{"id":1804,"date":"2010-01-05T20:39:02","date_gmt":"2010-01-05T19:39:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tw24.info\/?p=1804"},"modified":"2010-01-05T20:39:02","modified_gmt":"2010-01-05T19:39:02","slug":"truemmerlandschaft-gaza-sebastian-engelbrecht-besucht-eine-universitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=1804","title":{"rendered":"&#8222;Tr\u00fcmmerlandschaft Gaza&#8220;: Sebastian Engelbrecht besucht eine Universit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\tZum Ende des vergangenen Jahres mu\u00dften verschiedene <i>&#8222;Nichtregierungsorganisationen&#8220;<\/i> bei den sie finanzierenden <i>Regierungen<\/i>, meist sind es <i>europ\u00e4ische<\/i>, sich in Erinnerung bringen, damit auch im neuen Jahr ihre <i>&#8222;Israelkritik&#8220;<\/i> bezahlt wird. Man will ja schlie\u00dflich <i>&#8222;unabh\u00e4ngig&#8220;<\/i> bleiben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Programme des <i>deutschen Staatsrundfunks<\/i> <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/redirectid.jsp?id=audio47858\">\u00fcbernahm<\/a> der einschl\u00e4gig bew\u00e4hrte <i>Sebastian Engelbrecht<\/i> die <i>PR<\/i> f\u00fcr die <i>&#8222;NGOs&#8220;<\/i>, die hier, da sie sonst ja auch nicht selten einfach voneinander abschreiben, gemeinsam auftraten, also eigentlich geh\u00f6rig <i>sparten<\/i>:<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Gaza ist eine Tr\u00fcmmerlandschaft. An Wiederaufbau ist nicht zu denken. Es scheint, als w\u00e4ren die israelischen Truppen gerade erst abgezogen. Grund f\u00fcr diesen Zustand ist vor allem die Politik Israels. Die Regierung in Jerusalem hat zwar mehrmals angek\u00fcndigt, sie werde die Grenzen zum Gaza-Streifen f\u00fcr den Transport von Baumaterial \u00f6ffnen, doch den Worten folgten keine Taten.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Wirklich?<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Lediglich 41 Lastwagenladungen mit Zement, Glas, Holz und anderem Material lie\u00df Israel passieren. Das geht aus einem Bericht von sechzehn Menschenrechtsorganisationen hervor, die in Gaza aktiv sind. Zu ihnen geh\u00f6ren Amnesty International, Oxfam und Medico International.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Halten wir also fest: <i>&#8222;Gaza ist eine Tr\u00fcmmerlandschaft&#8220;<\/i> und daf\u00fcr haupts\u00e4chlich verantwortlich ist <i>Israel<\/i>. Woher <i>Sebastian Engelbrecht<\/i> das an dieser Stelle wei\u00df, verr\u00e4t er nicht. Auch seine erste <i>Behauptung<\/i> indes d\u00fcrfte er nur schwer belegen k\u00f6nnen. Die <i>&#8222;Tr\u00fcmmerlandschaft Gaza&#8220;<\/i> <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2010\/01\/03\/dlf_20100103_1829_2926d109.mp3\">schildert er<\/a> selbst n\u00e4mlich ein paar Tage sp\u00e4ter so:<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Auf den ersten Blick macht das Leben auf dem Campus einen fr\u00f6hlichen, geradezu unbeschwerten Eindruck. Studentinnen und Studenten laufen munter durcheinander im Schatten der vierst\u00f6ckigen, modernen Universit\u00e4tsbauten. Auch auf den frisch gestrichenen, sauberen Fluren der Islamischen Universit\u00e4t im Zentrum von Gaza-Stadt begegnen sich die Geschlechter.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p><i>Tr\u00fcmmerlandschaft<\/i> also all\u00fcberall. Und es scheint wirklich, als seien die <i>israelischen Truppen<\/i> gerade erst abgezogen.<\/p>\n<p>Und wie geht es den <i>Studentinnen<\/i> und <i>Studenten<\/i>, die <i>&#8222;einen fr\u00f6hlichen, geradezu unbeschwerten Eindruck&#8220;<\/i> hinterlassen? Leiden sie, wenn <i>Sebastian Engelbrecht<\/i> f\u00fcr seine <i>ARD<\/i> genauer hinschaut, unter <i>Hunger<\/i> oder <i>Obdachlosigkeit<\/i>? Klagen sie \u00fcber fehlende <i>Markenkleidung<\/i>? <i>Traumata<\/i>?<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Erst beim zweiten Hinsehen wird deutlich: M\u00e4nner und Frauen bewegen sich in kleinen gleichgeschlechtlichen Gr\u00fcppchen, Kontakt ist streng verboten. F\u00fcr Adim, Architekturstudentin, ist das ein schwer ertr\u00e4glicher Zustand. &#8218;Die Islamische Universit\u00e4t ist wie eine gro\u00dfe Schule, die Studenten sind getrennt, weiblich und m\u00e4nnlich. Das finde ich schlecht. [..]&#8216; Ein freies Gespr\u00e4ch mit Adim und ihren f\u00fcnf Kommilitoninnen, alle Anfang 20, w\u00e4re auf dem Campus der Islamischen Universit\u00e4t nicht denkbar.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Weil &#8211; so kurz nach dem <i>Abzug<\/i> der <i>israelischen Truppen<\/i> &#8211; noch das blanke <i>Chaos<\/i> herrscht auf dem <i>Campus<\/i>?<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Wir haben uns im Marna-Haus verabredet, einem Caf\u00e9, einer Oase relativer Freiheit in Gaza-Stadt. Jedenfalls f\u00fchlt sich Adim hier so frei, da\u00df sie ganz offen Kritik \u00fcbt.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>An den <i>israelischen Truppen<\/i>, deren <i>Schreckensherrschaft<\/i> eben endete? An der <i>&#8222;Tr\u00fcmmerlandschaft&#8220;<\/i>, die sie hinterlie\u00dfen?