{"id":6725,"date":"2022-09-08T12:29:23","date_gmt":"2022-09-08T10:29:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6725"},"modified":"2022-09-08T12:29:23","modified_gmt":"2022-09-08T10:29:23","slug":"verheerende-quartalsbilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6725","title":{"rendered":"Verheerende Quartalsbilanz"},"content":{"rendered":"<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde erneuert in einem Bericht, aus dem Agenturen <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/iaea-irans-uran-vorraete-besorgniserregend-gestiegen-18299889.html\">\u00fcbereinstimmend<\/a> <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/irans-near-weapons-grade-uranium-stock-grows-probe-stuck-iaea-reports-2022-09-07\/\">zitieren<\/a>, ihre Warnung vor dem Atomprogramm des Regimes in Teheran. Die mit der \u00dcberwachung der Umsetzung des Joint Comprehensive Plan of Action durch Teheran betraute IAEA sieht sich danach weiter nicht in der Lage, dem iranischen Atomprogramm allein friedliche Zwecke zu bescheinigen.<\/p>\n<p>Wie die von Rafael Grossi geleitete UN-Agentur in ihrem neuen Quartalsbericht festh\u00e4lt, hat die Islamische Republik Iran auch in den vergangenen drei Monaten ihre illegalen Aktivit\u00e4ten zur Anreichung von Uran weiter fortgesetzt und ausgeweitet. Zudem bleibt das islamistische Regime weiterhin Ausk\u00fcnfte zu m\u00f6glichen geheimen Aktivit\u00e4ten schuldig, auf die von der Beh\u00f6rde gefundene Spuren hindeuten.<\/p>\n<p>Nach den Angaben der IAEA, deren Arbeit durch Teheran massiv sabotiert wird und die deshalb allenfalls ein unvollst\u00e4ndiges Bild des iranischen Kernwaffenprogramms zeichnen kann, verf\u00fcgen die Mullahs inzwischen \u00fcber etwa 55,6 Kilogramm Uran, das auf einen Reinheitsgrad von 60 Prozent angereichert ist, 12,5 Kilogramm mehr vor drei Monaten. Insgesamt verf\u00fcgt Teheran \u00fcber etwa 4 Tonnen angereicherten Urans.<\/p>\n<p>Nach den Regelungen des JCPOA, der seit 2016 als Resolution 2331 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen V\u00f6lkerrecht ist, darf die Islamische Republik \u00fcber einen Zeitraum von 15 Jahren nicht mehr als 300 Kilogramm Uran besitzen, das auf einen Reinheitsgrad von h\u00f6chstens 3,6 Prozent angereichert ist. Weitere Restriktionen untersagen Teheran die Herstellung und den Einsatz moderner Zentrifugen.<\/p>\n<p>Sieht der Joint Comprehensive Plan of Action durchaus Ma\u00dfnahmen vor, um auf die iranischen Vertragsverletzungen, die dem Mullah-Regime den Aufstieg zur Atommacht erm\u00f6glichen, zu antworten, wird deren Anwendung, insbesondere des \u00bbSnap back\u00ab-Mechanismus\u2019, allerdings durch die Vertragspartner Teherans, darunter mit den \u00bbE3\u00ab Deutschland, Frankreich und das Vereinigte K\u00f6nigreich, abgelehnt.<\/p>\n<p>Statt wenigstens zu versuchen, die Mullahs durch die Reaktivierung internationaler Sanktionen zur Einhaltung ihrer vertraglichen Verpflichtungen zu bewegen, setzen gerade die \u00bbE3\u00ab auf eine Wiederbelebung des JCPOA auf dem Verhandlungsweg. Und es irritiert(e) sie auch nicht, da\u00df das Regime in Teheran selbst w\u00e4hrend der Verhandlungen in Wien sein Atomprogramm nicht einmal auszusetzen bereit war.<\/p>\n<p>Der Joint Comprehensive Plan of Action ist unterdessen l\u00e4ngst mehrfach diskreditiert. Teheran verst\u00f6\u00dft offen und immer massiver gegen das Abkommen, w\u00e4hrend die anderen Vertragsstaaten und die Weltgemeinschaft tatenlos zuschauen, wie die Islamische Republik ihren Aufstieg zur Atommacht vorbereitet. Diese Tatenlosigkeit beschw\u00f6rt kriegerische Auseinandersetzungen um das iranische Atomprogramm herauf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde erneuert in einem Bericht, aus dem Agenturen \u00fcbereinstimmend zitieren, ihre Warnung vor dem Atomprogramm des Regimes in Teheran. 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