{"id":3923,"date":"2019-06-15T12:48:38","date_gmt":"2019-06-15T10:48:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=3923"},"modified":"2019-06-15T12:48:38","modified_gmt":"2019-06-15T10:48:38","slug":"berliner-wahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=3923","title":{"rendered":"Berliner Wahn"},"content":{"rendered":"<p>Der f\u00fcr das Mullah-Regime in Teheran als \u00bbPr\u00e4sident\u00ab fungierende Hassan Rouhani hat w\u00e4hrend eines Treffens mit Repr\u00e4sentanten mehrerer asiatischer Staaten im tadschikischen Duschanbe angek\u00fcndigt, da\u00df seine Islamische Republik Iran sich weiter aus dem JCPOA zur\u00fcckziehen werde, dem insbesondere in Europa als Triumph der Diplomatie gefeierten und verteidigten \u00bbAtomabkommen\u00ab.<\/p>\n<p>Das 2015 zwischen den st\u00e4ndigen Mitgliedern es UN-Sicherheitsrats und Deutschland einerseits sowie Teheran andererseits geschlossene Abkommen sollte, <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/regionaleschwerpunkte\/nahermittlererosten\/wiener-nuklearvereinbarung-atomprogramm-iran\/202458\">so<\/a> etwa dessen Verfechter im deutschen Ausw\u00e4rtigen Amt, als \u00bbGarant f\u00fcr Sicherheit und Stabilit\u00e4t in Nah- und Mittelost\u00ab wirken und bot dem Mullah-Regime internationale Anerkennung, wenn es sein Kernwaffenprogramm einfriert.<\/p>\n<p>Dabei war von Beginn an klar, da\u00df der Vertrag nicht w\u00fcrde halten k\u00f6nnen, was seine westlichen \u00bbArchitekten\u00ab sich und ihren Bev\u00f6lkerungen davon versprachen: die Verhinderung von Kernwaffen in der Verf\u00fcgungsgewalt der Mullahs. Selbst der damalige US-Pr\u00e4sident Barack Hussein Obama <a href=\"https:\/\/text.npr.org\/s.php?sId=397933577\">r\u00e4umte<\/a> das auch ein: \u00bbWe&#8217;re purchasing for 13, 14, 15 years assurances that the breakout is at least a year\u00ab.<\/p>\n<p>Und sogar diese Annahme war, wie inzwischen <a href=\"https:\/\/www.express.co.uk\/news\/world\/1136745\/Iran-news-nuclear-weapons-Israel-syria-US-President-Donald-Trump-uk-visit\">bef\u00fcrchtet<\/a> werden mu\u00df, noch von zu viel Optimismus gepr\u00e4gt. Gab es also gute Gr\u00fcnde f\u00fcr Donald J. Trump, den Fehler, den sein Amtsvorg\u00e4nger mit der Zustimmung zum JCPOA gemacht hatte, zu berichtigen, versucht Teheran nun mit seinen Ausstiegsdrohungen, die restlichen Vertragspartner in eine Allianz gegen Washington zu zwingen.<\/p>\n<p>Und leider ist die Islamische Republik in dieser Hinsicht nicht v\u00f6llig erfolglos. Allen voran scheint Berlin bereit, die Augen davor zu verschlie\u00dfen, da\u00df der JCPOA es Teheran erst erm\u00f6glicht hat, den Nahen Osten weiter zu destabilisieren und mit eigenen oder Vasallentruppen bis an die Grenzen Israels vorzur\u00fccken. W\u00e4hrend sie an allen Fronten eskalieren, katzbuckelt Berlin vor den Mullahs.<\/p>\n<p>Wie das politische Deutschland tickt, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/diplomat-chrobog-grosse-gefahrpotenziale-im-iran-konflikt.694.de.html?dram:article_id=451451\">demonstrierte<\/a> am Morgen der deutsche Diplomat J\u00fcrgen Chrobog mit seiner Antwort auf die Frage, \u00bbob Sie die Iraner inzwischen f\u00fcr vern\u00fcnftiger halten als die US-Regierung\u00ab: \u00bbIch halte die Iraner f\u00fcr vern\u00fcnftiger, f\u00fcr berechenbarer\u00ab. Statt sich zum Westen zu bekennen und dessen Werten, lobpreist Berlin eine auf klerikalem Wahn basierende Tyrannei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der f\u00fcr das Mullah-Regime in Teheran als \u00bbPr\u00e4sident\u00ab fungierende Hassan Rouhani hat w\u00e4hrend eines Treffens mit Repr\u00e4sentanten mehrerer asiatischer Staaten im tadschikischen Duschanbe angek\u00fcndigt, da\u00df seine Islamische Republik Iran sich weiter aus dem JCPOA zur\u00fcckziehen werde, dem insbesondere in Europa als Triumph der Diplomatie gefeierten und verteidigten \u00bbAtomabkommen\u00ab. 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