{"id":4053,"date":"2019-07-28T12:05:28","date_gmt":"2019-07-28T10:05:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4053"},"modified":"2019-07-28T12:05:28","modified_gmt":"2019-07-28T10:05:28","slug":"relotius-der-woche-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4053","title":{"rendered":"Relotius der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Dienstag konnte man den <i>Deutschlandfunker<\/i> Mario Dobovisek in Bestform <a href=\"https:\/\/www.tw24.net\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/dlf_20190723.mp3\">erleben<\/a>. \u00bbAlles begann\u00ab, lie\u00df er seine H\u00f6rer in einer Anmoderation wissen, an der er gewi\u00df lange gefeilt hat, \u00bbmit einem Abkommen, dem Atomabkommen mit dem Iran. Frieden sollte es der Region bringen und Ruhe vor allem. Perfekt war es nicht, das r\u00e4umen auch europ\u00e4ische Politiker ein.\u00ab<\/p>\n<p>Aber dann kam, leider, leider, Donald J. Trump: \u00bbStatt es\u00ab, das Abkommen, \u00bbzu verbessern, k\u00fcndigte es US-Pr\u00e4sident Donald Trump kurzerhand auf. Seitdem brennt alter Streit wieder auf, neuer gesellt sich hinzu. Diplomatischen Wortgefechten folgen Drohnenabsch\u00fcsse, den Absch\u00fcssen wiederum festgesetzte Schiffe.\u00ab Geht es so weiter, bricht wom\u00f6glich bald wieder ein Fl\u00e4chenbrand aus.<\/p>\n<p>Und das alles, wei\u00df das Publikum des <i>Deutschlandfunks<\/i> dank Mario Doboviseks zweifellos knallharter Recherche in den eigenen Ressentiments, der gef\u00e4hrlichen Leichtsinnigkeit des amerikanischen Pr\u00e4sidenten wegen. Leider allerdings hat die kleine Geschichte des K\u00f6lner Flunkerfunkers den einen oder anderen Fehler, deren gr\u00f6\u00dfter darin besteht, die Wirklichkeit, nun ja, zu verzerren.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich geh\u00f6rten Forderungen danach, das Atomabkommen, den <i>Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA)<\/i>, nachzubessern, schon zum Wahlkampf Donald J. Trumps. Und als <i>The Don<\/i> dann ins Wei\u00dfe Haus eingezogen war, k\u00fcndigte er das Abkommen nicht \u00bbkurzerhand\u00ab, sondern <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/briefings-statements\/statement-president-iran-nuclear-deal\/\">erkl\u00e4rte<\/a> noch am 12. Januar 2018, sich daran halten zu wollen, um Zeit f\u00fcr Nachverhandlungen zu haben:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbTrotz meiner starken Ablehnung sind die Vereinigten Staaten noch nicht vom Atomabkommen mit dem Iran zur\u00fcckgetreten. Stattdessen schlage ich zwei m\u00f6gliche Wege vor: Entweder die katastrophalen M\u00e4ngel des Deals werden behoben oder die Vereinigten Staaten m\u00fcssen sich aus ihm zur\u00fcckziehen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Es waren danach die Europ\u00e4er &#8211; allen anderen voran einmal mehr die Regierung in Berlin &#8211; und das Regime in Teheran, die jeden Gedanken an Nachbesserungen vehement zur\u00fcckwiesen, so da\u00df Washington sich schlie\u00dflich f\u00fcr den Ausstieg entschied. Und auch dies geschah mit dem Ziel, Teheran zu Nachverhandlungen zu bewegen, wie Donald J. Trump etwa in einer Pressekonferenz <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/briefings-statements\/remarks-president-trump-prime-minister-conte-italy-joint-press-conference\/\">mitteilte<\/a>.<\/p>\n<p>Die Behauptung, \u00bbstatt es zu verbessern, k\u00fcndigte es US-Pr\u00e4sident Donald Trump kurzerhand auf\u00ab, kann daher getrost als einigerma\u00dfen k\u00fchn bezeichnet werden, vielleicht sogar als bewu\u00dfte L\u00fcge, als eine Irref\u00fchrung. In jedem Fall ist das, was Mario Dobovisek und sein Sender \u00bbInformation\u00ab nennen, in diesem Fall pure Erfindung. Der <i>Relotius der Woche<\/i> jedenfalls ist gewi\u00df ehrlich verdient.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Dienstag konnte man den Deutschlandfunker Mario Dobovisek in Bestform erleben. \u00bbAlles begann\u00ab, lie\u00df er seine H\u00f6rer in einer Anmoderation wissen, an der er gewi\u00df lange gefeilt hat, \u00bbmit einem Abkommen, dem Atomabkommen mit dem Iran. 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