{"id":4856,"date":"2020-06-30T12:04:01","date_gmt":"2020-06-30T10:04:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4856"},"modified":"2020-06-30T12:04:48","modified_gmt":"2020-06-30T10:04:48","slug":"faules-angebot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4856","title":{"rendered":"Faules Angebot"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab in Ramallah hat, wie die Nachrichtenagentur <i>AFP<\/i> <a href=\"https:\/\/ewn.co.za\/2020\/06\/29\/palestinians-say-ready-for-direct-talks-with-israel\">berichtet<\/a>, ihre Bereitschaft zur Wiederaufnahme der 2014 abgebrochenen bilateralen Verhandlungen mit der israelischen Regierung erkl\u00e4rt. Die Gespr\u00e4che k\u00f6nnten, soll es in einem Schreiben des PLO-Regimes an das sogenannte Nahost-Quartett hei\u00dfen, aus dem <i>AFP<\/i> zitiert, \u00bbdort fortgesetzt werden, wo sie aufh\u00f6rten\u00ab.<\/p>\n<p>Mit ihrem vermeintlichen \u00bbGespr\u00e4chsangebot\u00ab will sich die Clique um \u00bbPal\u00e4stinenserpr\u00e4sident\u00ab Abu Mazen und PLO-\u00bbGeneralsekret\u00e4r\u00ab Saeb Erekat kurz vor m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen der Regierung in Jerusalem, die israelische Souver\u00e4nit\u00e4t auf von Juden bewohnte Orte in den umstrittenen Gebieten auszuweiten, international noch einmal als friedensbereites Opfer einer Aggression Israels inszenieren.<\/p>\n<p>Wie schon ihr vor wenigen Tagen ebenfalls an das Nahost-Quartett &#8211; und eben nicht die Regierung in Jerusalem &#8211; geschickter \u00bbFriedensplan\u00ab ist auch dieses \u00bbAngebot\u00ab kaum mehr als durchschaubare Propaganda, mit der Stimmung gemacht werden soll gegen den j\u00fcdischen Staat. Leider wird Ramallahs neueste Finte wohl auch einigen Erfolg haben, aber sicherlich keinen Frieden stiften k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>2020 ist freilich nicht 2014. Vor sechs Jahren tat das PLO-Regime immerhin noch so, als achte es mit der israelischen Regierung getroffene Vereinbarungen. Sechs Jahre sp\u00e4ter hat \u00bbPr\u00e4sident\u00ab Abu Mazen diese Abkommen f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt. Ihre Einhaltung aber hat das Nahost-Quartett zur Grundvoraussetzung gemacht, um \u00fcberhaupt als m\u00f6glicher Gespr\u00e4chspartner akzeptiert zu werden.<\/p>\n<p>Die \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab hat sich aus eigenem Entschlu\u00df der Legitimit\u00e4tsgrundlage beraubt, auf deren Basis sie behaupten konnte, Repr\u00e4sentantin \u00bbpal\u00e4stinensischer\u00ab Interessen zu sein. Gleichzeitig hat sie mit ihrem einseitigen Abbruch jeder Kooperation mit Jerusalem auch ganz praktisch demonstriert, da\u00df ihr Wort nichts wert ist. Welche Bedeutung h\u00e4tte es in neuerlichen Verhandlungen?<\/p>\n<p>Nicht zuletzt allerdings ist ihr Verweis auf 2014 entlarvend. Damals endeten von der Regierung unter Barack Hussein Obama vermittelte Verhandlungen zwischen der \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab und Vertretern der israelischen Regierung nach neun Monaten abrupt, als \u00bbPr\u00e4sident\u00ab Abu Mazen eine \u00bbEinheitsregierung\u00ab mit der Hamas <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2014\/12\/24\/opinion\/roger-cohen-why-israeli-palestinian-peace-failed.html\">ank\u00fcndigte<\/a> und damit aus den Gespr\u00e4chen mit Jerusalem ausstieg.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wurde aus der \u00bbVers\u00f6hnung\u00ab zwischen der Fatah und der islamistischen Terrororganisation, die seit 2007 in Gaza herrscht, nichts, auf die damals versprochenen Pr\u00e4sidentschaftswahlen innerhalb \u00bbder n\u00e4chsten sieben Monate\u00ab warten die \u00bbPal\u00e4stinenser\u00ab noch heute. Will die \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab jedenfalls an 2014 ankn\u00fcpfen, ist das eine nicht eben sonderlich \u00fcberzeugende Vorstellung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab in Ramallah hat, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, ihre Bereitschaft zur Wiederaufnahme der 2014 abgebrochenen bilateralen Verhandlungen mit der israelischen Regierung erkl\u00e4rt. Die Gespr\u00e4che k\u00f6nnten, soll es in einem Schreiben des PLO-Regimes an das sogenannte Nahost-Quartett hei\u00dfen, aus dem AFP zitiert, \u00bbdort fortgesetzt werden, wo sie aufh\u00f6rten\u00ab. 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