{"id":3498,"date":"2019-01-16T13:06:42","date_gmt":"2019-01-16T11:06:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=3498"},"modified":"2019-01-16T13:06:42","modified_gmt":"2019-01-16T11:06:42","slug":"europaeische-frage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=3498","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Frage"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\tMit einem \u00bbDrohbrief\u00ab, wie die nationalen Medien prompt lostr\u00f6teten, informierte Richard Grenell, der amerikanische Botschafter in Berlin, j\u00fcngst einige deutsche Unternehmen \u00fcber die Haltung seiner Regierung zur Ostseepipeline \u00bbNord Stream 2\u00ab. Unternehmen, die sich an dem Projekt beteiligen, \u00bbuntergraben [..] aktiv die Sicherheit der Ukraine und Europas\u00ab, hei\u00dft es in dem Schreiben.<\/p>\n<p>Mit \u00bbNord Stream 2\u00ab soll russisches Erdgas unter Umgehung des Landwegs durch die Ostsee nach Deutschland transportiert werden. Erdgas aus Ru\u00dfland wird derzeit auch \u00fcber ukrainisches und polnisches Territorium nach Europa gepumpt, die Transitstaaten betrachten deshalb die bestehenden Leitungen als eine Art Versicherung gegen \u00fcberbordende imperialistische Bestrebungen Moskaus.<\/p>\n<p>Die Etablierung einer Alternativroute durch die Ostsee betrachten diese Staaten daher als Sicherheitsrisiko, denn mit ihr m\u00fc\u00dfte Moskau keine R\u00fccksicht mehr auf sie nehmen. Da\u00df solche Bef\u00fcrchtungen nicht aus der Luft gegriffen sind, belegen die Annexion der Krim, die Grund ist f\u00fcr amerikanische Sanktionen gegen Ru\u00dfland, und Destabilisierungsversuche Moskaus im Osten der Ukraine.<\/p>\n<p>Richard Grenell betonte in seinem Schreiben daher, \u00bbdass sich Firmen, die sich im russischen Energieexport-Sektor engagieren, an etwas beteiligen, das mit einem erheblichen Sanktionsrisiko verbunden ist\u00ab. In Berlin l\u00f6ste diese Mitteilung Emp\u00f6rung aus, Au\u00dfenminister Heiko Maas t\u00f6nte: \u00bbFragen der europ\u00e4ischen Energiepolitik m\u00fcssen in Europa entschieden werden, nicht in den USA\u00ab.<\/p>\n<p>Wer den Deutschen legitimiert hat, \u00fcber <i>europ\u00e4ische<\/i> Energiepolitik zu entscheiden, behielt der Sozialdemokrat dabei leider f\u00fcr sich. Er wirft Richard Grenell Einmischungsversuche vor und <s>maast<\/s> ma\u00dft sich zugleich selbst an, im Namen der d\u00e4nischen Regierung zu sprechen, die neben etwa Estland, Polen und der Ukraine Bedenken aus Sicherheitsgr\u00fcnden gegen \u00bbNord Stream 2\u00ab \u00e4u\u00dferte.<\/p>\n<p>Auch das Europ\u00e4ische Parlament <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/de\/press-room\/20181205IPR20940\/parlament-begrusst-reformbemuhungen-der-ukraine-verurteilt-russische-aggression\">verurteilte<\/a> noch vor gut vier Wochen \u00bbden Bau der Pipeline Nord Stream 2, \u203aweil es sich um ein politisches Projekt handelt, das die europ\u00e4ische Sicherheit und die Bem\u00fchungen um eine Diversifizierung der Energieversorgung gef\u00e4hrdet\u2039\u00ab. Vielleicht sollte \u00fcber Fragen der europ\u00e4ischen Energiepolitik auch in Europa entschieden werden &#8211; und eben nicht in Berlin.\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem \u00bbDrohbrief\u00ab, wie die nationalen Medien prompt lostr\u00f6teten, informierte Richard Grenell, der amerikanische Botschafter in Berlin, j\u00fcngst einige deutsche Unternehmen \u00fcber die Haltung seiner Regierung zur Ostseepipeline \u00bbNord Stream 2\u00ab. Unternehmen, die sich an dem Projekt beteiligen, \u00bbuntergraben [..] aktiv die Sicherheit der Ukraine und Europas\u00ab, hei\u00dft es in dem Schreiben. 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