ist, könnte sich unter solchen Umständen irgendwelche Kompromisse erlauben.

Der Vorstoß der »Palästinenser« im Exekutivrat der unter ihrem Kürzel UNESCO berüchtigten Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur ist nicht nur eine läßliche Frechheit. Er ist ein Angriff auf die gesamte zivilisierte Welt, die nun gefordert ist, jene in die Schranken zu weisen, von denen dieser durchaus kriegerische Akt ausgeht und unterstützt wird.

Blinder Fleck

»Where global solutions are shaped for you« – die Vereinten Nationen haben, der Zustand der Welt ist leider nicht anders, viel zu tun. Natur- und »humantitäre« Katastrophen, Kriege und Terror fordern die Weltorganisation immer wieder neu heraus. Den Überblick zu behalten, das fällt dabei gewiß nicht immer leicht, deshalb aber gibt es etwa das United Nations Office at Geneva (UNOG).

Die fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Büros am Genfer Standort der Organisation pflegen eine beeindruckende Übersicht über »Reaktionen der Vereinten Nationen auf Terrorakte«, die die NGO Human Rights Voices entdeckt hat. 37 Einträge umfaßt diese Liste derzeit, die mit den Verurteilungen terroristischer Anschläge im Libanon und Frankreich am 13. November beginnt.

Zu erfahren ist, daß der UN-Sicherheitsrat und Ban Ki-Moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, in den mehr als drei Monaten seither Anschläge in Syrien verurteilt haben, im Irak, in afrikanischen Staaten, in der Türkei, in Saudi-Barbarien, daß »nichts den Verlust von Leben rechtfertigen« könne. Es sind 37 Statements, für die es besser keinen Anlaß gegeben hätte.

Doch etwas fällt auf beim Blick auf diese Liste: Es gab zwischen 13. November 2015 und 29. Februar 2016 ganz offenbar keinen »palästinensischen« Terrorismus gegen Juden. Zumindest keinen, der schrecklich genug gewesen wäre, kommentiert zu werden. Zwar hat sich Ban Ki-Moon durchaus geäußert, konnte damit aber, scheint’s, nicht einmal die eigenen Leute überzeugen.

Oder sind für die Vereinten Nationen ausweichlich ihrer eigenen Übersicht Angriffe, die zur Ermordung von mehr als 30 Menschen führten und bei denen über 100 Opfer verletzt wurden, gar kein Terrorismus, weil es um Attacken »palästinensischer« Attentäter gegen Juden geht? Dem UNOG jedenfalls ist für den Einblick, den es in die Welt der UN-Werte gewährt, zu danken.

Heuchler

In der Nacht zum Sonnabend drangen mutmaßlich »palästinensische« Täter in ein als Synagoge genutztes Zelt in den umstrittenen Gebieten ein und setzten dort Torah-Rollen in Brand. Die Synagoge war zum Gedenken an Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Fraenkel eingerichtet worden, drei Jugendlichen, die im Juni 2014 von Terroristen entführt und ermordet worden waren.

Während israelische Politiker den Anschlag scharf verurteilten und vor allem europäische Medien und Politik noch um Fassung und Worte ringen, beauftragte der UN-Generalsekretär einen Sprecher, seiner Ablehnung der Tat Ausdruck zu verleihen. Nachdem Ban Ki-Moon kurz zuvor »palästinensischen Widerstand« rechtfertigt hatte, ist er allerdings nur bedingt glaubwürdig.

Und so muß denn auch diesmal sein abschließender Appell an »alle Seiten« irritieren, die »Würde heiliger Stätten« zu respektieren, denn mit ihm lenkt der Chef der Weltorganisation vom konkreten Anschlag und möglichen tatsächlichen Hintergründen ab. Statt über eine »andere Seite« zu spekulieren, wäre es angebracht, sich der sehr wahrscheinlich aktuell verantwortlichen zu widmen.

So sind »palästinensische« Angriffe auf jüdische heilige Stätten nämlich kaum Einzelfälle, sondern gehören zur »Politik« des Regimes in Ramallah. Bezweifelt es beispielsweise jüdische Bezüge nach Jerusalem, dann hat das mit Respekt gewiß wenig zu tun. Und bringt es die UNESCO dazu, eine jüdische heilige Stätte zur Moschee zu erklären, dann sind die Vereinten Nationen seine Komplizin.

