{"id":1960,"date":"2010-02-28T14:45:12","date_gmt":"2010-02-28T14:45:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tw24.info\/?p=1960"},"modified":"2010-02-28T14:45:12","modified_gmt":"2010-02-28T14:45:12","slug":"bedingt-empfehlenswert-aus-politik-und-zeitgeschichte-92010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=1960","title":{"rendered":"Bedingt empfehlenswert: Aus Politik und Zeitgeschichte 9\/2010"},"content":{"rendered":"<p>In einer von der <i>Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung<\/i> verantworteten <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/IVWBMG,0,NahostKonflikt.html\">Publikation<\/a> erkl&#228;rt <i><a href=\"http:\/\/www.tw24.info\/?p=1952\">&#8220;Expertin&#8221; Alexandra Senfft<\/a><\/i>, wer die wahren Opfer des <i>Holocaust<\/i> sind:<\/p>\n<blockquote>\n<p><i>&#8220;Viele Dialogversuche scheitern, weil Pal&#228;stinenser sich im Angesicht von Erz&#228;hlungen &#252;ber die Shoah mit ihrer eigenen Geschichte an den Rand gedr&#228;ngt und &#252;berw&#228;ltigt f&#252;hlen. Ist ihre eigene Geschichte angesichts dieses Leids noch &#8216;gut genug&#8217;, um erz&#228;hlt zu werden?&#8221;<\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Wer diesen <i>Unfug<\/i> so ignoriert, wie dessen <i>Autorin<\/i>, die &#252;ber mangelnde Kontakte zwischen <i>Juden<\/i> und <i>&#8220;Pal&#228;stinensern&#8221;<\/i> klagt, die Tatsache, da&#223; jeder f&#252;nfte B&#252;rger <i>Israels<\/i> ein <i>&#8220;pal&#228;stinensischer&#8221; Araber<\/i> ist, <i>Kontakte<\/i> also in der Tat nachgerade unausweichlich sind, findet im <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/ZEPTZS,0,Herausforderungen_f%FCr_die_Regierung_Benjamin_Netanjahus.html\">Beitrag<\/a> <i>Efraim Inbars<\/i> doch noch ein paar bemerkenswert deutliche S&#228;tze, wie man sie nach denen <i>Alexandra Senffts<\/i> kaum zu erhoffen wagt(e):<\/p>\n<blockquote>\n<p><i>&#8220;So schwierig es zu begreifen sein mag, der Nahe Osten und andere Teile der Welt leben in einer anderen &#8216;Zeitzone&#8217;, in der die Anwendung von Gewalt zu den regionalen Spielregeln geh&#246;rt. Des Weiteren missachten Terroristen im Nahen Osten das V&#246;lkerrecht: Immer wieder nutzen sie zivile Orte, wie Krankenh&#228;user, Schulen und Moscheen, die eigentlich milit&#228;rische Tabuzonen sind, als Aufenthaltsorte. Ihre Strategie ist es, sich hinter zivilen Schutzschildern zu verstecken, um mit Bildern, auf denen bombardierte Krankenh&#228;user, heilige Orte und Schulen oder auch Angriffe auf Zivilisten zu sehen sind, weltweite Verurteilung und Mitgef&#252;hl f&#252;r ihre Sache hervorzurufen.<\/p>\n<p>Der &#8216;Goldstone-Bericht&#8217;, der Israel Kriegsverbrechen vorwirft, ist ein Beispiel f&#252;r diese Art der zynischen Betrachtungsweise. Der Bericht wurde vom UN-Menschenrechtsrat trotz des Widerstands westlicher Staaten, daf&#252;r mit Unterst&#252;tzung von Russland, China, der arabisch-islamischen Welt und Entwicklungsl&#228;ndern in Auftrag gegeben, um den israelischen Kampfeinsatz in Gaza im Jahr 2009 zu untersuchen. Der &#8216;Goldstone-Bericht&#8217; erkl&#228;rt Israel zum Aggressor, obwohl der Angriff auf die Hamas als Reaktion auf den jahrelangen Beschuss israelischer Zivilisten mit Raketen aus dem Gazastreifen zu sehen war.<\/p>\n<p>Goldstones &#228;rgerlichste Schlussfolgerung ist, dass das Hauptmotiv des israelischen Milit&#228;rschlags nicht die Verteidigung der eigenen B&#252;rger, sondern die kollektive Bestrafung der pal&#228;stinensischen Zivilisten gewesen sei. Die Goldstone-Kommission lie&#223; Beweise au&#223;er Acht, die dokumentierten, dass die israelischen Streitkr&#228;fte alles ihnen M&#246;gliche unternommen hatten, um zivile Opfer zu vermeiden. Israels pr&#228;zise ausgef&#252;hrten Operationen zielten auf Terroristen, die sich zwar in zivilen R&#228;umen aufhielten. Aber es wurden alle m&#246;glichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um Zivilisten zu sch&#252;tzen, wie Warnanrufe &#252;ber Mobiltelefone oder Handzettel zur Warnung und Evakuierung der Bewohner. Mit der Annahme des Berichts ignorierte der Rat die Aussage des ehemaligen Kommandeurs der britischen Streitkr&#228;fte in Afghanistan, Oberst Richard Kemp, der sagte, dass die israelischen Streitkr&#228;fte mehr zur Sicherung der Zivilisten in einer Kampfzone unternommen haben, als jede andere Armee in der Geschichte der Kriegsf&#252;hrung zuvor.<\/p>\n<p>Dieser Bericht wird zweifelsohne zu einer &#8216;politischen Keule&#8217; gegen Israel werden. Er hat aber auch weiter reichende Auswirkungen: Er verschleiert die Tatsache, dass f&#252;r Israel, wie auch f&#252;r die USA und andere NATO-Verb&#252;ndete, das T&#246;ten von Zivilisten w&#228;hrend eines Krieges eine unbeabsichtigte Trag&#246;die ist, die es zu verhindern gilt; f&#252;r die Hamas, die Hisbollah oder Al-Qaida ist es aber ein Triumph f&#252;r ihren modus operandi. Diesen Unterschied zu verwischen, zeugt von moralischer Blindheit und ist ein politisches Man&#246;ver zur Entwaffnung des Westens.&#8221;<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer von der Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung verantworteten Publikation erkl&#228;rt &#8220;Expertin&#8221; Alexandra Senfft, wer die wahren Opfer des Holocaust sind: &#8220;Viele Dialogversuche scheitern, weil Pal&#228;stinenser sich im Angesicht von Erz&#228;hlungen &#252;ber die Shoah mit ihrer eigenen Geschichte an den Rand gedr&#228;ngt und &#252;berw&#228;ltigt f&#252;hlen. 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