{"id":6838,"date":"2022-10-26T13:08:37","date_gmt":"2022-10-26T11:08:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6838"},"modified":"2022-10-26T13:08:37","modified_gmt":"2022-10-26T11:08:37","slug":"europa-im-widerstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6838","title":{"rendered":"Europa im \u00bbWiderstand\u00ab"},"content":{"rendered":"<p>Wann immer in den vergangenen Jahren der Nahost-Konflikt jedenfalls teilweise entsch\u00e4rft werden konnte, war der europ\u00e4ische Anteil an diesen Fortschritten gering. Und das ist noch eine wohlwollende \u00dcbertreibung. Die <i>Abraham Accords<\/i> vermittelte die amerikanische Regierung unter Pr\u00e4sident Donald J. Trump, Sein demokratischer Nachfolger Joe Biden brachte Beirut und Jerusalem zumindest etwas n\u00e4her.<\/p>\n<p>Im Konflikt um das iranische Kernwaffenprogramm sabotierten die Europ\u00e4er amerikanische Bem\u00fchungen, den Joint Comprehensive Plan of Action zu verbessern, und sabotierten aktiv Bem\u00fchungen um eine internationale Isolation des islamistischen Regimes in Teheran. Wof\u00fcr auch immer die Europ\u00e4ische Union vor Jahren mit einem Friedensnobelpreis bedacht wurde, im Nahen Osten stiftet sie gewi\u00df keinen Frieden.<\/p>\n<p>Und auch im zweifellos nachhaltig gest\u00f6rten \u00bbpal\u00e4stinensisch\u00ab-israelischen Verh\u00e4ltnis setzen die Europ\u00e4er mit ihren vielf\u00e4ltigen Aktivit\u00e4ten konsequent auf Konflikterhaltung oder gar -zuspitzung. Das demonstrierten erst vor wenigen Tagen erneut mehrere ihrer Repr\u00e4sentanten beim antisemitischen Regime von Ramallah mit einem kollektiven <a href=\"https:\/\/twitter.com\/UKinJerusalem\/status\/1582055439537037319\">Solidarit\u00e4tsbesuch<\/a> des umstrittenen Projekts \u00bbZelt der Nationen\u00ab.<\/p>\n<p>Das in den C-Gebieten liegende Gel\u00e4nde der als christliches \u00bbFriedensprojekt\u00ab bezeichneten Anlage eines \u00bbPal\u00e4stinensers\u00ab wird von Israel als Staatseigentum betrachtet, der Betreiber, der sein \u00bbZelt der Nationen\u00ab auch als \u00bbSymbol des Widerstands\u00ab gegen die \u00bbaggressive Siedlungspolitik Israels\u00ab vermarktet, sieht es als sein Privatgrundst\u00fcck an. Die Besitzverh\u00e4ltnisse werden seit Jahrzehnten vor Gericht verhandelt.<\/p>\n<p>Mit ihrem Besuch mischen sich die Vertreter zahlreicher europ\u00e4ischer Staaten nun nat\u00fcrlich in dieses Verfahren ein. Indem sie sich hinter das \u00bbZelt der Nationen\u00ab stellen, ergreifen sie nicht nur Partei, sondern s\u00e4en und befeuern als Diplomaten Zweifel am israelischen Rechtssystem. Damit allerdings delegitimieren sie Israel als Demokratie, statt etwa f\u00fcr die Akzeptanz einer rechtsstaatlichen Entscheidung zu werben.<\/p>\n<p>Mit ihrer Parteinahme in einem Streit um Besitzverh\u00e4ltnisse dementieren die europ\u00e4ischen Diplomaten zugleich das \u00bbZelt der Nationen\u00ab als \u00bbFriedensprojekt\u00ab. Denn ihr Engagement kann ja gar nicht anders als gegen Israel und dessen Institutionen gerichtetet verstanden werden. So jedoch leistet Europa keinen Beitrag zu einer Entspannung, sondern legitimiert letztlich auch gewaltf\u00f6rmigen \u00bbWiderstand\u00ab gegen Israel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wann immer in den vergangenen Jahren der Nahost-Konflikt jedenfalls teilweise entsch\u00e4rft werden konnte, war der europ\u00e4ische Anteil an diesen Fortschritten gering. Und das ist noch eine wohlwollende \u00dcbertreibung. Die Abraham Accords vermittelte die amerikanische Regierung unter Pr\u00e4sident Donald J. Trump, Sein demokratischer Nachfolger Joe Biden brachte Beirut und Jerusalem zumindest etwas n\u00e4her. 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