{"id":5967,"date":"2021-10-24T12:51:01","date_gmt":"2021-10-24T10:51:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5967"},"modified":"2021-10-24T12:51:01","modified_gmt":"2021-10-24T10:51:01","slug":"mitverantwortung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5967","title":{"rendered":"Mitverantwortung"},"content":{"rendered":"<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde hat erneut auf die mangelnde Bereitschaft des Regimes in Teheran hingewiesen, mit der mit der \u00dcberwachung des Joint Comprehensive Plan of Action durch die Islamische Republik beauftragten UN-Beh\u00f6rde zusammenzuarbeiten. In einem Interview mit NBC News <a href=\"https:\/\/www.nbcnews.com\/politics\/politics-news\/u-n-nuke-watchdog-chief-says-monitoring-iran-no-longer-n1282209\">klagte<\/a> IAEA-Chef Rafael Grossi, deshalb werde man nie in der Lage sein, \u00bbdas Gesamtbild zu rekonstruieren\u00ab.<\/p>\n<p>Das islamistische Regime, das auf vielf\u00e4ltige Weise gegen das 2015 unterzeichnete Abkommen verst\u00f6\u00dft, mit dem es davon abgehalten werden soll, in den Besitz von Kernwaffen zu kommen, verweigert nach Angaben Grossis Inspekteuren seiner IAEA weiter den Zugang zu wichtigen Standorten des iranischen Atomprogramms. Die Beh\u00f6rde k\u00f6nne daher ihre \u00dcberwachungstechnik weder warten noch nutzen.<\/p>\n<p>Selbst wenn Teheran derzeit noch nicht mit dem Bau von Atombomben begonnen haben sollte, wie der IAEA-Chef vermutet, nur vermuten kann, r\u00e4umt auch er ein, da\u00df man das Mullah-Regime nicht untersch\u00e4tzen sollte. Mit jedem Tag, den es gegen den JCPOA verst\u00f6\u00dft, erwirbt es mehr Wissen, reichert es mehr Uran an und kommt damit seinem Ziel immer n\u00e4her. Kontrollen sind daher von hoher Bedeutung.<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/naher-osten\/iran-umfassendere-kontrollen-denn-je-13521203-p2.html\">versprachen<\/a> die westlichen \u00bbArchitekten\u00ab des Joint Comprehensive Plan of Action \u00bbumfassendere und intensivere Kontrollen [..] als jemals zuvor\u00ab, ein \u00bbSonder-\u00dcberwachungsregime, das den Vertrauensbr\u00fcchen der Vergangenheit Rechnung tr\u00e4gt\u00ab, und mit Sanktionen durchgesetzt werde, die \u00bbim Fall eines Bruchs der Vereinbarung durch Iran sofort wieder in Kraft gesetzt werden\u00ab.<\/p>\n<p>Davon freilich sind die Vertragspartner Teherans, darunter mit den \u00bbE3\u00ab Deutschland, Frankreich und das Vereinigte K\u00f6nigreich, weit entfernt. Sie weigern sich, selbst die im JCPOA vorgesehenen Instrumente zur Erzwingung von Vertragstreue einzusetzen. Die \u00c4u\u00dferungen des IAEA-Chefs stellen daher auch ihnen ein Armutszeugnis aus: Da\u00df die IAEA nicht arbeiten kann, daf\u00fcr sind sie mitverantwortlich.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich beschr\u00e4nkt sich ihre Verantwortung nicht allein auf die Arbeitsf\u00e4higkeit der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde. Weil auch und gerade die \u00bbE3\u00ab den Joint Comprehensive Plan of Action nicht durchzusetzen bereit sind, kann das islamistische Regime in Teheran sein Atomprogramm ausbauen und vorantreiben. Wenn es R\u00fcckschl\u00e4ge erleiden mu\u00dfte, dann lag das jedenfalls nicht an dem Abkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde hat erneut auf die mangelnde Bereitschaft des Regimes in Teheran hingewiesen, mit der mit der \u00dcberwachung des Joint Comprehensive Plan of Action durch die Islamische Republik beauftragten UN-Beh\u00f6rde zusammenzuarbeiten. In einem Interview mit NBC News klagte IAEA-Chef Rafael Grossi, deshalb werde man nie in der Lage sein, \u00bbdas Gesamtbild zu rekonstruieren\u00ab. 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