{"id":4859,"date":"2020-07-01T15:00:32","date_gmt":"2020-07-01T13:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4859"},"modified":"2020-07-01T15:00:32","modified_gmt":"2020-07-01T13:00:32","slug":"prioritaeten-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=4859","title":{"rendered":"Priorit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"<p>Vor sieben Jahren, Mitte Juli 2013, gab der damalige amerikanische Au\u00dfenminister John Kerry bekannt, da\u00df es ihm gelungen sei, \u00bbPal\u00e4stinenser\u00ab und die israelische Regierung zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zu bewegen, die zuvor vor allem die \u00bbpal\u00e4stinensische\u00ab Seite verweigert hatte. Die Gespr\u00e4che sollten neun Monate dauern, am 29. April 2014 mit einer Einigung enden.<\/p>\n<p>Die \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab in Ramallah stellte allerlei Vorbedingungen, um den Gespr\u00e4chen zuzustimmen, denen sich die Regierung in Jerusalem letztlich beugte. So begnadigte sie zahlreiche in Israel inhaftierte \u00bbpal\u00e4stinensische\u00ab Terroristen, die f\u00fcr die Ermordung von mindestens 55 israelischen Zivilisten, 15 Sicherheitskr\u00e4ften sowie eines franz\u00f6sischen Touristen verantwortlich waren.<\/p>\n<p>Das Regime in Ramallah, an dessen Spitze damals wie heute \u00bbPr\u00e4sident\u00ab Abu Mazen stand, empfing die Freigelassenen mit gro\u00dfem Pomp, Feiern, die die zivilisiertere Welt und alle Opfer von Terror offen verh\u00f6hnten. Sp\u00e4testens im Fr\u00fchjahr 2014 gerieten die Gespr\u00e4che trotz alle Konzessionen Israels freilich ins Stocken. Ramallah sah es als wichtiger an, sich mit der Hamas zu \u00bbverbr\u00fcdern\u00ab.<\/p>\n<p>Die Islamisten hatten sich 2007 in Gaza gewaltsam an die Macht geputscht und gl\u00fccklichere Vertreter des PLO-Regimes in die Flucht getrieben, andere, darunter Patienten in Krankenh\u00e4usern, brutal abgeschlachtet. Dennoch zog die \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab eine m\u00f6gliche Bildung einer \u00bbnationalen Einheitsregierung\u00ab mit der Hamas den Gespr\u00e4chen mit Jerusalem vor, wie sie auch offen einr\u00e4umte.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber blieb auch ein von Pr\u00e4sident Barack Hussein Obama vorgelegter Plan durch Ramallah unbeantwortet, mit dem Washington die Verhandlungen doch noch hatte retten wollen. Trotzdem klatschte man insbesondere in Europa Beifall f\u00fcr Ramallah, Catherine Ashton, bis 2014 Hohe Au\u00dfenbeauftragte der EU, <a href=\"https:\/\/www.un.org\/unispal\/document\/auto-insert-195832\/\">begr\u00fc\u00dfte<\/a> gar lauthals die Aussicht auf \u00bbdemokratische Wahlen\u00ab in \u00bbPal\u00e4stina\u00ab.<\/p>\n<p>So kollabierten die israelisch-\u00bbpal\u00e4stinensischen\u00ab Verhandlungen noch vor dem 29. April, an dem sie urspr\u00fcnglich enden sollten. Jerusalem, behauptete Ramallah bald, h\u00e4tte zu wenig Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das \u00bbpal\u00e4stinensische\u00ab Streben nach \u00bbnationaler Einheit\u00ab gezeigt. \u00bbPr\u00e4sident\u00ab Abu Mazen und seinem \u00bbChefunterh\u00e4ndler\u00ab Saeb Erekat war die \u00bbVerbr\u00fcderung\u00ab mit der Hamas wichtiger als Frieden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor sieben Jahren, Mitte Juli 2013, gab der damalige amerikanische Au\u00dfenminister John Kerry bekannt, da\u00df es ihm gelungen sei, \u00bbPal\u00e4stinenser\u00ab und die israelische Regierung zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zu bewegen, die zuvor vor allem die \u00bbpal\u00e4stinensische\u00ab Seite verweigert hatte. Die Gespr\u00e4che sollten neun Monate dauern, am 29. April 2014 mit einer Einigung enden. 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