{"id":1937,"date":"2010-02-22T19:51:19","date_gmt":"2010-02-22T18:51:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tw24.info\/?p=1937"},"modified":"2010-02-22T19:51:19","modified_gmt":"2010-02-22T18:51:19","slug":"anne-bayefsky-was-die-iaea-wusste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=1937","title":{"rendered":"Anne Bayefsky: Was die IAEA wu\u00dfte"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\tF\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.forbes.com\"><i>Forbes.com<\/i><\/a> kommentiert <i>Anne Bayefsky<\/i>, die f\u00fcr die <i>NGO <a href=\"http:\/\/eyeontheun.org\/\">Eye on the UN<\/a><\/i> t\u00e4tig ist und am <i><a href=\"http:\/\/www.touro.edu\/ihrh\/about_us.asp\">Touro College<\/a><\/i> lehrt, die j\u00fcngsten <i>&#8222;Enth\u00fcllungen&#8220;<\/i>, die die <i>IAEA<\/i> in der vergangenen Woche vorlegte, deren Inhalt freilich nur den \u00fcberrascht, der in den vergangenen Jahren der <i>UN-Beh\u00f6rde<\/i> zu glauben vermochte.<\/p>\n<p><i>Anne Bayefsky<\/i>: <a href=\"http:\/\/www.forbes.com\/2010\/02\/21\/iaea-united-nations-mohammed-elbaradei-opinions-contributors-anne-bayefsky.html\"><b>Was die IAEA wu\u00dfte<\/b><\/a><\/p>\n<p><i>Die UN-Beh\u00f6rde, die die nukleare Proliferation verhindern soll, machte sie erst m\u00f6glich.<\/i><\/p>\n<p>Die bedeutendste Erkenntnis die aus dem Bericht der Internationalen Atiomenergiebeh\u00f6rde der Vereinten Nationen (IAEA) vom 18. Februar folgt, in dem es hei\u00dft, Iran k\u00f6nnte wirklich eine Nuklearbombe entwickeln, ist kein neues Wissen \u00fcber den Iran. Es ist die Erkenntnis, da\u00df der Apparat der Vereinten Nationen \u00fcber Jahre hinweg dar\u00fcber log, was ihnen bekannt war, und sich aktiv den Bem\u00fchungen, das gef\u00e4hrlichste Regime der Welt davon abzuhalten, in den Besitz der gef\u00e4hrlichsten Waffe der Welt zu gelangen, in den Weg stellte. <\/p>\n<p>\u00dcber das &#8222;geheime&#8220; Dokument, das an jede Nachrichtenagentur der Welt durchsickerte, wird berichtet, da\u00df auf der Basis &#8222;ausf\u00fchrlicher&#8220; und &#8222;glaubw\u00fcrdiger&#8220; Informationen die IAEA nun &#8222;besorgt \u00fcber die M\u00f6glichkeit der Existenz &#8230; aktueller verdeckter iranischer Aktivit\u00e4ten zur Entwicklung nuklearer Raketensprengk\u00f6pfe und die m\u00f6gliche milit\u00e4rische Dimension des iranischen Nuklearprogramms&#8220; ist. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend Vertreter der Obama-Administration den ersten Bericht des IAEA-Chefs Yukiya Amano, der sein Amt im letzten Dezember antrat, als einen Erfolg der Vereinten Nationen preisen, k\u00f6nnen die Folgerungen aus dem offensichtlichen Betrug der UN gar nicht \u00fcberbewertet werden. Tats\u00e4chlich hat die Organisation alles unternommen, eine weltweite Illusion aufzubauen. 2005 wurde der Nobelpreis an die IAEA und ihren damaligen Generaldirektor Mohammed ElBaradei &#8222;f\u00fcr ihre Bem\u00fchungen&#8220; verliehen, &#8222;die Nutzung von Nuklearenergie f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke zu verhindern&#8220;. Jetzt wird deutlich, da\u00df dies zu einem Zeitpunkt geschah, da ElBaradei sich f\u00fcr etwas einsetzte, das als t\u00f6dlichste Verscheierungsaktion der Weltgeschichte gelten kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr beinahe eine Dekade waren es die IAEA und ihr Generaldirektor, die dem Iran Zeit verschafft haben. In ihren Berichten gaben sie sich gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber den iranischen Planungen, lie\u00dfen sich so aber eine Hintert\u00fcr offen, sollte die Tarnung der IAEA als Non-Proliferations-Agentur auffliegen. Im Febraur 2006 berichtete ElBaradei: &#8222;Auch wenn die Agentur keine Anzeichen f\u00fcr ein Abzweigen nuklearen Materials f\u00fcr Nuklearwaffen oder andere nukleare Sprengk\u00f6rper entdecken konnte, kann die Agentur zu diesem Zeitpunkt zu dem Schlu\u00df kommen, da\u00df es keine unangemeldeten Nuklearmaterialien oder -Aktivit\u00e4ten im Iran gibt. Der Proze\u00df, um zu einem solchen Schlu\u00df zu kommen &#8230; braucht viel Zeit.&#8220;<\/p>\n<p>Im August 2006 berichtete ElBaradei: &#8222;Die Beh\u00f6rde konnte weiterhin keine Fortschritte in ihren Bem\u00fchungen erzielen, die Korrektheit und Vollst\u00e4ndigkeit der iranischen Angaben mit Blick auf eine friedliche Natur des iranischen Nuklearprogramms zu \u00fcberpr\u00fcfen.