Wo dem religiösen Judentum auf diese quasi »amtliche« Weise der Respekt verweigert wird, kann es letztlich auch nicht verwundern, verüben »Palästinenser« Anschläge wie am Freitag, zumal ihnen erst wenige Tage zuvor, am Montag, Al-Hayat Al-Jadida, die offizielle Zeitung der PA, mit antisemitischer Hetze noch ein allerletztes überzeugendes Motiv geliefert haben könnte.

Doch von all dem kein Wort beim UN-Generalsekretär, dessen nur allzu billige Erklärung denn auch nicht zu überzeugen vermag. Sie demonstriert nur einmal mehr die ganze Heuchelei einer Organisation und ihres Generalsekretärs, bei der und dem Anspruch und Sein nicht einmal mehr annähernd zueinander passen. Ban Ki-Moon hätte unter diesen Umständen besser geschwiegen.

Verleumder

Wer loszieht, um als »Märtyrer« zu sterben, den treibt keine Verzweiflung. Wer den Tod sucht, dem liegt wenig an den Umständen im Diesseits. Wem von den Eltern, von Freunden und Bekannten, von Lehrern, von »geistlichen« und anderen »Führern« ständig erzählt wird, der Mord an Juden sei eine »heilige Pflicht«, vielleicht auch eine »nationale«, der hat gar keine Zeit für Verzweiflung.

Und doch finden sich immer wieder Menschen, die angebliches israelisches Fehlverhalten für »palästinensischen« Terrorismus gegen Juden verantwortlich machen. Ganz so, als gäbe es keinen Antisemitismus und eine durch und durch korrupte »palästinensische« Elite, die um dessen Kraft weiß, hat sich nun UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon erneut zu deren Fürsprecher aufgeschwungen.

In einem Meinungsartikel in der New York Times reagiert der amtierende Generalsekretär der Vereinten Nationen, der in den vergangenen Tagen Israel bereits mehrfach scharf angegriffen hatte, auf Kritik aus Jerusalem, indem er den Vorwurf wiederholt, der »palästinensische« Terror der vergangenen Wochen werde durch »Besatzung« und daraus resultierende »Verzweiflung« befeuert.

Und indem er das sagt, relativiert Ban Ki-Moon natürlich zwangsläufig seine vermeintliche Verurteilung der gegen Juden und ihren Staat gerichteten Gewalt. Er ist unglaubwürdig, erklärt er, »nichts rechtfertigt Terrorismus«, behauptet aber im gleichen Atemzug, Israel trage durch seine Politik die alleinige oder Hauptverantwortung daran. Denn das ist schlicht nicht der Fall.

Antisemitismus kommt in dem Beitrag des UN-Generalsekretärs nicht einmal vor, der damit demonstriert, wie wenig er von dem Phänomen versteht, das doch aber in der gesamten Region (und nicht nur da) die Hirne vernebelt. Israel existierte gar nicht, da hetzte der später ins nazideutsche Exil geflüchtete Großmufti von Jerusalem schon die Araber zu Pogromen gegen Juden auf.

Und heute sind es die Erben Haj Mohammed Amin el Husseinis, die Unfrieden stiften, indem sie die Verleumdungen wiederholen, die er einst streute. »Palästinenserpräsident« Abu Mazen durfte sie im Rahmen der UN-Vollversammlung vortragen, von den Vereinten Nationen bezahlte Lehrer füllen mit ihnen gewiß nicht bloß ihre Facebook-Seiten. Hier müßte Ban Ki-Moon aktiv werden.

Er jedoch zieht es vor, den in »Palästina« allgegenwärtigen Antisemitismus entweder zu ignorieren oder zu verharmlosen und zu rechtfertigen. Damit trägt der UN-Generalsekretär selbst dazu bei, daß Gewalt gegen Juden nicht so bald verschwinden wird. Die er tatsächlich verurteilen müßte, denen stimmt er, den »neutralen« Beobachter mimend, tatsächlich zu. Und damit ist er Teil des Problems.

