{"id":5911,"date":"2021-09-29T15:56:14","date_gmt":"2021-09-29T13:56:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5911"},"modified":"2021-09-29T16:08:45","modified_gmt":"2021-09-29T14:08:45","slug":"schrittchen-in-die-richtige-richtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5911","title":{"rendered":"Richtiges Schrittchen"},"content":{"rendered":"<p>Der Haushaltsausschu\u00df des Europ\u00e4ischen Parlaments hat Zuwendungen der EU im Umfang von rund 20 Millionen Euro, mit denen im n\u00e4chsten Jahr die Arbeit der UNRWA, des \u00bbHilfswerks der Vereinten Nationen f\u00fcr Pal\u00e4stina-Fl\u00fcchtlinge im Nahen Osten\u00ab unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnte, von <a href=\"https:\/\/www.timesofisrael.com\/eu-parliament-moves-to-condition-funds-for-unrwa-for-alleged-textbook-incitement\/\">\u00bbsubstantiellen \u00c4nderungen\u00ab<\/a> der an den Schulen der Organisation verwendeten Lehrmaterialien abh\u00e4ngig gemacht.<\/p>\n<p>Die vorerst blockierten Mittel sind Teil eines gr\u00f6\u00dferen Pakets, mit dem sich die Europ\u00e4ische Union auch 2022 wieder bei der UNRWA engagieren will. Nach den Vorstellungen der Haush\u00e4lter soll die EU der UNRWA mindestens 142 Millionen Euro zusichern, eine \u00bbReserve\u00ab von 20 Millionen Euro aber erst freigegeben werden, streicht die UNRWA antisemitische Inhalte aus den Lehrpl\u00e4nen ihrer Schulen.<\/p>\n<p>Das \u00bbHilfswerk\u00ab richtet sich derzeit an seinen Schulen in Gaza und den umstrittenen Gebieten nach den Vorgaben des \u00bbBildungsministeriums\u00ab in Ramallah, dessen Lehrb\u00fcchern selbst eine in diesem Jahr ver\u00f6ffentlichte Studie, die im Auftrag der Europ\u00e4ischen Kommission entstand, bescheinigte, Werte zu vermitteln, die weder mit internationalen Standards noch europ\u00e4ischen Grundwerten vereinbar seien.<\/p>\n<p>So fanden die Forscher nach eigenen Angaben \u00bbauch\u00ab nennenswert viele \u00bbDarstellungen, die Gewalt gegen Israelis &#8211; zumeist als \u203azionistische Besatzer\u2039 bezeichnet &#8211; guthei\u00dfen\u00ab, darunter \u00bbheroisierende Darstellung[en] auch t\u00f6dlicher Gewalt [..] gegen\u00fcber israelischen Zivilisten\u00ab, w\u00e4hrend Israel \u00bbselten beim Namen genannt\u00ab werde, \u00bbsehr viel h\u00e4ufiger\u00ab sei \u00bbdie Rede von der \u203azionistischen Besatzung\u2039\u00ab.<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbDie Schulb\u00fccher enthalten [..] Darstellungen in Text oder Bild, die den israelischen \u203aAnderen\u2039 dehumanisieren oder ihn in einer eskalierenden Weise als aggressiv darstellen.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Entscheidung des Europ\u00e4ischen Parlaments, wenigstens einen Teil seiner Unterst\u00fctzung f\u00fcr die UNRWA zu blockieren, kann daher freilich kaum \u00fcberzeugen. Sie betrifft nur einen vergleichsweise geringen Teil der dennoch eben allzu \u00fcppigen Zusagen an das \u00bbHilfswerk\u00ab, das seinerseits nicht erst seit diesem Jahr um die Problematik wei\u00df, bisher aber kaum bereit war, \u00c4nderungen tats\u00e4chlich umzusetzen.<\/p>\n<p>Immerhin aber friert das Europ\u00e4ische Parlament zumindest einige Millionen Euro ein, die sonst in die Vermittlung von Antisemitismus flie\u00dfen w\u00fcrden. Von anderen Gro\u00dfspendern der UNRWA, allen voran Deutschland, das die Spenderliste des \u00bbHilfswerks\u00ab in den vergangenen zwei Jahren anf\u00fchrte, ist derlei nicht zu erwarten: Berlin will auch 2022 wieder weit vorn landen. Andere Ziele <a href=\"https:\/\/twitter.com\/GerRepRamallah\/status\/1436390173193998340\">formuliert<\/a> es nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Haushaltsausschu\u00df des Europ\u00e4ischen Parlaments hat Zuwendungen der EU im Umfang von rund 20 Millionen Euro, mit denen im n\u00e4chsten Jahr die Arbeit der UNRWA, des \u00bbHilfswerks der Vereinten Nationen f\u00fcr Pal\u00e4stina-Fl\u00fcchtlinge im Nahen Osten\u00ab unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnte, von \u00bbsubstantiellen \u00c4nderungen\u00ab der an den Schulen der Organisation verwendeten Lehrmaterialien abh\u00e4ngig gemacht. 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