{"id":5789,"date":"2021-08-05T15:23:31","date_gmt":"2021-08-05T13:23:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5789"},"modified":"2021-08-05T15:23:31","modified_gmt":"2021-08-05T13:23:31","slug":"verzoegerungstaktik-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5789","title":{"rendered":"Verz\u00f6gerungstaktik"},"content":{"rendered":"<p>Kurz vor den Bundestagswahlen Ende September entdeckt die scheidende deutsche Regierung noch einmal Handlungsbedarf und will, wie es die <i>tagesschau<\/i> auf ihrer Website <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/antisemitismus-forschung-101.html\">formuliert<\/a>, \u00bbMillionen f\u00fcr das Wissen \u00fcber den Hass\u00ab ausgeben. Zw\u00f6lf von insgesamt 35 Millionen Euro sollen dabei in den n\u00e4chsten vier Jahren der Erforschung von Antisemitismus gewidmet werden, drei Millionen Euro je Jahr.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, da\u00df der Antisemitismus Hochkonjunktur im seit 16 Jahren von Kanzlerin Angela Merkel regierten Deutschland hat, ist das nicht eben viel Geld. Freilich d\u00fcrfte es Berlin nicht wirklich um Erkenntnisse \u00fcber Antisemitismus gehen und dessen Bek\u00e4mpfung, sondern um das Vort\u00e4uschen von Problembewu\u00dftsein. Mit dieser Taktik hat Berlin schlie\u00dflich in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht.<\/p>\n<p>Exemplarisch demonstriert das der Umgang Deutschlands mit Vorw\u00fcrfen, seine umfassende \u00bbhumanit\u00e4re\u00ab Hilfe f\u00fcr \u00bbPal\u00e4stinenser\u00ab diene auch der F\u00f6rderung von Antisemitismus. Leugnete Berlin zun\u00e4chst jegliche Verantwortung, gab es sich schlie\u00dflich doch noch interessiert: Als das Problem nicht mehr weggequatscht werden konnte, wollte man \u00bbwissenschaftliche\u00ab Untersuchungen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Verantwortung f\u00fcr eine Studie \u00fcber \u00bbpal\u00e4stinensische\u00ab Lehrb\u00fccher wurde jedoch an Br\u00fcssel abgegeben, was bereits zu einer nicht unwesentlichen Verz\u00f6gerung der Forschungsarbeiten f\u00fchrte. F\u00fcr weitere Verschiebungen sorgte dann jedenfalls nach Aussagen der beauftragten \u00bbExperten\u00ab ein \u00bbRegierungswechsel\u00ab in Ramallah. Die Studie, die Anfang 2019 vorliegen sollte, wurde so erst 2021 vorgelegt.<\/p>\n<p>Dann nur widerwillig von der Europ\u00e4ischen Kommission, die deren Ergebnisse zudem noch zu verf\u00e4lschen suchte, der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung gestellt, wird die Arbeit seither beschwiegen, obgleich sie best\u00e4tigt, was man 2018 und auch davor l\u00e4ngst h\u00e4tte wissen k\u00f6nnen, aber eben nicht wissen <i>wollte<\/i>: Lehrb\u00fccher des Regimes in Ramallah verbreiten Antisemitismus und verherrlichen Terrorismus.<\/p>\n<p>Und selbst wenn die Erkenntnisse der Forscher doch noch zur Kenntnis genommen werden sollten: Mindestens vier Jahre lang dr\u00fcckte sich Berlin unter dem Verweis auf die Forschungsarbeiten, die erst abgeschlossen werden m\u00fc\u00dften, davor, auf Gewaltverherrlichung und Antisemitismus der \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab, die sie j\u00e4hrlich mit mindestens zweistelligen Millionenbetr\u00e4gen st\u00fctzt, zu reagieren.<\/p>\n<p>Und \u00e4hnlich d\u00fcrfte es nun wieder laufen: Es ist bekannt, da\u00df es ein Problem gibt, da\u00df mit konkreten Ma\u00dfnahmen gehandelt werden m\u00fc\u00dfte. Doch weil Berlin davor zur\u00fcckschreckt, erkauft es sich nunmehr erneut Zeit &#8211; im Fall des in Deutschland grassierenden Antisemitismus\u2019 weitere vier Jahre. Die 12 Millionen Euro sind keine Investition in Wissen, sie sollen allein Handlungsunwilligkeit camouflieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz vor den Bundestagswahlen Ende September entdeckt die scheidende deutsche Regierung noch einmal Handlungsbedarf und will, wie es die tagesschau auf ihrer Website formuliert, \u00bbMillionen f\u00fcr das Wissen \u00fcber den Hass\u00ab ausgeben. 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