Komplize

Ban Ki-Moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat, wie die Weltorganisation meldet, im UN-Sicherheitsrat »leidenschaftlich« für einen Kompromiß im Konflikt zwischen Israel und »Palästinensern« geworben. Bei der Übermittlung seiner Botschaft in die Welt allerdings muß dann ein schwerer Fehler passiert sein, denn von dem Friedensappell kam dort nicht mehr viel an.

Während auch und gerade gewohnt kritische deutsche Medien nämlich einhellig berichten, Ban Ki-Moon habe »die israelische Siedlungspolitik außergewöhnlich hart kritisiert« oder »Israels Siedlungsbau und den Umgang mit den Palästinensern kritisiert«, also tatsächlich wohl ziemlich parteiisch gewütet, reagierte auch Israels Premier Benjamin Netanjahu »äußerst verschnupft«.

»›Die palästinensischen Mörder wollen keinen Staat errichten, sondern einen Staat zerstören‹, hieß es in Jerusalem. Die Äußerungen des UN-Chefs seien ein weiterer Beleg dafür, dass ›die Vereinten Nationen schon vor langer Zeit ihre Neutralität und ihre moralische Kraft verloren‹ hätten.«

Diesem Urteil ist unbedingt zuzustimmen. Denn in der Tat rechtfertigt UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon mit seinen Angriffen auf eine israelische Politik, die in den vergangenen 18 Monaten übrigens durch ein informelles Ausbau-Moratorium für Siedlungen gekennzeichnet war, jenen Terror, den er abzulehnen behauptet, nicht nur, er übernimmt sogar direkt dessen »Argumente«.

Erklärt der Chef-Diplomat der Vereinten Nationen die »palästinensische« Gewalt zu einer »natürlichen Antwort« auf »Besatzung« oder »Hoffnungslosigkeit«, verschleiert er deren antisemitischen Charakter. Darüber hinaus findet sich die Bezeichnung »natürliche Antwort« in den zahllosen Bekennerschreiben, mit denen Hamas, Fatah, Islamic Jihad und PFLP ihre Taten preisen.

Und so macht sich Ban Ki-Moon gemein mit Gangs, die sich dem Judenmord verschrieben haben, nicht aber der Schaffung eines unabhängigen, friedlichen und demokratischen Staates, den sie schon längst haben könnten, wollten ihre Anführer ihn. Ein UN-Generalsekretär, der das nicht erkennen kann oder will, hat als Komplize von Terroristen jede Autorität verloren.

Brandstifter

Aus Anlaß eines Treffens des UN-Ausschusses für die Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes mit Vertretern der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) in Jakarta hat sich Ban Ki-Moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, als Konfliktforscher betätigt und in einem Grußwort dargelegt, was er von »palästinensischem« Terror gegen Juden hält:

»Wir werden Augenzeugen einer Wut, die die Folge ist von nahezu fünf Jahrzehnten israelischer Besatzung. Sie ist das Ergebnis von Angst, Erniedrigung, Frustration und Mißtrauen. Sie wurde am Leben erhalten durch die Wunden eines jahrzehntelangen Konflikts, die zu heilen eine lange Zeit brauchen wird. Besonders die palästinensische Jugend sieht kein Licht am Ende des Tunnels und hat die gebrochenen Versprechen satt.«

Mit seinen Worten bestätigt Ban Ki-Moon frühere Äußerungen des »Palästinenserpräsidenten« Abu Mazen, der sich mit ihnen hinter die Mordversuche und Morde an Juden der vergangenen Wochen gestellt und zugleich versucht hatte, die Mitverantwortung seines Regimes für sie zu leugnen. Ban Ki-Moon hat mit seiner Stellungnahme nun auf ähnliche Weise versucht, Terror zu rechtfertigen.

Tatsächlich ist es aber nicht »Verzeiflung«, die die Terroristen antreibt, sondern Antisemitismus, ein Haß, der sich gegen Juden richtet, weil sie Juden sind oder als solche wahrgenommen werden, nicht wegen eines bestimmten Verhaltens. Die Terroristen wollen Juden ermorden und, wenn nötig, als »Märtyrer« sterben, sie wollen keine tatsächlichen oder eingebildeten Mißstände abstellen.

