{"id":10154,"date":"2026-09-13T15:39:09","date_gmt":"2026-09-13T13:39:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=10154"},"modified":"2026-09-13T15:39:09","modified_gmt":"2026-09-13T13:39:09","slug":"verzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=10154","title":{"rendered":"Verzug"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr die n\u00e4chste Woche in der italienischen Hauptstadt Rom geplante Gespr\u00e4che zwischen Vertretern der Regierungen in Beirut und Jerusalem sollen nach Medienberichten erst im Oktober stattfinden. W\u00e4hrend sich in den n\u00e4chsten Tagen die Botschafter des Libanon und Israels in Washington offenbar wie <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/israel-lebanon-talks-rome-next-week-postponed-axios-reports-2026-09-11\/\">vorgesehen<\/a> im amerikanischen Au\u00dfenministerium treffen werden, wird die n\u00e4chste Verhandlungsrunde in Rom aufgrund von \u00bbTerminproblemen\u00ab verschoben.<\/p>\n<p>Dabei d\u00fcrfte es sich zumindest zum Teil um vorgeschobene Gr\u00fcnde handeln. Die j\u00fcdischen Feiertage aus Anla\u00df des Jahreswechsels jedenfalls d\u00fcrften niemanden \u00fcberrascht haben. In der Tat scheint Beirut verschnupft dar\u00fcber, da\u00df die israelischen Streitkr\u00e4fte im Libanon weiter gegen die Hisbollah vorgehen, die den S\u00fcden des Landes beherrscht. Die von Teheran gelenkte islamistische Terrororganisation hatte im M\u00e4rz von dort aus Israel mit Raketen angegriffen.<\/p>\n<p>Im Juni hatten die libanesische und die israelische Regierung sich unter Vermittlung der Vereinigten Staaten auf ein Rahmenabkommen <a href=\"https:\/\/www.state.gov\/releases\/office-of-the-spokesperson\/2026\/06\/trilateral-framework-between-the-united-states-of-america-the-state-of-israel-and-the-republic-of-lebanon\/\">verst\u00e4ndigt<\/a>, das eine Entwaffnung der Hisbollah vorsieht und im Gegenzug dazu einen Abzug israelischer Truppen von libanesischem Gebiet, um so die Souver\u00e4nit\u00e4t Beiruts wiederherzustellen. Es ist allerdings kaum zu \u00fcbersehen, da\u00df Beirut seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen bisher g\u00fcnstigenfalls eher z\u00f6gerlich nachkommt.<\/p>\n<p>Mit der Zerst\u00f6rung der f\u00fcr die islamistische Terrororganisation bedeutsamen Tunnelanlage unter der Anh\u00f6he von <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/ali-al-taher-ridge-emerges-flashpoint-israel-hezbollah-war-2026-09-03\/\">Ali al-Taher<\/a> haben die israelischen Streitkr\u00e4fte die Hisbollah derweil erheblich schw\u00e4chen k\u00f6nnen. Neben der Festung Belfort kontrollieren sie nun eine weitere wichtige Stellung, von der aus nahezu die gesamte derzeitige Pufferzone an der libanesisch-israelischen Grenze \u00fcberblickt werden kann, was die Bewegungsfreiheit der Hisbollah erheblich einschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Dennoch kritisierte Joseph Aoun, jener libanesische Pr\u00e4sident, der bereits im Sommer 2025 <a href=\"https:\/\/www.al-monitor.com\/originals\/2025\/08\/lebanon-plans-disarm-hezbollah-year-end\">versprochen<\/a> hatte, die \u00bbPartei Gottes\u00ab bis zum Jahresende zu entwaffnen, das israelische Vorgehen gegen die Hisbollah bei einer Visite des in der N\u00e4he von Ali al-Taher gelegenen Nabatiyehs. Statt sich von der Terrororganisation in Diensten Teherans zu distanzieren, <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/lebanon-israel-hezbollah-joseph-aoun-nabatiyeh-visit-867b9fc371b7944264f8647f319520de\">setzte<\/a> er dabei Jerusalem ins Unrecht und best\u00e4tigte so, wie wankelm\u00fctig Beirut als Verhandlungspartner ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die n\u00e4chste Woche in der italienischen Hauptstadt Rom geplante Gespr\u00e4che zwischen Vertretern der Regierungen in Beirut und Jerusalem sollen nach Medienberichten erst im Oktober stattfinden. 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