&#8220; Im Januar 2007, w\u00e4hrend Forderungen nach Sanktionen lauter wurden, schlug ElBaradei ein &#8222;Innehalten&#8220; vor. Im Juli 2007 heckte ElBaradei eine absichtlich nebul\u00f6s gehaltene Vereinbarung zwischen der IAEA und Iran \u00fcber &#8222;die Modalit\u00e4ten zur Ausr\u00e4umung noch vorhandener Probleme&#8220; aus. Im September 2007, als sch\u00e4rfere Sanktionen am Horizont drohten, rief ElBaradei wieder zu einem &#8222;Innehalten&#8220; auf. Im Januar 2008 berichtete die IAEA: &#8222;ElBaradei hat wiederholt angemerkt &#8230; da\u00df die IAEA keine Umleitung von Material f\u00fcr Nuklearwaffen oder nukleare Sprengk\u00f6rper bemerkt hat.&#8220;<\/p>\n<p>Und so ging es mit Berichten und zeitlich sorgf\u00e4ltig gew\u00e4hrten Interviews weiter. Die Organisation, die die nukleare Proliferation stoppen soll, machte sie m\u00f6glich. Die letzte &#8222;Enth\u00fcllung&#8220; sollte deshalb wirken wie ein Schu\u00df, der in der gesamten Welt geh\u00f6rt wird. Oder wenigstens im Kongre\u00df, wo jedes Jahr mindestens 5 Milliarden Dollar aus Steuereinnahmen f\u00fcr die Vereinten Nationen in bar oder Unterst\u00fctzungsleistungen bewilligt werden.<\/p>\n<p>Der Bericht aus der vergangenen Woche hat das Tageslicht nicht entdeckt, weil die UN eine signifikant neue Richtung einschlagen. Er ist vielmehr der verzweifelte Versuch Amanos, die Maske seiner Organisation zu retten. Er ist ein Zeichen daf\u00fcr, da\u00df der Iran so kurz davor steht, als Nuklearmacht  aufzutreten, da\u00df die &#8222;W\u00e4chter&#8220;-Agentur dies nicht mehr verheimlichen kann.<\/p>\n<p>Die Entwicklung wirft in jedem Fall ein neues Licht auf ElBaradeis Einsch\u00e4tzung des Friedensnobelpreises f\u00fcr Pr\u00e4sident Obama. W\u00e4hrend seiner Pr\u00e4sidentschaft hat Obama mehrmal Druck vom Iran abgewendet: Stillschweigen zu den gef\u00e4lschten Wahlen, nur Mindestantworten auf Menschenrechtsverletzungen, Behandlung amerikanischer Geiseln Irans als Nebensache, Verw\u00e4sserung von Sanktionen \u00fcber mehr als ein Jahr. Eine besonders verr\u00e4terische Strategie war die Gleichsetzung der Notwendigkeit nuklearer Abr\u00fcstung &#8211; auch in den Vereinigten Staaten &#8211; mit nuklearer Non-Proliferation. Damit wird zwangsl\u00e4ufig der Fortschritt letzterer aufgehalten. Im Namen eines verlogenen Konzepts von Fairness wird die Gefahr, die von den Vereinigten Staaten und \u00e4hnlich verfa\u00dften Demokratien ausgeht, aufgerechnet gegen das Bestreben undemokratischer Staaten nach gleicher Bewaffnung. ElBaradei war einverstanden mit dieser Strategie &#8211; wie auch das Nobelpreis-Komitee.<\/p>\n<p>Mitpreistr\u00e4ger ElBaradei war deshalb &#8222;besonders gl\u00fccklich&#8220; \u00fcber Obamas Preis. Den nochmaligen Applaus f\u00fcr den Obama-ElBaradei-Ansatz betonend, erkl\u00e4rte er Reportern: &#8222;Ich kann mir heute keine andere Person vorstellen, die den Nobelpreis mehr verdient als Barack Obama &#8230; Ich glaube, das [Nobelpreis-] Komitee hat, wie auch schon 2005, erkannt, da\u00df wir die wichtigste Bedrohung f\u00fcr die Sicherheit in der Welt benennen m\u00fcssen  &#8211; wir m\u00fcssen diese unmenschlichen Waffen loswerden. Und Obama hat &#8230; es geschafft, die nukleare Abr\u00fcstung an die Spitze der internationalen Agenda zu setzen &#8230; Das ist etwas, wie ich denke, dem das Komitee mit dem Preis Applaus spenden will, es hat gesagt: &#8218;Sie machen es richtig; machen Sie weiter damit&#8216;. Die gleiche Botschaft \u00fcbermittelte es 2005 der IAEA &#8230; und mir selbst.&#8220;<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Nach zwei Friedensnobelpreisen steht der Iran kurz vor dem Besitz nuklearer Waffen, w\u00e4hrend ElBaradeis Tage als oberster UN-Proliferator noch nicht wirklich vor\u00fcber zu sein scheinen. Am Freitag, den 19. Februar, kehrte er zur\u00fcck in seine Heimat \u00c4gypten und erkl\u00e4rte, da\u00df er Pr\u00e4sident Hosni Mubarak nach den Wahlen im n\u00e4chsten Jahr abl\u00f6sen will. Ist er erfolgreich, wird er ohne Zweifel dem Vorbild der iranischen Bombe nacheifern und eine \u00e4gyptische anstreben, wobei er sich auf die erprobten Erfolgsfloskeln der Vereinten Nationen berufen wird: Nichtdiskriminierung und Frieden.\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Forbes.com kommentiert Anne Bayefsky, die f\u00fcr die NGO Eye on the UN t\u00e4tig ist und am Touro College lehrt, die j\u00fcngsten &#8222;Enth\u00fcllungen&#8220;, die die IAEA in der vergangenen Woche vorlegte, deren Inhalt freilich nur den \u00fcberrascht, der in den vergangenen Jahren der UN-Beh\u00f6rde zu glauben vermochte. 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