Ihr »Problem« ist, so wird es ihnen schließlich tagtäglich eingeredet, die Existenz des Judentums. Und durchaus folgerichtig gibt es denn auch nichts, was Juden tun oder lassen könnten, den gegen sie gerichteten Haß zu beenden. Das von seinen Eltern stolz in sozialen Netzwerken präsentierte Kleinkind, das zum Judenmord aufruft, weiß mit einiger Sicherheit noch nicht, was es da tut.

Aber es wird, so »sozialisiert«, Juden zeitlebens hassen und gar nicht auf den Gedanken kommen, die Frage nach dem Warum zu stellen. »Stich zu! Stich zu!« Juden sind dazu da, mit Messern auf sie einzustechen, sie zu überfahren, in die Luft zu sprengen. Mit ihnen reden? »Jeder Versuch, normale Beziehungen zum zionistischen Feind aufzubauen, ist ein Verbrechen gegen die Menschheit.«

Ban Ki-Moon hat mit seiner »Analyse« Partei ergriffen für die, die Kindern und Jugendlichen den Haß einimpfen, ihre Begeisterungsfähigkeit ausnutzen, sie als Kanonenfutter mißbrauchen und an dem Leid, das sie anrichten, ergötzen. Wo er einen Beitrag hätte leisten können zur Überwindung eines Konflikt, hat der UN-Generalsekretär verantwortungslos Öl ins Feuer gegossen.

Farce

Das ist wohl Ironie: Während Ban Ki-Moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, kurzfristig in die Region reisen will, um noch am Dienstag bei Treffen mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu und dem »Präsidenten« der PA »Spannungen auszuräumen«, stiftet die zur UNO gehörende UNESCO mit der Abstimmung einer antisemitischen Resolution weitere Aufregung.

Sechs arabische Staaten (Algerien, Ägypten, Kuwait, Marokko, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate), die dem Executive Board der angeblich für Erziehung, Wissenschaft und Kultur zuständigen Abteilung der Weltorganisation angehören, wollen auf Wunsch der »Palästinenser« die Klagemauer in Jerusalem zu einem Teil der Al-Aksa Moschee erklären lassen.

Die UNESCO würde, stimmt sie der Beschlußvorlage der arbischen Staaten zu, damit nicht mehr und nicht weniger als Geschichte unter islamischen Vorzeichen fälschen und sich offiziell einer antisemitischen Ideologie anschließen, die jede jüdische Beziehung zu Jerusalem leugnet: eine Juden heilige Stätte soll zu einer islamischen heiligen Stätte umdeklariert werden, die sie nie war.

Die UNESCO hat sich bereits auf ähnliche Weise instrumentalisieren lassen. Vor fünf Jahren beispielsweise entschied sie – ebenfalls auf Betreiben des Regimes in Ramallah –, Rachels Grab und die Höhle des Patriarchen, Heiligtümer des Judentums, die heute in den umstrittenen Gebieten liegen, zu »Moscheen« zu erklären. Über Widersprüche setzte die UNESCO sich 2010 hinweg.

Auch gegen den jüngsten Versuch der offiziellen »Palästinenser«, jüdische und damit zwangsläufig Menschheits- und Zivilisationsgeschichte umzuschreiben, regt sich Protest. Zu befürchten aber ist, daß die UNESCO einmal mehr Wünschen aus Ramallah nachgeben wird. Ban Ki-Moon reiste daher besser nach Paris und sorgte dort für den Rauswurf von als Diplomaten getarnten Antisemiten.

UN-Mensch

Manchmal lohnt es, über Headlines nachzudenken, entlarven sie doch gelegentlich die ganze Absurdität des Geschehens, von dem sie künden. Was steckt etwa dahinter, wenn der deutsche »Nachrichtensender« N-TV am Abend des bisher blutigsten Tags der jüngsten »palästinensischen« Terrorwelle titelt: »Nach tödlichen Attentaten. Ban wirft Israel ›exzessive Gewalt‹ vor«?

In Israel wurden am Dienstag mindestens drei Menschen durch »palästinensische« Angreifer ermordet und zahlreiche weitere verletzt. Und in dieser Situation kommt der Generalsekretär der Vereinten Nationen daher und denkt »beunruhigt« und laut über einen »offenbar exzessiven Gewalteinsatz« durch israelische Sicherheitskräfte nach. Das ist – in der Tat absurd.