<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;&#8218;Religion spielt eine gro\u00dfe Rolle an der Islamischen Universit\u00e4t&#8216; [Wer h\u00e4tte das gedacht? (tw_24)]. &#8218;Ich empfinde das als Architekturstudentin als belastend. Das ist \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel, was ich an islamischen F\u00e4chern lernen mu\u00df. Das geht auf Kosten der eigentlichen F\u00e4cher.&#8216;<\/p>\n<p>Alle sechs Studentinnen freuen sich sichtlich, da\u00df sie ihrem \u00c4rger \u00fcber das Hochschulsystem endlich einmal Luft machen k\u00f6nnen.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Wollten die <i>zionistischen Truppen<\/i> ihnen nicht zuh\u00f6ren?<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Sie alle wahren die Form, kommen verschleiert, trinken brav einen Saft durch den Strohlhalm. Djelan findet am schlimmsten, da\u00df nicht einmal ihr Studienfach Architektur frei vom Einflu\u00df der islamistischen Ideologie ist. &#8218;Religion spielt eine dominante Rolle an der Universit\u00e4t. Vor allem bei den Dozenten. Sie m\u00f6chten ihre \u00dcberzeugungen sogar in den nichtreligi\u00f6sen F\u00e4chern gelten lassen. Im meinem Fach Architektur sind wir zum Beispiel gezwungen, H\u00e4user nach islamischen Ansichten zu konstruieren. Keine offenen Salons, getrennte Bereiche f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen in den H\u00e4usern. An der Uni m\u00fcssen wir uns islamisch kleiden. Wir haben neuerdings auch ein Moralkomitee, das die Leute r\u00fcgt. Das finde ich alles negativ und nicht sehr erfreulich. Wer von den Sittenw\u00e4chtern der Universit\u00e4t viermal geschminkt erwischt wird &#8230;'&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>&#8230; dem fehlen nicht die n\u00f6tigen <i>Kosmetika<\/i> &#8230;<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;&#8218;&#8230; kommt vors Moralkomitee. Ein durchsichtiges Kopftuch oder Begegnungen mit m\u00e4nnlichen Studenten auf dem Campus reichen auch f\u00fcr eine Vorladung.&#8216;<\/p>\n<p>Nach offizieller Lesart ist selbst die Islamische Universit\u00e4t ein Hort der Freiheit. Shafik Jendia, Dekan der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ingenieurswissenschaften, studierte einst in Karlsruhe: &#8218;Ich denke, die Universit\u00e4t ist eine unabh\u00e4ngige Universit\u00e4t. Das hat mit Hamas nicht direkt zu tun. Und mit Sicherheit hat Hamas keinen Einflu\u00df auf die Universit\u00e4t, also ich meine, seitdem Hamas an der Regierung ist. [..] Die Universit\u00e4ten sind bei uns so gut wie frei.'&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Sch\u00f6n. Aber wo ist denn nun die <i>&#8222;Tr\u00fcmmerlandschaft Gaza&#8220;<\/i>, wo sind deren <i>Auswirkungen<\/i>, von denen ja auch ein <i>Sebastian Engelbrecht<\/i> schon <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1010466\/\">zu <i><strike>flunkern<\/strike>berichten<\/i><\/a> wu\u00dfte?<\/p>\n<p>Wo ist sie, die <i><a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1010466\/\">&#8222;desolate Situation, in der die 1,5 Millionen Einwohner des Gaza-Streifens leben&#8220;<\/a><\/i>, im Leben der <i>Studentinnen<\/i> der <i>Islamischen Universit\u00e4t<\/i> zu <i>Gaza<\/i>? <\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;An Wiederaufbau ist nicht zu denken. Es scheint, als w\u00e4ren die israelischen Truppen gerade erst abgezogen. Grund f\u00fcr diesen Zustand ist vor allem die Politik Israels.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Und <i>Sebastian Engelbrecht<\/i> spricht nichts als die Wahrheit, wenn er spricht.\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Ende des vergangenen Jahres mu\u00dften verschiedene &#8222;Nichtregierungsorganisationen&#8220; bei den sie finanzierenden Regierungen, meist sind es europ\u00e4ische, sich in Erinnerung bringen, damit auch im neuen Jahr ihre &#8222;Israelkritik&#8220; bezahlt wird. Man will ja schlie\u00dflich &#8222;unabh\u00e4ngig&#8220; bleiben. F\u00fcr die Programme des deutschen Staatsrundfunks \u00fcbernahm der einschl\u00e4gig bew\u00e4hrte Sebastian Engelbrecht die PR f\u00fcr die &#8222;NGOs&#8220;, die hier, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-1804","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tw24.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tw24.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tw24.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tw24.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tw24.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1804"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tw24.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1804\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tw24.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tw24.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tw24.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}