{"id":2997,"date":"2018-07-05T11:25:17","date_gmt":"2018-07-05T09:25:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tw24.net\/?p=2997"},"modified":"2018-07-05T11:25:17","modified_gmt":"2018-07-05T09:25:17","slug":"raetselhafter-minister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=2997","title":{"rendered":"R\u00e4tselhafter Minister"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\tIm Bundestag in Berlin wurde am Mittwoch auch der Etat des vom Sozialdemokraten Heiko Maas gef\u00fchrten Ausw\u00e4rtigen Amts f\u00fcr 2018 beraten. In der Debatte erkl\u00e4rte der Minister wenig \u00fcberraschend den <i>Joint Comprehensive Plan of Action<\/i> zu einem Erfolg, denn es sei \u00bbbesser\u00ab diesen Vertrag zu haben, \u00bbals gar keinen [..] und den Iran in eine Entwicklung zu dr\u00e4ngen, die keiner will\u00ab.<\/p>\n<p>Dieses zweifellos originelle Lob des \u00bbAtomabkommens\u00ab wirft gleichwohl Fragen auf, die im Parlament leider niemand stellen wollte. In welche \u00bbEntwicklung\u00ab k\u00f6nnte das Regime der Islamischen Republik Iran ohne den JCPOA \u00bbgedr\u00e4ngt\u00ab werden, \u00bbdie keiner will\u00ab, also wohl auch Teheran nicht? Und von wem k\u00f6nnte dieses \u00bbDr\u00e4ngen\u00ab dann ausgehen, das den Mullahs etwas aufzwingt?<\/p>\n<p>Der JCPOA l\u00f6ste ein vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen installiertes Sanktionsregime ab, das das islamistische Regime dazu bewegen sollte, sein klandestin vorangetriebenes Kernwaffenprogramm offenzulegen und vor allem zu beenden. Dazu, nach dem Besitz von Kernwaffen zu streben, wurden die Mullahs hingegen von niemandem gedr\u00e4ngt, diese Entscheidung f\u00e4llten sie selbst.<\/p>\n<p>Mit dem JCPOA wird dieses Kernwaffenprogramm, das r\u00e4umte selbst der ehemalige amerikanische Pr\u00e4sident Barack Hussein Obama ein, bestenfalls <a href=\"https:\/\/www.npr.org\/2015\/04\/07\/397933577\/transcript-president-obamas-full-npr-interview-on-iran-nuclear-deal?t=1530780880030\">verz\u00f6gert<\/a><a href=\"#footnote1\"><sup>1<\/sup><\/a><a id=\"footnote1back\"><\/a>. Und langfristig wird es legalisiert. Deshalb forderte der Nachfolger Barack Hussein Obamas im Wei\u00dfen Haus denn auch Nachbesserungen des \u00bbAtomabkommens\u00ab, die Teheran ebenso verweigerte wie dessen neue europ\u00e4ische Verb\u00fcndete.<\/p>\n<p>Die nun von Donald J. Trump geleitete US-Administration hat weiterhin vor, Kernwaffen f\u00fcr Teheran zu verhindern. Der JCPOA taugt in seiner unver\u00e4nderten Form dazu nicht, daher stieg Washington aus. Die Regierung Israels lehnte und lehnt den \u00bbDeal\u00ab mit Teheran aus den gleichen Gr\u00fcnden ab. Auch Jerusalem w\u00fcrde Teheran also allenfalls dazu dr\u00e4ngen, auf Kernwaffen zu verzichten.<\/p>\n<p>Entscheidet sich das Mullah-Regime, dessen \u00bbPr\u00e4sident\u00ab Hassan Rouhani erst am Montag Israel \u00f6ffentlich das Existenzrecht absprach, f\u00fcr sein Kernwaffenprogramm, ist das allein seine Wahl, <i>dazu<\/i> wird es von niemandem gedr\u00e4ngt. Der JCPOA freilich winkt mit der Legalisierung des bisher illegalen R\u00fcstungsprogramms. Ohne JCPOA bliebe es illegal. Was aber w\u00e4re <i>daran<\/i> nicht zu wollen?<\/p>\n<hr \/>\n<p><a id=\"footnote1\"><\/a><a href=\"#footnote1back\"><sup>1<\/sup><\/a> <i>\u00bbSo essentially, we&#8217;re purchasing for 13, 14, 15 years assurances that the breakout is at least a year &#8230; And then in years 13 and 14, it is possible that those breakout times would have been much shorter, but at that point we have much better ideas about what it is that their program involves.\u00ab<\/i>\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Bundestag in Berlin wurde am Mittwoch auch der Etat des vom Sozialdemokraten Heiko Maas gef\u00fchrten Ausw\u00e4rtigen Amts f\u00fcr 2018 beraten. 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