{"id":6044,"date":"2021-11-28T15:07:49","date_gmt":"2021-11-28T13:07:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6044"},"modified":"2021-11-28T15:07:49","modified_gmt":"2021-11-28T13:07:49","slug":"geteilte-sorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6044","title":{"rendered":"Geteilte Sorgen"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem bereits Mitte September Vorw\u00fcrfe von Inspekteurinnen der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde \u00f6ffentlich <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/articles\/iranian-guards-physically-harassed-female-u-n-nuclear-inspectors-diplomats-say-11631626649\">wurden<\/a>, sie seien in den Monaten zuvor durch iranisches Sicherheitspersonal bel\u00e4stigt und bedr\u00e4ngt worden, haben die drei europ\u00e4ischen Vertragspartner Teherans im JCPOA ihre \u00bbgro\u00dfe Besorgnis\u00ab \u00fcber die derweil von IAEA-Chef Rafael Grossi best\u00e4tigten Klagen <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/npt-safeguards-agreement-with-iran-e3-statement-to-the-iaea-november-2021\">\u00bbunterstrichen\u00ab<\/a>.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte Teheran, entschiede sich das dortige islamistische Regime daf\u00fcr, nach den Angaben von Experten innert weniger Wochen \u00fcber einsatzf\u00e4hige Atomwaffen verf\u00fcgen, brauchen die \u00bbE3\u00ab, das sind Deutschland, Frankreich und das Vereinigte K\u00f6nigreich, \u00fcber drei Monate, um \u00f6ffentlich auf Berichte \u00fcber \u00dcbergriffe auf Mitarbeiterinnen der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde auch nur zu reagieren.<\/p>\n<p>Ihre j\u00fcngste Erkl\u00e4rung dokumentiert damit nicht nur erneut den Unwillen der Herrscher der Islamischen Republik Iran, sich an V\u00f6lkerrecht zu halten, sondern vor allem das katastrophale Versagen der \u00bbE3\u00ab. Denn Berlin, Paris und London sind ja durchaus nicht macht- und hilflos. Wollten sie, k\u00f6nnten sie Teheran zwingen, seine Verpflichtungen aus dem Joint Comprehensive Plan of Action zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Zwar ist der JCPOA ein \u00e4u\u00dferst schwaches Abkommen, dennoch bietet er Instrumente, der IAEA den Zugang zu Standorten des iranischen Atomprogramms zu erzwingen: Die \u00bbE3\u00ab k\u00f6nnten vertragskonform den Streitschlichtungsmechanismus des JCPOA aktivieren und, sollte das nichts bringen, dessen \u00bbSnap back\u00ab-Mechanismus, mit dem ausgesetzte Sanktionen gegen Teheran wieder wirksam w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Doch wie so oft, wenn das islamistische Regime die Konfrontation sucht, lassen sich die \u00bbE3\u00ab von ihm vorf\u00fchren. Das einst <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/naher-osten\/iran-umfassendere-kontrollen-denn-je-13521203-p2.html\">angek\u00fcndigte<\/a> \u00bbhistorisch beispiellose Sonder-\u00dcberwachungsregime\u00ab des JCPOA, das mit Sanktionen durchgesetzt werden sollte, wird nicht nur durch Teheran sabotiert, sondern auch und gerade durch die, die aus \u00bbden Vertrauensbr\u00fcchen der Vergangenheit\u00ab gelernt haben wollten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem bereits Mitte September Vorw\u00fcrfe von Inspekteurinnen der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde \u00f6ffentlich wurden, sie seien in den Monaten zuvor durch iranisches Sicherheitspersonal bel\u00e4stigt und bedr\u00e4ngt worden, haben die drei europ\u00e4ischen Vertragspartner Teherans im JCPOA ihre \u00bbgro\u00dfe Besorgnis\u00ab \u00fcber die derweil von IAEA-Chef Rafael Grossi best\u00e4tigten Klagen \u00bbunterstrichen\u00ab. 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