{"id":1780,"date":"2009-12-27T13:33:40","date_gmt":"2009-12-27T12:33:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tw24.info\/?p=1780"},"modified":"2009-12-27T13:33:40","modified_gmt":"2009-12-27T12:33:40","slug":"kultur-der-barbarei-karl-theodor-zu-guttenberg-als-taliban-h-c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=1780","title":{"rendered":"Kultur der Barbarei: Karl-Theodor zu Guttenberg als Taliban h.c."},"content":{"rendered":"<p>Der <i>deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg<\/i> sucht weiter nach <i>&#8222;gen\u00e4\u00dfigten Taliban&#8220;<\/i>. Nebenbei <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2009\/12\/27\/verteidigungsminister-karl-theodor-zu-guttenberg\/interview-ueber-afghanistan-kunduz-affaere.html\">erkl\u00e4rt<\/a> er dessen <i>Bev\u00f6lkerung <i>Afghanistan<\/i><\/i> zum naturgegeben <i>demokratieunf\u00e4higen<\/i> Gebiet.<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Ich bin schon l\u00e4nger zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass Afghanistan gerade wegen seiner Geschichte und seiner Pr\u00e4gung sich nicht als Vorzeige-Demokratie nach unseren Ma\u00dfst\u00e4ben eignet. Und wir m\u00fcssen uns fragen, wer von den Aufst\u00e4ndischen stellt eine ernsthafte Bedrohung f\u00fcr die Staatengemeinschaft dar und wem geht es um afghanische Angelegenheiten. Die Frage der Menschenrechte muss dabei einbezogen werden, ohne die gewachsenen Kulturen in Afghanistan zu ignorieren.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Folgt man den <i>&#8222;Argumenten&#8220;<\/i> des <i>Karl-Theodor zu Guttenberg<\/i>, so bestimmen <i>Talibanbanden<\/i>, die <i>&#8222;gewachsene Kultur&#8220;<\/i>, die der <i>Deutschen<\/i> Vorzeigeminister nun eben auch bei jenen entdeckt haben und <i>beachten<\/i> will. <i>Afghanistan<\/i> ist nicht <i>demokratiew\u00fcrdig<\/i>, weil es ein paar <i>reaktion\u00e4re Islamisten<\/i> gibt, die in <i>Theorie<\/i> und <i>Praxis<\/i> f\u00fcr <i>vorzivilisatorische Barbarei<\/i> stehen. Mit der aber, weil dies auch eine <i>&#8222;gewachsene Kultur&#8220;<\/i> sei, will der <i>deutsche Verteidigungsminister<\/i> seinen Frieden machen, ihr <i>Afghanistan<\/i> ausliefern.<\/p>\n<p>Im <i>deutschen Freistaat Sachsen<\/i> h\u00e4lt eine <i>NPD-Fraktion<\/i> sich hartn\u00e4ckig &#8211; und durchaus <i>legitimiert<\/i> &#8211; im <i>Landtag<\/i>. Die <i>Nazis<\/i> um <i>Holger Apfel<\/i> repr\u00e4sentieren damit wohl auch eine <i>&#8222;gewachsene Kultur&#8220;<\/i>. Es gibt <i>&#8222;Polit-Superstars&#8220;<\/i>, die meinen, <i>Politik<\/i> via <i>BILD<\/i> vermitteln zu m\u00fcssen &#8211; ebenfalls eine <i>&#8222;gewachsene Kultur&#8220;<\/i>. Und eine fortgesetzte <i>Zumutung<\/i>. Aber wenn sie <i>&#8222;keine ernsthafte Bedrohung&#8220;<\/i> darstellen, dann gibt es keinen Grund, diese <i>deutschen Zust\u00e4nde<\/i> abzulehnen, sie <i>\u00e4ndern<\/i> zu wollen?