{"id":4533,"date":"2020-02-15T12:43:31","date_gmt":"2020-02-15T10:43:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4533"},"modified":"2020-02-15T12:43:31","modified_gmt":"2020-02-15T10:43:31","slug":"nachhilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4533","title":{"rendered":"Nachhilfe"},"content":{"rendered":"<p>Mehrere europ\u00e4ische Staaten haben dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (ICC) als sogenannte <i>amici curiae<\/i> die \u00dcbersendung von Gutachten angek\u00fcndigt, mit denen sie Israels rechtliche Postion in einem von der \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab angestrengten Verfahren st\u00fctzen. Preschte die Tschechische Republik vor, folgten ihr bis Freitag auch die ungarische und die deutsche Regierung.<\/p>\n<p>Im vergangenen Dezember hatte Fatou Bensouda, die Chefankl\u00e4gerin des ICC, ein Ermittlungsverfahren gegen Israel <a href=\"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4419\">eingeleitet<\/a>, an dessen Ende Jerusalem verurteilt werden soll. F\u00fcr die aus Gambia stammende Juristin, die sich eifrig von der \u00bbpal\u00e4stinensischen Zivilgesellschaft\u00ab hat beraten lassen, gleicht j\u00fcdisches Leben in den umstrittenen Gebieten beklagenswerten \u00bbKriegsverbrechen\u00ab.<\/p>\n<p>Fatou Bensouda verhalf allein schon durch die Aufnahme von Ermittlungen der \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab in ihrem <i>Lawfare<\/i> gegen Israel zu einem Erfolg, trotzdem umstritten ist, ob der ICC zust\u00e4ndig ist f\u00fcr den Konflikt zwischen \u00bbPal\u00e4stinensern\u00ab und Israel. Jerusalem hat das Pariser Statut nicht unterzeichnet, mit dem er gegr\u00fcndet wurde, \u00bbPal\u00e4stina\u00ab kann ihm als Fantasiegebilde nicht beitreten.<\/p>\n<p>Mit ihren v\u00f6lkerrechtlichen Stellungnahmen st\u00fctzen nun Prag, Budapest und Berlin diese Argumentation. Auch sie betonen, da\u00df \u00bbPal\u00e4stina\u00ab kein Staat und daher der Internationale Strafgerichtshof schlicht gar nicht zust\u00e4ndig sei f\u00fcr die Vorw\u00fcrfe aus Ramallah. Auch wenn insbesondere Berlin mit dieser Positionierung \u00fcberrascht, ist sie doch folgerichtig und daher eigentlich nur selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Deutschland strebt &#8211; und teilt damit den Standpunkt der meisten Staaten der Welt &#8211; eine Zwei-Staaten-L\u00f6sung im Konflikt zwischen \u00bbPal\u00e4stinensern\u00ab und Israel an. Ein \u00bbpal\u00e4stinensischer\u00ab Staat soll dabei am Ende erfolgreicher Verhandlungen zwischen PLO und Jerusalem stehen. \u00bbPal\u00e4stina\u00ab bereits zuvor Rechte zuzugestehen, die nur anerkannten Staaten vorbehalten sind, w\u00e4re daher widersinnig.<\/p>\n<p>Die \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab in Ramallah, die sich eben blo\u00df anma\u00dft, einen Staat \u00bbPal\u00e4stina\u00ab zu repr\u00e4sentieren, sollte die Stellungnahmen der Europ\u00e4er deshalb auch nicht zur\u00fcckweisen, wie sie das freilich dennoch tut, sondern als Ansporn verstehen, sich ernsthaften Gespr\u00e4chen mit Jerusalem nicht l\u00e4nger verweigern. Nur so kann, wenn \u00fcberhaupt, \u00bbPal\u00e4stina\u00ab Realit\u00e4t und ICC-Mitglied werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrere europ\u00e4ische Staaten haben dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (ICC) als sogenannte amici curiae die \u00dcbersendung von Gutachten angek\u00fcndigt, mit denen sie Israels rechtliche Postion in einem von der \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab angestrengten Verfahren st\u00fctzen. Preschte die Tschechische Republik vor, folgten ihr bis Freitag auch die ungarische und die deutsche Regierung. 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