{"id":2862,"date":"2018-05-17T14:47:48","date_gmt":"2018-05-17T14:47:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tw24.net\/?p=2862"},"modified":"2018-05-17T14:47:48","modified_gmt":"2018-05-17T14:47:48","slug":"propaganda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=2862","title":{"rendered":"Propaganda"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\tMit einer Karikatur, die Felix Klein, den neuen Beauftragten der deutschen Regierung zur Bek\u00e4mpfung des Antisemitismus, \u00bban die unertr\u00e4glichen Zeichnungen der nationalsozialistischen Propaganda\u00ab erinnerte, schaffte es die <i>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/i> f\u00fcr einige Aufregung zu sorgen. Schon vor ihrer Ver\u00f6ffentlichung in der Redaktion umstritten, war die Zeichnung am Dienstag dennoch erschienen.<\/p>\n<p>Besch\u00e4mend fiel die erste Reaktion der Tageszeitung aus M\u00fcnchen auf Proteste aus, der nicht erst seit <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/article\/view\/id\/14415\">gestern<\/a> ein gespanntes Verh\u00e4ltnis zum Judentum und Israel vorgeworfen wird: Chefredakteur Wolfgang Krach r\u00e4umte ein, die Zeichnung <i>k\u00f6nne<\/i> m\u00f6glicherweise antisemitisch <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000079841365\/Antisemitismus-Vorwurf-Sueddeutsche-Zeitung-entschuldigt-sich-fuer-Karikatur\">aufgefa\u00dft<\/a> werden. Inzwischen beendete die Zeitung die Zusammenarbeit mit ihrem Karikaturisten Dieter Hanitzsch.<\/p>\n<p>Der hatte bis zuletzt den Charakter seiner Zeichnung bestritten und wurde in dieser Ansicht etwa von Wolfgang Benz unterst\u00fctzt, einem ehemaligen Antisemitismusforscher, der in der Zeichnung ebenfalls keinen Antisemitismus entdecken <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2018\/05\/17\/sz_karikatur_in_der_kritik_gespraech_mit_wolfgang_benz_dlf_20180517_1536_d483fe73.mp3\">wollte<\/a>, sondern eine unfreundliche Darstellung des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu. Dieter Hanitzsch freilich ist ein Wiederholungst\u00e4ter.<\/p>\n<p>Schon 2010 zeichnete er f\u00fcr eine Karikatur verantwortlich, die nur schwerlich noch als Kritik israelischer Politik durchgehen kann. Diese Zeichnung, mit der er andeutete, der durch seine Flagge repr\u00e4sentierte Staat Israel allein sei verantwortlich f\u00fcr Unfrieden und Krieg, zeigte er unwidersprochen als Stammgast und -zeichner der Sendung <i>Sonntags-Stammtisch<\/i> des <i>Bayerischen Rundfunks<\/i>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/tw24.net\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BR14032010-1156-2.jpg\" alt=\"\" width=\"470\" height=\"274\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2860\" srcset=\"https:\/\/www.tw24.net\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BR14032010-1156-2.jpg 470w, https:\/\/www.tw24.net\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/BR14032010-1156-2-300x175.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/p>\n<p>Mit seiner j\u00fcngsten Karikatur zeigt Dieter Hanitzsch, wie verbreitet und zugleich tief verwurzelt antisemitische Vorstellungen in der \u00bbeingeborenen\u00ab deutschen Bev\u00f6lkerung sind. Antisemitismus ist eben keineswegs ein allein auf Migration zur\u00fcckzuf\u00fchrendes Ph\u00e4nomen, als das es einige Rechtsparteien so gern darstellen, um damit letztlich Ressentiments gegen Zuwanderer zu sch\u00fcren.\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer Karikatur, die Felix Klein, den neuen Beauftragten der deutschen Regierung zur Bek\u00e4mpfung des Antisemitismus, \u00bban die unertr\u00e4glichen Zeichnungen der nationalsozialistischen Propaganda\u00ab erinnerte, schaffte es die S\u00fcddeutsche Zeitung f\u00fcr einige Aufregung zu sorgen. Schon vor ihrer Ver\u00f6ffentlichung in der Redaktion umstritten, war die Zeichnung am Dienstag dennoch erschienen. 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