Bewaffnete »Palästinenser« schlachten in der israelischen Hauptstadt Menschen ab und versuchen, auch in anderen Gegenden Israels Menschen zu ermorden, doch Ban Ki-Moon macht sich Sorgen ob eines gleichwohl bloß »offenbar exzessiven Gewalteinsatzes« israelischer Polizei oder Armee. Der zweifellos exzessive Gewalteinsatz »palästinensischer« Terroristen ist ihm hingegen egal.

Versuchte der UN-Generalsekretär noch vor wenigen Tagen, wenigstens so zu klingen, als empfinde er Empathie für die Opfer »palästinensischen« Terrors, fürchtet er nun offenbar, israelische Sicherheitskräfte könnten bei der Verfolgung ihrer Mörder deren Triumphgefühle verletzen. Daß er dafür keine Beispiele nennen kann, hält Ban Ki-Moon nicht davon ab, Israel vorzuverurteilen.

N-TV ist es gelungen, mit nur wenigen Worten die Erbärmlichkeit dieses Diplomaten vorzuführen, die Menschenverachtung jener Organisation, die er repräsentiert. In »Palästina« wird zum Mord an Juden aufgerufen und werden die, die den Aufrufen folgen, als Vorbilder und »Märtyrer« gefeiert und geehrt. Und Ban Ki-Moon verleumdet die, die die Mörder aufhalten oder verfolgen sollen.

Appell aus Ramallah: Straffreiheit für Terror

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat am Sonntag »in the strongest terms«, die ihm möglich scheinen, »the attacks on Saturday 3 October in the Old City of Jerusalem« verurteilt. In seinem Statement erinnerte Ban Ki-Moon auch daran, daß bereits am Donnerstag bei Nablus eine israelische Familie angegriffen worden war, vier Kinder mußten ansehen, wie ihre Eltern ermordet wurden.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen verzichtet, und das ehrt ihn und seine Organisation gewiß nicht, darauf, die Täter zu benennen. So verurteilt Ban Ki-Moon zwar »Gewalt«, nicht jedoch konkrete Täter. Diese Zurückhaltung scheint das Regime um »Palästinenserpräsident« Abu Mazen als Einladung verstanden zu haben, seine Sicht der Geschehnisse in Worte zu fassen:

»In a statement Sunday, the government asked the international community and the United Nations to intervene to compel Israel to stop its violations in the Palestinian occupied territories, the recent of which were the killing of two Palestinians in Jerusalem [..]. The PA considered the Israeli escalation to be an obstacle to ongoing peace efforts and the two-state solution.«

Damit allerdings hat die »Regierung« in Ramallah ganz ausdrücklich sich mit Terroristen solidarisiert, denn um solche handelt es sich bei den Getöteten, und auch noch Vereinte Nationen und Weltgemeinschaft aufgefordert, dafür zu sorgen, daß Mordversuche und Morde an Juden straffrei bleiben. Diese eindeutige Positionierung Ramallahs sollte und muß Folgen haben.

Zunächst aber blamiert sie all jene, die meinen, Abu Mazen sei ein »Partner für Frieden«. Es mag sein, daß der Amtsnachfolger Yassir Arafats verglichen mit anderen prominenten »Palästinensern« tatsächlich »gemäßigt« ist. Gleichwohl stehen er und sein Regime eben nicht für Gewaltfreiheit, sondern hinter grausamen Mördern. Und diffamiert werden jene, die sie aufzuhalten versuchen.

Mit seinem »Hilferuf« vom Sonntag stellt sich das Regime in Ramallah unübersehbar gegen Ban Ki-Moon. Wo er israelische Opfer sieht, beklagt Abu Mazens »Behörde« den Verlust zweier »Palästinenser«, die dafür verantwortlich sind, daß es diese Opfer gibt. In seiner Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida ehrt das Regime Abu Mazens die Mörder am Montag zudem als »Märtyrer«.

Es hat sich damit selbst aus dem Kreis zivilisierterer Gesellschaften ausgeschlossen, seinen barbarischen Charakter enthüllt. Wer ihn noch leugnet und es unterstützt, macht sich mitschuldig.

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