<\/p>\n<p><i>Sachsen<\/i> sind eben <i>Nazis<\/i>, <i>&#8222;Polit-Superstars&#8220;<\/i> &#8211; <i>BILD<\/i> \u00fcber <i>Karl-Theodor zu Guttenberg<\/i> &#8211; unterbelichtet und <i>Afghanen<\/i> <i>demokratieunf\u00e4hig<\/i>. Eine <i>&#8222;gewachsene Kultur&#8220;<\/i> kann man nicht \u00e4ndern, darf man nicht \u00e4ndern wollen. Was eint hier \u00fcbrigens <i>Nazis<\/i> und den <i>Christenmensch Karl-Theodor zu Guttenberg<\/i>? Sind die einen <i>Rassisten<\/i>, weil sie <i>Ethnien<\/i> mit einer <i>&#8222;Kultur&#8220;<\/i> gleichsetzen, die sie gegebenenfalls <i>hier<\/i> nicht sehen wollen, aber anderwo durchaus <i>sch\u00e4tzen<\/i>, ist der andere aus dem gleichen Grund nat\u00fcrlich auch einer.<\/p>\n<p>Es ist, was <i>Karl-Theodor zu Guttenberg<\/i> betreibt, eine <i>Kapitulation<\/i> vor der <i>Barbarei<\/i>, er <i>verr\u00e4t<\/i> das <i>Individuum<\/i>, das das Pech hat, in ihr aufzuwachsen und zu leben, an sie. Er will dem <i>Individuum<\/i> offenbar keine <i>individuellen Rechte<\/i>, keine <i>individuelle W\u00fcrde<\/i>, zubilligen und damit auch nicht die <i>F\u00e4higkeit<\/i>, mit dem eigenen Schicksal eben gerade auch das der <i>Gesellschaft<\/i> zu \u00e4ndern und zu bestimmen &#8211; jedenfalls nicht in <i>Afghanistan<\/i> mit seiner <i>&#8222;gewachsenen Kultur&#8220;<\/i>.<\/p>\n<p>Wie s\u00e4he das <i>Deutsche Reich<\/i> wohl heute aus, h\u00e4tten die <i>Alliierten<\/i> die <i>judenmordenden Deutschen<\/i> sich selbst und ihrer sehr <i>national &#8222;gewachsenen Kultur&#8220;<\/i> \u00fcberlassen oder, als das nicht mehr m\u00f6glich war, sich leiten lassen von der Maxime, da\u00df <i>Deutschland<\/i> <i>&#8222;gerade wegen seiner Geschichte und seiner Pr\u00e4gung sich nicht als Vorzeige-Demokratie nach unseren Ma\u00dfst\u00e4ben eignet&#8220;<\/i>? Es ist <i>traurig<\/i> wenn <i>Demokratien<\/i> aus <i>\u00f6konomischen<\/i> oder anderen Gr\u00fcnden sich <i>arrangieren<\/i> mit <i>Despotien<\/i> und <i>Diktaturen<\/i>.<\/p>\n<p><i>Peinlicher<\/i> aber noch sind sie, wenn sie <i>&#8222;Polit-Superstars&#8220;<\/i> hervorbringen, die dieses Verhalten sch\u00f6nzureden versuchen, indem sie den <i>Opfern<\/i> solcher <i>Umst\u00e4nde<\/i> bescheinigen, diese verdienten es einfach nicht besser, es passe eben nicht zu ihrer <i>&#8222;gewachsenen&#8220;<\/i> oder auch nur <i>&#8222;Kultur&#8220;<\/i>, nach <i>Selbstbestimmung<\/i> zu verlangen, nach <i>Rechten<\/i>, von denen selbst die <i>Vereinten Nationen<\/i> einst erkl\u00e4rten, sie seien <i>universell<\/i> und <i>unteilbar<\/i>. <i>Karl-Theodor zu Guttenberg<\/i> ist kein <i>&#8222;Polit-Superstar&#8220;<\/i>, er ist wohl vielmehr ein durchaus <i>rassistischer Verr\u00e4ter &#8222;unserer&#8220;<\/i> Werte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sucht weiter nach &#8222;gen\u00e4\u00dfigten Taliban&#8220;. Nebenbei erkl\u00e4rt er dessen Bev\u00f6lkerung Afghanistan zum naturgegeben demokratieunf\u00e4higen Gebiet. &#8222;Ich bin schon l\u00e4nger zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass Afghanistan gerade wegen seiner Geschichte und seiner Pr\u00e4gung sich nicht als Vorzeige-Demokratie nach unseren Ma\u00dfst\u00e4ben eignet. 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