{"id":5055,"date":"2020-09-20T11:28:50","date_gmt":"2020-09-20T09:28:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5055"},"modified":"2020-09-20T11:28:50","modified_gmt":"2020-09-20T09:28:50","slug":"glaubwuerdigkeitsproblem-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5055","title":{"rendered":"Glaubw\u00fcrdigkeitsproblem"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Freitag widmeten die Abgeordneten des Bundestags sich in einer Aktuellen Stunde der \u00bbdeutsche[n] Iranpolitk\u00ab. F\u00fcr die Unionsfraktionen verlangte J\u00fcrgen Hardt, deren au\u00dfenpolitische Sprecher, vor der Aktuellen Stunde in einer Pressemitteilung, \u00bbes ist an der Zeit, unsere Iran-Politik kritisch zu \u00fcberpr\u00fcfen\u00ab. Und er rechtfertigte seine Forderung mit bedenkenswerten Gr\u00fcnden:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbSolange der Iran die eigene Bev\u00f6lkerung auf brutale Weise unterdr\u00fcckt, solange der Iran mit gesteuerten Milizen die Stabilit\u00e4t der Region gef\u00e4hrdet und Israels Sicherheit bedroht und solange der Iran seine Absichten zum Atomprogramm verschleiert, so lange kann es [..] keine normalen Beziehungen geben, erst recht keinen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Ausw\u00e4rtigen Amt, das freilich in der Hand des Koalitionspartners der Fraktion J\u00fcrgen Hardts ist, wurde \u00fcber die Worte des Abgeordneten vermutlich viel gelacht. Am Sonnabend jedenfalls beantworte das Ministerium Heiko Maas\u2019 sie mit einer <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/-\/2386142\">Erkl\u00e4rung<\/a>, die den Unionspolitiker und seine Fraktion verh\u00f6hnt. Selbst von einer Bereitschaft, \u00bbunsere Iran-Politik kritisch zu \u00fcberpr\u00fcfen\u00ab, ist darin keine Spur.<\/p>\n<p>Einmal mehr behaupten die deutschen Diplomaten in fr\u00f6hlicher Komplizenschaft mit ihren franz\u00f6sischen und britischen Kollegen, da\u00df ihnen die eklatanten Verst\u00f6\u00dfe des Regimes in Teheran gegen den Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) und V\u00f6lkerrecht v\u00f6llig gleichg\u00fcltig sind, dessen Beugung sie ausgerechnet damit begr\u00fcnden, seiner \u00bbuneingeschr\u00e4nkten Umsetzung [..] verpflichtet\u00ab zu sein.<\/p>\n<p>W\u00e4ren sie es allerdings tats\u00e4chlich, w\u00fcrden sie die zunehmenden offenen Verst\u00f6\u00dfe des Mullah-Regimes gegen die Auflagen des JCPOA nicht mit Angriffen auf die Vereinigten Staaten beantworten, mit abenteuerlichen Belehrungen Washingtons, dessen Aktivit\u00e4ten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gegen die Verletzungen des V\u00f6lkerrechts durch Teheran k\u00f6nnten \u00bbkeine Rechtswirkung entfalten\u00ab.<\/p>\n<p>Die Beziehungen Berlins zum Mullah-Regime sind nicht \u00bbnormal\u00ab. Sie gehen weit \u00fcber das hinaus, was noch als \u00bbnormal\u00ab gelten k\u00f6nnte. Sie sind gepr\u00e4gt von antiamerikanischen und antisemitisch-antiisraelischen Ressentiments, die in der Tat einer kritischen \u00dcberpr\u00fcfung bed\u00fcrften. Gelingt es der immerhin gr\u00f6\u00dften Regierungsfraktion im Deutschen Bundestag aber nicht, sich gegen die SPD durchzusetzen, sollten J\u00fcrgen Hardt und seine Fraktionskollegen sich besser anderen Themen widmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Freitag widmeten die Abgeordneten des Bundestags sich in einer Aktuellen Stunde der \u00bbdeutsche[n] Iranpolitk\u00ab. F\u00fcr die Unionsfraktionen verlangte J\u00fcrgen Hardt, deren au\u00dfenpolitische Sprecher, vor der Aktuellen Stunde in einer Pressemitteilung, \u00bbes ist an der Zeit, unsere Iran-Politik kritisch zu \u00fcberpr\u00fcfen\u00ab. 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