{"id":5985,"date":"2021-11-02T14:33:53","date_gmt":"2021-11-02T12:33:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5985"},"modified":"2021-11-02T14:33:53","modified_gmt":"2021-11-02T12:33:53","slug":"iranischer-imperialismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=5985","title":{"rendered":"Iranischer Imperialismus"},"content":{"rendered":"<p>Bei einem Angriff von Houthi-Terroristen sind am vergangenen Wochenende zahlreiche Menschen get\u00f6tet worden. Nach <a href=\"https:\/\/www.thenationalnews.com\/gulf-news\/2021\/11\/01\/what-are-the-houthi-ballistic-missiles-and-how-do-militias-obtain-them\/\">Angaben<\/a> aus dem Jemen griffen die vom Regime in Teheran unterst\u00fctzten islamistischen Terroristen eine Moschee und eine Schule in der Provinz Marib mit Raketen an. Mindestens 29 Menschen, Kinder, Frauen, M\u00e4nner, wurden bei dem Terror-Angriff ermordet, weitere verletzt.<\/p>\n<p>Die breite Unterst\u00fctzung der f\u00fcr die Angriffe am Sonntag verantwortlichen Houthi durch die Islamische Republik Iran sorgt weiter f\u00fcr Spannungen zwischen arabischen Staaten und dem Libanon, wo die auch von Teheran gesteuerte Hisbollah danach strebt, die Macht an sich zu rei\u00dfen. Mindestens vier arabische Staaten haben ihre Botschafter aus Beirut abgezogen, weitere libanesische Vertreter ausgewiesen.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Spannungen hatten Bemerkungen eines zwischenzeitlich zum Minister der neuen Regierung in Beirut bef\u00f6rderten prominenten Journalisten, der sich mit den Houthi solidarisiert hatte. Saudi-Barbarien, das im Jemen an der Seite der international anerkannten Regierung steht, zog darauf emp\u00f6rt seinen Botschafter ab und warnte vor dem wachsenden Einflu\u00df des iranischen Regimes in Beirut.<\/p>\n<p>Zwar distanzierte sich der libanesische Premier Najib Mikati von den Aussagen seines Informationsministers, der der \u00bbPartei Gottes\u00ab Hassan Nasrallahs nahesteht. George Kordahi weigert sich jedoch unter dem Applaus der Islamisten, seine \u00c4u\u00dferungen zur\u00fcckzuziehen. Zugleich wagt es Najib Mikati nicht, einem Aufruf mehrerer ehemaliger Premiers zu folgen, die die Entlassung George Kordahi fordern.<\/p>\n<p>Mindestens drei Staaten folgten derweil dem Vorbild Riyadhs. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Kuwait zogen ihre diplomatischen Vertreter aus Beirut ab, Bahrain und Kuwait wiesen zudem die Botschafter des Libanon aus. Saudi-Barbarien verh\u00e4ngte ein erweitertes Verbot von Importen aus dem Land, die Regierung in Abu Dhabi warnte ihre Untertanen vor Reisen in den Libanon.<\/p>\n<p>Ohnehin von einer Wirtschaftskrise geplagt, der schwersten seit Gr\u00fcndung des Libanon, bekommt die einstige \u00bbSchweiz des Nahen Ostens\u00ab nun auch die verheerenden Folgen des wachsenden Einflusses Teherans zu sp\u00fcren, f\u00fcr den die \u00bbPartei Gottes\u00ab steht. Gibt es auf anderer Ebene durchaus noch oder wieder Gespr\u00e4che zwischen Riyadh und Teheran, profitiert Beirut von ihnen jedenfalls nicht.<\/p>\n<p>Die Houthi-Terroristen feiern in Sanaa, der von ihnen weitgehend kontrollierten Hauptstadt des Jemen, unterdessen George Kordahi mit weithin sichtbaren Plakaten. Als gar nicht zu \u00fcbersehende Provokation Riyadhs zeugen sie vom iranischen Anspruch auf Herrschaft in der Region. Die zivilisiertere Welt sollte sie und das, was sie f\u00fcr den Libanon bedeuten k\u00f6nnten, als Warnung vor Teheran verstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einem Angriff von Houthi-Terroristen sind am vergangenen Wochenende zahlreiche Menschen get\u00f6tet worden. Nach Angaben aus dem Jemen griffen die vom Regime in Teheran unterst\u00fctzten islamistischen Terroristen eine Moschee und eine Schule in der Provinz Marib mit Raketen an. Mindestens 29 Menschen, Kinder, Frauen, M\u00e4nner, wurden bei dem Terror-Angriff ermordet, weitere verletzt. 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