{"id":5469,"date":"2021-03-24T15:36:13","date_gmt":"2021-03-24T13:36:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5469"},"modified":"2021-03-24T15:36:13","modified_gmt":"2021-03-24T13:36:13","slug":"die-stimme-berlins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5469","title":{"rendered":"Die Stimme Berlins"},"content":{"rendered":"<p>Vor beinahe genau zwei Jahren, am 14. M\u00e4rz 2019, debattierte der Deutsche Bundestag \u00fcber einen <a href=\"https:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/075\/1907560.pdf\">Antrag<\/a> der Abgeordneten der FDP-Fraktion, das Abstimmungsverhalten Deutschlands in Gremien der Vereinten Nationen in Bezug auf Israel \u00bbneu auszurichten\u00ab. Die Vertreter Berlins bei der Weltorganisation waren zuvor (und auch <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/politik\/christoph-heusgen-auf-antisemitismus-liste\/\">sp\u00e4ter<\/a>) wegen ihrer notorisch \u00bbisraelkritischen\u00ab Haltung aufgefallen.<\/p>\n<p>Der Antrag der Liberalen, die Regierung in Berlin aufzufordern, \u00bbsich in den Gremien und Sonderorganisationen der Vereinten Nationen [..] klar von einseitigen, vorrangig politisch motivierten Initiativen und Allianzen antiisraelisch eingestellter Mitgliedstaaten zu distanzieren und Israel und legitime Interessen Israels vor einseitigen Verurteilungen zu sch\u00fctzen\u00ab, hatte \u2013 selbstverst\u00e4ndlich \u2013 keine Chance.<\/p>\n<p>In der \u2013 immerhin namentlichen \u2013 Abstimmung votierten nur 155 Parlamentarier f\u00fcr und 408 gegen den Antrag, w\u00e4hrend sich 63 Abgeordnete enthielten. Einer jener, die zwar der Vollversammlung und dem \u00bbMenschenrechtsrat\u00ab der Vereinten Nationen \u00bbein sehr, sehr einseitiges Abstimmungsverhalten\u00ab <a href=\"https:\/\/www.roderich-kiesewetter.de\/fileadmin\/user_upload\/rede-20190314-top15-bundestag.pdf\">bescheinigten<\/a>, der FDP-Fraktion aber nicht folgten, war der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nne sich doch nicht, so der Parlamentarier, aus diesen Gremien der Weltorganisation zur\u00fcckziehen oder nicht mehr mit und in ihnen zusammenarbeiten, sondern man m\u00fcsse sich beteiligen, um sich f\u00fcr und im Interesse Israels \u00bbin die Bresche zu werfen\u00ab. Und so kommt es, da\u00df auch in dieser Woche sich im UN-\u00bbMenschenrechtsrat\u00ab wieder deutsche Diplomaten mit Verve \u00bbin die Bresche\u00ab warfen.<\/p>\n<p>Auf Antrag des Regimes der Terrororganisation PLO, Chiles, Pakistans und Venezuelas verhandelte der UNHRC in Genf eine Resolution, die Israel wegen seines Vorgehens gegen terroristische Bedrohungen und Angriffe verurteilt und ein internationales Waffenembargo gegen Jerusalem verlangt. Und nat\u00fcrlich stimmten die Repr\u00e4sentanten Deutschlands zu. Es reichte nicht einmal f\u00fcr eine Enthaltung.<\/p>\n<p>Auch dieses Votum d\u00fcrfte mit Berlin abgesprochen gewesen sein. Als Ende 2019 das in Los Angeles residierende Simon Wiesenthal Center (SWC) den deutschen UN-Botschafter Christoph Heusgen wegen seines Abstimmungsverhaltens scharf kritisierte, wies die deutsche Regierung die Vorw\u00fcrfe als \u00bbabwegig\u00ab zur\u00fcck und <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/berlin-vorwuerfe-gegen-christoph-heusgen-waren-grosser-fehler-16538459.html\">bescheinigte<\/a> dem Diplomaten, stets \u00bbauf Weisung aus Berlin\u00ab zu handeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor beinahe genau zwei Jahren, am 14. M\u00e4rz 2019, debattierte der Deutsche Bundestag \u00fcber einen Antrag der Abgeordneten der FDP-Fraktion, das Abstimmungsverhalten Deutschlands in Gremien der Vereinten Nationen in Bezug auf Israel \u00bbneu auszurichten\u00ab. Die Vertreter Berlins bei der Weltorganisation waren zuvor (und auch sp\u00e4ter) wegen ihrer notorisch \u00bbisraelkritischen\u00ab Haltung aufgefallen. 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