{"id":4288,"date":"2019-11-04T15:42:01","date_gmt":"2019-11-04T13:42:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4288"},"modified":"2019-11-04T15:42:01","modified_gmt":"2019-11-04T13:42:01","slug":"moerderischer-dialog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4288","title":{"rendered":"M\u00f6rderischer Dialog"},"content":{"rendered":"<p>Anfang des Jahres, als die Islamische Revolution in Teheran ihre 40. Jubil\u00e4um feierte, war Deutschland mit dabei. Im Namen seiner ungefragten Mitdeutschinnen und -deutschen gratulierte Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier dem Mullah-Regime, das sozialdemokratisch gef\u00fchrte Ausw\u00e4rtige Amt schickte seinen Staatsminister Niels Annen zur Party in der Botschaft Teherans in Berlin.<\/p>\n<p>Fragt jemand nach, was das solle, hei\u00dft es aus Berlin regelm\u00e4\u00dfig, man unterhalte doch Beziehungen zu Teheran, man m\u00fcsse mit den Mullahs reden \u00fcber Menschenrechte, den Weltfrieden, Israel, ganz so, als h\u00e4tten die klerikalen Herrscher der Islamischen Republik Beratungsbedarf auf diesen Gebieten. \u00bbWir brauchen das Offenhalten von Dialogm\u00f6glichkeiten\u00ab, wie Niels Annen einmal meinte.<\/p>\n<p>Derzeit feiert das Mullah-Regime den 40. Jahrestag einer seiner Gro\u00dftaten. Am 4. November 1979 st\u00fcrmte ein islamistisch aufgehetzter Mob die amerikanische Botschaft in Teheran, brachten dort Mitarbeiter und Diplomaten in ihre Gewalt und drohte mit deren Ermordung. F\u00fcr 52 Geiseln dauerte ihre Gefangenschaft 444 Tage, 13 weitere Geiseln waren am 19. November 1979 freigekommen.<\/p>\n<p>Was haben nun 40 Jahre deutscher Dialog mit den Verantwortlichen in Teheran bewirkt? Die bereuen ihren Sturm auf die Vertretung Washingtons nicht, feiern ihn vielmehr, indem sie den USA mit Vernichtung drohen. Das Mullah-Regime ist der weltweit gr\u00f6\u00dfte staatliche Sponsor terroristischer Organisationen, zu deren Zielen ebenfalls ein gewaltsames Ende der Vereinigten Staaten geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Doch nicht blo\u00df Amerika haben die Islamisten im Visier. Israel, die einzige funktionierende Demokratie im Nahen Osten, will die Islamische Revolution noch vor Washington in Schutt und Asche legen. Zu den \u00bbTod Amerika!\u00ab-Rufen des heute wieder in Teheran feiernden Mobs gesellen sich Drohungen gegen den j\u00fcdischen Staat. Auch an ihnen haben vier dialogreiche Jahrzehnte nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Das vierzigste Jubil\u00e4um ihres \u00dcberfalls auf die US-Botschaft in Teheran begeht das Mullah-Regime mit der Ank\u00fcndigung weiterer Verst\u00f6\u00dfe gegen den <i>Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA)<\/i>, jenes verh\u00e4ngnisvollen Abkommens, mit dem sich insbesondere die Europ\u00e4er unter deutscher F\u00fchrung zu willf\u00e4hrigen Alliierten des islamistischen Regimes gegen Amerika und Israel machten.<\/p>\n<p>Und es war wiederum Niels Annen, der unnachahmlich anschaulich auf den Punkt brachte, an wessen Seite Deutschland steht: \u00bbIch bin nicht \u00fcberzeugt von dieser Maximum-Pressure-Strategie der Vereinigten Staaten\u00ab. Vierzig Jahre des deutschen Dialogs mit den Verbrechern in Teheran haben die nicht zu der \u00dcberzeugung gelangen lassen, auf dem falschen Pfad zu sein. Sie haben sie best\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Skandieren in diesen Tagen Anh\u00e4nger des Regimes in Teheran und anderen St\u00e4dten der Islamischen Republik \u00bbTod Amerika!\u00ab und \u00bbTod Israel!\u00ab, schmoren zahllose demokratisch gesinnte Menschen, Kinder, Frauen und M\u00e4nner, in den Folterkerkern des Regimes, mu\u00df Jerusalem den Ernstfall planen, ist all das auch Ergebnis jenes Appeasements, von dem Niels Annen sagt, \u00bbich [bereue] da gar nichts\u00ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang des Jahres, als die Islamische Revolution in Teheran ihre 40. Jubil\u00e4um feierte, war Deutschland mit dabei. 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