{"id":4193,"date":"2019-09-24T13:13:34","date_gmt":"2019-09-24T11:13:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4193"},"modified":"2019-09-24T13:13:34","modified_gmt":"2019-09-24T11:13:34","slug":"moerderisches-appeasement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4193","title":{"rendered":"M\u00f6rderisches Appeasement"},"content":{"rendered":"<p>Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und der britische Premier Boris Johnson haben die Islamische Republik Iran f\u00fcr Angriffe auf eine \u00d6lraffinerie in Saudi-Barbarien vor wenigen Tagen verantwortlich gemacht. Es sei \u00bbdeutlich, dass der Iran die Verantwortung f\u00fcr diesen Angriff tr\u00e4gt\u00ab, erkl\u00e4rten die drei Regierungschefs in einer <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/joint-statement-by-the-heads-of-state-and-government-of-france-germany-and-the-united-kingdom\">Stellungnahme<\/a>.<\/p>\n<p>Am 14. September hatten zuerst saudische Medien die Angriffe auf zwei Standorte des staatlichen \u00d6l-Konzerns Saudi Aramco gemeldet, zu denen sich wenig sp\u00e4ter mit dem Regime in Teheran verb\u00fcndete Houthi-Terroristen im Jemen bekannt hatten, w\u00e4hrend die Mullahs jede Beteiligung nach wie vor bestreiten. Dennoch st\u00fctzen die Europ\u00e4er jetzt mit ihrer Erkl\u00e4rung amerikanische Vorw\u00fcrfe.<\/p>\n<p>Folgen mu\u00df das f\u00fcr Teheran gleichwohl nicht haben. Denn trotzdem die Mullahs ihre Aggressivit\u00e4t in den vergangenen Wochen mehrfach mit Angriffen etwa auf den Schiffsverkehr und ihre Unglaubw\u00fcrdigkeit mit klandestinen wie ausgeweiteten offenen Br\u00fcchen des JCPOA, des Atom-Abkommens von Wien, unter Beweis gestellt haben, wollen die Europ\u00e4er keine Konsequenzen daraus ziehen.<\/p>\n<p>Allenfalls der britische Premier deutete mit seiner Forderung nach neuen Gespr\u00e4chen \u00fcber das iranische Kernwaffenprogramm eine gewisse Bereitschaft an, den Druck auf das Mullah-Regime zu erh\u00f6hen. Deutschland hingegen will weiter eine Ann\u00e4herung an die Islamische Republik, wie noch in der letzten Woche eine Konferenz in Berlin unter Beteiligung etwa des Ausw\u00e4rtigen Amts zeigte.<\/p>\n<p>Und auch nach der gemeinsamen Erkl\u00e4rung der drei europ\u00e4ischen Regierungschefs herrscht in Berlin weiter regelrechte Begeisterung f\u00fcr die Islamische Republik, wie am Morgen ein <a href=\"https:\/\/srv.deutschlandradio.de\/themes\/dradio\/script\/aod\/index.html?audioMode=2&amp;audioID=4&amp;audio=772354\">Rundfunk-Interview<\/a> mit Rolf M\u00fctzenich, dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Bundestag, ebenso demonstrierte wie j\u00fcngste <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/strasse-von-hormus-kramp-karrenbauer-lehnt-maximalen-druck.1939.de.html?drn:news_id=1052433\">Aussagen<\/a> der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.<\/p>\n<p>Betonte der Sozialdemokrat, \u00bbder Iran\u00ab sei \u00bbein so facettenreiches Gebilde\u00ab, weshalb \u00bbwir\u00ab versuchen m\u00fc\u00dften, \u00bbmit der Regierung\u00ab zu arbeiten\u00ab, lehnte die Vorsitzende der CDU selbst eine Erh\u00f6hung des Drucks auf das klerikale Regime in Teheran nach dem Vorbild der Regierung in Washington rundweg ab, man m\u00fcssen im Gegensatz dazu \u00bbden diplomatischen Kontakt zum Iran [..] halten\u00ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und der britische Premier Boris Johnson haben die Islamische Republik Iran f\u00fcr Angriffe auf eine \u00d6lraffinerie in Saudi-Barbarien vor wenigen Tagen verantwortlich gemacht. 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